von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
18. 11. 2008 14:02
Taucha. Wer als Tauchaer abends etwas erleben und sich amüsieren will, muss nicht immer die paar Meter nach Leipzig fahren. Oft liegt das Gute so nah, sprich vor der Haustür. Wie zum Beispiel am Sonnabend im Café Esprit. Bereits wenige Minuten nach Beginn des Programms „Damenwahl“ verrieten die Gesichter der Besucher, dass sie die richtige Abendunterhaltung gewählt hatten. Denn auf der kleinen Bühne standen die Melankomiker. Die „drei lustigen Zwei“, wie sich Jürgen Denkewitz und Waldemar Rösler auch nennen, begrüßten ihr Publikum mit einem in Selbstmitleid getränkten Lied. Eigentlich seien sie ja krank, die Kinder würden sie zu Hause vermissen und verhungert seien sie ohnehin fast. „Aber wir sind trotzdem gern für Sie da“, sangen sie, um daraufhin so richtig loszulegen. „Unser Programm könnte auch ,Fitness-Studio‘ heißen, denn heute bekommt jeder sein Fett weg“, kündigte Denkewitz an.
Zuerst priesen die beiden Musiker, die sich seit der zweiten Klasse kennen, sich selbst und ihre Vorzüge an. Der eine habe Bauch, der andere nicht, der eine besitze Haare, der andere zwei Meter Stirn. Das Fazit: „Zusammen ergeben wir den idealen Mann“. Wortspiele liegen dem Duo; vor allem Jürgen Denkwitz, der eigentlich Diplom-Journalist ist, hatte merklich seine wahre Freude daran, mit den Worten zu jonglieren. Das funktionierte meist sehr gut, lediglich beim Song über das Internet kamen sie kurz vom Kurs ab, warfen mit Abkürzungen um sich und wirkten dabei wie die Fantastischen Vier in deren Titel „MfG“.
Etwa 80 Prozent der Songtexte seien Eigenproduktionen, der Rest „gut geklaut“, wie Denkewitz es formulierte. Er ist es auch, der den meisten Wortanteil im Programm hat. Rösler ist eher derjenige, der mal hineinrufen darf. „Ich spiele meine Rolle, klar. Dafür kann ich mehr Instrumente, auf die ich mich aber auch konzentrieren muss. Außerdem hat Jürgen die bessere Stimme“, lobte er seinen Kollegen.
Denkewitz ist hauptberuflicher Liedermacher, unter anderem auch mit einem Kinderprogramm, Rösler ernährt sich und die Familie zusätzlich noch von seinem ersten Job als Vertriebsingenieur. Seit elf Jahren touren die Melankomiker durch die Lande. „Jürgen stand eines Tages vor meiner Tür und fragte, ob wir nicht mal wieder wie in alten Schulzeiten Musik machen sollten. Seitdem gibt es uns im Doppelpack“, so Rösler. Geht man sich im Laufe der Zeit nicht irgendwann auf die Nerven? „Nö, wir sind beide verrückt.“ Zum Glück. Wer sie verpasst hat: Die zweistündige „Damenwahl“ gibt es das nächste Mal am 28. und 29. November in der Kulturmühle Bischheim bei Dresden und am 15. Dezember im Leipziger Froschcafé zu sehen.
Erschien am 18. November 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
17. 11. 2008 15:38
Zwei Abende unterhielt Comedian Michael Mittermeier sein Publikum in der ausverkauften Arena. Zwischendurch kam er kurz bei Radio Leipzig vorbei. Moderator Jan Lüdtke interessierte sich nicht nur für die spaßige, sondern auch für die ernste Seite des 42-Jährigen. Der Begründer der deutschen Stand-Up-Comedy zeigte sich politisch sehr interessiert und bestens informiert, wusste von der Prügelei zweier Mitglieder der sächsischen NPD-Fraktion in dieser Woche zu berichten und sagte auch seine Meinung zur Wahl Barack Obamas: „Es war eigentlich egal, wer nach Bush kam, jeder wäre besser gewesen, selbst ein Hund. Jetzt wird er als der Messias bezeichnet, da muss man ein bisschen halblang machen.“ Die ausverkauften Veranstaltungen bestätigten seinen Eindruck von Leipzig, dass er hier „immer geile Shows“ erlebt hat. Überhaupt mag er Auftritte im Osten. „Ich meine das auch gar nicht böse, im Gegenteil. Ich passe mein Programm immer gern an und nehme auch die Sachsen aufs Korn, mein Publikum steckt das ganz gut weg.“ Auf seiner neuen DVD sei auch ein 18-minütiger „Ostblock“ drauf. „Da sieht man mal, was der Mittermeier so macht, wenn er beispielsweise in Erfurt ist.“
Erschien am 15. November 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
14. 11. 2008 20:29
Ganz vergessen im Alltagsstress: Für alle, die Kinder haben, empfehle ich heute die ARD-Radionacht “Wenn Träume Feuer speien”. Läuft seit 20 Uhr und noch bis 1 Uhr. Und ist wirklich hörenswert. Ein Radio Teddy mit öffentlich-rechtlichen Mitteln. Hörspiele, Lieder, Geschichten, Interviews. Zu hören beispielsweise über MDR Figaro und auf SWR2, Bayern 2, hr2, NDR Info, Nordwestradio, radioBERLIN 88,8, SR 2 und WDR 5. Einschalten!
06. 11. 2008 20:35
Update: Hallen-Spielplatz eröffnet später.
Taucha. In der ehemaligen Tauchaer Industriebrache Innere Westvorstadt an der Jubischstraße wird seit einigen Wochen gebaut. Nachdem sich der Discounter Aldi und die Fast-Food-Kette Subway dort niedergelassen haben, entsteht in der letzten verbliebenen Industriehalle derzeit ein Indoor-Spielplatz. Die Eröffnung ist im Frühjahr geplant.

Hartmut Schmidt ist kein Freund großer Worte und Ankündigungen, eher ein sachlicher Mensch. Darum hält sich der Geschäftsführer der BLB GmbH aus Grimma mit Details noch zurück. „Wir planen ein Familien-Event-Center, ein kleines Spielparadies für die ganze Familie“, sagt er. Eigentlich handelt sein Unternehmen mit Beton, Kies, Schotter und Sand. „Der Wunsch, unser Unternehmen breiter aufzustellen, ist aber schon immer da. Entsprechend lange plane ich auch schon solch einen Spielplatz für Kinder und Erwachsene“, erklärt der Vater von drei Söhnen. Im Winter fand er die Halle, in der einst Bodenbearbeitungsgeräte hergestellt wurden, und war sofort beeindruckt. „Die Lage ist absolut fantastisch. Direkt vor der Tür hält die Straßenbahn, der Bahnhof ist um die Ecke, die B87 führt vorbei und die Autobahn ist quasi in Sichtweite – besser geht es kaum“, erklärt er seine Entscheidung für Taucha.
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27. 10. 2008 12:08
Nach den Merkwürdigkeiten, die bei HostEurope in der vergangenen Zeit auftraten, habe ich mich vor einigen Wochen dazu entschlossen, all meine Domains, einige Auftragsarbeiten und den Webspace dafür bei ALL-INKL hosten zu lassen und HostEurope adé zu sagen – so schön die Anfangszeit auch war. Bei ALL-INKL habe ich jetzt einen Reseller-Vertrag, der es mir ermöglicht, Kundendomains zu verwalten und wie ein Hoster aufzutreten. Ein ganz kleiner.
Nachdem ich nun sämtliche Kunden-, Projekt- und Weiterleitungsdomains umgezogen habe (24 an der Zahl), ist in dieser Woche dieses Blog hier dran, inklusive seiner Domains danielgrosse.de und .com. Es kann also zu kurzzeitigen Ausfällen des Blogs kommen, eventuell bin ich auch für einen halben Tag nicht auf den gewohnten Mailadressen erreichbar. Was das Blog betrifft, so werde ich aber vor dem Umzug eine Umbiegung auf eine andere Domain versuchen – so dürfte man den Umzug nicht bemerken. Also: Stay tuned, wir sehen uns wieder.
Ein WordPress-Blog umzuziehen, ist im Übrigen gar nicht schwer. Wer sich dafür interessiert, sollte mal hier nachschauen.
11. 10. 2008 11:17
Taucha. Wenn es um Suchtberatung geht, ist Tauchas Mittelschule seit Jahren engagiert. 2007 gewann eine achte Klasse beispielsweise den bundesweiten Antiraucher-Wettbewerb „Be smart – don’t start“. Ebenfalls um Prävention geht es seit gestern beim Besuch der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die hat ihren Mitmachparcours „Klarsicht“ aufgestellt.
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06. 10. 2008 10:16

Taucha. Am Sonnabend begann eine neue Veranstaltungsreihe des Tauchaer Kunst- und Kulturvereins (Kukuta): eine Nachtwächtertour mit Jürgen Ullrich. Dieser hatte bereits zur KulTour im Mai den Nachtwächter gegeben und auf einem Rundgang allerlei Wissenswertes aus der Geschichte der Parthestadt erzählt. So ging es in anderthalb Stunden auf eine interessante, teils amüsante Reise durch den inneren Stadtkern.
Es hat schon etwas Komisches, wenn ein kräftiger Mann im grünen Umhang und mit Laterne in der Hand zu einer kleinen Tröte greift, in diese bläst und einen Ton entstehen lässt, der klingt wie aus einem Disney-Comic. Doch das gellende Tuten vor der Sparkasse sollte den 43 Teilnehmern signalisieren, dass die Nachtwächtertour startet. Viermal jährlich soll diese ab 2009 stattfinden. Zu Beginn der letzten Tour in diesem Jahr stellte sich Jürgen Ullrich als Johann Christoph Meißner vor. Der war einst tatsächlich Tauchas Nachtwächter und hatte als wichtigste Aufgabe, das Licht in den Häusern zu löschen, um die Stadt so vor Bränden zu bewahren. „Viele Leute ließen vor allem im Winter Kerzen und Öllampen brennen oder hielten die Glut im Küchenofen über Nacht. Bei den Holzhäusern im Mittelalter sehr riskant“, so Meißner alias Ullrich.
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08. 09. 2008 21:37
Okay, die Überschrift impliziert vielleicht, ich hätte Fotos vom Tag der Sachsen zu zeigen.
Hab ich auch, aber nur von einer Bühne. Für Hitradio RTL Sachsen war ich Freitag, Sonnabend (was ein sch… Wetter) und Sonntag in Grimma vor Ort und habe fleißig auf den Auslöser gedrückt. Einige Fotos gibts hier.
Und gewundert habe ich mich. Darüber, warum Leute auf ein Konzert gehen und den Menschen, der auf der Bühne versucht, sein Bestes zu geben, mit Gemüse bewerfen. Man muss Mark Medlock nicht mögen. Man darf ihm durchaus unterstellen, er sei ein farbloser, austauschbarer, beliebiger Kommerzschnulzenschmachter. Das wäre nicht mal falsch. Aber Eier und Tomaten gehören immer noch in einen Salat und nicht in Richtung dünnes, zappelndes Feinripphemd. An seiner Stelle hätte ich das ignoriert. Aber nee, was macht das Bobbelsche? Sagt Sätze wie: “Und an die ungezogenen Eierwerfer: Schämt Euch!” – Boah, das hat gesessen. Beim nächsten Song kam noch das eine oder andere Gemüse geflogen. Einen der Eierwerfer hat man wohl erwischt. Dass ihm wegen eines zerbrochenen Hühnerproduktes der Prozess gemacht wird, ist wohl eher unwahrscheinlich.
Richtig Spaß gemacht hat der Auftritt von Culture Beat. “Mr. Vain”, “Got to get it” und wie sie alle hießen – großartig. So wie der Nicolaiplatz zappelte und hüpfte, fragte man sich, warum Culture Beat aufgehört haben. Auch wenn ich die Songs, die zur Zeit mit Tania Evans entstanden, lieber mochte als beispielsweise “Pay No Mind” oder “Rendez-Vous”, war es trotzdem ein sehr geiler Auftritt. In Erinnerungen schwelg.
Nunja, und dass manche Mädels für Monrose mehrere Stunden im Regen stehen, muss man auch nicht verstehen. Wenigstens haben sich Mandy, Senna und die bezaubernde Bahar dann auf dem Laufsteg vor der Bühne auch kurzzeitig in den Regen getraut. Beeindruckend in dem Zusammenhang, wie laut Teenies kreischen können.
03. 09. 2008 15:24
Die Leipziger Messe und BlogSolution (Thomas und ich) teilen eine Leidenschaft: Weblogs. Nach dem Blog zur Games Convention und dem Blog zur Automesse AMI gibt es nun auch ein Blog zur modell-hobby-spiel. hobby360° haben wir es genannt. In diesem Magazin dreht sich alles rund ums Hobby – so wie es das “Hobbymobil” zum Ausdruck bringt. Modellbauer, Eisenbahnfans, Kreative und alle anderen, die sich angesprochen fühlen, sind herzlich eingeladen.
23. 08. 2008 10:11
Auf der Games Convention zeigen sich nicht nur die großen, namhaften Firmen. Auch Sachsen ist vertreten. Zwei der Aussteller habe ich für saxxess.com vorgestellt: das Dresdner Unternehmen Public Solutions und die HTWK Leipzig.