Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Persönliches’ Category

OBM-Wahl Leipzig: Neuwahlen am 26.Februar

Laut leipzig.de wählt Leipzig am 26.Februar erneut den Oberbürgermeister. Bei der heutigen Wahl erreichte keiner der sieben Bewerber die absolute Mehrheit.

Demnach kam Favorit Burkhard Jung (SPD) auf 41,6 Prozent, Uwe Albrecht (CDU) auf 32,7 Prozent und Dietmar Pellmann (Linke.PDS) auf 15,5 Prozent. Der Einzelbewerber Benedict Rehbein erreichte immerhin 2,4 Prozent der Stimmen, Michael Weichert (Grüne) vertrauten 6,1 Prozent, Bernd-Rüger Kern (DSU) wollten 0,9 Prozent und Karsten Werner (BüSo) wählten 0,8 Prozent.

Bescheiden war die Wahlbeteiligung. Nur 34,9 Prozent der Wahlberechtigten nutzten ihre Chance auf Mitbestimmung in der Leipziger Kommunalpolitik. Ich hätte gern gewollt – bin als Tauchaer mit Zwangszugehörgkeit zu Delitzsch (what the f**k…) aber nicht zugelassen.

Knapp 35 Prozent… Wo sind die, die damals am Lautesten nach Wahlen riefen?

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  • Burkhard Jung mangelt es an Relevanz

    So ein Oberbürgermeisterkandidat hat es nicht leicht. Auf allen Terminen muss gezeigt werden, dass man der Beste und Einzige in Frage kommende Oberbürgermeister (OBM) ist. Dumm nur, wenn man plötzlich feststellt, dass es einem an Relevanz mangelt. Aus diesem Grund wurde Burkhard Jung, der Bewerber der SPD, aus dem Online-Lexikon Wikipedia gelöscht.

    Unter www.wikipedia.org befindet sich die freie Enzyklopädie. Jeder kann dort Beiträge lesen und verfassen. So tat das auch ein Benutzer und trug Daten zum SPD-Kandidaten ein. Bereits sieben Minuten später kam aber die erste Gegenwehr eines anderen Benutzers. „Relevanz?“ schrieb der als Löschantrag in ein Forum. Und tatsächlich: Die Regeln der Wikipedia besagen, dass Politiker nur aufgenommen werden dürfen, wenn sie schon OBM sind. Oder aber Landtagsabgeordnete. So wie Michael Weichert (Bündnis 90/Die Grünen), Uwe Albrecht (CDU) und Dietmar Pellmann (Linkspartei), die bereits in der Wissensdatenbank verewigt sind. Und so kam, was kommen musste: Wenige Tage später flog Jung raus.

    Mangelnde Relevanz. Das tut weh. Wenigstens bringt Burkhard Jung eines mit, was bereits seine zwei Vorgänger auszeichnete. Er ist in der richtigen Partei, musisch begabt und hat mehrfach seinen Mann gestanden. Denn seit mehr als 15 Jahren hat Leipzig einen Oberbürgermeister aus der SPD, der ein Musikinstrument spielen kann und vier Kinder hat. Hinrich Lehmann-Grube spielt Bratsche, Wolfgang Tiefensee Cello und Burkhard Jung greift gern zur Gitarre. Und wenn er es zum Rathauschef schafft, bekommt er wie seine Vorgänger auch einen Wikipedia-Eintrag.

    Erschienen am 3. Februar in der Leipziger Volkszeitung. Vielen Dank an René Meyer für den Recherchetipp!

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  • Magier bestimmt Regeln

    Unter dem Titel “Robbie, EMI und das Presserecht” berichtet die Februar-Ausgabe von “Insight” über die Schikane von Journalisten und deren begrenzte Gegenwehr.

    Autor Christoph Mulitze berichtet auch von einem Fall, den ich kürzlich hier und bei Medienrauschen erwähnte. David Copperfield beanspruchte in einem Vertrag sämtliches von mir angefertigtes Fotomaterial als seines. “Insight” schreibt:

    Daniel Große, freier Journalist aus Taucha bei Leipzig, beugte sich bei der Veranstaltung zwar den Vorgaben, schrieb anschließend in der Leipziger Volkszeitung aber nicht im Kulturteil über die Show, sondern auf der Medienseite über die Knebelungen der Pressevertreter – und protestierte damit als einziger der anwesenden Journalisten. “Ich mache vieles mit und verstehe auch bestimmte Einschränkungen, etwa bei Popkonzerten. Aber das ging eindeutig zu weit”, sagt er.

    Große weiß allerdings auch, wie schwierig es wäre, Widerstand unter den Kollegen zu organisieren. Er berichtet von einer Kamerafrau, die duckmäuserisch die Pressebetreuerin der Veranstaltungsagentur gefragt habe, ob sie denn wohl auch mal einen Schwenk ins Publikum machen dürfe.

    Und was soll ich sagen: Genau so war es. Danke an Christoph Mulitze.

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  • Major Tom feiert 50. und mag Leipzig

    Peter SchillingHeute feiert er seinen 50. Geburtstag, gestern war er in Leipzig: Sänger und Buchautor Peter Schilling. Bei den Kollegen von Radio und Fernsehen stellte Major Tom seine neue CD „Das Prinzip Mensch“ vor, die Anfang April erscheint. Außerdem hatte er sein Buch „Lust-Faktor Wellness“ dabei – ein Wohlfühlbuch für den Mann.

    Wohl gefühlt hat sich Peter Schilling in Leipzig schon immer, wie er sagt. „Hier hatte ich nach der Wende meinen ersten Auftritt im Osten. Es war großartig.“ Am meisten beeindruckt ihn der Wandel der Stadt. „Seit ich 1990 das erste Mal hier war, komme ich aller drei, vier Jahre. Und jedes Mal hat sich so viel verändert.“

    Seinen Geburtstag feiert der als Pierre Michael Schilling geborene in seiner Heimatstadt Stuttgart. Mit genau sieben Freunden. Erst zum 60. gibt’s wieder eine große Party. „Vielleicht ja in der Leipziger Arena“, scherzt er.

    Erschienen am 28.01.2006 in der Leipziger Volkszeitung.

    Kunst aus der Dose

    Uwe ArnoldSie beschmieren Wände, Telefonzellen, Haltestellen, ja sogar Züge und Autos. Graffitisprayer sind wegen der Schäden, die sie anrichten, nicht beliebt. Und doch gibt es etwa eine Hand voll Jungs in der Stadt, die sich mit der Kunst aus der Dose selbstständig gemacht hat. Uwe Arnold aus Holzhausen ist einer von ihnen. Mit Auftragsarbeiten verdient er sein Geld. Und muss dabei auch so manches „Kunstwerk“ seiner illegalen Kumpels übermalen.

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  • Romantischer Antrag bei Holiday on Ice

    Derzeit gastiert „Holiday on Ice“ in Leipzig. Romanza heißt die Show voll Liebe und Leidenschaft. Romantisch wurde es schon vor der Eröffnungsvorstellung am Donnerstagabend. Denny Fischer aus Fraureuth verlas mit zittriger Stimme vor knapp 4000 Zuschauern ein selbstverfasstes Liebesgedicht und hielt so in der ausverkauften Arena um die Hand seiner langjährigen Freundin Mireen Schreyer an. „Sei meine Frau und auf ewig mein!“ Als Denny das ausgesprochen hatte, erklang tosender Applaus. Mireens „Ja, na klar!“ ging darin fast unter.

    „Ich war ganz schön aufgeregt und nervös“, gestand Denny nach dem Antrag, von dem Mireen nichts ahnte. Der 24-Jährige hatte an einer Aktion von Hitradio RTL Sachsen teilgenommen. Aus sieben Bewerbern, die ihren Freundinnen auf diese Weise einen Antrag machen wollten, wurde Denny ausgesucht. „Uns hat die Geschichte der beiden überzeugt“, so Michaela Straube vom Sender. Um die Sache vor seiner Liebsten geheim zu halten, musste Denny auch ein paar Mal lügen. „Immer wenn Michaela anrief um Details zu klären, habe ich gesagt, es wäre ein Arbeitskollege, von dem ich auch die Karten hätte“, grinst der Apparatebauer.

    Denny und Mireen kennen sich seit bereits sieben Jahren. Damals war sie gerade 14 alt, sah ihn zum ersten Mal mit Freunden. „Liebe auf den ersten Blick war es nicht, es hat sich so langsam aufgebaut“, schmunzelt die angehende Physiotherapeutin. Seit vier Monaten haben die beiden eine gemeinsame Wohnung. Geheiratet werden soll nun im Sommer in Werdau, verriet das Paar, das während der Show verliebt Händchen hielt.

    Erschien Weihnachten 2005 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Deborah und der Herr Sasson

    Deborah Sasson mit Dieter Tings und Michel Sasson (r.)Wiedersehen mit dem Ex: Sängerin Deborah Sasson traf in Leipzig ihren ersten Ehemann Michel Sasson, dessen Namen sie behielt – auch während ihrer zweiten Ehe mit Tenor Peter Hofmann. Michel kam extra wegen ihr, als sie bei der José-Carreras-Gala auftrat.

    Die junge Amerikanerin lernte mit 18 Jahren – damals hieß sie noch O’Brian – den 13 Jahre älteren Dirigenten in Boston kennen. “„Ich hatte gerade für Carmina Burana vorgesungen“, erinnert sie sich. Ein Jahr später heirateten sie.
    Einige Jahre später dann die Trennung. „Wir hatten uns einfach auseinander gelebt“, so Deborah. Und er selbst: „Ich war damals wie heute viel in der Welt unterwegs, ihre Karriere begann gerade. Da verlor man sich aus den Augen“, so der berühmte Dirigent, der unter anderem erster Geiger des Boston Symphony Orchestra war, das jetzt auch von Kurt Masur dirigiert wird. Danach folgten Engagements in der ganzen Welt, wie 14 Jahre an der Mailänder Scala, in Japan oder China.

    Trotz des Stresses haben sich Michel und Deborah nie aus den Augen verloren. „Mir liegt noch viel an ihr. Aber nur als Freund und Kollege“, schmunzelt er. So wird Michel Sasson im Sommer 2006 einzelne Gastspiele von Deborahs Europatournee von „Phantom der Oper“ dirigieren. Und von Mitte Februar bis Mitte März ist er zusammen mit der Künstlerin und ihrem Lebensgefährten und Manager Dieter Tings auf der MS Europa, quer durch die Südsee.

    Eifersüchtig ist Dieter Tings nicht, wie er sagt: „Michel ist der beste Freund, den wir haben. Wann immer es geht, treffen wir uns.“ An Weihnachten geht’s aber nicht – Heiligabend kommt das Paar erst nachmittags von einem Auftritt zurück, am 25. und 26. Dezember folgen weitere Konzerte. Gefeiert wird darum nur im kleinen Kreis – bei Dieters Eltern in Lorsch, nur wenige Kilometer vom Heimatort Bensheim entfernt.

    Erschienen am 20.12.2005 in der Leipziger Volkszeitung.
    Foto: 4und20.net / Andreas Weihs

    Da war ja noch was: Weihnachten!

    So kurz vor Weihnachten wird’s hier nochmal stressig. Nicht nur, dass arbeitstechnisch ne Menge zu tun ist, auch die Spammer werden wieder aktiver. Habe ein Plugin installiert, um die Casinos und Potenzmittel draussen zu lassen.

    Neueste Masche scheinen Massen-Links auf journalistische Angebote wie Fernsehsender oder Zeitungen zu sein. Den Sinn dahinter erkläre mir einer. Aber auch das wird derzeit zuverlässig automatisch gelöscht. Falls dem doch mal nicht so sein sollte, tu ichs manuell. Kann dann aber mal nen halben Tag dauern, nech…

    Auch wenns noch nen paar Tage hin ist: Ich wünsche allen Kunden, Freunden und Mitlesern hier frohe Weihnachten. Freu mich auch im nächsten Jahr auf Euch und bin froh über die mehr als positive Entwicklung in den letzten Jahren. Das wiegt die Enttäuschung über so manch vergeudete Zeit wieder auf…

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  • Fragen statt Botschaften

    Laith al DeenDeutschpop. Das klingt unspektakulär, beschreibt aber genau die Kategorie, in die Laith al Deen seine Musik einordnet. Und Pop ist das, wofür er lebt. “So lange es Musik bleibt”, meint er und zielt damit auf so manchen Versuch plastisch-künstlicher Castingteilnehmer. Die deutsche Sprache ist für ihn sehr wichtig.

    “Englisch baut Sprachbarrieren auf. In meiner Muttersprache kann ich mich immer noch am besten ausdrücken”, so Laith, der halb Iraker, aber in Karlsruhe geboren ist. Die derzeitige Schwemme von deutschsprachigen Bands und deren Erfolg freut ihn. “Das zeigt doch, dass der Bedarf da ist. Ich hoffe nur, dass das keine vorübergehende perfekte Welle bleibt”, sinniert er, der am 19. November das Haus Auensee beschallen wird.
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  • Neues von Leuten aus Leipzig

    Nur mal eben ganz kurz: Heute sind in der Leipziger Volkszeitung drei kleine Artikel von mir erschienen. In der Rubrik “Leute in Leipzig” erzählt Daniel Heinze, Kirchenredakteur bei Radio PSR, von seiner ersten Solo-CD “Gewinner. Launische Lieder live” [1]. Außerdem wird von der Diät-Aktion bei Radio Leipzig 91 Punkt 3 berichtet. Und Freddy von Energy Sachsen klatscht ein wenig über ihren Urlaub in Florida.

    [1] vgl.: Artikel mit gleichem Inhalt in der Dresdner Morgenpost

    Schön, wenn ich meine Radiolastigkeit derart ausleben kann. :-)

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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