von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
16. 08. 2010 09:38
Wir sind bei Dir, Paps. Jeden Tag. Und heute ganz besonders.
30. 04. 2010 08:34
Seit 1999 besitze ich einen Mobilfunkvertrag. Damals, kurz vor Geburt unserer Tochter, wollte ich sichergehen, dass ich jederzeit von Arbeit schnell zu meiner Frau (damals noch Lebensgefährtin) eilen kann, wenn “es” soweit ist. Seit 1999 bin ich bei E-Plus. Und eigentlich immer gut gefahren mit dem Anbieter. Seitdem ein Mobiltelefon aber weit mehr ist, als nur ein Anrufknochen, werden die Nachteile sichtbar. UMTS beispielsweise ist in vielen Regionen Deutschlands entweder gar nicht vorhanden oder viel zu langsam. Connecte ich mich mit dem Telefon via Bluetooth zum Macbook und von dort ins Internet, kommt es zu Verbindungsabbrüchen oder ich warte ewig auf eine Website oder den Abruf von Mails. Aber auch normale Anrufe werden neuerdings unterbrochen. Mitten im Gespräch ist – mitten in Leipzig – einfach die Verbindung weg. Schaue ich dann aufs Handy, weiss ich, warum: Von eben noch 5 Balken ist plötzlich keiner mehr da. Echt ätzend.
Seit Jahren verspricht E-Plus, den Netzausbau. Seit Jahren passiert nur wenig. Zwar ist in Leipzig mittlerweile HSDPA möglich, allerdings eben – zumindest ist das meine Erfahrung – noch immer sehr lahm und wenig zuverlässig. Das nimmt in Leipzig und anderen Städten solch groteske Züge an, dass ich mit E-Plus quasi keinen Empfang habe, Handys mit O2 oder Vodafone neben mir aber vollen Ausschlag haben. Das geht einfach nicht.
Nach elf Jahren werde ich darum Anfang Juni meinen Mobilfunkanbieter wechseln. Und von E-Plus zu O2, bzw. deren Discount-Tochter Fonic wechseln. Weil ich es langsam satt habe.
Seit neuestem bietet nun auch Fonic die Mitnahme der Rufnummer an. Wer dies tut, darf sogar einen Monat lang gratis telefonieren. Das Procedere soll einfach gehen: Man kauft bei Fonic eine SIM-Karte, kündigt seinen alten Vertrag und beantragt bei Fonic die Rufnummernmitnahme. Um sicherzugehen, dass E-Plus dann auch die Nummer rausrückt, rief ich beim Kundenservice an, um Details zu erfragen. Ja, kein Problem, das sei ohne weiteres möglich. Natürlich würde E-Plus mich aber gern als Kunden halten. Woran es denn läge, dass ich wechsle. “Weil der Netzausbau grottig ist”, sagte ich der Dame, die daraufhin nur sinngemäss meinte, dagegen hätte sie keine Argumente. Allerdings riet sie mir ernsthaft, wenn ich mit UMTS Probleme hätte, doch UMTS auszuschalten. Sie persönlich hätte mit GPRS ganz gute Geschwindigkeiten. Zum eben mal schnell was recherchieren im Netz würde das ausreichen. Das hat mich in meiner Entscheidung, zu wechseln, nur noch mehr bestätigt. Ehrlich E-Plus, wenn ihr Kunden ernsthaft ratet, ins Steinzeitalter zu wechseln, nur weil eure UMTS-Stationen nicht in der Lage sind, genügend Teilnehmer aufzunehmen, tuts mir leid.
Die Zeit wird zeigen, ob ich mit Prepaid wirklich besser fahre als mit meinem derzeitigen Journalistentarif bei E-Plus, der eigentlich eine super Sache war. Aber was nützt mir der, wenn ich dafür mit einem minderwertigen Netz leben muss…
12. 03. 2010 08:55
“Beim Thema blöde Witze bin ich ja recht weit vorn”, schreibt Freund und Kollege Thomas Gigold im AMI-Blog-Artikel über den Dacia Duster. Es ist einer der ersten Artikel für die AMI Auto Mobil International, die wir mittlerweile im vierten Jahr mit einem Weblog betreuen. Thomas’ Artikel zeigt eins ganz deutlich: Wir leben Blogs. Und nehmen uns selbst gern auf die Schippe. Trotzdem bleiben wir immer dem Thema treu und sind nah am Leser. Ich glaube, in von uns betreuten Messeblogs spürt man dies ganz deutlich.
In diesem Jahr wollen wir von Autobloggern und Persönlichkeiten wissen, welches Auto ihr erstes war. Denn im Jubliäumsjahr – die AMI wird 20 – dreht sich alles um die Liebe zum Auto. Den Anfang habe ich mit einem Artikel über meinen Toyota Starlet und dessen tragisches Ende gemacht. Außerdem wollen wir zurückblicken auf 20 Jahre AMI und 20 Jahr automobile Geschichte. Unter anderem werden die besten Autos 1991 in einer Umfrage ermittelt. Und wir wollen die schönsten und verrücktesten Fotos der AMI-Besucher aus den letzten 20 Jahren sehen. Dazu gibt’s natürlich alle Premieren und das wichtigste rund um AMI, die Werkstattmesse AMITEC und die neue AMICOM, die sich der Elektronik im Auto widmet.
Und wenn’s passt, werden wir auch weiter blöde Witze reißen.
08. 01. 2010 11:48
Das kennt wohl jeder, der im FastFood-Restaurant isst: Oftmals sieht das, was in der Bürger-Packung von links oben nach rechts unten liegt, nicht so aus, wie einem die Werbebildchen über der Theke weiß machen wollen. Das ist – bis zu einem gewissen Grad – okay und verständlich. Dennoch habe ich schon mehrfach Burger zurückgehen lassen, weil sie entweder hilflos in ihrer eigenen erbrochenen Soße lagen oder kalt waren, obwohl sie grad erst frisch zubereitet wurden.
Ein Stück mehr verärgert bin ich allerdings, wenn auf der Packung und an den Werbetafeln etwas drauf steht, das gar nicht drin ist im Burger. Zwiebeln etwa. Beim CBO, dem Chicken Bacon Onion scheint das so zu sein. Auf der Packung abgebildet ist ein gut gebauter Burger, auf dem man ein Stück Hähnchenfleisch, Bacon, Käse, Salat und eine weiße Soße sieht. Zwiebelringe gucken nicht raus. Dreht man die Packung um, wird einem anhand kleiner Bildchen verdeutlicht, was einen erwartet. Käse, ein Porzellanhuhn (?) und Zwiebeln in Form von Ringen. So sieht das aus:

Liest man allerdings die Erklärung, was drin ist in der Packung, wird man überrascht:
Dürfen wir vorstellen: Knuspriges Hähnchenfleisch, würziger Bacon und Röstzwiebeln. Und wieder mal wäre bewiesen: In der Kürze liegt die Würze.
Röstzwiebeln? Aha. Also doch keine Zwiebelringe in einem Burger, der sich Chicken Bacon Onion nennen und auf seiner Packung ein Bildchen von Zwiebelringen tragen darf. Und das, wo onion doch eindeutig “die Zwiebel” heißt. Röstzwiebeln wären, wenn ich mich nicht täusche, die fried onions. Die sehen natürlich auf einer Packung reichlich behämmert aus, klar. Mir erschleicht sich allerdings der Verdacht, dass (zumindest in meinem) CBO gar keine Zwiebeln in irgendeiner Darreichungsform enthalten waren. Wo also ist das “O” im CBO?
Das will ich genauer wissen und habe darum eine Mail an McDonalds geschickt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
heute kaufte ich mir im McDonalds Taucha einen CBO. In Erwartung und Vorfreude der Kombination Hähnchenfleisch, Bacon und Zwiebeln. Beim Essen des Burgers wurde ich allerdings enttäuscht – trotz investigativer Nachforschung durch Hochklappen des Brötchens fand ich keine Zwiebeln. Weder geschmacklich noch augenscheinlich waren Zwiebeln in diesem Burger “verbaut”. Auf der Verpackung las ich dann, dass Röstzwiebeln im CBO enthalten sein sollen. Aber auch hier frage ich mich: Wo sind die? Ehrlich gesagt, komme ich mir dann beim Satz “In der Kürze liegt die Würze” reichlich veralbert vor. Denn würzig ist dieser CBO auf keinen Fall – so ganz ohne Zwiebeln. Außerdem sind auf der Packung eine Zwiebel und Zwiebelringe abgebildet. Das kann man schon fast Täuschung des Kunden nennen und ich bin einigermaßen erbost darüber.Mich würde Ihre Meinung dazu interessieren.
Viele Grüße,
Daniel Große
Das kann man jetzt kleinlich nennen. Allerdings find ich das Ganze schon eine Sauerei. Bin gespannt.
Update 11. Januar 17 Uhr:
McDonalds hat mir eine Mail geschickt. Dank dieser weiß ich nun, dass meine Anfrage die interne Bearbeitungsnummer HSC-10/01-01240 bekommen hat. In der Mail schreibt mir Nils Kuhlmann vom Customer Service, dass er erfahren habe, dass ich beim letzten Besuch enttäuscht wurde. Dafür entschuldigte er sich, dies entspreche natürlich nicht dem hohen Qualitätsanspruch. Er habe sofort mit dem “Restaurant Manager” in Taucha gesprochen. Die Kontrollen würden jetzt verstärkt, damit ich beim nächsten “Mahl” wieder “rundum zufrieden” bin. Und anschreiben soll ich ihn sofort, wenn ich wieder einmal Grund zur Beschwerde habe. Dafür hat er mir auch sofort seine persönliche Mailadresse mitgeteilt: info@mcdonalds.de. “Ich bin wirklich gerne für Sie da”, schreibt er “aus München”.
Wahnsinn. So viel Blindtext hätte ich nicht erwartet.
07. 01. 2010 09:36
Nachfolgender Artikel erschien am 7. Januar 2010 in der Leipziger Volkszeitung und bei LVZ-Online
Taucha. „Sammler sind glückliche Menschen“, soll Goethe mal gesagt haben. Auch wenn ihm dieses Zitat nicht hundertprozentig nachgewiesen werden kann, lässt sich an der Richtigkeit dieser Feststellung nicht zweifeln – wenn man Dietmar Bock kennt. Der Tauchaer sammelt alles zum Thema Bockbier. Und ist damit nicht nur glücklich, sondern bleibt auch ganz gelassen.
„Deutschlands erstes privates Bockbiermuseum“ steht an der Tür des ausgebauten Kellers eines Tauchaer Einfamilienhauses. Hinter dieser Tür mit dem unscheinbaren Satz verbirgt er sich, der Bockbier-Schatz von Dietmar Bock. Weiterlesen bei LVZ-Online…
06. 01. 2010 07:13
Es ist Winter. Seit Tagen schreiben die Zeitungen dieser und anderer Städte nichts anderes. Zeigen uns Fotoserien von eingeschneiten Häusern, Autos, Menschen und anderem. Was soll man auch sonst bringen im Winter. Schließlich muss man der Zielgruppe ja mitteilen, dass Winter ist. Sonst merkt die das womöglich nicht.
Service, wie man am Besten mit dem Winter zurecht kommt und vielleicht noch Spaß dabei hat, gab es bislang recht wenig. Bis heute. Heute veröffentlichte die BILD Leipzig unter den Überschriften “Der große Bild-Pisten-Check” und “Leipzigs schönste Rodel-Reviere einen nahezu ganzseitigen Artikel mit wenig Text und vielen Fotos. Ganz Leipzig wäre im Rodel-Rausch, heißt es da.
Auch Autorin Doreen Beilke war offenbar bereits in diesem oder einem anderen Rausch und vergaß dabei die Grundlagen des Journalismus. Quellen nennen etwa. Oder zumindest mal zum Telefonhörer greifen und fragen. Und so bediente sich Frau Beilke munter an den Recherchen anderer und kopierte offensichtlich die Liste der Leipziger Rodelberge. Eine Liste, an der in den vergangenen Tagen mehrere Leipziger Twitterer, Blogger oder Leser dieses Blogs mitgearbeitet haben. Was die Liste nicht gleichzeitig zum Allgemeingut macht. Texte auf meiner Website sind urheberrechtlich geschützt, wie man auch im Blog nachlesen kann.
Dass sich die BILD-Redakteurin an unserer Liste bediente, daran habe ich keinen Zweifel. Zu offensichtlich sind die genannten “Pisten” und die Formulierungen. Beispiele: Die Nennung der Siedlung Goldene Hufe in Paunsdorf. Dieser Vorschlag wurde von Kerstin Decker, Redakteurin der LVZ, per Twitter eingereicht. Diese Siedlung ist derart “versteckt” und der Hügel dort nur denen bekannt, die eine persönliche Beziehung zu dieser Ecke Leipzigs haben. Interessant auch, dass meine Formulierung “Paunsdorf/Heiterblick” übernommen wurde. Heiterblick steht dort nur, weil ich mir nicht hundertprozentig sicher war.
Neben dem Foto des Rodelberges in Grünau ist zu lesen: “Neben der Ringstraße am WK4…” Gleiche Formulierung wählte mein Leser Stefan in seinem Kommentar.
Insgesamt aber fälllt auf: Alle genannten Rodelberge stammen aus unserer Liste. Eigene, weitere Rodelberge, die es mit Sicherheit gibt, hat BILD nicht aufgelistet. Im Gegenteil: einige wurden weggelassen. Klar, schließlich will man dem Leser ja Service bieten und nur die “schönsten Rodel-Reviere” zeigen.
Die einzige Recherche-Leistung Doreen Beilkes für diesen Artikel, der auch online zu lesen ist, scheint darin bestanden zu haben, Fotografen loszuschicken, um “Leipzigs schönste Rodel-Reviere” auch optisch ins Bild zu setzen.
Herausgekommen ist ein wirklich schöner Artikel mit viel Service für den Leser, zweifelsohne. Allerdings eben auch ein Artikel, der sich schamlos an den Recherchen anderer bedient. Und dafür werde ich natürlich Honorar verlangen. Das steht allen zu, die an dieser Liste mitgearbeitet haben.
Update 9.53 Uhr: In einem ersten Telefonat fand Doreen Beilke mein Anliegen “putzig” und meinte, “die Rodelberge gehören Euch ja nicht”. So viel Unverständnis überrascht dann selbst mich. Honorar lehnt sie ab, sie kenne die Liste nicht. Die Liste sei von den Redakteuren zusammengestellt worden.
Update 11.47 Uhr: Bei der BILD ist man befremdet über meine Fotografie der Seite. Doreen Beilke meint, ich solle das Foto “runternehmen, da das sonst nur unnötig Ärger mit Fotohonoraren gibt”. Ich sehe das aus Zitiergründen anders, komme ihrer Bitte aber freundlicherweise entgegen. Auch bleibt sie bei ihrer Version: Die Liste ist nicht aus meinem Blog abgeschrieben. “Wir machen so eine Liste jedes Jahr. Eventuell haben ja Deine Leute unsere Liste vom letzten Jahr abgeschrieben”, sagte sie. Natürlich. Macht ja auch jeder, alte Zeitungen aufheben, um dann daraus für Blogs abzuschreiben.
Darum eine Bitte: Wer hat zufällig eine BILD aus dem vergangenen Jahr mit einer solchen Liste? Würde gern vergleichen.
Update 7.1. 15.30 Uhr: Die Online-Redaktion der Stadt Leipzig arbeitet glücklicherweise sauber und so erreichte mich heute die Anfrage, ob Teile der Liste für die Website verwendet werden dürfen. Dieser Bitte kam ich gern nach und so steht nun dieser Newseintrag auf leipzig.de. Vielen Dank und viele Grüße an die Kollegen.
15. 12. 2009 17:49
Uwe Schneider ist seit Freitag vergangener Woche nicht mehr Programmchef der Stadtradiokette (Radio Leipzig, Radio Dresden usw.) und Hitradio RTL. Diese Meldung schwappte gestern vom Dresdner Ammonhof nach Leipzig. „Nach elf Jahren kreativer Zusammenarbeit sind wir uns nicht mehr einig geworden über den künftigen Weg der Sender“, begründet Tino Utassy, Geschäftsführer der BCS Broadcast Sachsen die Vertragsauflösung.
Die BCS ist Programmanbieter der Rundfunkstationen. Gesellschafter der BCS sind die Studio-Gong-Gruppe, die Neue Welle und die RTL Group. Mit eben diesen Gesellschaftern und Utassy sei sich Schneider am Ende nicht mehr einig geworden. „Das lief über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten, die Entscheidung fiel dann vergangene Woche“, so Utassy. Mit der aktuellen Marktforschung oder der Mediaanalyse hätte die Entscheidung aber nichts zu tun. „Im Gegenteil, das Jahr ist für die BCS ganz ordentlich verlaufen“, sagt der Geschäftsführer. Uwe Schneider selbst ist enttäuscht: „Das ist eine rein politische Entscheidung und absolut unnütz.“ Schneider war erst im Oktober 2008 als Nachfolger von Klaus Vorbrodt zum Programmchef von Hitradio RTL berufen worden. Erste Handlung war eine Formatänderung auf Adult Contemporary (AC, aktuelle Hits für Erwachsene), auf das außer R.SA alle sächsischen Privatradios setzen. Dem vorausgegangen war eine Hörerumfrage mit 180 000 Teilnehmern.
Auswirkungen auf das laufende Programm habe die Entlassung Schneiders derzeit nicht. „Ich bin jetzt erstmal kommissarisch Programmchef. Die nächsten Wochen werden wir uns auf Nachfolgersuche geben. Aktuell gibt es noch niemanden, den wir im Blick haben“, erklärt Utassy.
10. 09. 2009 12:30
Der Iraker Hayder Mohammed Kadhim absolvierte für acht Wochen ein Praktikum in Leipzig.
Wer an den Irak denkt, dem kommen die Bilder aus dem Fernsehen in den Kopf. Krieg, ein zerstörtes Land und jede Menge Leid. Aber auch ein gestürzter Diktator und die Chance auf einen Neubeginn. Diese Chance nutzte auch Hayder Mohammed Kadhim. Der 29-Jährige stammt aus dem Irak und weilte für ein Praktikum in Leipzig. Er gehörte zu 20 irakischen Bürgern, die in Deutschland arbeiten.
Eingeladen wurden sie vom Projekt „Irak-Horizonte 2015: Heute säen, morgen ernten“, das vom Goethe-Institut, der deutschen Botschaft in Bagdad, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag initiiert wurde. Ziel ist die Weiterbildung junger Hochschulabsolventen, um im Irak qualifizierte Entscheidungsträger in der Regierung und Unternehmen aufzubauen.

Hayder Mohammed Kadhim verbrachte seine Zeit bei der Leipziger Messe und arbeitete im Auslandsmarketing. Abteilungsleiter Thomas Stenzel hat bereits seit längerem Kontakt in das arabische Land in Vorderasien. „Wir hatten vor anderthalb Jahren mit dem Verein Midan zu tun. Das ist die Deutsch-irakische Mittelstandsvereinigung. Deren Leiter erzählte uns von seinen Erlebnissen. Dass die Menschen dort vorankommen und wieder arbeiten wollen“, so Stenzel. Zudem sei der Irak ein wirtschaftlich interessantes Land mit viel Wachstumspotenzial. Das derzeitige Wirtschaftsvolumen betrage nur zehn Prozent von der ursprünglichen Kraft vor dem Krieg.
Als Hayder vor wenigen Wochen nach Deutschland kam, wurde er zum ersten Mal mit der deutschen Sprache und Mentalität konfrontiert. Deutsch kann er trotz eines Sprachkurses nach der kurzen Zeit natürlich noch nicht. Aber sehr gut Englisch, was wichtig ist, gerade bei Auslandsbeziehungen einer Messegesellschaft. „Ich will alles wissen über den Handel und professionelles Messegeschäft. Es ist doch spannend, wenn Firmen für eine Messe nach Deutschland kommen, um hier Fuß zu fassen oder einfach nur um ihr Land zu präsentieren“, meinte er.
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05. 08. 2009 22:37
Und noch ein Nachtrag – diesmal vom 1. August 2009. In der LVZ erschien dieser Text.
So eine emotionale Sendung wie die gestrige gab es für Freddy alias Friederike Lippold von Energy Sachsen noch nie. Zum letzten Mal moderierte die 30-Jährige ihre Morgensendung „Knallwach“, die zum Abschied in „Knallweg“ umbenannt wurde. Wie berichtet ist Freddy schwanger, am 24.12. soll ihr Kind kommen. In der letzten Sendung blickte sie noch einmal zurück auf neun Jahre Morningshow. Ehemalige Kollegen und Hörer kamen zu Wort, wünschten der Moderatorin alles Gute. Sogar die Konkurrenten André und die Morgenmädels von Radio Leipzig grüßten Freddy in ihrer Sendung. Resultat: Ein Heulanfall nach dem anderen. „Ich hatte mir fest vorgenommen, nicht zu flennen, aber irgendwann gings einfach nicht mehr“, sagte sie kleinlaut und wischte sich die Tränen weg. Von Programmchefin Carola Jung und dem Rest des Teams bekam sie als Überraschung eine große Torte mit ihrem Bild geschenkt. Und wieder flossen Tränen der Rührung. Jetzt folgen drei Wochen Urlaub mit Kugelbauch und Freund und Papa Tilo Holzapfel. Danach will die Morgensirene bis Mitte Oktober auf einem anderen Sendeplatz funken. „Sicher am Wochenende, ganz weg bin ich also noch nicht“, lächelte sie. Und noch ein Detail verrieten die werdenden Eltern: „Es wird ein Junge. Einen Namen suchen wir aber noch.“
10. 06. 2009 10:08
Taucha. Zum mittlerweile 9. Traumberufetag am Geschwister-Scholl-Gymnasium gab es gestern wieder für alle Schüler der neunten bis zwölften Klasse die Gelegenheit der Berufsorientierung. Aus etwa 50 verschiedenen Veranstaltungen mit 65 Referenten aus ganz Mitteldeutschland konnten die Schüler wählen. Unter anderem stellten sich Studieneinrichtungen und Organisationen vor, wurden Bewerbertraining und Vorstellungsgespräche durchgeführt. Den Kern der Veranstaltung bildeten aber Eltern der Gymnasiasten und Ehemalige, die von ihrem Beruf erzählten. „Es ist uns wichtig, Leute aus der Praxis da zu haben, denn wir wollen ja nicht Inhalte von Hochglanzbroschüren vermitteln, sondern es soll aus dem Alltag berichtet werden“, sagte Christian Krusemark, verantwortlich für die Studien- und Berufsberatung an der Schule.
Etwa 30 Eltern und ehemalige Schüler hätten sich dafür gefunden. Wie auch Erik Fengler, der im vergangenen Jahr sein Abitur machte und seitdem viel in der Welt rumkommt: als Pilotenschüler bei Austrian Airlines. „Es gibt ein Auswahlverfahren, das relativ hart ist. Nur sechs Prozent der Bewerber kommen so weit, dass sie zur medizinischen Untersuchung zugelassen werden. Das sollte aber niemanden entmutigen, sondern eher anspornen, zu eben diesen sechs Prozent zu gehören“, meinte der künftige Pilot. „Abwechslungsreich und hart sowie psychisch anstrengend ist der Beruf“, schilderte Erik. Dafür werde man mit einem Einstiegsgehalt ab 4000 Euro brutto belohnt, das je nach Dienstjahr und -grad auf bis zu 12 000 Euro steigen kann.
Gespannt hörte auch Dennis Schneider zu. „Ich bin bereits Segelflieger, habe mich auch schon bei der Lufthansa beworben. Allerdings muss ich nun fast ein Jahr warten, um zur ersten Prüfung zugelassen zu werden“, sagte er. Zuerst wolle er daher seinen Wehrdienst absolvieren. „Und wenn mir das zu lange dauert mit dem Piloten, fange ich bei der Bundespolizei an, da habe ich mich auch schon beworben“, so Dennis.
Auf dem Weg zum Traumberuf braucht es gute Noten, insofern passte die Würdigung zweier Schüler für ihre herausragenden Leistungen zu diesem Tag: Sarah Künast und Sebastian Hörl wurden gewürdigt und bekamen vom Sponsor IKK Sachsen zwei VIP-Tickets für die Summer Opening Party im Belantis Vergnügungspark Leipzig überreicht.
Erschien am 10. Juni 2009 in der Leipziger Volkszeitung.