von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
26. 03. 2008 16:41
Schamlose Werbung
Himmlisch wird es am nächsten Donnerstag im Restaurant des Uniriesen, dem Panorama Tower. Das Haus lädt zum Sternenguckerabend ein. Ab 19 Uhr gibt es ein 3-Gänge-Menü. Peter Schilling (nein, nicht der Peter Schilling) vom Astronomischen Zentrum Schkeuditz ist als Experte vor Ort. Er zeigt und erzählt Wissenswertes und Faszinierendes rund um den Frühlingssternenhimmel. Nach dem Essen geht es auf die Dachterrasse in 120 Metern Höhe. Mit Teleskopen kann man von dort aus den Sternenhimmel beobachten. Auffälligste Erscheinung am Frühlingshimmel ist das so genannte Frühlingsdreieck mit seinen Sternen Regulus (Sternbild Löwe), Spika (Sternbild Jungfrau) und Arktur (Sternbild Bärenhüter).
Preis pro Person: 25 Euro. Reservierungen unter 0341/7100590 oder info@panorama-leipzig.de
25. 03. 2008 09:01
Ostersonntag lief im MDR-Fernsehen die zweite Folge von “Frei von der Lippe“. Für verschiedene Medien, unter anderem DWDL.de und die Freie Presse Chemnitz, interviewte ich Komiker und Moderator Jürgen von der Lippe.
An Neujahr zeigte das MDR-Fernsehen die erste Folge von „Frei von der Lippe“, einer Sendung rund um die deutsche Sprache. Das Format war die erfolgreichste Sendung des MDR am Feiertag und bekam darum die Chance auf eine Fortführung. Am Ostersonntag wird Folge zwei ausgestrahlt. Mit Moderator und Komiker Jürgen von der Lippe sprach Daniel Große.
Sie haben Germanistik studiert und acht Jahre lang Ausländern die deutsche Sprache gelehrt. Warum erst jetzt so eine Show?
Gute Frage, ich hätte sie auch eher angenommen, wenn Redakteure vorher dieses Format erfunden hätten. Die Zeit jetzt ist aber nicht verkehrt, immerhin gibt es einige verdienstvolle Unternehmungen wie beispielsweise das Engagement Bastian Sicks zeigt.
Kennen Sie ihn persönlich?
Ja, wir haben uns bei Kerner getroffen. Ich durfte an die Tafel und habe mich gar nicht schlecht geschlagen.
Und Ihre Sendung setzt auf dem Trend auf, wieder mehr auf die deutsche Sprache zu achten?
(more…)25. 02. 2008 22:46
Fragt man Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), und Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse, nach dem Konzept und Inhalt der neuen Spielemesse, erntet man nur leere Phrasen. Um dann ernüchtert festzustellen, dass das Konzept der GAMESCom, so der wenig kreative Name der neuen Messe, einzig und allein darauf zu fußen scheint, dass die Veranstaltung künftig in Köln stattfindet. Das mag polemisch klingen, doch große Veränderungen gegenüber der Games Convention sind in Köln nicht zu erwarten.
Zwar wolle man sich stärker nach Südeuropa öffnen – dazu soll mehr Fachpublikum angesprochen werden. Trotzdem soll es auch Angebote für Familien und natürlich den üblichen Publikumsbereich mit Spielstationen und den bekannten Ständen geben. Zur weiteren Konzeption schwiegen heute beide Parteien. Auch die Vertragslaufzeit sei geheim und gehe niemanden etwas an. Einzig, dass der BIU konzeptionell am Tisch sitze, war Kuhrt zu entlocken. Also wie in Leipzig.
Eine ausgeschriebene Langfassung für den Namen GAMESCom gebe es auch nicht. Auf eine entsprechende Frage reagierte Kölnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt ausweichend. Man habe die Marke bereits 2004 registriert und sich intensiv seit Jahren mit der Branche beschäftigt. Heißt wahrscheinlich: Gemeinsam mit dem BIU überlegt, wie man die Messe aus dem Osten in den Westen verlagern kann. Weiterentwickeln nennt das der BIU. Branchenriese Electronic Arts, meine Damen und Herren, habe mit der Verlagerung der Messe natürlich überhaupt nichts zu tun. Auch sei kein Geld geflossen. Hatte nur ich das Gefühl, oder wurde es Wolters bei dieser Frage plötzlich etwas heiß? Zumindest färbte sich sein Kopf.
Als europäische Leitmesse wolle der BIU die GAMESCom ausrichten. Auf die Frage einiger Journalisten, ob nicht die GC bereits diesen Anspruch hatte, antwortete Wolters: “Wir haben die GC 2002 als regionale Messe aufgebaut. Dass die Leipziger Messe neuerdings von einer europäischen Messe sprach, haben wir immer kritisch gesehen.”
Innerhalb der zwölf Mitgliedsunternehmen des BIU herrsche Einigkeit darüber, dass ein Wechsel des Standortes unvermeidlich war. Nicht alle sprachen sich für Köln aus, aber die Mehrheit, so Wolters.
Den endgültigen Schlag in die Magengrube bekam Leipzig von Kölnmesse-Chef Kuhrt. “Wir haben heute den Oscar verliehen bekommen”, sagte er in Bezug auf die Verleihung der Academy Awards. Worauf es sich Andreas Dunte, Wirtschaftsredakteur der LVZ, nicht nehmen ließ zu sagen: “Aha, dann hat Leipzig wohl heute die Goldene Himbeere bekommen?”
In diesem Jahr findet die GC - Games Convention vom 21. bis 24. August statt. Was darüberhinaus passiert, wird die Zeit zeigen. Am Rande der Pressekonferenz heute in Leipzig hörte man, es werde natürlich überlegt, wie ein neues Konzept aussehen könnte.
20. 02. 2008 15:39
Es wurde viel spekuliert, viel diskutiert in den vergangenen Tagen über die Zukunft der GC. Worauf alle gewartet haben, war eine Stellungnahme des Branchenverbandes BIU. Selbiger wird am Montag sprechen. In Berlin, auf einer Pressekonferenz. Überschrieben ist diese mit: “Zukunft der deutschen Branchenmesse für interaktive Unterhaltungssoftware”.
Man kann nun rätseln über die Gründe, warum dort nicht steht “Zukunft der GC”. Oder man lässt es einfach und beantwortet sich die Frage selbst. Um sich dann seinem Schmerz hinzugeben.
Wir werden aller Wahrscheinlichkeit nach vor Ort sein. (“Wir” meint in dem Falle Thomas und mich, um für Heldenstadt.de zu berichten, wo dieser Eintrag auch erschien.)
04. 02. 2008 09:58
Klassentreffen finden in Leipzig fast in jeder Woche statt. Und jedes ist auf seine Weise besonders. Trotzdem kann man von dem heutigen Treffen behaupten, dass es ungewöhnlich ist. Denn wenn heute Schüler und Lehrer der ehemaligen 48. Grundschule zusammenkommen, muss man etwas genauer hinschauen, um zu erkennen, wer damals die Schulbank drückte und wer an der Tafel stand. Der Grund: Schüler und Lehrer trennen gerade mal zehn Jahre. Und noch eine Besonderheit gibt es: In diesem Jahr werden alle Abgänger des Jahres 1952 der damaligen Klasse 8b runde 70 Jahre alt. Und die Lehrer entsprechend 80.
„Ist das nicht Wahnsinn, dass die ihre alten Lehrer immer noch sehen wollen?“, freut sich Ruth Wolff beim Fototermin. Die ehemalige Russischlehrerin, die damals noch Pötzsch hieß, ist überwältigt vom Organisationstalent und dem Drang nach Aufarbeitung der Schulzeit ihrer einstigen Schützlinge. „Wir sind doch eigentlich alte Knacker!“, lacht sie und erntet prompt ein „Das stimmt, aber wir doch auch!“ von Siegfried Walther. Er gehört zum fünfköpfigen Organisationsteam des Klassentreffens. Seit 2002, anlässlich der 50-jährigen Schulentlassung, kommen Lehrer und Schüler regelmäßig zusammen, um in Erinnerungen zu schwelgen.
(more…)23. 01. 2008 07:57
Seit knapp zwei Monaten ist das Gohglmohsch wieder geöffnet. Einer, den dies besonders freut, ist Schauspieler und Kabarettist Dieter Bellmann. „Ich finde es sehr schön, dass Meigl Hoffmann versucht, das Gohglmohsch wieder bekannt und erfolgreich zu machen, noch dazu an so einer wunderbaren Lage wie der Marktgalerie“, sagt der Professor Simoni aus der Serie „In aller Freundschaft“ (IAF). Bellmann und Hoffmann kennen sich seit langer Zeit. „Meigl ist ein wesentlicher Bestandteil der Szene“, so Bellmann. Darum ist es ihm „eine Freude“, auch auf der Bühne des Kleinkunsthauses aufzutreten. Am Freitag werden er und seine Frau Astrid Höschel-Bellmann Erzählungen, Lieder und Gedichte aus dem Leben Erich Kästners zum Besten geben. Während Bellmann seit einigen Tagen wieder für IAF vor der Kamera steht, ist seine Frau ebenfalls im Fernsehen zu erleben. „Ich bin jeden Donnerstag Teil der Sendung „MDR um 12“ und empfehle Rezepte aus der regionalen Küche. Dabei erzähle ich auch etwas über den Herkunftsort der Spezialität. Das macht mir viel Spaß, weil man nebenbei interessante Dinge erfährt.“
Erschien am 22. Januar 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
02. 01. 2008 10:40
Taucha. Bei Kinofilmen ist der dritte Teil oftmals eine schlechte, langatmige Kopie der Fortsetzung. Auf die dritte Silvesterparty des Tauchaer Heimatvereins lässt sich diese Regel ganz und gar nicht anwenden. Denn nachdem die zweite Auflage zum Jahreswechsel auf 2007 viele Gäste zur Kritik veranlasste, stimmte diesmal fast alles.
Das Motto der diesjährigen Feier war „Wild Wild Taucha“. Im Westernstil wurden die Mehrzweckhalle eingerichtet und die Speisen arrangiert. René Werner, Vorsitzender des Heimatvereins, freute sich zu Beginn auf eine „kleine, aber ordentliche Veranstaltung“. Klein deshalb, weil statt der anvisierten 450 Karten nur 220 verkauft wurden. Diese gewisse Intimität tat der Party aber keinen Abbruch – im Gegenteil. Durch eine Neuordnung der Tische wurde alles etwas kompakter und die Gäste kamen leichter untereinander ins Gespräch. Verwirrend war lediglich der auf den Eintrittskarten für 19 Uhr versprochene Start der Feier. Denn damit war nicht der Beginn, sondern offenbar die Einlasszeit gemeint. Entsprechend zeitig standen die ersten Gäste vor der Tür. Die Situation wurde aber von den Veranstaltern souverän entschärft, indem bereits 18.30 Uhr die Begrüßungsgetränke gereicht wurden. René Werner ließ es sich danach nicht nehmen, jede Gruppe persönlich zu ihrem Platz zu begleiten.
(more…)02. 01. 2008 10:33
Taucha. Er gehört für zahlreiche Tauchaer mittlerweile zur Silvesternacht dazu, der Spaziergang zum Aussichtssturm im Stadtpark. Dort lockt alljährlich das Jahresabschlusskonzert der Tauchaer Jagd- und Parforcehornbläser, das sich zu einer ernst zu nehmenden Kulturveranstaltung gemausert hat.
Auch am letzten Tag des Jahres 2007 versammelten sich mehrere hundert Tauchaer und ihre Gäste, um den Klängen der Hörner zu lauschen. Bei Glühwein und Punsch konnte man aber auch den Worten von Jörg Frotscher folgen. Der Hornmeister des Vereins begrüßte die Anwesenden und gedachte „denen, die den Jahreswechsel nicht bei ihrer Familie feiern können, weil sie im Ausland im Kriegs- oder humanitären Einsatz tätig sind. Wir hoffen, dass alle wohlbehalten zurückkommen.“
Zwischen den kurzen musikalischen Einlagen der Hornbläser gab es auch amüsante Texte, etwa von Loriot, zu hören. Detlef Porzig, Tauchaer Urgestein, Autor und begeisterter Historiker erinnerte an schöne Ereignisse, die 2007 prägten. „Wir konnten unser schönes Stadtbad wieder eröffnen, den Grundstein für die neue Kita an der Klebendorfer Straße legen und den zehnten Geburtstag der Grundschule am Park feiern“, zählte er auf. Auch recherchierte Porzig einige wissenswerte Fakten und Jubiläen, die in diesem Jahr im Zusammenhang mit der Parthestadt stehen. „Vor 475 Jahren brannte Wilhelm von Haugwitz wahrscheinlich an dieser Stelle sein Schloss nieder und vor 200 Jahren war Taucha Durchzugsort für russische Soldaten.“ Auch die Post spielte eine Rolle, denn vor 185 Jahren wurde das erste Postamt in Taucha eröffnet. Für Porzig ein „besonders trauriges Kapitel, wenn man hört, dass die Zukunft der Postagentur ungewiss ist.“ Weitere Jubiläen, die dieses Jahr anstehen: Die Gründung des ersten Tauchaer Gewerbevereins vor 150 Jahren, der Beginn des Autobahnbaus nach Halle vor 75 Jahren und die Gründung der PGH Figaro vor 50 Jahren.
Diese Mischung aus Information und musikalischer Unterhaltung gefiel den Besuchern. Gisela und Horst Herold kommen jedes Jahr auf den Weinberg, um den Hornbläsern zu lauschen. „Das ist einfach eine schöne Art, Silvester zu begehen und gehört mittlerweile dazu“, so Gisela Herold. Auch Tochter Anita war begeistert. Sie kam zusammen mit Freund Stefan Lautner. „Ich glaube, der Trend weg von Disco und lauten Partys hin zu ruhigeren Veranstaltungen wird weiter zunehmen“, vermutete der 29-Jährige.
Erschien am 2. Januar 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
21. 12. 2007 12:49
Taucha. Hans-Jürgen Rüstau zeigt sich zufrieden. Der Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins Taucha (Kukuta) zieht ein positives Fazit für die Arbeit in diesem Jahr.
„Wir hatten einige sehr schöne Veranstaltungen und haben damit einiges bewegen können“, sagt er. Herausragende Ereignisse waren seiner Meinung nach das Kreativ-Kinderfest in der Grundschule am Park im Januar. Auch die Lesungen während der Leipziger Buchmesse, die der Verein unter dem Namen „Leipzig liest in Taucha“ veranstaltete, wären eine Bereicherung für das Kulturleben der Stadt gewesen. „Die Veranstaltungen waren zum Teil sehr emotional“, so Rüstau. Ebenso bezeichnet er den Literaturwettbewerb, die „KulTour“ und die Konzerte während des Tauch-schen als Erfolge. Die aber nicht planbar sind, wie der Kukuta-Chef sagt: „Das Tauchaer Publikum ist sehr unkontinuierlich. Was einmal gut klappte, kann schon morgen in die Hose gehen.“
(more…)19. 12. 2007 21:17
Taucha. Katharina und Natascha Wiegräbe hatten es sich so schön vorgestellt: Eine Adventsrallye sollte die Tauchaer wieder in die Innenstadt und damit in die Geschäfte locken. In 24 Geschäften gilt es, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Als Dank dafür gibt es einen Stempel auf eine Teilnahmekarte. Eben jene Teilnahmekarten würden auch mitgenommen, sagt Anke Kauffmann, Inhaberin der Buchhandlung Leselaune. Der Rücklauf an abgestempelten Exemplaren lasse aber auf sich warten. „Es kommen immer mal Kinder vorbei, ausgefüllte Karten habe ich aber noch nicht“, sagt sie. Immerhin: Vier selbst gebastelte Weihnachtskarten hängen bereits in ihrem Geschäft. „Das ist die Aufgabe, die es zu bewältigen gilt, wenn man einen Stempel von uns will“, sagt sie und hofft: Vielleicht passiert ja in dieser Woche noch etwas.
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