von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
14. 11. 2007 10:15
Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat entschieden, dass die Waldschlösschenbrücke in Dresden nun doch gebaut werden darf. Am 9. August wurde Baustopp über die noch nichtmal in Gang gekommenen Bauarbeiten verhängt, weil die seltene Fledermausart “Kleine Hufeisennase” geschützt werden müsse.
So. Und nun tut mir bitte einen Gefallen: Fangt endlich an, das Ding zu bauen. Damit endlich mal Schluss ist mit dem Hin und Her.
10. 11. 2007 10:57
Wenn es um die Programmgestaltung und Vermarktung geht, sind die Radioprogramme von RTL Deutschland und der Regiocast klare Konkurrenten. In Sachen Netzbetrieb machen sie allerdings gemeinsame Sache, vor allem aus Kostengründen. Der Zusammenschluss beider Unternehmen heißt Deutsche Rundfunktechnik, kurz derutec. Nun schaffte dieses Unternehmen, was bislang kein privater Anbieter schaffte: Es nahm den Sendernetzbetrieb auf, und Sachsen macht wieder mal den Vorreiter.
Mehr dazu in der Leipziger Volkszeitung vom 10.11.2007 und bei Medienrauschen.
11. 10. 2007 20:53
Wohl um der Diskussion um Zweitjobs von vornherein aus dem Wege zu gehen, hängt Michael Sagurna seinen Job als PR-Berater an den Nagel, bevor er Chef der Sächsischen Staatskanzlei wird. In einer E-Mail schreibt er heute Abend:
Zum 15. Oktober werde ich meine Beratungstätigkeit in Dresden einstellen. Ebenso wird im Oktober die Dresdner Firma MICHAEL SAGURNA AGENTUR ihr aktives Geschäft beenden, da ich ein Ministeramt in Sachsen antreten werde. Die Weiterführung der privatwirtschaftlichen Tätigkeit ist mit einem solchen Amt nicht vereinbar.
[...]
Unsere Kunden wurden von diesen Veränderungen schon im September unterrichtet und haben den damit für Sie verbundenen besonderen Aufwand (vorzeitige Vertragsbeendigungen, Weitergabe von Aufträgen an Dritte, Gewöhnung an neue Partner etc.) klaglos auf sich genommen, wofür meine Mitarbeiter und ich uns herzlich bedanken. Ebenso danke ich für die in den letzten Tagen überbrachten vielen freundlichen Rückblicke auf unsere Zusammenarbeit und für die guten Wünsche, die Sie mir für die neue Aufgabe zugerufen haben.
Dass ich nun für einige Zeit wieder in die Politik wechsle, war nicht geplant, wie diejenigen, die mich näher kennen, wissen. Ich werde mich mühen, in dem neuen Amt für den Freistaat Sachsen so nützlich und wirksam zu sein wie möglich.
Klingt irgendwie traurig…
(Links von mir)
03. 08. 2007 16:06
Es ist abenteuerlich, was CHIP da ausgegraben haben will. Der Bundestrojaner sei gar kein Trojaner im eigentlichen Sinne. Die Software gelange nicht über das Internet auf den Rechner von Verdächtigen. Vielmehr würden “physikalische Zugriffe” auf die Festplatte erfolgen.
Demnach wird die Schnüffel-Software in aller Regel durch den physikalischen Zugriff auf den Ziel-PC installiert – BKA-Experten müssen also in die Wohnungen Verdächtiger eindringen.
Das BKA als Einbrecher? Das erscheint unlogisch. Mir ruft es aber sofort Erzählungen eines Freundes ins Gedächtnis. Dieser hatte sich vor einigen Jahren etwas zu Schulden kommen lassen. Und berichtete nach einiger Zeit von einer angeblich manipulierten Telefondose und einem mit einer Wanze versehenen Telefon. Er sei damals sogar in die Zentrale des Telefonherstellers gefahren, wo ihm ein Techniker versicherte, dass das “was drin ist, das da nicht reingehört”.
Ob sich was ändern würde, wenn rauskäme, dass CHIP recht hat? Wohl kaum. Man wird sich wieder mit “Terrorgefahr” und “Schutz der Allgemeinheit” rausreden.
13. 07. 2007 11:48
Politisch wurde es beim Donnerstalk am 12. Juli in der Spargos-Bar des Radisson SAS Hotels am Augustusplatz. Heinz Eggert, CDU-Landtagsabgeordneter und Sächsischer Innenminister a.D. unterhielt sich mit Moderator Falko Maiwald und Gästen. Es ging um die sächsische Wirtschaft, die Politik im Allgemeinen und die Korruptionsaffäre.
Text und Foto dazu von mir auf der Website von Radio Leipzig.
05. 07. 2007 20:45
… da brauch ich mich nicht zu wundern, dass mir Angela nicht antwortet…
02. 07. 2007 14:40
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist beleidigt. Er hatte Herbert Grönemeyer in der “Bild am Sonntag” eingeladen, in die CDU einzutreten und ihm gute Chancen auf einen Sitz im Bundestag versprochen. Und was macht der Musiker? Meldet sich einfach nicht. Gestern war Wulff bei “Was erlauben Strunz” in N24 zu Gast. Und das verbreitet der Sender heute als Zusammenfassung:
(more…)
26. 09. 2006 08:20
Geplättet von der Anwesenheit zahlreicher Prominenz waren viele Kunden
beim Nachtshopping am Wochenende im Paunsdorf-Center. Das
Porta-Möbelhaus hatte Stammkunden eingeladen – die staunten ziemlich,
als Bill Clinton, Schauspieler George Clooney, Stefan Raab mit Showpraktikant Elton, Schlagersänger Bernhard Brink, der frisch zurückgetretene Wolfgang Petry
und einige mehr in den Abteilungen auftauchten. „Man steht ehrfürchtig
vor den Leuten, obwohl man weiß, dass es nicht die echten sind“,
schmunzelte Thomas Gleim aus Eutritzsch. Es handelte sich um
Doubles aus dem Doppelgängerverein, der im Vorjahr in Leipzig gegründet
worden war. Vereinsvorsitzender Bernd Heinicke alias Uwe Ochsenknecht
arbeitet in der Küchenabteilung des Möbelhauses und hatte seine
Mitglieder zum Treffen animiert. „Es passiert mir immer wieder, dass
Kunden denken, der Ochsenknecht lässt sich eine Küche planen. Bis sie
merken, dass ich selbst der Planer bin“, so Heinicke. Eine Kostprobe
ihrer Sangeskünste gaben Bernhard Brink (alias Thomas Negraschus) und Wolfgang Petry (alias Dirk Maron), von den Gästen begeistert beklatscht. Gemeinsam mit den Ebenbildern von Andrea Berg, Nena, Marianne Rosenberg und Roland Kaiser wollen sie nächstes Jahr auf Tournee durch 30 Städte gehen.
Erschienen am 26.09.2006 in der Leipziger Volkszeitung (Leute in Leipzig)
29. 08. 2006 20:28
Weil es Deutschland derzeit so richtig gut geht, die Konjunktur blüht und jeder Deutsche steinreich ist, überlegt die Bundesregierung mal wieder, wie sie am Besten das viele überschüssige Geld verbrennen kann, bevor noch jemand auf die Idee kommt, etwas sinnvolles damit zu tun. Und darum werden wir 2010 und 2011 alle gezählt. Die Kosten für die erste gesamtdeutsche Volkszählung nach 1987 werden auf eine knappe halbe Milliarde Euro geschätzt. 2010 sind wir dann mit Sicherheit bei einer Milliarde.
Mit wieviel Arroganz sind die Damen und Herren in Berlin eigentlich bestückt, dass man sowas beschließt? Aber so lange man eine griffige und scheinbar schlüssige Ausrede hat, wie Herr Schäuble, wird es der Steuerzahler und Wähler schon mitmachen. Was bleibt ihm anderes übrig. Schließlich hat er sich auch in Sachen Mehrwertsteuererhöhung gehörig über den Tisch ziehen lassen.
Schäuble nannte die Volkszählung «eine lohnende und gebotene Investition, da ungenaue und unzuverlässige Daten zu kostspieligen Fehlplanungen und Fehlentscheidungen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft führen könnten». Der Staat brauche die Daten für die Zukunftsvorsorge und zur Bewältigung des demographischen Wandels. Es gehe um künftige Rentenlasten, den Bedarf an Kindergärten, Schulen, Kliniken und Altenheimen sowie um eine gerechte Steuer-Verteilung.
Kostspielige Fehlentscheidungen im Staat sollen also vermieden werden. Mit einer Zählung, die mindestens 500 Millionen Euro kostet. Ich fühle mich bereits jetzt betrogen.
Ich finde ja, man sollte die Volkszählung in einem Blog durchführen. Fangen wir doch mal hier an: hier gibt es drei Menschen und zwei Meerschweinchen. So, und jetzt ihr.
via Netzeitung
09. 06. 2006 10:15
Die Bundeskanzlerin hat seit gestern einen Videocast. Glückwunsch. Und auch wenn sie nicht so spritzig daherkommt, wie uns’ Katrin, ist es doch ein Schritt in die richtige Richtung. Sie sei an “neuer Technik” und “neuen Möglichkeiten” sehr interessiert. Nun, dann müsste ihr vielleicht mal einer erklären, dass “Internetpost” reichlich gestelzt klingt. Was spricht gegen “Mail”? Produktionstechnisch ist der Merkelcast aber gut gemacht. Der Vorspann wirkt professionell, Bild- und Tonqualität sind okay. Bin gespannt, was sie uns über ihre Arbeit erzählen wird. Und ob sie ihre Internetpost beantwortet.