Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Lokales’ Category

AMI-Blog.de startet wieder

Wie bereits im Vorjahr dürfen Thomas und ich wieder die Automesse AMI und ihre kleine Schwester AMITEC bebloggen. Heute gings offiziell los, nachdem wir in den vergangenen Tagen schon ein wenig Vorarbeit geleistet haben.

Besonders stolz sind wir, dass wir in diesem Jahr in Sachen Technik einen wahren Experten gewinnen konnten. Professor Simmerring ist KFZ-Meister aus Leidenschaft und beantwortet ab sofort jeden Donnerstag die Fragen der Leser. Viel Spaß!

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  • Tom ist der Standardfreund von 19000 Leipzigern

    joinr-tom_ickler.jpg

    Wenn Tom Ickler eine Party für all seine Freunde geben würde, dürfte das ein teures Vergnügen werden. Denn der Leipziger hat in seiner Heimatstadt rund 19 000 Bekannte, deutschlandweit sogar über 200 000. „Allerdings kenne ich nur die wenigsten davon persönlich“, gibt der 23-Jährige zu. Des Rätsels Lösung: Tom ist der „Standard-Freund“ im sozialen Netzwerk joinr.de, für das er arbeitet.

    „Wir sind eine Community, in der man sich virtuell treffen, seine eigene Internetseite gestalten und eben Freunde kennen lernen kann“, so der Lindenauer. Jedes neue Mitglied der Website bekommt automatisch Tom als ersten Kontakt eingetragen. „Ich helfe bei Problemen, etwa dem Hochladen von Bildern oder beim Einfügen von Videos und solchen Dingen“, zählt Tom auf. Manche seiner imaginären Freunde trifft er sogar im realen Leben. „Neulich kam in der City ein Mädel auf mich zu und meinte, sie hätte mir eine Mail geschrieben, weil sie eine Frage hat. Das war schon sehr ulkig, dass die mich erkannte“, gibt er zu. Und auch, dass seine Internet-Popularität dabei hilft, überhaupt Frauen kennen zu lernen, verschweigt er nicht. „Na klar werde ich auch angebaggert von den Mädels, das gehört dazu.“ Eine Freundin, der das missfallen könnte, gebe es aber noch nicht.

    Erschien am 5. März 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

    MA 2008 Radio I in Sachsen

    Die MA-Zahlen sind da. Und es gibt wenig Überraschungen in Sachsen. Bis auf den weiteren dramatischen Verlust bei Hitradio RTL Sachsen.

    Energy Sachsen gewinnt endlich wieder: 6000 Hörer kommen dazu, womit nun 57 000 in der Durchschnittsstunde den Jugendsender hören.

    Hitradio RTL Sachsen verliert 18 000 Hörer und kommt nun nur noch auf 97 000 Hörer.

    MDR 1 Radio Sachsen gewinnt 14 000 Hörer und hat nunmehr 405 000 Hörer.

    R.SA verliert 2000 Hörer und hat damit nun 98 000.

    Radio PSR verliert ebenfalls 2000 Hörer und bleibt mit 238 000 Hörern privater Marktführer in Sachsen.

    Die Sächsischen Lokalradios bleiben ihrer Sinuskurve treu und gewinnen diesmal 8000 Hörer, womit nun 110 000 Sachsen den Stadtradios lauschen.

    Das Radiozentrum Leipzig dürfte abermals heute freudig verkünden, dass es mit PSR und R.SA die zwei erfolgreichsten Privatprogramme Sachsens stellt. Die Stadtradios sind abermals die erfolgreichsten Lokalprogramme. Energy jubelt sicher über den Erfolg. Und Hitradio RTL verhält sich am Besten still und leise…

    Quelle: RMS, Zielgruppe 14-49.

    Hitradio RTL Sachsen: Klaus Vorbrodt geht

    Klaus Vorbrodt verlässt Hitradio RTL Sachsen. Er wird Dozent an der Hochschule Mittweida. Damit verliert der Sender seinen Programmchef und Morningshow-Host. Wohl etwa vorauseilend zu den MA-Zahlen, die am Mittwoch veröffentlicht werden?

    Freddy nutzt geschenkten Tag

    freddy_cutman.jpg

    Den gestrigen geschenkten Tag, den 29. Februar, nutzte Radiomoderatorin Friederike „Freddy“ Lippold für einen Friseurbesuch. Zur Mittagszeit tauchte sie im Cutman, Karl-Liebknecht-Straße, auf. „Ich hätte es gern unkompliziert, ohne Fransen, keinen Mittelscheitel und glatt“, wünschte sie sich. Eine komplett neue Frisur lehnte sie ab: „Viele Leute denken, ich müsse total verrückt aussehen, weil ich im Radio auch so bin, aber das ist Quatsch“, sagte die 29-Jährige. Den Salon hatte ihr Ex-Kollege Jan Schlegel, einst Gunter-Schmäche-Darsteller bei Radio PSR, empfohlen. Schlegel ist der Cousin von Inhaberin Susan Herrmann, die am geschenkten Tag übrigens alle Kunden geschenkt – also kostenlos – frisierte. Nach ihrem Friseurbesuch hatte Freddy noch einiges vor: „Eigentlich ist der 29. Februar nichts besonderes, ich will ihn trotzdem so behandeln. Endlich mal grundlegend zu Hause aufräumen, Fenster putzen und Freundinnen anrufen, die ich sträflich vernachlässigt habe.“

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  • FDP fürchtet sich um Mittelstand

    Taucha. In Sachen Ladenschluss will die FDP im Sächsischen Landtag den Zustand von vor 2007 wieder herstellen. vorhat. Da mussten Händler ihre Geschäfte nur an drei Feiertagen geschlossen halten. Die derzeitige Situation, dass Läden an 15 Feiertagen geschlossen bleiben müssen, ist eine „völlig weltfremde Entscheidung“, sagte Sven Morlok, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei am Donnerstagabend im Tauchaer Ratskeller. Dieses Gesetz zu ändern ist Morloks erklärtes Ziel.

    Den Liberalen haben es besonders Blumenhändler angetan, die unter der Regelung massiv leiden würden. Gerade in diesem Jahr. Denn der Muttertag fällt auf den Pfingstsonntag, was erhebliche Umsatzeinbußen mit sich bringe. Darum hatte die FDP zu einer Informations- und Diskussionsrunde geladen. Taucha ist dabei nur eine Station von vielen in Sachsen. „Wir gehen bewusst nicht nur in die großen Städte, sondern wollen auch am Rande und in der Region unseren Standpunkt klarmachen“, so Morlok. Allerdings verhallte dieser bei rund zehn Teilnehmern fast ungehört – Tauchas Blumenhändler nahmen an der Veranstaltung nicht teil.

    Dabei teilen sie die Empörung und Befürchtungen durchaus. (more…)

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  • Filed under: Lokales, Politisches, Wirtschaftliches
  • 600 000 Fördermittel in Gefahr

    wohnpark_1.jpgTaucha. Weil es in Tauchas „Ökologischem Wohn- und Gewerbepark“ nicht wie geplant voran geht, zog der Stadtrat jetzt die Notbremse. In der Februar-Sitzung wurde die Beendigung der öffentlichen Erschließung beschlossen. Das hat womöglich weitreichende Folgen: Immerhin geht es um Fördermittel in Höhe von rund 460000 Euro, die jetzt an das Regierungspräsidium Leipzig zurückgezahlt werden müssten. Verantwortlich für das Projekt an der B87, Am Steinbruch 2, ist Hans-Jochen Schneider. Der Geschäftsfüher der Umweltschutz- und Entsorgungsgesellschaft mbH & Co. KG (UWE) will die Rückgabe der Fördermittel noch verhindern und seinen Verpflichtungen nachkommen.

    Um zu verstehen, was beschlossen wurde und worum es geht, ist ein Rückblick notwendig. Bereits im Jahr 1991 beschäftigten sich die Stadt Taucha und Schneider mit der Erschließung des Areals. Eine ruhige Wohngegend und ein Steinbruchsee direkt vor dem Haus schienen optimale Bedingungen zu sein, um private Bauherren zu finden. Darüber hinaus sollte das davor befindliche Gewerbe-Gelände an der B87 für weitere Firmen attraktiv gemacht werden. „Weil der Grund und Boden dort nicht der Stadt gehört, war eine private Erschließung angedacht. Die zu bauenden Straßen sollten also nicht in das Eigentum der Kommune übergehen“, erklärt Bürgermeister Holger Schirmbeck die Hintergründe. Eine entsprechende Bebauungsplansatzung wurde erarbeitet, nach der an dieser Stelle die Erschließung hätte erfolgen können.

    Allerdings kam es anders. (more…)

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  • Filed under: Lokales, Politisches, Wirtschaftliches
  • Liebe Heise-Redakteure,

    ich störe mich an Eurer Berichterstattung zur GC. Warum? Ihr schreibt:

    Die Games Convention findet in diesem Jahr vom 21. bis 24. August zum letzten Mal in Leipzig statt. Von 2009 an wird sie unter dem Namen GamesCom in Köln veranstaltet – im kommenden Jahr vom 9. bis 13. September.

    Dem ist nicht so. Ab 2009 wird nicht die GC unter dem Namen GamesCom in Köln veranstaltet. Das, was da in Köln veranstaltet wird, ist eine andere Messe. Von einem anderen Team in einer anderen Stadt mit anderem Geld und anderen Hintermännern. Das solltet ihr eigentlich wissen. Aber vielleicht habt ihr nur treudoof brav die dpa zitiert, so wie andere auch.

    Und ob es 2009 doch noch so etwas wie eine GC in Leipzig geben wird, ist ja noch gar nicht raus.

    Fragt man Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), und Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse, nach dem Konzept und Inhalt der neuen Spielemesse, erntet man nur leere Phrasen. Um dann ernüchtert festzustellen, dass das Konzept der GAMESCom, so der wenig kreative Name der neuen Messe, einzig und allein darauf zu fußen scheint, dass die Veranstaltung künftig in Köln stattfindet. Das mag polemisch klingen, doch große Veränderungen gegenüber der Games Convention sind in Köln nicht zu erwarten.

    Zwar wolle man sich stärker nach Südeuropa öffnen – dazu soll mehr Fachpublikum angesprochen werden. Trotzdem soll es auch Angebote für Familien und natürlich den üblichen Publikumsbereich mit Spielstationen und den bekannten Ständen geben. Zur weiteren Konzeption schwiegen heute beide Parteien. Auch die Vertragslaufzeit sei geheim und gehe niemanden etwas an. Einzig, dass der BIU konzeptionell am Tisch sitze, war Kuhrt zu entlocken. Also wie in Leipzig.

    Eine ausgeschriebene Langfassung für den Namen GAMESCom gebe es auch nicht. Auf eine entsprechende Frage reagierte Kölnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt ausweichend. Man habe die Marke bereits 2004 registriert und sich intensiv seit Jahren mit der Branche beschäftigt. Heißt wahrscheinlich: Gemeinsam mit dem BIU überlegt, wie man die Messe aus dem Osten in den Westen verlagern kann. Weiterentwickeln nennt das der BIU. Branchenriese Electronic Arts, meine Damen und Herren, habe mit der Verlagerung der Messe natürlich überhaupt nichts zu tun. Auch sei kein Geld geflossen. Hatte nur ich das Gefühl, oder wurde es Wolters bei dieser Frage plötzlich etwas heiß? Zumindest färbte sich sein Kopf.

    Als europäische Leitmesse wolle der BIU die GAMESCom ausrichten. Auf die Frage einiger Journalisten, ob nicht die GC bereits diesen Anspruch hatte, antwortete Wolters: “Wir haben die GC 2002 als regionale Messe aufgebaut. Dass die Leipziger Messe neuerdings von einer europäischen Messe sprach, haben wir immer kritisch gesehen.”

    Innerhalb der zwölf Mitgliedsunternehmen des BIU herrsche Einigkeit darüber, dass ein Wechsel des Standortes unvermeidlich war. Nicht alle sprachen sich für Köln aus, aber die Mehrheit, so Wolters.

    Den endgültigen Schlag in die Magengrube bekam Leipzig von Kölnmesse-Chef Kuhrt. “Wir haben heute den Oscar verliehen bekommen”, sagte er in Bezug auf die Verleihung der Academy Awards. Worauf es sich Andreas Dunte, Wirtschaftsredakteur der LVZ, nicht nehmen ließ zu sagen: “Aha, dann hat Leipzig wohl heute die Goldene Himbeere bekommen?”

    In diesem Jahr findet die GC – Games Convention vom 21. bis 24. August statt. Was darüberhinaus passiert, wird die Zeit zeigen. Am Rande der Pressekonferenz heute in Leipzig hörte man, es werde natürlich überlegt, wie ein neues Konzept aussehen könnte.

    Endgültiges Aus für die GC in Leipzig?

    Es wurde viel spekuliert, viel diskutiert in den vergangenen Tagen über die Zukunft der GC. Worauf alle gewartet haben, war eine Stellungnahme des Branchenverbandes BIU. Selbiger wird am Montag sprechen. In Berlin, auf einer Pressekonferenz. Überschrieben ist diese mit: “Zukunft der deutschen Branchenmesse für interaktive Unterhaltungssoftware”.

    Man kann nun rätseln über die Gründe, warum dort nicht steht “Zukunft der GC”. Oder man lässt es einfach und beantwortet sich die Frage selbst. Um sich dann seinem Schmerz hinzugeben.

    Wir werden aller Wahrscheinlichkeit nach vor Ort sein. (“Wir” meint in dem Falle Thomas und mich, um für Heldenstadt.de zu berichten, wo dieser Eintrag auch erschien.)


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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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