Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Persönliches’ Category

Schoki-Paradies

schoki.jpgIch weiss, wo ich nach der GC hingehe. Da die Messe garantiert stressig wird, Thomas und ich von einem Termin zum anderen und von Halle zu Halle hetzen, wird wohl das ein oder andere Pfund verloren gehen. Darum muss ich unbedingt was tun. Mit Schokolade. Viel Schokolade. Und das Beste: lecker Mädels gibt’s auch noch dazu.

Die Künstlerin Grit Wendelberger will nämlich am 7. September auf der Messe “Le Gourmet” Models mit Schokolade anmalen. Ob schleckern erlaubt ist, weiss ich zwar nicht. Anschauen sollte aber auch erstmal satt machen. Richtig viel Schoki braucht Matthias Ludwigs. Der Pralinenmacher will eine zwölf Kilogramm schwere und ein Meter hohe Schokoladen-Skulptur entstehen lassen. Ich hoffe, es handelt sich um süße Schokolade und nicht um scharfes Zeug, wie die hier mit Chili. Und wehe, die Skulptur steht dann einfach nur so rum und ich krieg nichts ab!

Vielleicht beherrsche ich mich aber auch einfach und nehme Frau und Tochter mit. Letztere kann dann in die Backschule gehen und neue Kuchenrezepte erfinden. Die sie dann zu Hause gleich umsetzen darf. Für Papi. Legger!

Foto: photocase.com

Lecker!

haehnchen-mediterran.jpg Nein, es ist noch nicht fertig, auch wenns schon verführerisch duftet und dampft. Unter dem vielen Gemüse (Kartoffelspalten, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten) ist noch Hähnchenbrust in feinen Streifen. Alles (außer den Tomaten) wird gut angebraten, mit 200ml Wasser aufgefüllt und Maggi fix “Hähnchen mediterran” drangegeben. Jetzt geht’s ab in den Backofen für rund 50 Minuten bei 170 Grad Umluft.

So, fertig!fertig.jpg

Da gänndsch bleede währn (2)

… wenn Zeitungen, besonders gern Leipziger Zeitungen, Quellen verschweigen oder verschleiern. Woher kommt beispielsweise die Angst der Leipziger Volkszeitung vor anderen Medien? Warum legen die Kollegen nicht endlich ihre Scheuklappen ab? Warum beispielsweise kann man nicht Radiosender bei ihrem Namen nennen? Ich verstehe sowas nicht.

Da gänndsch bleede währn (1)

… wenn vor mir im Auto einer raucht und den Qualm aus dem Fenster bläst. Ergebnis: Auch mein Auto stinkt nach diesen komischen Dingern. Hab sowieso noch nie verstanden, was der tiefere Sinn des Rauchens ist. Außer, sich einen schicken Lungenkrebs und schlechte Haut zu holen. Wärx.

Wird fortgesetzt.

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  • 101 Jahre

    In den gestrigen Nachrichten war ein Thema bestimmend: der 53-jährige Geburtstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Über solch ein jugendliches Alter kann Margarete Nowack nur schmunzeln, denn die Bewohnerin des Tauchaer DRK-Altenheimes Am Veitsberg feierte gestern ihren 101. Ehrentag. „Ich kann das selbst noch nicht fassen“, sagte sie am Nachmittag im Kreise ihrer Familie und einigen Heimbewohnern. Wie man so alt wird, beantwortete Tochter Heidi Kleinert: „Ich vermute, es liegt daran, dass sie nie viel Stress hatte, ihr Leben immer in ruhigen Bahnen verlief. Auch Depressionen waren ihr fremd, sie war eigentlich immer aktiv.“
    Margarete Nowack wurde als Tochter einer Bauernfamilie geboren, erlernte keinen Beruf, sondern packte zu Hause mit an. Später arbeitete sie unter anderem im Kindergarten in Dewitz als Haushälterin. „Da musste sie jeden Tag bei Wind und Wetter das Essen mit dem Handwagen aus der Schule, dem jetzigen Gymnasium, holen“, so Heidi Kleinert. Fünf Kilometer Weg waren das immerhin. Auch auf fettes Essen habe Margarete Nowack verzichtet. Eine Lebensweise, die offenbar fit hält, wie das hohe Alter beweist. Erst seit vier Jahren lebt sie im Pflegeheim, wurde vorher von ihrer Tochter in deren Wohnung betreut.

    Als Gratulanten kamen nicht nur Familienangehörige wie Tochter Heidi, Sohn Gerhard und dessen Kinder. Auch Bürgermeister Holger Schirmbeck und Michael Morbitzer, Vorstandsvorsitzender des DRK gratulierten. Andrea Stein, Seniorenbeauftragte des Landkreises Delitzsch, überbrachte im Namen des Landrates die besten Glückwünsche. Auf Geschenke verzichteten die Gratulanten auf Wunsch Margarete Nowacks. „Ich habe schon alles, spendet das Geld lieber dem Heim“, sagte sie.

    Erschien am 18.07.2007 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Letzte Woche

    Irgendwie ist die letzte Woche Schule vor den Ferien nur dafür da, präsent zu sein. Hab ich den Eindruck. An der Schule unserer Tochter jedenfalls ist bereits jetzt Müßiggang eingetreten. Die geliehenen Schülbücher wurden eingesammelt, die Arbeitshefte brauchen sie auch nicht mehr mitzubringen. Hausaufgaben und Arbeitsgemeinschaften gibt’s auch keine mehr. Und heute entfiel das Schwimmen – paradoxerweise, weils so heiß ist. Sommerferien. Ach, wie war das schön…

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  • Ich kann’s nicht!

    “Holst Du mir noch das Rad aus dem Keller?” Klar mach’ ich das für meine Frau. So schnell ich im Keller war, war ich allerdings auch wieder draußen. Nicht aus Angst, sondern eher, weil ich überrascht war, was da vor der Tür lag. Im Prinzip ist so eine Ratte ja ein süßes Tierchen. Auch wenn ich mir sowas nicht in der Wohnung halten würde. Dieses Exemplar hier war gar nicht mal so groß. Kleine Ohren, die ein wenig abstanden. Niedlich, irgendwie. Aber halt nicht besonders hübsch, wenn man sowas im Keller hat.

    Was also tun gegen die Ratte? Ich rannte raus in den Hof, schnappte mir einen Pflasterstein und rannte wieder runter in den Keller. Da standen wir nun. Die Ratte und ich. Die Ratte eher kauernd, ängstlich. Und ich mit Stein in der Hand. Und nun? Nein, das kann ich nicht tun, das geht einfach nicht. Das Tierchen, das nicht mal so groß ist wie unsere Meerschweinchen, kann ich nicht einfach totschlagen. Zumal sicher mehr als ein Treffer nötig wäre.

    Habe einen Eimer über das Tier gestülpt und bin zum Vermieter, der im Haus wohnt. Was der nun macht? Ich will’s gar nicht wissen…

    Foto: notfellchen/flickr

    Durch und durch einfach witzig und völlig anders

    clarice-bean.jpgDas abendliche Vorleseritual am Bett unserer Tochter war heute überraschend anders. Weil “Hexe Lilli” gestern zu Ende ging, griff ich zu einem Buch, das sie von unserer Freundin geschenkt bekam. Und das war in der Tat eine Überraschung. Denn es kommt nicht oft vor, dass man von einem Kinderbuch derart fasziniert ist und selbst lachen muss. Bei “Durch und durch Clarice Bean” von Lauren Child war das aber so.

    Clarice Bean ist ein Schulmädchen, das viel lieber Detektivin wäre, so wie Ruby Redfort, die Heldin in ihrem Lieblingsbuch. Und wie das so ist bei Schulmädchen: sie haben keinen Bock auf Schule und ihre Lehrer.

    Mrs Wilberton behauptet, ich besäße durch und durch auch nicht einen Funken Konzentration. Ich versuche, ihr das Gegenteil zu beweisen, und deshalb darf ich nicht vergessen, mich zu konzentrieren. Ich denke die ganze Zeit daran. Ich versuche verzweifelt, mich nicht nicht zu konzentrieren, und ich sage mir immer wieder: “Nicht in Gedanken versinken, so wie gestern.” Und dann denke ich daran, wie ich gestern in Gedanken versunken bin und wie ich mir dabei überlegt habe, dass ich Mrs. Wilbeton zuhören muss, weil sie mir doch so viel zu erzählen hat.

    Und dann frage ich mich, wie soll ich den ganzen Kram, den sie mir erzählen will, überhaupt in meinem Kopf unterbringen? Und dann frage ich mich, ob ich alles rausschmeißen sollte, was ich nicht mehr brauche – ihr wisst schon, wie damals, als mein Dad den Dachboden entrümpelt hat, nur haben wir dann beschlossen, dass wir nichts entbehren können und deshalb musste er den ganzen Kram wieder zurückbringen. Aber vielleicht wird in meinem Kopf ja wertvoller Raum blockiert von den nicht wichtigen Dingen und deshalb kann ich mich nicht k o n z e n t r i e r e n, weil mein Konzentrationsraum voll gepackt ist mit Sachen wie “Ellbogen vom Tisch” und “Du darfst deinen Bruder nicht kneifen” [...]

    Ja, ein Buch nahezu ohne Punkt und Komma*, das in etwa so geschrieben ist, wie Mädchen im Alter von 10 wirklich reden. Witzig dazu ist die Typographie, die ich hier nur schwerlich übernehmen kann. Auch die Illustrationen, die schon fast Karikaturen sind, lassen einen herzhaft lachen. Glücklicherweise ist die Geschichte in Kapitel aufgeteilt, sonst hätte ich vor lauter Begeisterung alle 180 Seiten vorgelesen…

    Kurzum: unbedingt empfehlenswert! Und die kleinen Bücher mit nur 32 Seiten schauen wir uns auch mal genauer an.

    *) Die Satzzeichen sind wirklich komisch gesetzt, ist wohl bei der Übersetzung passiert. Stört aber nur ein kleines bisschen.

    feilitzsch.jpgMerkwitz. Ein sicherer Arbeitsplatz, eine intakte Familie, vielleicht ein eigenes Haus – solche oder ähnliche Ziele für die Zukunft hat wohl jeder für sich definiert. Nur wenige blicken dabei in die Vergangenheit und ergründen, woher sie kamen und warum sie so sind, wie sie jetzt sind. Der Merkwitzer Achim von Feilitzsch allerdings hat das getan. Und vermag darum allerlei Geschichten zu erzählen. Von Rittern, Martin Luther und Freiherren.

    Ein schlichtes Einfamilienhaus im Tauchaer Ortsteil Merkwitz. Ein Mittelklassewagen parkt in der Einfahrt. Dahinter ein gepflegter Garten. Dass hier ein Freiherr mit seiner Frau residiert, ahnt wohl keiner, der an dem Grundstück an der Seegeritzer Straße vorbei läuft. Achim von Feilitzsch trägt den Adelstitel auch nicht aktiv. „Das erzeugt doch nur Neid. Außerdem werden dadurch irgendwelche Erwartungen aufgebaut, die man gar nicht erfüllen kann“, so der 80-Jährige.

    Dabei ist der Familienstamm derer von Feilitzschs nicht irgendeiner. Überspitzt könnte man sagen, dass es ohne die Feilitzschs keine Reformation gegeben hätte. Denn Fabian von Feilitzsch, der zu Lebzeiten Martin Luthers Ritter und dessen Beschützer war, rettete dem späteren Reformator zwei Mal das Leben. Achim von Feilitzsch besitzt Abschriften von Briefen Luthers, in denen dieser sich lobend über seinen Freund Fabian äußert: „Er ist ein einfacher Mensch, der aber Dinge gut erklären kann, besser als ein Studierter.“
    In der Schlosskirche Wittenberg, direkt über Luthers Grab, ist das Wappen Fabian von Feilitzschs angebracht, was auf eine enge freundschaftliche und ideelle Verbundenheit schließen lässt. Auch sein Cousin Phillip von Feilitzsch war mit Luther verbunden: Er war Rat des Kurfürsten und bei der Hochzeit Luthers 1525 dabei.
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    Zum Arbeiten nach Spanien

    Die schönsten E-Mails sind immer die, die man nicht erwartet. Wie in dieser Woche eine Mail von meinem alten Schulkumpel Michael. Der arbeitet als Inbetriebnehmer und ist derzeit in der Verfahrenstechnik tätig. Ganz kurz erklärt: Inbetriebnehmer rücken an, wenn eine Industrieanlage montiert wurde. Nach Prüfung der Anlage wird diese stufenweise angefahren und die Leistung optimiert. Im Idealfall wird dann beispielsweise Raps-, Soja- oder Palmöl zu Biodiesel verarbeitet.

    Seit Mitte Mai ist Micha nun mit seinen Kollegen für eine Anlage in Cuenca in Spanien zuständig. Von seinen Erlebnissen und Eindrücken berichtet er in seiner Mail, die ich für so interessant halte, dass ich sie Euch nicht vorenthalten will.

    Arbeiten in Spanien – ein Gastbeitrag von Michael Bergner.

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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