von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
31. 12. 2007 15:34
Sodele, wenn ich schon zu Weihnachten so ein Miesmacher war, will ich wenigstens zu Silvester mal mein Bestes geben und mich bei denen bedanken, die dafür gesorgt haben, dass 2007 ein richtig schönes und erfolgreiches Jahr war. Danke also an meine Freunde und Kollegen, Danke an alle Kunden und Danke vor allem an meine Familie.
Ich wünsche Euch allen, natürlich auch meinen lieben Bloglesern und Kommentarschreibern, alles Liebe für 2008, viel Kraft und Gesundheit. 2007 ist ja nun fast “weggelebt”, wie es unsere Tochter heute ausdrückte.
In diesem Sinne: Guten Rutsch – aber nicht so heftig!
28. 12. 2007 17:32
Was mir dieses Jahr verstärkt auffällt: Jeder, den ich spreche oder per Mail, ICQ, whatever kontaktiere, fragt, ob ich die Feiertage gut überstanden hätte. Grad so, als spräche das Gegenüber nicht von Weihnachten, sondern von einer schweren Prüfung, irgendwelchen Strapazen oder einer Naturkatastrophe. Aber danke der Nachfrage. Ja, war schön und kalorienreich. Und wir konnten endlich mal wieder ausschlafen und uns Mittags an den gedeckten Tisch setzen.
22. 12. 2007 12:33
Paradox: Beim Aufstellen der Nordmanntanne hier rieselten grad Blätter runter. Nein, keine Nadeln, sondern vertrocknetes Laub. Muss wohl im Mischwald gestanden haben. Nächstes Jahr holen wir dann gleich Birke. Oder Ahorn.
21. 12. 2007 16:22
Auf XING hat sich eine neue Organisation gegründet. Sie heißt “Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2008” (nur für Mitglieder sichtbar). Coole Idee eigentlich, denn durch das neue Feature “Neues aus meinem Netzwerk” wird diese Änderung jedem angezeigt, der auf der Kontaktliste des jeweiligen Mitglieds steht. Das spart Mails, die vorgeben, personalisiert zu sein, aber am Ende doch den gleichen Inhalt haben. Dem Trend folgend habe ich mich dieser “Organisation” eben mal angeschlossen. Zum Karten, Briefe, Mails schreiben bin ich diesmal nämlich leider nicht gekommen. Was mich wurmt, aber nicht zu ändern ist. Wer sich angesprochen fühlen möchte, dem wünsche ich natürlich auch gern hier alles Liebe, eine schöne Weihnachtszeit und etwas Ruhe und Möglichkeiten, mal Abzuschalten.
11. 12. 2007 19:29

Die Frühgeborenen-Intensivstation der Leipziger Uniklinik. In zwei Brutkästen, so genannten Inkubatoren liegen kleine, zarte menschliche Wesen. Kaum 2000 Gramm schwer. Das Zimmer ist abgedunkelt, nur zwei kleine Lämpchen weisen den Kinderkrankenschwestern den Weg. Wer die Station zum ersten Mal besucht, bleibt wie angewurzelt an der Tür stehen. Zu groß die Sorge, man könnte mit seiner Anwesenheit für Unruhe sorgen. Zu groß der Respekt vor der Arbeit, die hier verrichtet wird.
Eine, die ihren täglichen Dienst dort absolviert, ist Christin Henri. Die 23-jährige Leipzigerin beendete im August ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. „Früher hieß das Kinderkrankenschwester, aber das Berufsbild und die Aufgaben haben sich gewandelt, daher der neue Name“, erklärt Christin. Zum erweiterten Aufgabenspektrum gehört vor allem die Gesundheitsvorsorge und die Beratung. So ist auch in der Ausbildung vieles anders geworden. „Es gibt keine Unterrichtsfächer mehr, sondern Themenbereiche, die übergreifend behandelt werden“, erklärt die junge Mitarbeiterin. Neben den medizinischen und pflegerischen Dingen werden nun auch Kommunikation, Elternberatung und Entlassungsmanagement gelehrt. Weitere Fachbereiche, die Christin in der Medizinischen Berufsfachschule der Universität vermittelt bekam, sind beispielsweise Anatomie, Physiologie, Arztunterricht, Krankenbeobachtung und Mikrobiologie. Dazu kam der praxisnahe Unterricht, der sich mit der Theorie in etwa die Waage hielt. „Da haben wir an Puppen geübt. Waschen, Sonden legen, Blutentnahmen, Magenspülungen und Einläufe vorgenommen“, sagt sie.
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08. 12. 2007 09:00
Einem ungewöhnlichen Vortrag lauschten jetzt die Mitglieder der CKV Business Group im Da Capo. Der Verbund von Händlern für Kassensysteme feierte sein 30-jähriges Bestehen im Plagwitzer Oldtimermuseum. Die betreuende Leipziger Agentur Heimrich & Hannot hatte einen Experten vom Rationalisierungs- und Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft eingeladen. Was die 100 Gäste dann von Thomas Fraps zu hören bekamen, war ein staubtrockener Vortrag zum Kassenwesen. Der Doktor zeigte vollgepackte Diagramme, verwendete wirre Fachbegriffe und war kurz davor, seine Zuhörer einzuschläfern.
Eine Wendung bekam seine Rede allerdings, als das Mikrofon aussetzte und Funken schlug. Plötzlich wandelte sich Fraps’ Vortrag zur Zaubershow mit komödiantischen Einlagen. Und schnell war klar: Der angebliche Doktor ist keiner. In Wirklichkeit tourt Fraps als falscher Experte mit seinem Zauberprogramm durch Deutschland und unterhält sein Publikum auf stets die gleiche Weise. „Ich zaubere seit meinem 16. Lebensjahr und wollte schon immer etwas anderes machen als diese bloße Abfolge von Tricks, die jeder schon kennt“, so der 40-Jährige. Völlig unbeleckt im Bereich der Technik ist er aber nicht – immerhin hat Fraps ein Diplom in Physik vorzuweisen. „Ich weiß halt gern, welche Gesetze ich da jeden Abend auf der Bühne außer Kraft setze.“
Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 08. Dezember 2007.
07. 12. 2007 23:12

Eigentlich lernt Doreen Berkner aus Pähnitz derzeit Medienassistentin. Bis 21. Dezember ist sie allerdings freigestellt, denn die 21-Jährige hat einen Job beim Fernsehen. Für das MDR-Magazin „hier ab vier“ arbeitet die hübsche Blondine als Weihnachtsfee. „Man konnte sich dafür bewerben und ich kam unter die besten drei“, erzählt Doreen. Das Publikum durfte dann abstimmen und wählte die junge Frau aus. So ist sie seit Anfang Dezember die gute Seele im Studio. „Ich präsentiere Geschenke, plaudere mit den Moderatoren und verbreite Weihnachtsstimmung“, sagt sie. Letzteres dürfte nicht schwer fallen, hat Doreen doch extra ein schickes Kostüm bekommen. Knallrot, mit weißer Mütze und weißen Stiefeln zeigt sie sich den Zuschauern. Augen hat die Weihnachtsfee aber nur für ihren Freund Sven. „Ich glaube schon, dass ihm das gefällt“, lächelt sie. Spätestens nach Weihnachten muss sich Doreen aber wieder hinter ihren Schulbüchern verstecken. „Die Prüfungen stehen bevor – und ich muss ja auch den Stoff aufholen, den ich verpasst hab. Die Erfahrung, mal vor der Kamera zu stehen und den Redaktionsablauf zu erleben, wollte ich mir aber nicht entgehen lassen.“
Erschien am 07. Dezember 2007 in der Osterländer Volkszeitung (Altenburg) und am 19.12. (finally!!) in der Leipziger Volkszeitung.
06. 12. 2007 17:17
Das Journalistenmagazin Insight hat in seiner Dezember-Ausgabe das Thema Blogs zur Titelstory erkoren. Anhand des Beispiels WordPress wird von Timo Rieg anschaulich erklärt, wie man ein Blog einrichtet und seinen ersten Beitrag schreibt, um dann direkt danach den Sekt zu öffnen, den man vorher kalt stellte.
Auf der folgenden Seite geben “vier gestandene Blogger” Tipps für Anfänger. Neben Robert Basic, Franziska Bluhm und Christiane Link durfte auch ich ein paar Sätze sagen. Der Grundtenor ist bei uns allen etwa gleich: Meinung beziehen, Quellen nennen und Spaß haben. Robert macht’s wieder mal ganz plastisch und vergleicht die Etablierung eines neuen Blogs mit der Eröffnung eines Ladens. Hier müsse man sich auch “um jeden neuen Kunden kümmern, der das Geschäft betritt”.
05. 12. 2007 12:35
Unterhalt ist so eine Sache. Wer Kinder in die Welt setzt, muss für sie sorgen, das ist klar. Tausende Deutsche sind Eltern, ohne dass ihre Kinder bei ihnen wohnen. Für die wird natürlich Unterhalt fällig. Ob sie den auch zahlen, steht auf einem anderen Blatt. Wenn aber plötzlich die Eltern Unterhalt benötigen, ziehen die Kinder lange Gesichter. Zurecht. Ihre Vorbilder, ausgerechnet ihre Eltern, brauchen plötzlich Unterhalt? Klar, dass sicher die meisten Kinder da einspringen und ihren “Alten” aus der Patsche helfen. So würden das wohl die meisten machen.
Wer allerdings seinen leiblichen Vater nur noch von Erzählungen kennt und dieser seiner Verpflichtung, Unterhalt zu zahlen, nie nachkam und den man auch sonst komplett aus der Erinnerung gelöscht hat, er also faktisch nicht existent ist, wird diesem Fremden wohl nicht gern Geld geben. Bei uns in der Familie gibt es grad wieder diese Situation. Da will der Kommunale Sozialverband einen Schriebs ausgefüllt haben. Inklusive Bescheinigung vom Arbeitgeber, mit Nachweisen, Kopien und dem ganzen Krempel. Möglichst innerhalb von vier Wochen, man hat ja eh nichts anderes zu tun. Da werden dann Dinge abgefragt, die teilweise sittenwidrig erscheinen. Beispielsweise die Einkünfte des Ehepartners – der mit dem leiblichen Vater der betreffenden Person ja nun gar nichts zu tun hat. Sowas wird dann prinzipiell durchgestrichen. Bis sie es lernen.
Nach Eingang prüft der Sozialverband die Angaben und entscheidet dann über die Zahlungspflicht. In meinem Beispiel hier wurde die Person immer freigesprochen. Nach zwei Jahren klopft der Verband dann allerdings wieder an und man muss sich erneut komplett ausziehen und erklären, dass man das wenige Geld zum Leben braucht und leider nicht irgendeinem Ganoven geben kann, der sein Leben nicht in den Griff bekommt und auf Kosten des Staates lebt.
Tschuldigung, aber mit dieser Art von Rechtsstaat kann ich nichts anfangen.
29. 11. 2007 08:24
Wenn es in Deutschland einen Experten für Spielkonsolen gibt, dann dürfte es der Leipziger René Meyer sein. Der Journalist und Buchautor ist den Geräten hoffnungslos verfallen, hat hunderte alte und die neuesten Exemplare in seiner Stötteritzer Wohnung aufgetürmt. Im August bekam er für seine Sammelleidenschaft einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Kein Wunder also, dass der 37-Jährige auch bei den Medien ein gefragter Experte ist. Jetzt besuchte ein Kamerateam des Nachrichtensenders n-tv den Herrn der Konsolen.
Redakteurin Stephanie Wätjen interessierte sich vor allem für die neueste Technik. Mit Meyer spielte sie an Nintendos Wii. „Die Konsole ist vor allem etwas für Familien, die Spielspaß suchen. Da kommt man teilweise ganz schön ins Schwitzen“, so der Journalist. Auch zur Playstation 3 sowie zur Xbox 360 und den kleinen Geräten Nintendo DS und Playstation Portable gab er Auskunft. Der Vergleichstest soll am 3. Dezember um 18.30 Uhr bei n-tv im Rahmen einer Spezialsendung laufen.
Seine Konsolensammlung, die nach der Games Convention nochmals um weitere 100 Geräte anwuchs, will Meyer zukünftig am liebsten in ein kleines Museum umsiedeln. „Es gibt bereits Anfragen verschiedener Städte, ich will die Ausstellung aber in Leipzig etablieren“, sagt er. Jetzt sucht er nach Möglichkeiten und Partnern für die Finanzierung.
Erschien am 29.11.2007 in der Leipziger Volkszeitung.