Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Kulturelles’ Category

Komische Klischees und knappe Klamotten

Dreimal im Jahr ist Leipzig Treffpunkt für Schwule und Lesben. Am Sonnabend stieg die 17. Leipziger Gaynight mit dem „Winter-Spektakel“. 1600 Gäste folgten der Einladung der Agentur Emotion Works ins Kosmos-Haus auf der Gottschedstraße. (more…)

Direkte Bauleute feiern zünftig

„Wir brauchen kein Olympia, keinen Citytunnel und schon gar keine Beraterverträge von den Stadtwerken. Wir brauchen nur den BA-HU-Fasching!“ Die Ansage von Thomas Hofmann, einst Student der Bauschule und jetzt Unternehmensberater, war eindeutig. Der anschließende Jubel der rund 500 Gäste beim ersten Fasching für Bauleute über 30 Jahre auch.

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  • Romantischer Antrag bei Holiday on Ice

    Derzeit gastiert „Holiday on Ice“ in Leipzig. Romanza heißt die Show voll Liebe und Leidenschaft. Romantisch wurde es schon vor der Eröffnungsvorstellung am Donnerstagabend. Denny Fischer aus Fraureuth verlas mit zittriger Stimme vor knapp 4000 Zuschauern ein selbstverfasstes Liebesgedicht und hielt so in der ausverkauften Arena um die Hand seiner langjährigen Freundin Mireen Schreyer an. „Sei meine Frau und auf ewig mein!“ Als Denny das ausgesprochen hatte, erklang tosender Applaus. Mireens „Ja, na klar!“ ging darin fast unter.

    „Ich war ganz schön aufgeregt und nervös“, gestand Denny nach dem Antrag, von dem Mireen nichts ahnte. Der 24-Jährige hatte an einer Aktion von Hitradio RTL Sachsen teilgenommen. Aus sieben Bewerbern, die ihren Freundinnen auf diese Weise einen Antrag machen wollten, wurde Denny ausgesucht. „Uns hat die Geschichte der beiden überzeugt“, so Michaela Straube vom Sender. Um die Sache vor seiner Liebsten geheim zu halten, musste Denny auch ein paar Mal lügen. „Immer wenn Michaela anrief um Details zu klären, habe ich gesagt, es wäre ein Arbeitskollege, von dem ich auch die Karten hätte“, grinst der Apparatebauer.

    Denny und Mireen kennen sich seit bereits sieben Jahren. Damals war sie gerade 14 alt, sah ihn zum ersten Mal mit Freunden. „Liebe auf den ersten Blick war es nicht, es hat sich so langsam aufgebaut“, schmunzelt die angehende Physiotherapeutin. Seit vier Monaten haben die beiden eine gemeinsame Wohnung. Geheiratet werden soll nun im Sommer in Werdau, verriet das Paar, das während der Show verliebt Händchen hielt.

    Erschien Weihnachten 2005 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Blick aufs antike Rom

    Leipzig. Vögel zwitschern. Hufeisen klappern über Kopfsteinpflaster. Menschen unterhalten sich. Eine Kappelle spielt auf. So oder so ähnlich muss es gewesen sein, damals im Rom des Jahres 312. Eine Momentaufnahme der antiken italienischen Stadt zeigt seit einer Woche das weltgrößte Panorama, das in Leipzig zu sehen ist. Untermalt wird „Rom CCCXII“ von einem atmosphärischen Soundtrack.
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  • Verein ehrt Gefallenen der Völkerschlacht

    Taucha. “Die Engländer sind wieder mal zu spät”, scherzt Gert Pfeifer. Der Präsident des Verbands der Jahrfeier zur Völkerschlacht bei Leipzig schaut auf seine Armbanduhr. “Die hatten die Preußen damals aber nicht”, tönt es von hinten. Manfred Mumme, Captain der Rocket-Troop, schaut verschmitzt. Die Engländer sind da.

    Mumme ist das, was Richard Bogue während der Völkerschlacht war: Kapitän aus Leidenschaft. Der englische Soldat allerdings hatte nicht lange etwas davon – er wurde nur 31 Jahre alt, getötet durch einen Gewehrschuss am ersten Oktober 1813 im Kampf um die heutige Messestadt. Seitdem liegen seine sterblichen Überreste auf dem Tauchaer Friedhof.
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  • Der uns umarmt

    „Das ist ein Superstar, in spätestens zwei Jahren wird das jeder wissen.“ Wenn schon Journalistenkollegen während der Pressekonferenz über einen Sänger so reden, muss etwas dran sein. Und tatsächlich ist die steile Karriere des Tenors Rolando Villazón mit seiner musischen Gabe zu erklären. Erst 1999 wurde er bekannt. Damals trat der Mexikaner als „Des Grieux“ in der Oper „Manon“ vom französischen Komponisten Julies Massenet auf. Nur sechs Jahre später gehört Rolando Villazón mit gefeierten Auftritten in den Opernhäusern von Paris, Berlin, Hamburg, Rom, New York, Los Angeles und Salzburg zu dem, was man Weltelite der Klassik nennt.

    Am 1. November kommt der neue Liebling der Feuilletons nach Leipzig ins Gewandhaus, begeleitet vom Philharmonischen Orchester Halle. Die Solotournee im Herbst soll eine „Umarmung des Publikums“ werden, kündigte er kürzlich in Berlin an. „Ein Konzert ist immer etwas Besonderes für mich. Hier habe ich direkten Kontakt mit meinen Gästen, ganz anderes als bei einer Oper“, sagte Villazón. Und er macht es spannend: „Ich bin mir sicher, dass es einen Moment geben wird, über den sich alle freuen und sie diesen Abend nicht vergessen.“ Ein großes Fest mit Arien aus berühmten Opern soll es werden, das Liebhaber der Musik ebenso anziehen soll wie ernannte Fans des Tenors.

    Nach Leipzig folgen Auftritte in Berlin und Frankfurt. Diese sollen aber nur der Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen in Deutschland sein. „Es sind weitere Produktionen geplant, unter anderem an der Staatsoper Berlin oder in München“, erzählte Villazón in passablem Deutsch. Kein Wunder – der „Tenor, auf den wir alle gewartet haben“, wie die New York Times schrieb, besuchte in Mexiko neun Jahre lang eine deutsche Schule. Ein Wunsch seiner Ur-Großmutter, die aus Österreich kam. Die europäische Kultur habe Einfluss auf sein musikalisches Wirken gehabt. „Jetzt singe ich auf Französisch, Italienisch, Deutsch und im nächsten Jahr auf Russisch.“ Und noch eine Sprache beherrscht Rolando Villazón: die Körpersprache. Seine Ballett-Ausbildung habe er aber frühzeitig aufgegeben – das gesungene Wort lag ihm mehr.

    Erschien heute mit Material von dpa in der Leipziger Volkszeitung

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  • Auf sprachlicher Mission unterwegs

    New AmiciSie ist Journalistin, er Gitarrist mit eigener Band. Verschrieben haben sich Hildegunn Almås und Lakki Patey aber den europäischen Sprachen. Darum haben die Norweger vor einigen Jahren das Brettspiel „New Amici“ entwickelt, mit dem es möglich sein soll, in kurzer Zeit Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch oder Spanisch zu lernen. Jetzt will das Paar die Europäer ein wenig näher zusammenbringen und in Leipzig ein Sprachen- und Spielecafé etablieren.

    „Ziel soll es sein, dass dort Menschen verschiedener Kulturen zusammenkommen und voneinander profitieren“, so die 29-Jährige Hildegunn. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Lakki hat sie die „New Amigos Stiftung“ gegründet, die sich nach eigenen Aussagen der Förderung des gegenseitigen Interesses und Respekts verschrieben hat. Mit dieser gemeinnützigen Stiftung verdienen die beiden kein Geld, auch die europaweite Suche nach geeigneten Cafés für ihr Projekt bezahlen sie aus eigener Tasche. „Wir haben in Norwegen und Deutschland bereits über 100 000 Spiele verkauft. Diesen Ertrag setzen wir nun für die Sprachentwicklung in Europa ein“, erklärt der 45-Jährige Patey.

    Das spezielle Café soll dazu einen Beitrag leisten. Jeden Dienstag Abend könnten dort zukünftig kostenlos Sprachen gelernt werden. Nach Köln, Düsseldorf, Hamburg und Berlin ist Leipzig die erste Stadt in den neuen Ländern, in der ein solches Café entsteht. Derzeit laufen bereits Gespräche mit der Uni Leipzig, die Kontakte zu potentiellen Gastronomen und Koordinatoren für die Spieleabende vermittelt.

    Vier Tage haben die beiden Norweger dann in der ersten Oktoberwoche für die Treffen mit interessierten Wirten eingeplant. Danach geht’s im Auftrag der Sprachentwicklung nach Maastricht. Weitere deutsche Städte
    stehen aber ebenso auf dem Tourplan.

    Erschienen am 29.09.2005 in der Leipziger Volkszeitung (Leute in Leipzig)

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  • Der singende Kirchenredakteur

    Daniel HeinzeEigentlich ist Daniel Heinze Kirchenredakteur und Moderator bei Radio PSR. In seiner Sendung am Sonntagabend berichtet er aus Politik, Gesellschaft und eben der Kirche. Was viele seiner Kollegen aber nicht wussten: Daniel kann auch launisch sein – und das sogar auf CD. Entsprechend heißt seine erste Soloplatte: „Gewinner. Launische Lieder live.“ Darauf zu finden sind vor allem “Du”- und “Ich”-Lieder. “Mir hat mal einer gesagt, es gebe nur drei Arten von Liedern. Welche über die erfüllte und unerfüllte Liebe und Songs über die große, weite Welt. Und das stimmt wirklich“, so der 27-Jährige, der vor allem von Herzenssachen singt. Regelrecht unplugged und nur mit Gitarre. Im Herbst kommt er auf kleine Tournee quer durch Sachsen.

    Erschienen am 10.08.2005 in der Dresdner Morgenpost.

    small town blues XXL

    Recht ungewöhnliche „Hausaufgaben“ bekamen jetzt einige Leipziger Promis und Rathausmitarbeiter auf: „Fotografieren Sie markante Orte, an denen Sie sich in Ihrer Kindheit aufhielten“, forderte Ulrich Hüni, Initiator des „small town blues XXL“, einer Veranstaltung im Rahmen des Kulturfestivals „Heimat Moderne.“ An vier Tagen Ende August und Anfang September werden in einem Brühl-Hochhaus Diavorträge mit eben diesen Promis, aber auch „Normalpersonen“ abgehalten.
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  • Unendlich böse, unendlich nett

    Tom Gerhardt“Du kannst das unendlich Böse nur besiegen, wenn Du unendlich nett bist!”, meinte Tom Gerhardt am Donnerstag und verwies nach einer Pressevorführung in den Passage Kinos auf seinen neuen Film “Siegfried.” Eine sympathische Familienkomödie, wie der 47-Jährige meinte. Ernste Rollen lägen ihm nicht, darum wolle sich “Hausmeister Krause” auch weiterhin der Komik widmen. Ein Schauspieler sei er ohnehin nicht.

    “Wurstpause für Hausmeister Krause” – am 9./10.7.2005 in der Leipziger Volkszeitung (“Leute in Leipzig”)

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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