GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Musikalisches’ Category

Niemann singt traurig: “Wir sind das Volk”

“Wir sind das Volk”. Dieser Ausruf war 1989 ein Ausspruch, der mit voller Stolz gerufen wurde. Lautstark. Voller Überzeugung. Mit dem Ziel, etwas zu verändern.

niemann_wir_sind_das_volkHeute, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, zumindest der aus Steinen, veröffentlicht Kai Niemann eine Single, die sicher gut gemeint ist. Mich dann aber doch etwas irritiert. Kai Niemann? Na der, der damals sang, “Im Osten” gäbe es die hübscheren Mädels und hier würden sich die Kinder auch über kleine Sachen freuen.
Dieser Kai Niemann also, der mit “Im Osten” einen Achtungserfolg landen konnte, kommt nun mit “Wir sind das Volk”, jenem selbstbewussten Ausspruch von damals. Allerdings frage ich mich, warum der Sprechgesang erstens klingen muss wie eine Mischung aus And One und Peter Heppner. Und zweitens, warum “Wir sind das Volk” plötzlich so leise und traurig klingt. Depressiv geradezu. Ist das jetzt, 20 Jahre danach, die Weiterentwicklung des einstigen lautstarken Ausrufs? Die Wandlung vom Machtbekenntnis zur nüchternen Erkenntnis, dass wir zwar nun das Volk, aber sonst nichts sind? Könnte sein, wenn ich mir das Cover anschaue, auf dem das “Volk” als Marionetten dargestellt ist.

Ich habe den Song heute gehört, darf ihn aber leider auch nicht ausschnittsweise online stellen. Bei Radio PSR läuft er seit heute in der Rotation; Kai Niemann wird auch auf dem Tag der Sachsen auftreten. Auch weder auf Niemanns myspace-Profil ist der Song aktuell zu hören, noch auf seiner Website. Im Radio sollte man ihn aber nun öfter hören können, vermute ich. Und vielleicht erklärt Niemann ja auf PSR oder dem Tag der Sachsen, warum sein Song so traurig klingt. Verlegt wird die Platte übrigens bei Cäsar Music, dem Label von “Cäsar”-Legende Peter Gläser.

Update: Mittlerweile gibt es auf der Website von Radio PSR eine Hörprobe des Songs.

Update 2: Und mittlerweile gibts den Song auch bei Youtube. (Offizielle Version nachgereicht).

Biker und Musik beim Countrytreffen

Taucha. Zum vierten Mal fand am Wochenende das Country-Fest und Biker-Treffen auf dem Schlosshof statt. Alleinveranstalter Rainer Klöpsch bot Countrymusik, eine große Ausfahrt für Motorradfahrer und erstmals einen Linedance-Workshop. Die Besucherzahlen waren im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig.
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Annemarie Eilfeld: Die pinke Lady Gaga


Nicht nur die GCO beschäftigte mich Ende Juli, auch bei Radio PSR war ich kurz, um Annemarie Eilfeld zu treffen. Der Artikel erschien am 30. Juli 2009 in der Leipziger Volkszeitung und wird hier nun nachgetragen, der Vollständigkeit halber. :)

annemarie-eilfeldAnnemarie Eilfeld wurde bei der sechsten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ zwar nur Dritte, aber trotzdem im ganzen Land bekannt. Während der Mottoshows versuchten der Fernsehsender RTL und diverse Boulevardblätter dem Publikum weiß zu machen, die hübsche Blondine sei eine Zicke. Am Montag besuchte die gebürtige Wittenbergerin Radio PSR am Marktplatz. Und war überhaupt nicht zickig. Sehr locker, entspannt und immer ein Lied auf den Lippen lief sie durch den Sender, gab Interviews und plauderte mit Moderator Matthias Müller.

Im Schlepptau hatte die 19-Jährige drei Musiker, mit denen sie live ihren Titel „Dissappointing Love“ zum Besten gab. „Den Song habe ich vor etwa einem Jahr geschrieben, aus Liebeskummer“, sagte sie nachdenklich. Liebeskummer sei auch der Grund gewesen, warum sie sich damals am Casting beteiligte.

Trotz ihres dritten Platzes in der RTL-Show hofft Annemarie nun auf den musikalischen Erfolg. „Wenn alles klappt, veröffentliche ich in ein bis zwei Monaten eine Single“, hoffte sie. Welcher Titel das sein wird und wie die Titel ihres vielleicht bald kommenden Albums heißen, durfte sie noch nicht verraten. „Es geht aber wohl größtenteils um Liebe“, meinte sie. Unterstützung bekommt sie von ihrem Vater und befreundeten Musikern, wie Lars Rettkowitz. Mit ihm gründete sie das Projekt LaMie und macht nun Musik, die klingt „wie eine Mischung aus Pink und Lady Gaga“, beschreibt sie. Tatsächlich erinnern Songs wie „Bitch“ und „This Girl“, die man auf ihrem MySpace-Profil hören kann, sehr an diesen Stil.

Von Leipzig war Annemarie begeistert, ist die Stadt doch für sie fast zweite Heimat. „Mein Onkel wohnt hier, darum bin ich recht oft da.

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Zweiohrküken

Ich sage es sehr oft und bei jeder Gelegenheit: Ich bin verknallt in einen Film: Keinohrhasen. Ja, natürlich wegen Nora Tschirner, aber auch wegen Matthias Schweighöfer und Til Schweiger, von dem ich bis zu diesem Film nicht viel hielt. Dieser Film versprüht so viel Lebensgefühl, Ironie, Witz und Traurigkeit, wie es kaum ein Film schafft. Zudem ist der Soundtrack dazu ganz groß.

Am 17 2. Dezember findet Keinohrhasen seine Fortsetzung. Zweiohrküken heißt er. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mich abermals verlieben werde. Verlieben in ein Gesamtkunstwerk, das bitte endlich mal mit diversen Preisen gewürdigt, nein überschüttet werden sollte.

Dies ist der 1000. Eintrag in dieses Blog. Danke an durchschnittlich 7000 echte Leser pro Monat. Dieser 1000. Blogeintrag ist meinem Vater gewidmet. Bitte komm schnell wieder auf die Beine. Wir lieben und brauchen Dich!

Zweiohrküken Soundtrack:
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Rocknacht Taucha begeistert hunderte Besucher

Taucha. Sie ist mittlerweile zu einer schönen Tradition geworden, die Tauchaer Rocknacht. Zum bereits siebten Mal unterhielten Live-Bands mit handgemachtem Rock die Besucher vor der urigen Kulisse des historischen Ritterguts. Besucher und Veranstalter zogen ein weitgehend positives Fazit.

In diesem Jahr begann die Rocknacht bereits vormittags. Ab 9 Uhr standen junge Nachwuchsbands auf der Bühne, die um den Sieg im regionalen Vorausscheid zum Deutschen Rock & Pop Preis kämpften. Organisiert vom Deutschen Rock & Pop Verband dient dieser Leistungsvergleich der Nachwuchsgewinnung. „Den Bandcontest gibt es bereits seit 1983“, so Landessprecher Michael Weber. Heute erfolgreiche Bands wie Juli oder Pur seien aus diesem Wettbewerb hervorgegangen oder danach bekannt geworden. Acht Rockgruppen standen auf der Bühne. Zum Sieg reichte es für Audio Appeal aus Leipzig, die ihre Musik selbst als „basslastigen, melodischen Rock“ bezeichnen. Platz zwei ging an die Ostfront Crew aus Taucha, die zu Gitarrenmusik aus der Konserve rappten. „Wir sind normalerweise mit einer Band unterwegs, bei den Mitgliedern gab es aber heute Terminprobleme“, so Rapper Nick Veit. Auf Platz drei landete mit Smashed ebenfalls eine Tauchaer Band.

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Die Tauchaer Band Ostfront Crew

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Special Announcement

Der King of Pop, Michael Jackson, wird morgen vor die Presse treten, um eine besondere Ankündigung, a special announcement, zu machen. Angeblich plane er in diesem Jahr 30 Konzerte in der Londoner O2-Arena, heißt es heute in diversen Medien. The King is back! Ob er wirklich nochmal zu solcher Größe wachsen kann, wie er sie einst besaß, wird sich zeigen. Ich wünsche es ihm.

  • 1 Comment
  • Filed under: Musikalisches
  • Germanys next Top-Ringtone

    Definitiv der hier: Nom Nom Nom Nom….

    Tipp an alle, die das wirklich als Sound auf dem Handy haben wollen: Die Musik kann man sich aus dem Video extrahieren. Video downloaden, in entsprechende Decoder einladen, als WAV oder MP3 speichern und ab aufs Handy. Das Audiofile hier zu posten würde wohl gegen das Copyright verstoßen, also tu ich das jetzt nicht..

    via otr

    Heinz Rudolf Kunze in Leipzig


    Seine Freunde nennen ihn nur Heinz und wenn es ganz schnell gehen muss, ist er auch mit HRK zufrieden. Heinz Rudolf Kunze weilte am Dienstag (3. Februar) für wenige Stunden in der Stadt, besuchte unter anderem Radio Leipzig und warb für sein neues Album „Protest“.
    Das erschien Ende Januar und ist, wie der 52-Jährige sagte, kein „genereller Protest gegen irgendetwas. Ich fasse den Begriff sehr weit. Bob Dylan hat mal gesagt, jeder Song kann ein Protestsong sein. Wenn ich also ein Liebeslied schreibe, protestiere ich damit gegen die allgemeine Lieblosigkeit“, sagte Kunze. Bezug auf sein Idol Dylan finden sich auch auf dem aktuellen Album. Das Lied „Möglich“ beispielsweise sei seine Übersetzung des Titels „Death is not the end“. So singt er auch „Es ist möglich, dass es mehr gibt als den Tod.“ Sterben sei auch etwas, wogegen HRK protestiere. „Ich finde es unglaublich, dass ich irgendwann nicht mehr lebe, denn ich halte mich für unentbehrlich“, meinte er. Moderator Jan Lüdtke überzeugte diese Äußerung. „Er ist ein Mensch, der weiß, was er will. Trotz allem ist er nicht überheblich, höchstens sehr bestimmt.“

    Das nächste Mal ist Kunze mit seiner Verstärkung am 30. April in Leipzig. In seinem „Stammlokal“, dem Haus Auensee, wie er es ausdrückte. „In Leipzig haben wir schon viele schöne Konzerte und Lesungen gehabt. Im Herbst 1987 gaben wir unser erstes Konzert bei strömendem Regen. Und zwei Monate vor der Wende spielten wir für 50 000 Menschen. Das war faszinierend, man spürte regelrecht, dass etwas passieren würde. Dass die Mauer fällt, war für uns dann doch sehr überraschend.“

    Wer an Kunzes Wirken in Buchform will, kann das tun – im Dezember erschien das neueste Buch des Macherner Autoren Holger Zürch. In „Woran man mit mir war“ dokumentiert er Kunzes Schaffen der vergangenen Jahr.

    Erschien in kürzerer Form am 4. Februar 2009 in der Leipziger Volkszeitung und in dieser Version auf der Website von Radio Leipzig.

    Ich legte mein Leben in Deine kleine Welt

    Was schreibt der da? Na ein Zitat von Selig. Selig, diese Hamburger Combo, die mit “Ohne Dich” den wohl zugleich schönsten und schrägsten Liebeskummer-Herzschmerz-Song dieses Planeten ablieferte. Genau diese seligen Rocker kommen jetzt wieder, lese ich gerade bei Arno. Das wird groß, da bin ich mir sicher. Ich freu mich schon auf neues Material, gern wieder in diesem Stil.

    Und wer immer noch nicht weiß, wovon der alte Mann da schreibt: Hier, bitteschön, die wohl besten und schönsten Lieder von Selig:

    Ohja, was hab ich gelitten zu diesem Lied. Damals. ;-)

    Fotos vom Tag der Sachsen

    Okay, die Überschrift impliziert vielleicht, ich hätte Fotos vom Tag der Sachsen zu zeigen. :-) Hab ich auch, aber nur von einer Bühne. Für Hitradio RTL Sachsen war ich Freitag, Sonnabend (was ein sch… Wetter) und Sonntag in Grimma vor Ort und habe fleißig auf den Auslöser gedrückt. Einige Fotos gibts hier.

    Und gewundert habe ich mich. Darüber, warum Leute auf ein Konzert gehen und den Menschen, der auf der Bühne versucht, sein Bestes zu geben, mit Gemüse bewerfen. Man muss Mark Medlock nicht mögen. Man darf ihm durchaus unterstellen, er sei ein farbloser, austauschbarer, beliebiger Kommerzschnulzenschmachter. Das wäre nicht mal falsch. Aber Eier und Tomaten gehören immer noch in einen Salat und nicht in Richtung dünnes, zappelndes Feinripphemd. An seiner Stelle hätte ich das ignoriert. Aber nee, was macht das Bobbelsche? Sagt Sätze wie: “Und an die ungezogenen Eierwerfer: Schämt Euch!” – Boah, das hat gesessen. Beim nächsten Song kam noch das eine oder andere Gemüse geflogen. Einen der Eierwerfer hat man wohl erwischt. Dass ihm wegen eines zerbrochenen Hühnerproduktes der Prozess gemacht wird, ist wohl eher unwahrscheinlich.

    Richtig Spaß gemacht hat der Auftritt von Culture Beat. “Mr. Vain”, “Got to get it” und wie sie alle hießen – großartig. So wie der Nicolaiplatz zappelte und hüpfte, fragte man sich, warum Culture Beat aufgehört haben. Auch wenn ich die Songs, die zur Zeit mit Tania Evans entstanden, lieber mochte als beispielsweise “Pay No Mind” oder “Rendez-Vous”, war es trotzdem ein sehr geiler Auftritt. In Erinnerungen schwelg.

    Nunja, und dass manche Mädels für Monrose mehrere Stunden im Regen stehen, muss man auch nicht verstehen. Wenigstens haben sich Mandy, Senna und die bezaubernde Bahar dann auf dem Laufsteg vor der Bühne auch kurzzeitig in den Regen getraut. Beeindruckend in dem Zusammenhang, wie laut Teenies kreischen können.


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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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