von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
08. 08. 2008 23:39
Einer meiner ersten Artikel hier im Blog war eine Kurzkurzkurz-Fassung eines Artikels für die LVZ über Joscha Sauer, dem Mann hinter den “Nicht Lustig”-Cartoons. Jetzt, drei Jahre später, wird’s mal wieder Zeit, ihn zu erwähnen. Erstens ist Joscha in diesem Jahr wieder besonders aktiv – seine Cartoons erscheinen in Welt kompakt und das vierte Buch ist fertig – und zweitens hat er mich grad wieder zum laut Lachen gebracht. Nerdpol – darauf muss man erstmal kommen.
07. 08. 2008 01:58
Man kann es schon leicht merkwürdig finden, dass heise.de im Newsticker die Meldungen zur GamesConvention mit “GamesCon” abkürzt und nicht mit “GC”. Muss man aber nicht. Denn “GamesCon” ist durchaus eine gebräuchliche Abkürzung für die GC. Selbst große Magazine und Fernsehsender wie Giga bezeichnen die GC zuweilen so. Vor allem im Ausland wird gern diese Abkürzung verwendet, wenn man nicht “Leipzig Show” sagen will.
Allerdings wäre es ein leichtes für heise, doch die korrekte Abkürzung oder gar das Logo zu verwenden – oder mal auf Kritik zu reagieren. Stattdessen erscheint als zweite Meldung im GC-Special diese hier, dass Medienkompetenz aus NRW, natürlich aus Köln, auf der Messe vertreten ist. Das muss unweigerlich Reaktionen hervorrufen. Ein wenig mehr Sensibilität und Feingefühl wäre sicher angebracht.
06. 08. 2008 23:59
Danke für diesen Abend, danke für die Songs, danke für die Gänsehaut. (Katie Melua war heute mit ihrer großartigen Band in der Leipziger Arena.)
Und jetzt für Euch alle:
28. 07. 2008 13:16

Schkeuditz. Manch vermeintlicher Superstar schreibt bereits vor seinem 30. Geburtstag die eigene Biographie nieder. Herbert Köfer tat dies erst mit 87 Jahren. „Nie war es so verrückt wie immer“ lautet der Titel des Buches. Ein Buch, das nach seinem Erscheinen für einigen Wirbel in den Medien sorgte. „Die Journalisten pickten sich einen Satz heraus, nämlich den, dass ich gern ein DDR-Bürger war“, erklärte der Schauspieler am Freitag bei einer Lesung am Flughafen.
Auf die Äußerung folgten im Frühjahr Verurteilungen, Köfer sollte sich erklären. „Ich glaube aber, dass ich das nicht muss. Es gibt viele Leute, die der Meinung sind, dieser Satz sei berechtigt. Ich habe 40 Jahre in dem Land gelebt und schäme mich nicht dafür“, sagte er und erntete von den etwa 35 Zuhörern Applaus. Aufgrund des medialen Interesses um diese Äußerung begann Herbert Köfer seine Lesung nicht am Anfang des Buches, sondern eben an dieser besagten Stelle. „Wenn gesagt wird, die DDR war ein Unrechtsstaat, werde ich immer darauf entgegnen: Die DDR war ein Staat, in dem auch Unrecht geschah. Ich will die DDR nicht zurück haben. Ich will mich aber gern an die positiven Dinge zurück erinnern dürfen“, las der achtmalige Fernsehliebling vor.
Köfer bezeichnet sich in seinem Buch als „heiteren Friedolin und ernsthaften Schauspieler.“ Und auch ein Narr sei er. „Narren machen Menschen glücklich, es sei denn, sie sind Politiker“, zitierte er. So hat seine Biographie durchaus auch humorvolle Passagen zu bieten. Unter anderem verrät der Berliner, dass er mit dem Hinterteil zur Welt kam. „Die Hebamme fühlte sich deshalb zur philosophischen Äußerung hingezogen, ich wolle so der Welt zeigen, was ich von ihr halte“, scherzte er.
Herbert Köfer las auch vor, wie er zum Schauspiel kam: Durch Schwänzen eines Ausbildungstages. Stattdessen nahm er an einer Schauspielprüfung teil. Worauf es abends eine Ohrfeige setzte, ausgeteilt von Köfers Mutter, die ihn bis dato nie schlug. Später erlaubten seine Eltern aber den gänzlich anderen Berufsweg. Heute blicke er „mit souveräner Gelassenheit“ auf sein Leben zurück. „Es war, wie es war.“ Natürlich mache er sich mit 87 Jahren auch Gedanken über den Tod. „Ich würde liebend gern schon jetzt den Nachruf auf mich lesen“, sinnierte er.
Ans Aufhören denkt er aber noch nicht, das berühmte Altenteil, auf das sich viele zurückziehen, kenne er nicht einmal. Demnächst steht er wieder auf der Theaterbühne und spielt bei den Jedermann-Festspielen im Berliner Dom den armen Nachbarn. Auch ein erneutes Auftreten im Fernsehen schloss er nicht aus. Eine Ankündigung, die seine Zuhörer mit Wohlwollen aufnahmen.
Köfer, der „Rentner, der niemals Zeit hat“, übernachtete nach der Lesung im Globana-Airport-Hotel. „Der Krach stört uns nicht, wir wohnen in Berlin und sind einiges gewöhnt“, so seine Frau Heike, die ihn begleitete. Am Sonnabend ging es zu einer Lesung nach Beelitz, ab heute will er weiter an seinen Theatertexten lernen.
Erschien am 28. Juli 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
28. 07. 2008 13:14
Taucha. „Einen besseren Tag hätten wir uns nicht aussuchen können“, freute sich Heike Meyer vom Tauchaer Badverein beim gestrigen Seeräuberfest im Parthebad. Nachdem vor einer Woche den Organisatoren das Wetter mächtig in die Quere kam, wurde die Veranstaltung nun nachgeholt. Gedacht war das Fest natürlich für die Kinder, als Ausgleich dafür, dass ihre Eltern am Sonnabend vor zwei Wochen bei der Karibischen Nacht ihren Spaß hatten. Organisiert haben die verschiedenen Spiele- und Wettkämpfe die Jugendlichen des Badvereins und deren Freunde.
Maßgeblich beteiligt waren Heike Meyers Tochter Varinia und deren Freund René Schulze. (more…)
25. 07. 2008 12:07

Die Games Convention wirft ihre Schatten voraus – vorerst aber nur im Internet. Denn vor wenigen Tagen startete die Leipziger Messe ein Online-TV. Neben Nachrichten zur Branche treten dort auch Manja Peschel und Rico Drochner in Erscheinung. Beide wurden im vergangenen Jahr im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt und durften in kurzen Videos von den Vorbereitungen und der Spielemesse selbst berichten. Und auch in diesem Jahr sind sie wieder dabei. Vollendete Spielernaturen sind die Studenten aber nicht. „Ich bin gern draußen, mache Speedminton, eine schnelle Variante des Badminton“, so die 24-Jährige Manja. Auch Rico ist sportlich aktiv. „Ich jogge beispielsweise“, sagt der 22-Jährige und bedauert, dass er während seines Medienwirtschaftsstudiums kaum noch Zeit für Computer-Games hat. „Aber wenn ich mal die Gelegenheit habe, dann vor allem Autorennen, Shooter und Strategiespiele.“ Manja ist eher die Aufbau- und Simulationsspielerin. „Die Sims und die Anno-Reihe machen mir Spaß.“ Mindestens einmal wöchentlich gibt es eine neue Folge ihrer Erlebnisse im Internet zu sehen. Unter anderem suchen sich die beiden weibliche und männliche Begleiter, mähen den Messe-Rasen oder verkleiden sich als Moorhühner. „Mehr dürfen wir aber nicht verraten“, sagt Manja. Zu sehen gibt’s das Duo auf www.gc-germany.tv oder im offiziellen Weblog auf www.gc-blog.de.
Erschien am 24. Juli 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
12. 07. 2008 11:53
Sehr netter Kurzfilm zu Sinn oder Unsinn der Videoüberwachung. Möge sich jeder selbst ein Urteil bilden.
Blind spot – Animation Gobelins from tiry_73 on Vimeo.
03. 07. 2008 17:17
extra3 im NDR zum aktuellen Telekom-Spitzel-Skandal:
Die Kollegen haben auch ein hübsches Blog.
23. 06. 2008 10:16
Die Geschichte von Hitradio RTL in Sachsen ist keine gute. Nach dem Relaunch im Juli 2004, als aus Hitradio Antenne Sachsen der RTL-Sender wurde, ging es mit den Zahlen zwar bergauf. Seit zwei Mediaanalysen fallen diese allerdings wieder und die Station dümpelt mit 1000 Hörern weniger als R.SA vor sich hin – bei einer größeren technischen Reichweite. Seit heute morgen klingt Hitradio RTL Sachsen ein wenig anders. Ein neues Jinglepaket wird verwendet und die Musikfarbe hat sich leicht verjüngt. Zudem heißt es in den Jingles und Trailern nun: “Sachsens neuer Musikmix”. Dazu gibt es “Sachsens besten Verkehrsservice”. Zudem wurde Karsten Brandt von Donnerwetter.de als Wetterexperte ins Studio geholt. Ob dieses Feintuning hilft, die verlorenen Hörer zurückzugewinnen, wird die Zeit zeigen. Wirkliche Innovationen sind im Radiogeschäft wohl eher nicht mehr zu erwarten.
02. 06. 2008 10:44
Staatsminister Michael Sagurna wurde deutlich: Das bunte Trallala im Radio nehme überhand – und zwar auf Privat- wie auf öffentlich-rechtlicher Seite. Trotzdem, so sei er sicher, würde das Wort wieder stärker zum Tragen kommen, gerade bei den Privatsendern.
Eine Hoffnung mit Fakten. Denn beim Rundfunkpreis Mitteldeutschland der privaten Radiostationen, den Friederike Lippold (Energy Sachsen) moderierte, wurden in diesem Jahr 31 Beiträge mehr eingereicht als 2007. Von 17 Hörfunkveranstaltern kamen insgesamt 86 Arbeiten.
Freuen konnten sich über Preise Macher der sächsischen StadtradioKette und von Radio PSR. In der Kategorie „Bester Beitrag“ punktete Volontärin Anja Gorille mit einem auf den Stadtradios (u. a. Radio Dresden, Leipzig) gesendeten Beitrag über „Eingewanderte Wörter“. Die Jury würdigte die originelle Idee, die ambitionierte Recherche und das journalistische Handwerk. Der Beitrag zeige, dass auch Wissenschaftsthemen im Privatradio gut aufgehoben seien. Das Ehepaar Kristin und André Hardt, die auf der Stadtradiokette „André und die Morgenmädels“ bestreiten, siegten in der Kategorie „Beste Moderation“. Mit ihrem Gespräch zu einer Protestaktion von sächsischen Bürgermeistern, die im Kampf gegen rechte Gewalt eine Straße blockierten, hätte das Morgenteam ein schwieriges Thema aufgegriffen, das durch flüssige Unterhaltung und intelligente Äußerungen gemeistert wurde. Bereits vor zwei Jahren war das Team Sieger in dieser Kategorie, damals mit dem Wettertalk.
Aufmerksamkeit erlangte auch apollo radio, das Gemeinschaftsprojekt aller sächsischen Privatradios. Moderatorin Sigrund Rottstädt und Redakteur Stephan Nobis erhielten den Preis für den besten Werbespot: „Hören statt lesen“, Werbung für die vom Sender vertriebenen Hörspiele. 15 Arbeiten wurden in der Werbespot-Rubrik eingereicht, 2007 waren es nur sechs. Der Sonderpreis zum Klimawandel ging an Friederike Ursprung von Radio PSR, ebenso der Länderpreis Sachsen. Ausgezeichnet wurde dabei ein Beitrag von Katja Bomeier zur großen Städtetour „15 Orte – 15 Jahre Radio PSR“.
Erschien am 2. Juni 2008 in der Leipziger Volkszeitung.