von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
19. 08. 2009 11:15
Energy Sachsen erfindet sich ab heute neu. Morgenmoderatorin Friederike Lippold alias Freddy Ende hatte sich Juli nach neun Jahren tränenreich von der Morningshow Knallwach verabschiedet. Darum bezieht heute Nadine Kallenbach „Die Energy Sachsen Aufsteh-WG“. Als Mitbewohner wurden Melanie Dlamini, verantwortlich für das Wetter, und David Mannheim, künftiger Mann für den Service und Verkehr, verpflichtet. Nadine Kallenbach kam im Juli von der MDR-Popwelle JUMP zu Energy Sachsen. Melanie Dlamini stammt aus Österreich und war zuletzt als DJane und Autorin beschäftigt. David Mannheim ist bereits seit längerer Zeit Produzent der Morgensendung „Knallwach mit Freddy“ gewesen und wird diese Tätigkeit auch fortführen. Inhaltlich sollen laut Morgenmoderatorin Nadine Service und Tipps im Vordergrund stehen. „Wir bieten ganz klar auf die Zielgruppe zugeschnittene Infos“, sagt sie. Unter anderem soll es Rubriken wie „WG-Schnorrer“, „WG-Aufreger“ und „Netz-WG“ geben.

Doch nicht nur die Morgensendung ist neu. Seit April verantwortet Carola Jung als Programmchefin den Sender inhaltlich. „Wir haben sehr viel gearbeitet und das Programm neu ausgerichtet“, sagt sie. Die Mittagssendung von 10 bis 14 Uhr ist thematisch auf das Internet zugeschnitten. Oli Harrington, der mit Unterbrechung seit vielen Jahren für Energy moderiert, informiert in „Online mit Oli“ zu Communities, bringt Netzfundstücke oder erzählt, was im Internet derzeit Trend ist. Nutzen wolle der Sender dabei auch seine Präsenzen in den Netzwerken Facebook und Twitter. Eine echte Vernetzung mit der Internetgemeinde über eine eigene Plattform, etwa wie bei MDR Sputnik, sei aber nicht geplant. Der Nachmittag von 14 bis 18 Uhr wird von Marie Possehl moderiert. Die 25-Jährige war zuletzt bei Stationen in Berlin tätig und soll in ihrer Sendung vor allem „Hits am laufenden Band“ spielen. Musikkompetenz soll auch Eric Mickan beweisen, der von 18 bis 21 Uhr Neuvorstellungen, das Album der Woche und Newcomer-Bands spielen will. In der Musikfarbe soll sich nichts ändern. „Hit Music only“ bleibe nach wie vor der Slogan.
Programmchefin Carola Jung setzt in das junge Team große Hoffnungen. „Wir müssen uns allesamt nicht erst in die Zielgruppe hineindenken – wir sind selbst Zielgruppe und wissen, was uns interessiert oder langweilt. Alle sind mit 100 Prozent dabei“, sagt sie. Was vielleicht auch wieder der Quote hilft. Nach einer kurzen Erholungsphase sanken die Hörerzahlen wieder. Die Mediaanalyse im Juli wies für Energy Sachsen nur noch 40.000 Hörer in der Durchschnittsstunde aus. Zahlen, mit denen sich ab September auch Freddy nochmals plagen muss. Nach ihrem Urlaub will sie bis etwa Mitte Oktober, wahrscheinlich am Wochenende, weitersenden. Der errechnete Geburtstermin für ihren Sohn ist Heiligabend.
Erschien am 19. August 2009 in der Leipziger Volkszeitung, der Freien Presse und auf radioszene.de
17. 08. 2009 11:23
Leipzig. Die meisten kennen sich gut. Aber nicht persönlich und nicht mit ihren richtigen Namen. Frau_Biene, zumpe, roonie_14, laila99, feechen, outist, ritman77, Konni, Bascht oder auch Koze sind Leipziger, die sich über das Internet kennen gelernt haben. Sie unterhalten sich bei Twitter, dem Internetdienst, bei dem man Kurzmitteilungen an wildfremde Leute schicken kann. Die Website Twittermap geht davon aus, dass mindestens 500 Messestädter regelmäßig Dinge wie “Sitze beim Frühstück auf dem Balkon”, “Fahre Straßenbahn” oder “Blödes Wetter heute” in die Welt zwitschern.
Daraus entstand der Wunsch, sich mal persönlich kennen zu lernen. Am Freitagabend trafen sich rund 40 Benutzer im Rosental zum Twitgrillen, einem Grillfest der Twitterer. “Es ist bereits das zweite Treffen, das erste fand im Mai statt”, sagt Organisator Martin Neuhof, 24-jähriger Mediengestalter, der unter dem Pseudonym ritman77 zu erreichen ist. “Es gibt in Deutschland und Österreich bereits mehrere Twitgrillen, so kam ich auf die Idee, das auch in Leipzig zu etablieren”, sagt er. Der Termin wurde im Netz mittels einer Umfrage von den Teilnehmern bestimmt. “Das erste Treffen lief schon sehr gut ab, alle Leute waren sehr nett, so wie man es von Twitterern her gewöhnt war. Darum wollten wir das unbedingt wiederholen”, sagt Martin Neuhofs Freundin Linda Meier , die als LIinLE twittert.
Damit sich alle erkennen, trugen sie große Namensschilder. Was teilweise zu verwirrenden Sätzen wie “Willst du noch eine Bratwurst, Frau dolmetschen_LE?” führte. “Ja, wir haben wirklich Probleme, die echten Namen der Leute zu sagen”, schmunzelte auch Andreas Krüger alias zumpe und Sabine Lau alias Frau_Biene. So blieb es meist bei den Pseudonymen. Noch während des Treffens wurden via Handy Sätze wie “Gerade großes Gruppenfoto beim Twitgrillen” oder “Nett hier” in die Welt geschickt. Am Ende waren sich alle einig, dass dies nicht das letzte Treffen war.
Erschien am 17. August 2009 in der Leipziger Volkszeitung.
11. 08. 2009 11:11

Taucha. Die umfangreichen Baumaßnahmen in Taucha belasten nicht nur die Anwohner an den Umleitungsstrecken, sondern auch immer mehr die Straßen selbst. Auf der Graßdorfer Straße etwa in Höhe Hans-Sachs-Straße senkt sich nun der Fahrbahnbelag. Vielmehr noch: Ein etwa fußgroßes Loch ist zu sehen. Die Stadtverwaltung hat als erste Reaktion zwei Warnbaken auf die augenscheinlich immer größer werdende Öffnung gestellt. Ab heute soll laut Ordnungsamt gebaut, sprich die Straße aufgerissen und neu verfüllt werden. Aus diesem Grund wird die Graßdorfer ab Matthias-Erzberger-Straße in Richtung B87 zur Einbahnstraße. Wer die Gegenrichtung befahren will, muss eine große Runde über Gießereistraße, Straße des 17. Juni und Gerichtsweg nehmen. Auch Schulbusse fahren diesen Weg. Voraussichtlich am Freitag sei das Loch verfüllt und die Umleitung aufgehoben.
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10. 08. 2009 20:57
Taucha. Zum vierten Mal fand am Wochenende das Country-Fest und Biker-Treffen auf dem Schlosshof statt. Alleinveranstalter Rainer Klöpsch bot Countrymusik, eine große Ausfahrt für Motorradfahrer und erstmals einen Linedance-Workshop. Die Besucherzahlen waren im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig.

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05. 08. 2009 22:48
Und dann war da noch diese Geschichte, die wohl nicht nur uns Leipziger berührt hat. Nichtmal ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod von Michelle wurde wieder ein Mädchen entführt, missbraucht und getötet. Für die Neue Ruhr Zeitung nahm ich an der Pressekonferenz teil, bei der Einzelheiten zum mutmaßlichen Mörder mitgeteilt wurden. Danke für den Auftrag, auch wenn der Anlass nicht unbedingt Freude machte.
05. 08. 2009 22:37
Und noch ein Nachtrag – diesmal vom 1. August 2009. In der LVZ erschien dieser Text.
So eine emotionale Sendung wie die gestrige gab es für Freddy alias Friederike Lippold von Energy Sachsen noch nie. Zum letzten Mal moderierte die 30-Jährige ihre Morgensendung „Knallwach“, die zum Abschied in „Knallweg“ umbenannt wurde. Wie berichtet ist Freddy schwanger, am 24.12. soll ihr Kind kommen. In der letzten Sendung blickte sie noch einmal zurück auf neun Jahre Morningshow. Ehemalige Kollegen und Hörer kamen zu Wort, wünschten der Moderatorin alles Gute. Sogar die Konkurrenten André und die Morgenmädels von Radio Leipzig grüßten Freddy in ihrer Sendung. Resultat: Ein Heulanfall nach dem anderen. „Ich hatte mir fest vorgenommen, nicht zu flennen, aber irgendwann gings einfach nicht mehr“, sagte sie kleinlaut und wischte sich die Tränen weg. Von Programmchefin Carola Jung und dem Rest des Teams bekam sie als Überraschung eine große Torte mit ihrem Bild geschenkt. Und wieder flossen Tränen der Rührung. Jetzt folgen drei Wochen Urlaub mit Kugelbauch und Freund und Papa Tilo Holzapfel. Danach will die Morgensirene bis Mitte Oktober auf einem anderen Sendeplatz funken. „Sicher am Wochenende, ganz weg bin ich also noch nicht“, lächelte sie. Und noch ein Detail verrieten die werdenden Eltern: „Es wird ein Junge. Einen Namen suchen wir aber noch.“
05. 08. 2009 21:55
Nicht nur die GCO beschäftigte mich Ende Juli, auch bei Radio PSR war ich kurz, um Annemarie Eilfeld zu treffen. Der Artikel erschien am 30. Juli 2009 in der Leipziger Volkszeitung und wird hier nun nachgetragen, der Vollständigkeit halber.
Annemarie Eilfeld wurde bei der sechsten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ zwar nur Dritte, aber trotzdem im ganzen Land bekannt. Während der Mottoshows versuchten der Fernsehsender RTL und diverse Boulevardblätter dem Publikum weiß zu machen, die hübsche Blondine sei eine Zicke. Am Montag besuchte die gebürtige Wittenbergerin Radio PSR am Marktplatz. Und war überhaupt nicht zickig. Sehr locker, entspannt und immer ein Lied auf den Lippen lief sie durch den Sender, gab Interviews und plauderte mit Moderator Matthias Müller.
Im Schlepptau hatte die 19-Jährige drei Musiker, mit denen sie live ihren Titel „Dissappointing Love“ zum Besten gab. „Den Song habe ich vor etwa einem Jahr geschrieben, aus Liebeskummer“, sagte sie nachdenklich. Liebeskummer sei auch der Grund gewesen, warum sie sich damals am Casting beteiligte.
Trotz ihres dritten Platzes in der RTL-Show hofft Annemarie nun auf den musikalischen Erfolg. „Wenn alles klappt, veröffentliche ich in ein bis zwei Monaten eine Single“, hoffte sie. Welcher Titel das sein wird und wie die Titel ihres vielleicht bald kommenden Albums heißen, durfte sie noch nicht verraten. „Es geht aber wohl größtenteils um Liebe“, meinte sie. Unterstützung bekommt sie von ihrem Vater und befreundeten Musikern, wie Lars Rettkowitz. Mit ihm gründete sie das Projekt LaMie und macht nun Musik, die klingt „wie eine Mischung aus Pink und Lady Gaga“, beschreibt sie. Tatsächlich erinnern Songs wie „Bitch“ und „This Girl“, die man auf ihrem MySpace-Profil hören kann, sehr an diesen Stil.
Von Leipzig war Annemarie begeistert, ist die Stadt doch für sie fast zweite Heimat. „Mein Onkel wohnt hier, darum bin ich recht oft da.

15. 07. 2009 22:30
Man weiß nicht recht, ob man lachen oder weinen soll. Heute ist in Dresden etwas passiert, von dem ich nicht dachte, dass es technisch überhaupt geht. Ab etwa 15.30 Uhr wurden R.SA und Energy Sachsen in der sächsischen Landeshauptstadt faktisch abgeschalten. Stattdessen hörte man auf der R.SA-Frequenz 89,2 MHz nun Hitradio RTL. Und auf der 100,2, die eigentlich Energy gehört, konnte man erstmals in Dresden die Jingles und Moderatoren von Radio Lausitz vernehmen. Was ein Spaß!

Verzapft hat’s die Media Broadcast, bis Januar 2008 noch zur Telekom-Tochter T-Systems zugehörig und seitdem Tochter der französischen TDF-Grupppe. Die Media Broadcast ist für die Abstrahlung der Sender zuständig. Sprecher Wolfgang Speer bestätigt, dass es einen Fehler gegeben hat, sagt allerdings: „Betroffen waren Radio Energy und Radio R.SA, die beiden Programme wurden vertauscht.“
Diese Einschätzung ist als falsch zu bewerten. Nico Nickel, Sprecher des Medienzentrums Leipzig, von wo aus R.SA und Energy senden, dementiert etwa: „Es lief definitiv auf der Energy-Frequenz Radio Lausitz, wir haben das ja selbst gehört“, sagt er. Zudem hätte es diverse verdutzte Anrufe von Hörern gegeben, die statt ihrer Böttcher-und-Fischer-Welle R.SA nun Hitradio RTL hörten. „Der Fehler war in Dresden relativ schnell behoben, in Hoyerswerda und Wilthen dauerte er bis zum frühen Abend an“, so Nico Nickel. Tatsächlich meldete die Media Broadcast gegen 17.55 Uhr den Schaltfehler für beseitigt.
Bei der BCS, Muttergesellschaft der Stadtradios und Hitradio RTL, ist man über den Fehler ebenfalls nicht sonderlich erbaut. „Auch bei uns riefen Hörer an und fragten sich, warum wir nun auf zwei Frequenzen senden. Lustig finden wir das nicht, denn es hätte ja auch uns treffen können“, so Sprecher Rocco Reichel.
Warum der Fehler überhaupt zustande kam, konnte auch Media Broadcast nicht klären. „Solche Schaltungen werden heutzutage nicht mehr manuell vorgenommen sondern per Computer. Es kann sein, dass hier etwas falsch programmiert wurde. Das ist aber ein Einzelfall und sollte auch nicht wieder vorkommen“, sagt er. Ein offizieller Fehlerbericht gehe den Sendern frühestens am Donnerstag zu.
Das Foto ist übrigens ein Symbolfoto. Es zeigt ein Detail im Inneren des Funkturmes Holzhausen bei Leipzig.
14. 07. 2009 17:50
Die heutige Bekanntgabe der Radio-MA-Zahlen lässt zumindest in Sachsen aufhorchen, denn die Verluste der Sender sind so massiv wie schon lange nicht mehr. Radio PSR verliert 20.000 Hörer, die Lokalradios verlieren 22.000 Hörer, Hitradio RTL Sachsen verliert gar 41.000 Hörer, Energy 7.000 Hörer. Das tut weh, vor allem weil die Sommer-MA die preisbildende MA ist, also die, nach der die Werbezeitenpreise festgelegt werden. Gewinner ist R.SA mit 5.000 Hörern mehr. Der gebührenfinanzierte Sender MDR 1 Radio Sachsen gewinnt 27.000 Hörer.
Und genau bei MDR 1 Radio Sachsen beginnt das Merkwürdige. Wie kommt der hohe Gewinn zustande? Ist plötzlich die Mehrheit der Stadtradio-Hörer zur volksmusikschunkelnden GEZ-Konkurrenz gewandert? Hören Sachsen, die vorher Hitradio RTL mochten, plötzlich nur MDR 1? Sind Steffen-Lukas-Fans plötzlich abgeschreckt und hören statt PSR auf einmal MDR? Wohl eher nicht.
Eine Mutmaßung: Ist es nicht möglich, dass in der Abfrage etwas nicht stimmt? Dass womöglich die Zahlen falsch sind? Ist es nicht denkbar, dass die Mehrheit “Radio Sachsen” sagte, aber eigentlich “RTL Sachsen” meinte? Oder dass gar viele Daten einfach nicht eingerechnet wurden? Wie sonst ist zu erklären, dass MDR 1 Radio Sachsen in der Zielgruppe der 14- bis 19-Jährigen in Sachsen eine 269-prozentige Steigerung von 3.000 auf 13.000 Hörer verzeichnet? Haben die Teenager plötzlich aufgehört, selbst zu denken? Oder leben die plötzlich alle bei Oma und Opa und müssen einfach MDR 1 hören?
Dass die Hördauer zurückgeht, ist normal. Dass etablierte Sender wie Radio PSR aber auf einmal 20.000 Hörer verlieren, nachdem sie bei der letzten MA noch 1000 gewannen, ist nicht nachvollziehbar. Bei Hitradio RTL Sachsen ist es noch gravierender. Bei der letzten MA gewann der Sender 23.000 Hörer dazu – und soll nun fast das Doppelte verloren haben? Irgendwas stimmt doch da nicht.
In den Funkhäusern in Leipzig und Dresden herrscht Ratlosigkeit. PSR-Sprecher Nico Nickel sagt beispielsweise: “Wir schauen mit großer Sorge und Verwunderung auf 70.000 verlorene Hörer im Gesamtmarkt Sachsen, nachdem die sächsischen Sender im Frühjahr 50.000 Hörer gewinnen konnten. Erklären können wir uns diese Entwicklung nicht.” Und Uwe Schneider, Programmchef von Hitradio RTL Sachsen, sagte gegenüber Radiowoche: “Im März belegten wir mit 140 000 Hörern pro Durchschnittsstunde einen Spitzenplatz in der sächsischen Radiolandschaft und heute gehören wir, ohne grundlegende Veränderungen im Programm vorgenommen zu haben, zu den Verlierern. Das sorgt bei uns für große Verwunderung, denn unsere eigene Marktforschung, deren Methoden mit der Media-Analyse identisch sind, hat diese Reichweitenveränderungen nicht angezeigt. Auch liegen im sächsischen Radiomarkt generell andere Marktforschungsergebnisse vor. Wir haben deshalb die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse gebeten, die vorliegenden Ergebnisse nach allen Kriterien noch einmal zu prüfen.”
Auch Inge Seibel-Müller von hoerfunker.de fragt sich über Twitter: “Kann das stimmen?“. Ebenso meint Tim Natzschka: “…wird wohl Rechenfehler gegeben haben.”
Die Methodik der MA ist seit Jahren umstritten. Wenn sie allerdings wirklich Fehler produzieren sollte, wird es Zeit, den Abfragemechanismus zu überdenken. So lange allerdings Sender wie Antenne Bayern auf diese Weise über eine Million Hörer generieren, wird der Druck auf die ag.ma wohl nicht kräftg genug ausfallen….
Uodate 15.7.: Wie ich jetzt erst sah, hat auch Horst Müller von blogmedien gestern einen Kommentar zur “Wackel-Währung” MA geschrieben.
14. 07. 2009 09:48
Heute wurde die Media Analyse 2009 Radio II veröffentlicht. Und es sieht übel aus in Radiosachsen, zumindest was die meisten Privatradiostationen angeht. Fragt sich, wo die Hörer sind. Zudem gibt es einige Ungereimtheiten in den Zahlen, dazu vielleicht später mehr.
Das Grauen in Zahlen:
Quelle: RMS, Angebote für Sachsen, Hörer pro Durchschnittsstunde
Radio PSR:
171.000 (minus 20.000 / minus 10,7 Prozent)
R.SA:
119.000 (plus 5.000 / plus 4,8 Prozent)
Sachsen Funkpaket (Sächsische Lokalradios):
111.000 (minus 22.000 / minus 16,6 Prozent)
Hitradio RTL Sachsen:
75.000 (minus 41.000 / minus 35,2 Prozent)
Energy Sachsen:
40.000 (minus 7.000 / minus 14,9 Prozent)
MDR 1 Radio Sachsen:
352.000 (plus 27.000 / plus 8,4 Prozent)
In der werberelevanten Zielgruppe sieht es nochmals deutlich schlechter aus. Hier kommt Energy Sachsen etwa nur auf 34.000 Hörer, Hitradio RTL Sachsen nur auf 50.000 Hörer. Damit zählt die Dresdner RTL-Station zu den Sendern, die bundesweit am meisten Hörer verlieren.