von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
25. 01. 2007 09:48
Den Versuch einer Rezension von Heinz Rudolf Kunzes neuem Album “Klare Verhältnisse” habe ich soeben auf Medienrauschen veröffentlicht. Es klingt verliebt, ja. Aber muss man immer alles in Frage stellen?
19. 12. 2006 10:54
Na das nenn ich doch mal ein gutes Vorbild für unsere Kinder. Bushido, der wohl irgend sowas wie ein Rapper sein muss, verkündet in der aktuellen BRAVO, in Sachen Frauen schon alles probiert zu haben. Nur eine Frau, also eine Frau muss er noch haben:
“Christina Aguilera, Eva Longoria, Jessica Alba, Collien Fernandes oder Mirjam Weichselbraun von MTV sind geil.”
Lieber Bushido. Ich enttäusche Dich ja ungern. Aber auch wenn ich Deine Auswahl durchaus nachvollziehen kann, glaube ich, dass es all diese fünf Frauen nicht in einer Person gibt. Oder weißt Du nicht, was eins ist? Solltest Du doch aber, wenn Du immerhin angibst, 500 Frauen gehabt zu haben.
Insgesamt habe der Rapper bereits 500 Frauen gehabt. “200 davon im Puff”, verrät der 28-Jährige gegenüber BRAVO. Erinnern könne er sich jedoch nur teilweise. “Wenn jetzt eine vor mir stehen würde, weiß ich, ob ich schon was mit der hatte oder nicht. Bei Prostituierten kann ich mich aber nicht mehr erinnern.”
Hier frage ich mich: hat Bushido wirklich solche Sch.. erzählt, oder war das die BRAVO? Er hat also 200 im Puff gehabt. Wenn eine vor ihm stehen würde, weiß er, ob er was mit ihr hatte. Allerdings nicht, wenn es eine Prostituierte ist. Aha. Dann hat er wohl seine Freundinnen alle mit in den Puff genommen oder was?
Aber es kommt noch besser. Nicht nur, dass Bushido damit prahlt, Gigabyteweise Pornos auf seinem Rechner zu haben. Nein, er klaut auch noch. Also hat. Er hat geklaut. Sagt er.
“Von Klamotten bis Schmuck – sogar Fernseher. Das war dann natürlich ein bisschen aufwendiger. Dafür musste ich auch einbrechen.”
Na spitze, der Bushido ist war ja ein ganz harter welcher. Und heute?
Heute vertritt er erfreulicherweise die Meinung: “Klauen ist echt asozial!”
Na dann ist’s ja gut.
Das ganze Interview liest man dann in der neuen Bravo. Und ich bin froh, dass meine Tochter derzeit noch Conni-Bücher liest.
30. 11. 2006 13:54
Sie stürmt die Charts und eroberte am Dienstagabend auch ihre Fans im Sturm: Christina Stürmer gab in der DB-Lounge des Hauptbahnhofs für 200 Leute ein exklusives Konzert. Die MDR-Popwelle Jump – die die ganze Woche vom Querbahnsteig sendet – verloste es unter Hörern, die per Anruf oder SMS Geld für ein Kinderhospiz in Nordhausen gespendet hatten. Im Publikum waren auch 24 Mitglieder der Wiener Sängerknaben: Die Jungs hatten am Montag einen Auftritt im Gewandhaus, schauten sich am Dienstag die Stadt an und hörten vom Konzert mit Christina Stürmer.
„Da müssen wir erst nach Leipzig kommen, um einen österreichischen Star zu sehen“, schmunzelte Barbara Klenkhart, die den Chor begleitete. Christina Stürmer (24) stammt aus Altenberg bei Linz und war 2003 Zweitplatzierte der ORF-Castingshow „Starmania“. Abgereist sind die Sängerknaben und Christina Stürmer dann fast gleichzeitig am Mittwoch. Die Knaben in Richtung Gotha, Christina packte ihre Sachen im Renaissance Hotel, um nach Wien zurück zu fahren. Im März kommt sie wieder ins Haus Auensee.
Erschienen am 30.November 2006 in der Leipziger Volkszeitung (Gesamtausgabe, “Leute in Leipzig”)
28. 11. 2006 09:02
Revolverheld, das klingt nach wildem Westen und Schurken, die schneller schießen als der Gegner atmet. Seit etwa anderthalb Jahren steht „Revolverheld“ aber auch für Rockmusik: So heißt eine Formation von fünf Jungs aus Hamburg. Am Freitag spielten Johannes Strate, Kristoffer Hünecke, Niels Grötsch, Jakob Sinn und Florian Speer im Anker. Vorher besuchten sie für eine Autogrammstunde den Media Markt des Paunsdorf Centers.
Dort belagerten vorwiegend junge Fans die kleine Bühne, die Songs wie „Die Welt steht still“ oder „Mit dir chilln“ auswendig können und mitsummten. Aber auch Besucher, die der Generation Rock längst entwachsen sind, stellten sich an. „Wir holen nur Autogramme für die Enkel“, sagte ein älteres Ehepaar aus Paunsdorf, dem die Band völlig unbekannt war. „Die sind aber sehr nett“, so die Rentner.
Gleiches bescheinigte die Band den Leipzigern. „An Leipzig haben wir gute Erinnerungen, wir sind ja quasi dauernd hier“, so Kristoffer. „Zum letzten Mal beim Fan-Fest. Das war richtig geil“, meinte Jakob. „Ja, da haben wir im Marriott Hotel gewohnt. Gegenüber von diesen verhüllten Plattenbauten. Das bleibt einem im Gedächtnis, morgens schlaftrunken in diese riesigen gemalten Augen zu schauen“, grinste Johannes. Diesmal schlafen Revolverheld aber im Tourbus. Bis 10. Dezember dauert ihre „Generation Rock“-Tour. Danach wollen die Jungs ins Studio: „Wir schreiben nebenher Songs für unser zweites Album, das im Frühjahr erscheint.“
Erschien am 28.11.2006 in der Leipziger Volkszeitung, Gesamtausgabe (Leute in Leipzig)
22. 11. 2006 23:36
Bin grad durch Zufall über ein seeeehr altes Musikstück gestolpert. Ein Musikstück, das Erinnerungen weckt. Und das heute so trashig ist, das es eigentlich schon wieder schön ist. “U & Me” von Cappella. Trashdance vom Feinsten. Schöne Zeit, damals. Für “U & Me forever” war die Zeit zu kurz. Trotzdem erinnert man sich gern wieder daran.
Übrigens: Cappella haben gerade ein “Best Of”-Album rausgebracht. Kaufen – Du eine, da, die sich jetzt angesprochen fühlt.
Update: Und weil wir grad bei Trash sind, machen wir doch gleich mal weiter. Noch so eine Perle aus der Zeit.
Meld Dich mal wieder, Duuuuu, Duuuuuu, na Du weesst schon.
14. 11. 2006 08:55
Die Jahresuhr steht niemals still“ singt Rolf Zuckowski. Auch er denkt mit 59 nicht an Stillstand. Am Sonnabend trat der Sänger, der vor allem durch seine Kinderlieder bekannt ist, im Congress Center der Messe auf, sang in zwei Konzerten mit den Kindern aus dem Publikum. Sein eigenes Kind hatte er auch dabei: Tochter Anuschka (35), Sängerin der Band „skye“ und erstmals mit auf Tournee. „Immer kam was dazwischen. Aber diesmal klappte es, worüber ich mich sehr freue“, sagte Rolf. „Viele kennen Anuschka noch von den Liedern auf Platte und CD, als sie Kind war. Jetzt können sie die Stimme von damals auch sehen.“
Noch bis 5. Dezember ist Zuckowski mit der Tour, die nun schon drei Jahre dauert, unterwegs. Danach geht’s gleich weiter. „Mir schwebt da so etwas wie ein Chorfestival im Kopf herum“, erzählt der in Hamburg lebende Sänger. „Um beim Bild meiner Jahresuhr zu bleiben: Ich glaube, meine biologische Uhr steht auf September. Ich kann nicht behaupten, ich fühle mich jünger als ich bin. Allerdings will ich auch weiterhin unternehmungslustig bleiben. Als Künstler und als Privatmann“, sagt der dreifache Vater. „An meinem 50. Geburtstag hat mal ein Kind gesagt: ‚Der Rolf ist anders erwachsen’. Ich glaube, das trifft es am besten.“ In Leipzig blieben Zuckowski und sein Tourteam gleich drei Tage, starteten von hier aus zum Auftritt in Erfurt.
Erschienen am 14.11.2006 in der Leipziger Volkszeitung (Gesamtausgabe; Leute in Leipzig).
12. 11. 2006 21:53
Was man aus Backlinks alles lernen kann. Gerade in meinen Statistiken gesehen: jemand kommt mit den Suchbegriffen “Katie Melua lesbisch” auf meine Website. War mir neu, darum googelte ich. Und wirklich: offenbar hat die süße Katie zugegeben, dass sie ein Verhältnis mit der 25-Jährigen Fotografin Lara Bloom hat. Eigentlich hätte man schon eher drauf kommen können, wenn man sich untenstehendes Video ansieht. Scheinbar war Katie mal ein Mann…
Einen Trost gibt’s, liebe Männer: Katie Melua habe sehr wohl auch Beziehungen zu Männern gehabt, schreibt piccas.nl. Das sollte doch Hoffnung geben.
09. 11. 2006 21:08
Ja, wirklich. Wenn man Klee hört. Ich schwebe derzeit etwas auf dieser “NDW”-Welle, die seit einigen Jahren glücklicherweise wieder über uns schwappt. Klee, Annett Louisan, Zweiraumwohnung, Juli, Silbermond, Christina Stürmer. In dieser Reihenfolge. Und mal ehrlich: das hier macht doch glücklich, oder?
Und das Beste: auch die Altmeister kommen nicht zur Ruhe. Am 1. Mai 2007 kommt Heinz Rudolf Kunze wieder ins Haus Auensee Leipzig und sorgt für “Klare Verhältnisse”, wie meine liebe Kollegin Karen über ihren Kunden Mawi Concert mitteilt. Darauf freu ich mich.
18. 10. 2006 09:40
„Auch an einem trüben Herbsttag kann die Sonne strahlen –
auf musikalische Weise.“ Mit bildlichen Worten leitete Pfarrer Markus Deckert
das Kammerkonzert ein, dass am Sonnabendnachmittag in der Seegeritzer Kirche
statt fand. „Diese Konzerte sind mittlerweile eine schöne Tradition. Immer im
Frühling und im Herbst finden diese hier statt“, verriet er. Die Gäste,
vorwiegend aus der Kirchgemeinde, lauschten den Klängen des
Mendelssohn-Quartetts aus Leipzig. Larissa Petersen an der Bratsche, ehemalige
Seegeritzerin, konnte ihre Musikerkollegen Susanne Raßbach, Gunnar Harms und
Sebastian Ude überzeugen, abermals kostenlos im Gotteshaus zu spielen. „Darüber
sind wir sehr froh und es zeigt die Verbundenheit mit der Gemeinde“, freute
sich Pfarrer Deckert. Gespielt wurden zwei Quartette: von Wolfgang Amadeus
Mozart und von Franz Schubert. Wie es der Zufall wollte, verirrte sich ein
Falter in die Kirche, der scheinbar zu den Violinenklängen tanzte – ein Sommerbote
an einem sonst trüben Herbsttag. Pfarrer Decker konnte zufrieden sein – die
Kirchenbänke waren bis auf wenige Plätze gefüllt. Und auch, weil einige Münzen
in die Kollekte wanderten. „Für Bankauflagen, damit wir weich und warm sitzen.“
Erschien am 16.10.2006 in der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung (Taucha-Seite)
07. 10. 2006 12:34

Sie hat in 19 Ländern Chartplatzierungen, verkauft derzeit mehr CDs als Madonna und sang erst am Montag in 369 Metern Tiefe. Katie Melua heißt die 22-Jährige Sängerin, die derzeit ordentlich Gas gibt. Am Mittwochabend war die zierliche Britin mit den braunen Augen und den Korkenzieherlocken in der Leipziger Moritzbastei. Die MDR-Popwelle Jump lud 75 Pärchen zu einem Kuschelkonzert in den Oberkeller ein. Auf Plüschsesseln und Kissen erlebten diese eine sehr gut gelaunte und professionelle Katie Melua, die eine Stunde lang nicht nur die männlichen Gäste verzauberte. „Ich freue mich, hier zu sein“, sagte sie dem Publikum auf Englisch, wenngleich sie nach dem Konzert zugeben musste, von der Stadt nicht viel gesehen zu haben. „Ich war zwar im März schon mal hier, aber damals wie heute habe ich leider nicht viel Zeit, mir irgendwas anzuschauen“, bedauerte Katie, die in Tiflis/Georgien geboren wurde. So konnte sie nur von den Gewölben der MB schwärmen und anfügen, dass sie wisse, Leipzig habe eine bewegende Geschichte hinter sich.
Bewegend war auch, was sie am Montag unter Wasser erlebte. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Betreibers Statoil sang Katie am Fuß der größten europäischen Gasplattform in der Nordsee vor Norwegen zwei Songs. Es war mit 369 Metern das tiefste Unterwasserkonzert, das je stattfand – was direkt zu einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde führte. „Ich wusste gar nicht, dass es so tief ist, sondern habe mich einfach aufs Singen konzentriert“, lächelte Katie. Das tat sie auch in Leipzig – und schenkte den Fans in der MB so manche Textzeile: so wurde aus „London Town“ im Song „Crawling up a hill“ einfach „Leipzig Town“, was den Gästen trotz der Hitze im Oberkeller eine Gänsehaut auf die Arme malte.
Erschien in veränderter Form am 07.10.2006 in der Leipziger Volkszeitung (Leute in Leipzig)