GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Lustiges’ Category

“Millionär” macht einsam

Folgende Mail schrieb ich heute an Tommy Jaud, den meiner Meinung nach besten Comedyautor Deutschlands. Die Mail werden nur diejenigen wirklich verstehen, die Jauds 2007 erschienenes Werk “Millionär” auch gelesen haben, was mir aber mal herzlich egal ist. ;-)

Sehr geehrter Herr Jaud,
ich möchte nicht aufgenommen werden zu Schulungszwecken. Und ich möchte mich beschweren.

Der Grund: Das Lesen Ihres Buches “Millionär” macht einsam. Als ich mir am Samstagnachmittag Ihr Buch kaufte, ahnte ich noch nicht, dass ich damit den Rest des Tages und die Hälfte der Nacht zubringen würde. Bereits im Laden las ich die erste Seite und vergaß so fast, das Buch zu bezahlen. Die Kasse sieht man ja nicht, so mit einem Buch vor den Augen. Zu Hause verschlang ich dann weitere Seiten – sehr zum Leidwesen meiner Frau, denn das Lesen Ihrer Bücher geht nie leise von statten. Nach jedem dritten Satz muss man lachen. Und ich lache sehr laut beim Lesen.

Am Abend, ich hatte das Buch noch immer vor den Augen, versuchte meine Frau dann etwas aberwitziges: Sie setzte sich neben mich, um auch ihrerseits ein Buch zu lesen. Sie werden sich denken, was passierte: Sie hielt es neben mir lachendem und vor Freude zappelndem Menschen nicht lange aus. Und ging ins Bett.

Da saß ich nun. Einsam. Bis 2.45 Uhr morgens. Zu diesem Zeitpunkt ging gerade der Summer von Annabelles alter WG. Und ich stellte mit Erschrecken fest: Ich war gar nicht müde. Hier entstand das zweite Problem: Um diese Uhrzeit noch etwas sinnvolles anzustellen ist schwer – außer man liest Ihr Buch noch einmal. Oder den Vollidioten. Oder den Resturlaub, der sich irgendwie nicht so leicht runterliest. Ich entschied mich für den Fernseher. Dummerweise kamen aber keine Dokus mehr, nicht mal eine Kochsendung. Und daran sind nur Sie schuld!

So, das war’s – ich muss jetzt auch schnell auf spiegel.de schauen, ich glaub, es ist was passiert.

Also, machen Sie’s gut! Sie sind echt Welt!

Viele Grüße,
Daniel Große

Bereits 2007 war ich von Tommy Jauds Vollidiot begeistert. Den “Millionär” habe ich schon lange mal kaufen und lesen wollen, bin nun eigentlich viel zu spät dran – habs aber nicht bereut. Unnötig zu sagen, dass ich das Buch jedem Mann empfehle. Ja, jedem Mann. Für Frauen ist das nix.

Germanys next Top-Ringtone

Definitiv der hier: Nom Nom Nom Nom….

Tipp an alle, die das wirklich als Sound auf dem Handy haben wollen: Die Musik kann man sich aus dem Video extrahieren. Video downloaden, in entsprechende Decoder einladen, als WAV oder MP3 speichern und ab aufs Handy. Das Audiofile hier zu posten würde wohl gegen das Copyright verstoßen, also tu ich das jetzt nicht..

via otr

“Peter Bond hat gute Anwälte”

Sehr erheiternd, was man manchmal im Spam-Ordner findet: Eine Mail, die vorgibt, von Peter Kielbassa alias Peter Bond, dem Ex-Porno-Darsteller, Ex-Glücksrad-Moderator, Ex-Dschungelcamp-Y-Promi zu sein.

In der Mail heißt es:

Sie haben sich beim Anbieter Junkload angemeldet und sind nun verpflichtet, eine Anmeldegebuehr zu bezahlen. Auch wenn Sie moeglicherweise nichts von dieser Anmeldung wissen, weil Sie vielleicht aus Versehen auf dieser Seite waren, sind Sie trotzdem verpflichtet zu zahlen.

Nee, iss klar. Junkload? Nie gehört. Und dort hab ich mich “angemeldet” und muss zahlen? Und schon beim bloßen Betrachten der Seite muss ich auch zahlen? Die Rechtsgrundlage dafür würde ich gern mal sehen.

Weiter im Text:

Junkload ist ein Service von TV-Star Peter Bond, welcher fuer die Firma Electronic Arts arbeitet und Sims-Spiele online verkauft. Die Anmeldegebuer betraegt 100 Euro, was Sie den AGB entnehmen koennen. Da Sie die Anmeldegebuehr nicht rechtzeitig bezahlt haben, muessen wir Ihnen zusaetzlich 50 Euro Strafgebuehr berechnen, sodass Sie jetzt insgesamt 150 Euro zahlen muessen.

Muhahaha, wie das schon formuliert ist – wer bitte soll das ernst nehmen?

Wir bitten Sie, den geforderten Betrag inklusive Strafgebuehr zu bezahlen, da wir ansonsten rechtlich gegen Sie vorgehen werden. Es wird im Fall einer Zahlungsverweigerung ein polizeiliches Ermittlungsverfahren wegen Betrug gegen Sie eingeleitet werden, und Ihnen drohen ausserdem Eintraege bei der Schufa.

Schufa? Wegen 150 Euro, die wegen Nichts erhoben werden? Hallo? Welches Zeug nehmt Ihr?

Wir haben Ihre IP-Adresse 85.xxx.48.xxx gespeichert und koennen Sie damit eindeutig identifizieren und rechtlich verfolgen.

Interessant. Auf der Website von Junkload steht nichts dergleichen, dass IP-Adressen gespeichert werden. Nichtmal ein Impressum gibt’s dort. Das angegebene deutsche Betreiber, so es ihn denn gibt, könnte allein dessen sicher abgemahnt werden.

Und dann der Brüller:

Also zahlen Sie jetzt bitte 150 Euro und ersparen Sie sich Aerger, denn Peter Bond hat gute Anwaelte!

Sorry Jungs, aber ich lieg flach…

Kommt aber noch besser:

Ihre Zahlung entrichten Sie bitte innerhalb von 7 Tagen per Barscheck an die unten genannte Adresse. Sollten Sie nicht zahlungsfaehig sein, senden Sie bitte eine schriftliche Begruendung an die unten genannte Adresse.

Sollten Sie nicht reagieren, werden wir Sie rechtlich verfolgen, was im schlimmsten Fall sogar mit einer Gefaengnisstrafe enden kann.

Wir bitten Sie auch davon abzusehen, uns zu drohen, denn das werden wir ebenfalls strafrechtlich verfolgen. Die Fernsehsendung Akte bei Sat 1 und sonstige Verbraucherschuetzer (BooCompany und co.) werden Ihnen nicht helfen koennen, denn wir sind im Recht!

Vermeiden Sie bitte auch negative Eintraege ueber uns in Internetforen und Blogs, denn gegen diese werden wir gerichtlich klagen!

Sehr geil. Negative Einträge habt Ihr ja schon fast von selbst verhindert, denn die Mail landet bereits im Spam, wie gesagt. Sicher auch wegen der bereits seit einiger Zeit durchs Netz schwappenden Junkload-Mails mit ähnlich dümmlichen Texten.

Und dass sich Lanu von der BooCompany einschüchtern lässt… sorry…. ich muss schon wieder vor Lachen unter den Tisch fallen.

Achso, den Rest der Mail noch:

Mit freundlichen Gruesse

Joerg Krahn
Junkload OHG
Fasanenstr. 7
33607 Bielefeld
www.peterbond.webs.com
www.junkload.org

In Zusammenarbeit mit:
Peter Bond
c/o Streamtaiment Inc.
Scheich Hiam Darwiche
31/F The Center
99 Queens Road Central
Hong Kong

Ob ich nun auch weitere Mails mit haltlosen Drohungen bekomme? Was mich nur interessieren würde: Da das Netz scheinbar voll ist mit Geschichten über die Spam-Mails von Junkload: Gibt es diesen Haufen eigentlich wirklich oder ist das ganze Ding von vorn bis hinten erlogen? Ich mag nicht glauben, dass der “TV-Star” und “erfolgreiche Geschäftsmann” Peter Bond dahintersteckt. Und wissen Electronic Arts, die BBC und wer noch alles von dieser angeblichen Zusammenarbeit? Und warum stoppt Electronic Arts nicht solche Websites?

Rat an alle, die auch diese Mail bekommen haben: Ausdrucken, dann als Spam markieren und löschen. Warum ausdrucken? Nun, zum ins-Büro-hängen und immer wieder lesen, wenn man mal mies drauf ist. Ist einfach zu lustig…

Die selbe Prozedur

Silvester. Jahreswechsel. New Years Eve. Wie auch immer Ihr es nennt, habt Spaß dabei. Trinkt nicht so viel, seid anständig mit den Feuerwerkskörpern und bitte lasst Eure Städte ganz.

Und was muss Silvester sein? Natürlich. Nur etwas anders.

(Videos mittlerweile bei Youtube entfernt, sorry.)

  • 0 Comments
  • Filed under: Lustiges
  • Der ungewöhnliche Klotz im Verbindungsblasebalg

    Ich möchte kein russischer Spammer sein. Denn dann würde ich mich mit solchen Mails völlig zum Eimer machen:

    Aufmerksamkeit!

    Liebes Mitglied Autoscout24,
    Wir haben kьrzlich bemerkt, dass eine oder mehr Versuche in zu Ihrem autoscout24 Konto von einem auslдndischen IP Adresse loggen..

    Wenn Sie kьrzlich auf Ihr Konto zugegriffen haben, wдhrend Reisen, dьrfte der ungewцhnliche Klotz in Versuchen von Ihnen eingeleitet worden sein. Jedoch, wenn Sie den Klotz in nicht eingeleitet haben, bitte Besuch autoscout24 sobald mцglich, Ihre Identitдt zu beglaubigen:

    http://autoscout24[vermeintliche scamm-adresse].html

    Beglaubigt, dass Ihre Identitдt ein SicherheitsmaЯ ist, das sichern wird, dass Sie die einzige Person mit Zugriff auf das Konto sind. Dank fьr Ihre Geduld, als wir zusammenarbeiten, Ihr Konto zu schьtzen.

    Fьr mehr Informationen sieht bitte den Verbindungsblasebalg:

    Thunderbird und Firefox stufen diese Website bereits als gefährlich ein. Was zu tun ist, wird jeder selbst wissen.

    Wortjongleure ergänzen sich zum idealen Mann

    Taucha. Wer als Tauchaer abends etwas erleben und sich amüsieren will, muss nicht immer die paar Meter nach Leipzig fahren. Oft liegt das Gute so nah, sprich vor der Haustür. Wie zum Beispiel am Sonnabend im Café Esprit. Bereits wenige Minuten nach Beginn des Programms „Damenwahl“ verrieten die Gesichter der Besucher, dass sie die richtige Abendunterhaltung gewählt hatten. Denn auf der kleinen Bühne standen die Melankomiker. Die „drei lustigen Zwei“, wie sich Jürgen Denkewitz und Waldemar Rösler auch nennen, begrüßten ihr Publikum mit einem in Selbstmitleid getränkten Lied. Eigentlich seien sie ja krank, die Kinder würden sie zu Hause vermissen und verhungert seien sie ohnehin fast. „Aber wir sind trotzdem gern für Sie da“, sangen sie, um daraufhin so richtig loszulegen. „Unser Programm könnte auch ,Fitness-Studio‘ heißen, denn heute bekommt jeder sein Fett weg“, kündigte Denkewitz an.

    Zuerst priesen die beiden Musiker, die sich seit der zweiten Klasse kennen, sich selbst und ihre Vorzüge an. Der eine habe Bauch, der andere nicht, der eine besitze Haare, der andere zwei Meter Stirn. Das Fazit: „Zusammen ergeben wir den idealen Mann“. Wortspiele liegen dem Duo; vor allem Jürgen Denkwitz, der eigentlich Diplom-Journalist ist, hatte merklich seine wahre Freude daran, mit den Worten zu jonglieren. Das funktionierte meist sehr gut, lediglich beim Song über das Internet kamen sie kurz vom Kurs ab, warfen mit Abkürzungen um sich und wirkten dabei wie die Fantastischen Vier in deren Titel „MfG“.

    Etwa 80 Prozent der Songtexte seien Eigenproduktionen, der Rest „gut geklaut“, wie Denkewitz es formulierte. Er ist es auch, der den meisten Wortanteil im Programm hat. Rösler ist eher derjenige, der mal hineinrufen darf. „Ich spiele meine Rolle, klar. Dafür kann ich mehr Instrumente, auf die ich mich aber auch konzentrieren muss. Außerdem hat Jürgen die bessere Stimme“, lobte er seinen Kollegen.
    Denkewitz ist hauptberuflicher Liedermacher, unter anderem auch mit einem Kinderprogramm, Rösler ernährt sich und die Familie zusätzlich noch von seinem ersten Job als Vertriebsingenieur. Seit elf Jahren touren die Melankomiker durch die Lande. „Jürgen stand eines Tages vor meiner Tür und fragte, ob wir nicht mal wieder wie in alten Schulzeiten Musik machen sollten. Seitdem gibt es uns im Doppelpack“, so Rösler. Geht man sich im Laufe der Zeit nicht irgendwann auf die Nerven? „Nö, wir sind beide verrückt.“ Zum Glück. Wer sie verpasst hat: Die zweistündige „Damenwahl“ gibt es das nächste Mal am 28. und 29. November in der Kulturmühle Bischheim bei Dresden und am 15. Dezember im Leipziger Froschcafé zu sehen.

    Erschien am 18. November 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

    Das Aas!

    Jenny Elvers-Elbertzhagen ist bei Dreharbeiten im Leipziger Zoo von einem Marabu gebissen worden.
    Sie wurde dabei an der Hand verletzt. Marabus gehören zur Familie der Störche und sind Aasfresser.

    Aus der Radio-Leipzig-Redaktion, wo ich derzeit aushelfe.

    Besuch vom Nerdpol

    Einer meiner ersten Artikel hier im Blog war eine Kurzkurzkurz-Fassung eines Artikels für die LVZ über Joscha Sauer, dem Mann hinter den “Nicht Lustig”-Cartoons. Jetzt, drei Jahre später, wird’s mal wieder Zeit, ihn zu erwähnen. Erstens ist Joscha in diesem Jahr wieder besonders aktiv – seine Cartoons erscheinen in Welt kompakt und das vierte Buch ist fertig – und zweitens hat er mich grad wieder zum laut Lachen gebracht. Nerdpol – darauf muss man erstmal kommen.

    Google-Übersetzung zu nichts in der Lage

    Mensch, das muss doch hinzukriegen sein…

    Bisher sind wir noch nicht in der Lage, von Deutsch nach Deutsch zu übersetzen.

    Pfff – dann eben nich. ;-)

    Move it!

    Hach, ich freu mir ja schon so drauf:


    Empfehlungen


    Rodeln in Leipzig



    Schuldnerberatung Leipzig

    Über

    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.

    XING

    Twitter & Me


      Projekte & Referenzen

      Corporate- und Messe-Blogs

      medienrauschen UG
      Games Convention Online
      Hobby360°
      AMI-Blog
      Motorradmesse Dortmund Bürgermeister-Müller-Haus
      Phantom der Oper

      Archiv


      Meta


      bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis
      Bloggeramt.de