Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Kulturelles’ Category

Wie macht man (m)eine Frau glücklich?

Man kauft ihr die Biographie von Heinz Rudolf Kunze und lässt sie den Rest des Abends in Ruhe. Dann kommt aller zwei Minuten ein Kichern und Schmunzeln aus dem Wohnzimmer. Und wenn man kurz nachschaut, funkeln ihre Augen. Heinz, Du bist schon ein guter. Und Autor Karl-Heinz Barthelmes ebenso. Schön geschrieben.

Aber eins noch, Heinz: Songs auf dem neuen Album, die teilweise wie Abschied klingen, eine Biographie zum 50. Lebens- und 25. Bühnenjahr… was wird das? Ein Rückzug? Rückblick lassen wir gelten. Aber mehr nicht. Wir sehen uns – am 1.5. im Haus Auensee.

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  • Kurzbericht: Christoph Maria Herbst liest Vollidiot

    Der Applaus gehört ihm nicht. Denn er hat das Buch nicht geschrieben, aus dem er liest. „Vollidiot“ ist von Tommy Jaud, nicht von Christoph Maria Herbst. Und trotzdem beklatscht ihn das ausverkaufte Steintor Varieté in Halle.

    Zu Recht. Denn Herbst liest nicht, er spielt geradezu. Und gibt so jeder Figur des Buches ihren ganz eigenen Charakter. Simon Peters, dem 30-Jährigen T-Punkt-Verkäufer, der sich selbst nicht annimmt. Dem IKEA-Verkäufer, der ihm den Single-Sessel Jennylund verkauft. Lala, Simons kroatischer Putzfrau. Marcia P. Garcia, der Milch aufschäumenden Schönheit aus dem Starbucks, die sich später als Zicke entpuppt. Und so weiter.

    Die urkomischen Situationen, etwa als Simon im Starbucks steht „wie ein Ossi beim ersten McDonalds-Besuch fünf Minuten nach Öffnung der Mauer“, bringt der Schauspieler blendend rüber. Und als ob er sich für die Formulierung entschuldigen wolle, zeigt er immer wieder auf das Blatt, von dem er abliest und zuckt dabei mit den Schultern.

    Wer an diesem Abend fehlt, ist eindeutig der Autor. Ihm würde wohl mancher Besucher gern applaudieren. Am Ende lässt es sich Herbst nicht nehmen, auf den kompletten Roman hinzuweisen. Und das Hörbuch, das er selbst eingelesen habe, sei „auch ganz gut geworden“, schmunzelt er. Zudem wirbt er für „Resturlaub“, das „Zweitbuch“ von Tommy Jaud und verrät abermals, dass Jaud derzeit am dritten Roman arbeiten würde. „In seinem kleinen, unbeheizten Arbeitszimmer in Köln.“

    Der Kinofilm startet am 19. April. Wie schon berichtet mit Oliver Pocher als „Vollidiot“. Das mag passen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Etwas Skepsis bleibt aber dennoch, wenn man Herbst erlebt und weiß, was Pocher so treibt.

    Als Leckerli hab ich hier noch einen sehr vielseitigen Stromberg. Viel Spaß! :-)

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  • Mad Merkel

    DummyDummy ist ein Gesellschaftsmagazin. Sagt die Website dazu. Und Dummy ist lustig. Und hat gute Layouter. Wer Miss Merkel um mindestens 200 Jahre jünger machen kann, hat was drauf. Auch wenn bei längerer Betrachtung die Proportionen irgendwie nicht ganz stimmen, die Stirn ist etwas hoch. Mich würde nur interessieren, welchem Model sie dieses Gesicht verpasst haben, sprich welches Model jetzt ziemlich blöd aus der Wäsche gucken wird.

    Man stelle sich das mal vor: man lernt diese Frau kennen, die ja doch als hübsch zu bezeichnen ist. Und Jahre später wird sie zu sowas

    Dummy selbst kannte ich bislang nicht, ist vielleicht was für Magazin prüfende Bloggeranwärter.

    Über sich selbst sagt Dummy:

    Der Name „DUMMY“ steht für den Experimentiercharakter des Magazins, das sich gängigen Marktregeln in mancher Hinsicht widersetzt. So hat DUMMY kein festes Layout, sondern sieht jedesmal anders aus, von Covergestaltung bis Typografie, entsprechend dem jeweiligen Thema sowie dem Gusto der Art-Direktoren und Layouter. DUMMY heißt DUMMY, weil sich das Heft mit jedem Mal neu erfindet.

    Direkt mal besorgen gehen.

    (via Flohbude)

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  • Stromberg präsentiert “Vollidiot” in Halle

    Und weil wir gerade bei Früchten sind: in der Mitteldeutschen Zeitung (Ausgabe Halle/Saalkreis) erschien heute das hier von mir. Keine Ahnung, wie lange der Link funktioniert, darum hier der Text gleich hintendran.

    Halle/MZ. “In jeder dritten Zeile des Buches muss man schmunzeln, in jeder sechsten lacht man laut”, sagt Christoph Maria Herbst. Das Buch, über das er spricht heißt “Vollidiot” und stammt von seinem guten Freund Tommy Jaud. Selbiger landete 2004 mit dem Roman aus dem Stand einen Bestseller. Am Freitag nun kommt Christoph Maria Herbst ins Steintor nach Halle, um aus “Vollidiot” zu lesen. (more…)

    Christoph Maria Herbst hat in Leipzig einen Kumpel

    So, das Interview mit Herbst trägt Früchte. Heute in der Leipziger Volkszeitung von mir zu lesen:

    Am Freitag kommt Schauspieler und Comedian Christoph Maria Herbst zu einer Lesung nach Halle. Vorher besucht er in Leipzig seinen Freund Daniel Dubilier, Schauspieler am Theater Fact. Herbst lernte ihn vor etwa zehn Jahren kennen. „Wir spielten zusammen am Theater Stendal, freundeten uns an und verloren uns eigentlich nie aus den Augen“, erzählt der 40-jährige Grimme- und Comedy-Preisträger. Nach der Zeit in Stendal begann sein Engagement beim Fernsehen mit Sketchup, Ladykracher und Stromberg. Er machte Kinofilme wie Der Wixxer, (T)Raumschiff Surprise, Hui Buh oder Wo ist Fred?, spielte auch immer wieder Theater. (more…)

    Übrigens: ich hab’s gewusst

    Ich hab’s gewusst bzw. gefühlt. “Vollidiot” ist verfilmt worden. Das einzig dumme ist nur: Christoph Maria Herbst spielt nicht den Simon Peters. Sondern Oliver Pocher. Ich hoffe, das tut dem Film nichts. Herbst jedenfalls meint, die Figur sei bei Pocher in guten Händen. Bin gespannt.

    Wie der Engel auf die Weihnachtsbaumspitze kam

    Wie hier bereits angesprochen bekam ich von den netten Kollegen der Berliner Agentur DECAF° seit 1.12. jeden Tag eine Adventskalender-SMS. Heute nun zwitscherte das Handy zum letzten Mal (mein SMS-Ton ist der Gesang eines Gelbspötters). Die komplette Weihnachtsgeschichte möchte ich hier nun posten. Teilweise ist sie etwas konfus, aber die Idee zählt ja. :-) Los geht’s: (more…)

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  • Stromberg ruft an

    cmh.jpgDas ist cool, wenn man gesagt bekommt: “Christoph ruft Dich dann an!”. Der Christoph heißt weiter Maria Herbst und ist demnächst unterwegs, um aus dem Buch “Vollidiot” von Tommy Jaud zu lesen. Lustigerweise habe ich erst vor wenigen Wochen das Buch verschlungen. Ja, verschlungen. Der Titel sprach mich irgendwie an. Räusper. Nein, das Buch ist der Hammer, wirklich.

    Kurzer Abriss: Simon Peters, T-Punkt-Angestellter in Singlephase Vier (Frauen sind total bescheuert, das Wort Ficken steht auf deiner Stirn und man hat weltweites IKEA-Hausverbot), verliebt sich in sein Starbucks-Mädchen. Weil es die Milch so schön aufschäumt. Für Simon steht fest: er muss dieses Mädchen haben. Nur ansprechen müsste er es mal. Was er dann auch tut. Mit der genialen Frage: “Haben Sie auch Kaffee?” Im Starbucks.

    Schon beim Lesen dachte ich mir: das passt zu Herbst. Und Pastewka. Und Engelke. Kurz: das muss verfilmt werden. Nun sozusagen der “Vorläufer”. Christoph Maria Herbst liest “Vollidiot”. Und sagt über sich selbst, Simon Peters wäre sein Held. Das kann lustig werden. Und das Hörbuch besorge ich mir sicher auch noch…

    “Für Taucha tun wir alles”

    Unser tolles RathausTaucha. Man kann es Hans-Jürgen Rüstau nicht übel nehmen, wenn er als kulturbegeisterter Mensch Tauchas gering vorhandenes Engagement für eben jene Kultur aufs Korn nimmt. Auch dann nicht, wenn er diese Thematik zusammen mit Tobias Meier in einem Kabarett verarbeitet. Selbst Elke Müller, Leiterin des Hauptamtes, konnte herzhaft über die oft zitierte „drittel Personalstelle“, die Taucha für die Kultur übrig hat, lachen. „Was soll ich machen, sie haben ja recht“, sagte sie in der Pause des Stückes „Unser Toll(es Rat) Haus“, das am Sonnabend im Café Esprit seine Herbstpremiere feierte und am Sonntag gleich noch mal aufgeführt wurde.

    (more…)

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  • Magier bestimmt Regeln

    Unter dem Titel “Robbie, EMI und das Presserecht” berichtet die Februar-Ausgabe von “Insight” über die Schikane von Journalisten und deren begrenzte Gegenwehr.

    Autor Christoph Mulitze berichtet auch von einem Fall, den ich kürzlich hier und bei Medienrauschen erwähnte. David Copperfield beanspruchte in einem Vertrag sämtliches von mir angefertigtes Fotomaterial als seines. “Insight” schreibt:

    Daniel Große, freier Journalist aus Taucha bei Leipzig, beugte sich bei der Veranstaltung zwar den Vorgaben, schrieb anschließend in der Leipziger Volkszeitung aber nicht im Kulturteil über die Show, sondern auf der Medienseite über die Knebelungen der Pressevertreter – und protestierte damit als einziger der anwesenden Journalisten. “Ich mache vieles mit und verstehe auch bestimmte Einschränkungen, etwa bei Popkonzerten. Aber das ging eindeutig zu weit”, sagt er.

    Große weiß allerdings auch, wie schwierig es wäre, Widerstand unter den Kollegen zu organisieren. Er berichtet von einer Kamerafrau, die duckmäuserisch die Pressebetreuerin der Veranstaltungsagentur gefragt habe, ob sie denn wohl auch mal einen Schwenk ins Publikum machen dürfe.

    Und was soll ich sagen: Genau so war es. Danke an Christoph Mulitze.

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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