von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
22. 02. 2010 10:30
Taucha. Der Verein Lasergame Leipzig will ein von ihm gepachtetes Areal in Taucha als Trainingsgelände nutzen, stößt aber auf behördlichen Widerstand. Es geht um eine fehlende Baugenehmigung und den Flächennutzungsplan der Stadt. Während das Landratsamt Nordsachsen immer wieder Ablehnungsbescheide verschickt, läuft dem Verein die Zeit davon.
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07. 01. 2010 09:36
Nachfolgender Artikel erschien am 7. Januar 2010 in der Leipziger Volkszeitung und bei LVZ-Online
Taucha. „Sammler sind glückliche Menschen“, soll Goethe mal gesagt haben. Auch wenn ihm dieses Zitat nicht hundertprozentig nachgewiesen werden kann, lässt sich an der Richtigkeit dieser Feststellung nicht zweifeln – wenn man Dietmar Bock kennt. Der Tauchaer sammelt alles zum Thema Bockbier. Und ist damit nicht nur glücklich, sondern bleibt auch ganz gelassen.
„Deutschlands erstes privates Bockbiermuseum“ steht an der Tür des ausgebauten Kellers eines Tauchaer Einfamilienhauses. Hinter dieser Tür mit dem unscheinbaren Satz verbirgt er sich, der Bockbier-Schatz von Dietmar Bock. Weiterlesen bei LVZ-Online…
03. 01. 2010 13:10
Update 15. Januar: Die Liste der Leipziger Rodelberge hat ein neues zu Hause. Bitte folgt dem Link. Unten stehende Liste wird nicht weiter aktualisiert. Kommentare sind geschlossen.
Trotz anstrengender Suche im Netz hab ich noch keine Liste der Rodelhügel in Leipzig gefunden. Sicher, auf Anhieb fallen einem drei, vier Plätze ein, die man noch aus Kinderzeiten kennt oder wo man schonmal war. Aber eine richtige Liste scheint nicht zu existieren.
Darum hier ein Experiment: Lasst uns doch einfach gemeinsam eine solche Liste aufstellen. Ich fange mal an mit einigen Rodelbergen Leipzigs, die ich gefunden hab. Und Ihr ergänzt einfach per Kommentar oder Twitter an @dg_4und20. Einige Vorschläge meiner Follower sind bereits eingearbeitet. Vielleicht entsteht ja im Laufe der Zeit eine richtige Liste mit Suchfunktion und Google-Maps-Anbindung.
Update 15. Januar: Die Liste der Leipziger Rodelberge hat ein neues zu Hause. Bitte folgt dem Link. Unten stehende Liste wird nicht weiter aktualisiert. Kommentare sind geschlossen.
Rodeln in Leipzig und Umgebung:
Bienitz:
Engelsdorf:
Gohlis:
Großzschocher
Grünau:
Knauthain:
Lößnig:
Markkleeberg/Auenhain:
Markranstädt:
Messegelände (Leipzig-Nordost):
Meusdorf:
Paunsdorf/Heiterblick
Rückmarsdorf
Schleußig:
Schönefeld:
Stötteritz:
Südvorstadt:
Taucha:
Thekla:
Zentrum:
Zentrum-Nord:
Zentrum-Südost:
Zentrum-West:
Update 7.1. 15.30 Uhr: Die Online-Redaktion der Stadt Leipzig fragte heute an, ob Teile der Liste für die Website verwendet werden dürfen. Dieser Bitte kam ich gern nach und so steht nun dieser Newseintrag auf leipzig.de. Vielen Dank und viele Grüße an die Kollegen.
17. 11. 2009 19:46
Taucha. Am Sonntag fand der diesjährige Literaturwettbewerb der Stadt Taucha seinen festlichen Abschluss. Bei einer Gala wurden die nominierten Werke in drei Kategorien verlesen und anschließend die Gewinner ausgezeichnet. Die Veranstalter lobten die hohe Qualität der Einsendungen im Nachwuchsbereich.
Es gehört einiges dazu, an einem Sonntagnachmittag den Lichthof der Grundschule Am Park mit kulturinteressierten Menschen zu füllen. Dem Kunst- und Kulturverein Taucha (Kukuta) gelang dies zur Literaturgala ohne Weiteres. Insofern deckte sich das Interesse mit den Einsendungen zum Literaturpreis. Das Motto dieses Mal: „Das Leben ist ein großes Kino“. Genau 232 Werke, so viele wie nie zuvor, erreichten den Kukuta und die Stadt Taucha, die gemeinsam mit dem Tauchaer Verlag als Veranstalter fungierten. „Wir haben Geschichten und Gedichte aus allen Bundesländern erhalten, aber auch aus Österreich, der Schweiz, der Türkei und Norwegen. Natürlich alle in deutscher Sprache“, so Kukuta-Mitglied Tobias Meier, der als Moderator durch den Abend führte.
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25. 10. 2009 10:54

So nah sind Silbermond-Fans ihrer Band nur selten. Am Mittwoch durften 100 Hörer von Radio PSR in einem Konferenzraum des Senders am Leipziger Markt die Bautzener Musiker live und unplugged erleben. Sängerin Stefanie Kloß und ihre Mannen gingen auf Tuchfühlung mit dem Publikum, immer wieder preschte die 24-jährige Frontfrau ganz nach vorn, forderte La-Ola-Wellen oder hielt das Mikro in Richtung ihrer Fans, die begeistert und lautstark mitsangen. Zu Hören gab es Kracher der Formation, die kürzlich erst den MTV Europe Music Award in der Kategorie Bester deutscher Act gewann, wie „Tanz aus der Reihe“ und „Nicht mein Problem“, aber auch die sanften Balladen „Das Beste“, „Irgendwas bleibt“ und „Symphonie“.

Unter den Zuhörern in dem kleinen und durch die Scheinwerfer sehr heißen Raum waren auch Nadine und Martin Faßhauer. Das junge Ehepaar hatte die Karten für das Konzert in der LVZ gewonnen. „Wir sind keine Hardcore-Fans, hören die Lieder aber sehr gern“, sagte Martin Faßhauer. „Ja, vor allem die ruhigen Stücke gehen unter die Haut, es war sehr schön“, stimmte Nadine zu, die bereits die finnische Band Sunrise Avenue in einem ähnlichen Clubkonzert hautnah erleben durfte.
Romantisch wurde es bereits vor dem Konzert. Michael Arping aus Weißenborn machte seiner Freundin Claudia Faßke vor den versammelten Gewinnern des Exklusivkonzertes einen Heiratsantrag. „Wir sind nun vier Jahre zusammen und ich hab mir überlegt, wie ich es Dir sagen soll. Darum hier ganz kurz die Frage: Willst Du mich heiraten?“, sprach der 39-Jährige souverän ins Mikro. Seine überraschte 31-jährige Freundin hauchte: „Oh ja, sehr gern“ zurück. Erst nach einem kurzen Wortwechsel mit Moderatorin Miss Peggy Schmidt bemerkte Michael Arping, dass er ja das Wichtigste vergessen hatte: den Verlobungsring. Dafür gab es nochmal einen Extra-Kuss von seiner Claudia.

Erschien am 23. Oktober 2009 in der Leipziger Volkszeitung.
25. 10. 2009 10:44

Taucha. Bei kühlen Temperaturen und Sonnenschein stehen die Mitglieder des Schlossvereins Klaus Arnoldt, Harry Hoffmann, Elke Kabelitz und Hartmut Kreyßig am Tauchaer Schlossberg. Mitgebracht haben sie Gartenscheren und jede Menge blauer Stapelkisten. „Hier sollen die Reben rein, wir hoffen auf eine gute Ernte“, so Klaus Arnoldt, der sich mit Harry Hoffmann seit 2002 um die Pflege der Anlage kümmert. Fachlich beraten werden sie von Winzer Armin Galler. „In diesem Jahr sind wir vom Mehltau verschont geblieben“, sagt Arnoldt. Schäden hätte es nur durch Vögel gegeben – trotz zahlreicher Netze. „Die wissen eben auch, was gut schmeckt“, lächelt Elke Kabelitz. Seit diesem Jahr unterstützt sie die beiden Männer, die eigentlich schon lange die ehrenamtliche Tätigkeit aufgeben wollten. Die Lese jedoch lassen sie sich nicht nehmen, zeugt sie doch von guter Arbeit über das gesamte Jahr.
Große blaue Trauben ernten die Hobby-Weinbauer, die Plastekisten werden rappelvoll. „Um die neun Kilogramm sind jeweils drin“, liest Klaus Arnoldt von der Waage ab. Jede Kiste wird genau gewogen und das Ergebnis aufgeschrieben. Am Ende steht die Summe von 470 Kilogramm, so viel wie noch nie. „Aus einem Kilo bekommen wir eine Flasche Wein“, hofft er.
Der Jahrgang 2008 brachte wegen des Mehltaus nur 53 Flaschen. Am 13. November sollen diese im Rahmen einer Veranstaltung an die Vereinsmitglieder freigegeben werden. Denn getrunken werden darf der Wein laut gesetzlicher Vorgaben nur vom Verein. Wie in den Vorjahren wird aus den Trauben nun trockener, roter Dornfelder. „Es gibt zwar seit einiger Zeit den Trend, aus blauen Trauben auch Weißwein herzustellen, aber diesen Quatsch machen wir nicht mit“, sagt Harry Hoffmann. Gekeltert wird der Tropfen im Weingut Rollsdorfer Mühle im Mansfelder Land. „Dort, wo das berühmte Saale-Unstrut-Anbaugebiet beginnt“, erklärt Arnoldt, der sich mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung für den Tauchaer Weinberg wünscht.
Erschien am 21. Oktober 2009 in der Leipziger Volkszeitung.
07. 10. 2009 08:59
Taucha. Es war ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Sieben Schülerinnen der Tauchaer Mittelschule waren über ein Wochenende die „Mütter“ von Babysimulatoren. Lebensgroße, an Puppen erinnernde Hightech-Wunder, die zum einen so schwer wie ein echtes Baby sind und sich zum anderen auch genau so verhalten. Inklusive Schreien, Lachen, Atemgeräuschen beim Schlafen und einem Köpfchen, das immer gehalten werden will. Und einem internen Speicher, der genau aufzeichnet, wie sich die jungen Mütter auf Zeit um ihr Kind kümmern. „Elternbedenkzeit“ heißt das Projekt, das an mehreren Schulen stattfindet und das pädagogische Ziel verfolgt, heranwachsenden Mädchen die Verantwortung für die Mutterrolle näher zu bringen. Jetzt wurden die Daten ausgewertet.
Martina Fritzsche und Melanie Burkhardt vom Kreisverband Nordsachsen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) waren größtenteils zufrieden: „Die Ergebnisse sind im üblichen Rahmen für dieses Projekt“, so Fritzsche. Nahezu alle Schülerinnen erreichten 92 Prozent oder mehr. Nahezu perfekt waren Vivian und Clarissa mit 99 Prozent. „Mist, eigentlich wären 100 Prozent drin gewesen, aber beim Weitergeben meines Sebastians an eine Bekannte haben wir einmal die Kopfstütze vergessen“, sagte Vivian, die sich rührend um „ihren“ Sohn kümmerte. Bei Clarissa kam zur Kopfstütze ein vergessenes Füttern hinzu. „Der Computer im Simulator zeichnet gnadenlos alle Verstöße auf. Und wenn das Baby registriert, dass auf sein Schreien nicht die Flasche an den Mund geführt wurde, gibt das einen Minuspunkt. Insgesamt ist das aber nicht schlimm“, sagte Melanie Burkhardt.
Wirklich schlimm erging es allerdings einem Kind. Wäre es ein richtiges Baby gewesen, wäre es jetzt entweder behindert oder tot. Diagnose: Schütteltrauma. Ein Schock für die junge Mutter, die hier nicht erwähnt werden soll. „Ich habe mein Kind an einen Bekannten gegeben, weil ich weg musste“, so die Schülerin. Offenbar war sich der Bekannte der Ernsthaftigkeit des Experimentes nicht bewusst und wollte den schreienden Simulator durch Schütteln zur Ruhe bringen. Mit Erfolg – das „Baby“ stellte sich tot und reagierte für mehrere Stunden gar nicht mehr. Wie ein echter Säugling, der eine solche Folter durchmachen muss. Immerhin wählte die Schülerin die Notfallnummern, quasi die technische Hotline für die Simulatoren und vertraute sich am Montag der Schulsozialarbeiterin Ulrike Denkiger an, die das Projekt begleitete. „Wichtig ist, dass du dir jetzt im Klaren darüber bist, dass ein Neugeborenes nicht Bekannten anvertraut werden darf“, mahnte Martina Fritzsche und erntete heftiges Kopfnicken der noch immer kreideweißen Probemutter.
Trotz oder gerade wegen dieses Vorfalls und nur wenigen Stunden Schlaf bezeichneten die sieben Schülerinnen das Projekt als durchweg gelungen und sehr schön. „Wir hatten am Montag, als wir die Babys wieder abgeben mussten, schon Entzugserscheinungen. Und im Unterbewusstsein hörte man immer ein leises Schreien. Bei manchen ging es sogar so weit, dass sie Nachts das leise Atmen neben sich vermissten“, beschrieb Svenja die Gefühle. Negative Auswirkungen auf die Kinderwünsche, die fast alle mit „zwei bis drei“ angaben, hatte das Wochenende als Mütter auf Zeit kaum. Spätestens mit 25 Jahren soll bei den Mädchen, Ausbildung und Arbeit vorausgesetzt, die Familienplanung abgeschlossen sein.
Erschien am 5. Oktober 2009 in der Leipziger Volkszeitung.
18. 09. 2009 08:55
“Deutschlands bester Aktfotograf 2009″ – dieser Titel klingt gewaltig. Anheften darf ihn sich Corwin von Kuhwede, Fotograf aus Leipzig. Die älteren meiner Leser werden sich noch dunkel an seinen Bildbald “Leipzig verfällt” erinnern, den ich hier vor längerer Zeit anpries.
Jetzt also sind es Akte, die es dem “Lichtmaler & Bildermacher”, wie er sich selbst bezeichnet, angetan haben. Und so bewarb sich Corwin beim zweiten Fotowettbewerb “Deutschlands bester Fotograf“, den Sigma und das Springer-Blatt “Audio Video Foto Bild” auslobten. Hundert Fotos in mehreren Kategorien kamen in die Endauswahl – der Leipziger siegte mit seinem Bild “Das gefallene Kind” in der Kategorie “Ästhetischer Akt”. Den Preis durfte er im Rahmen des Großen Preises von Italien in Monza entgegennehmen, wo er mit anderen Gewinnern den Porsche-Cup und die Formel 1 verfolgen durfte.
Und warum schreib ich das alles? Natürlich, weil ich das sehr gelungene Gewinnerfoto zeigen will. Darf ich vorstellen: Julia, 20 Jahre, Studentin in Leipzig.
Klick auf das Bild bringt das Bild in Originalgröße.
Gefunden hat Corwin die Hübsche in einem Internetforum. “Sie wollte sich eigentlich niemals von einem anderen fotografieren lassen und fand sich selbst auch schrecklich unfotogen”, sagt der Künstler. Auf Schloss Wrodow fand schließlich doch das Shooting statt. Ein Foto aus der Serie wurde unter anderem auch auf stern.de zu den schönsten Aktbildern gewählt.
14. 09. 2009 11:06
Abermals ein schön animiertes und erschreckend detailreiches Video von Alexander Lehmann. Nach “Du bist Terrorist” rät er nun: “Rette Deine Freiheit“. Unbedingt die Hinweise auf der Website lesen und den Links folgen, um die Argumente nachvollziehen zu können.
Am 27. September ist Bundestagswahl.
10. 09. 2009 12:30
Der Iraker Hayder Mohammed Kadhim absolvierte für acht Wochen ein Praktikum in Leipzig.
Wer an den Irak denkt, dem kommen die Bilder aus dem Fernsehen in den Kopf. Krieg, ein zerstörtes Land und jede Menge Leid. Aber auch ein gestürzter Diktator und die Chance auf einen Neubeginn. Diese Chance nutzte auch Hayder Mohammed Kadhim. Der 29-Jährige stammt aus dem Irak und weilte für ein Praktikum in Leipzig. Er gehörte zu 20 irakischen Bürgern, die in Deutschland arbeiten.
Eingeladen wurden sie vom Projekt „Irak-Horizonte 2015: Heute säen, morgen ernten“, das vom Goethe-Institut, der deutschen Botschaft in Bagdad, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag initiiert wurde. Ziel ist die Weiterbildung junger Hochschulabsolventen, um im Irak qualifizierte Entscheidungsträger in der Regierung und Unternehmen aufzubauen.

Hayder Mohammed Kadhim verbrachte seine Zeit bei der Leipziger Messe und arbeitete im Auslandsmarketing. Abteilungsleiter Thomas Stenzel hat bereits seit längerem Kontakt in das arabische Land in Vorderasien. „Wir hatten vor anderthalb Jahren mit dem Verein Midan zu tun. Das ist die Deutsch-irakische Mittelstandsvereinigung. Deren Leiter erzählte uns von seinen Erlebnissen. Dass die Menschen dort vorankommen und wieder arbeiten wollen“, so Stenzel. Zudem sei der Irak ein wirtschaftlich interessantes Land mit viel Wachstumspotenzial. Das derzeitige Wirtschaftsvolumen betrage nur zehn Prozent von der ursprünglichen Kraft vor dem Krieg.
Als Hayder vor wenigen Wochen nach Deutschland kam, wurde er zum ersten Mal mit der deutschen Sprache und Mentalität konfrontiert. Deutsch kann er trotz eines Sprachkurses nach der kurzen Zeit natürlich noch nicht. Aber sehr gut Englisch, was wichtig ist, gerade bei Auslandsbeziehungen einer Messegesellschaft. „Ich will alles wissen über den Handel und professionelles Messegeschäft. Es ist doch spannend, wenn Firmen für eine Messe nach Deutschland kommen, um hier Fuß zu fassen oder einfach nur um ihr Land zu präsentieren“, meinte er.
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