von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
06. 10. 2011 10:42
Niemand will sterben. Sogar Menschen, die in den Himmel wollen, möchten nicht sterben, um dorthin zu kommen. Und trotzdem: Der Tod ist ein Schicksal, das wir alle teilen. Und so soll es auch sein, denn der Tod ist die beste Erfindung des Lebens. Er ist der Motor des Wandels.
Steve Jobs, Gründer von Apple und Pixar, im Jahr 2005 vor Studenten der Stanford University.
Foto: Screenshot aus diesem Nachruf auf ZDF.de
17. 11. 2010 22:22
Im vergangenen Jahr brannte das beliebte historische Etagenkarussell noch vor dem Weihnachtsmarkt ab. Die Brandursache ist ungeklärt, die Versicherung hat dem Besitzer noch keinen Cent überwiesen. Trotzdem investierte er 400.000 Euro in den Neuaufbau und zeigt in diesem Jahr sein Karussell in neuem Glanz.
So viel Einsatz für die Leipziger und ihre Kinder muss belohnt werden, finde ich. Und habe darum spontan einen Flashmob, oder zumindest eine gemeinsame Zusammenrottung vorgeschlagen. Kommt also alle einen Monat vor Weihnachten, am 24.11. (nächsten Mittwoch) um 19.30 Uhr auf den Weihnachtsmarkt und zeigt dem Schausteller Christian Felber, dass ihr ihn und sein Engagement super findet.
Fahrt mit dem Karussell, bringt kleine Geschenke mit, bastelt Transparente, wenn ihr wollt. Wichtig ist: Erscheint zahlreich und fahrt mit dem Karussell, damit er wenigstens einen Teil der Kosten wieder reinbekommt. Eine Fahrt kostet 2 Euro und ist damit nur 50 Cent teurer als in den Vorjahren.
Wer eine Idee hat, wie das Treffen zum richtigen Flashmob wird, darfs gern hier oder auf der Facebook-Veranstaltungsseite posten. Vielleicht ja ein gemeinsames “Yeaaaah?”
Ich zähl auf Euch!
Update, 24.11.2010: Etwa 80 Leute waren da. Danke dafür!
07. 12. 2009 08:07
Heinz Rudolf Kunze hat mal gesagt und gesungen “Abschied muss man üben“. Doch wie soll man etwas so endgültiges üben? Wie soll man etwas üben, das man nicht versteht? Oder akzeptieren will. Abschied kann man nicht üben. Man kann ihn nur hinnehmen. Und zurückdenken. An die schöne Zeit, die man gemeinsam hatte.
Das hier, Paps, ist für Dich.
Am 16. August 2009 starb mein Vater.
Heute wäre er 59 Jahre alt geworden.
10. 07. 2009 22:21
Ich sage es sehr oft und bei jeder Gelegenheit: Ich bin verknallt in einen Film: Keinohrhasen. Ja, natürlich wegen Nora Tschirner, aber auch wegen Matthias Schweighöfer und Til Schweiger, von dem ich bis zu diesem Film nicht viel hielt. Dieser Film versprüht so viel Lebensgefühl, Ironie, Witz und Traurigkeit, wie es kaum ein Film schafft. Zudem ist der Soundtrack dazu ganz groß.
Am 17 2. Dezember findet Keinohrhasen seine Fortsetzung. Zweiohrküken heißt er. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mich abermals verlieben werde. Verlieben in ein Gesamtkunstwerk, das bitte endlich mal mit diversen Preisen gewürdigt, nein überschüttet werden sollte.
Dies ist der 1000. Eintrag in dieses Blog. Danke an durchschnittlich 7000 echte Leser pro Monat. Dieser 1000. Blogeintrag ist meinem Vater gewidmet. Bitte komm schnell wieder auf die Beine. Wir lieben und brauchen Dich!
Zweiohrküken Soundtrack:
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24. 05. 2009 11:48
Gestern bekam ich vom Rowohlt Taschenbuch Verlag ein unangekündigtes Päckchen. Darin: Zwei Exemplare von “SMS für dich” und “Frucht der Sünde“. Beides hatte ich nicht angefordert, trotzdem soll hier zumindest ein Buch davon kurz rezensiert werden.
Meine Frau schnappte sich sofort “SMS für dich“. Wer dem Link gefolgt ist, wird an der Covergestaltung sehen: Es ist kein Männerbuch. Nein, eher eine Schnulze, ein Liebesroman. Kurzer Abriss: Clara und Ben streiten sich, Ben haut ab – und kommt bei einem Unglück ums Leben. Ben wird beerdigt, Clara gibt ihm später sein Handy mit ins Grab (sie buddelt ein Loch mit ihrer Freundin; ich sag ja, kein Männerbuch). Um den Tod zu verarbeiten beginnt sie, ihrem Freund ins Grab SMS zu schreiben. Natürlich. Mittlerweile ist die Nummer aber wieder vergeben – an einen gewissen Sven. Dieser ist “junger Journalist” (oha) und sehr berührt von den persönlichen Nachrichten der einsamen Clara. Also beginnt Sven, Clara zu suchen.
“Zwischendrin wird’s sehr langatmig, bevor wieder etwas passiert”, urteilte meine Frau gerade. Was sie trotzdem nicht davon abgehalten hat, die 239 Seiten an einem Abend durchzulesen. Irgendwann erfährt man wohl noch, dass Bens Abschied aus dem Leben gewollt war. Und bekommen sich Sven und Clara? Das soll hier nicht verraten werden. Nur so viel: Es ist kein Männerbuch.
Und jetzt? Jetzt verlose ich das zweite Exemplar “SMS für dich”, das hier noch unangetastet rumliegt. An alle Frauen, die mir in den Kommentaren sagen, von wem sie gern mal eine SMS bekommen würden. Ausgelost wird dann nach dem Zufallsprinzip. Mitmachen könnt Ihr bis zum 1. Juni 12 Uhr. Viel Glück!
15. 01. 2009 09:57
Was schreibt der da? Na ein Zitat von Selig. Selig, diese Hamburger Combo, die mit “Ohne Dich” den wohl zugleich schönsten und schrägsten Liebeskummer-Herzschmerz-Song dieses Planeten ablieferte. Genau diese seligen Rocker kommen jetzt wieder, lese ich gerade bei Arno. Das wird groß, da bin ich mir sicher. Ich freu mich schon auf neues Material, gern wieder in diesem Stil.
Und wer immer noch nicht weiß, wovon der alte Mann da schreibt: Hier, bitteschön, die wohl besten und schönsten Lieder von Selig:
Ohja, was hab ich gelitten zu diesem Lied. Damals.
05. 01. 2009 13:36
Vor ein paar Tagen bin ich beim Zappen zufällig auf “Die Brücke nach Terabithia” gestoßen. Der Film lief bei Premiere, das mir neuerdings immer öfter den Fernsehabend rettet, weil im Werbefernsehen nur noch Unterschichten-Niveau geboten wird. Dieser Film zog mich und auch meine Tochter sofort in seinen Bann. Ein wunderschönes modernes Märchen, in dem es um die Kraft der Phantasie geht. Mit zwei beeindruckenden Kindern in den Hauptrollen. Vor allem von AnnaSophie Robb war ich echt beeindruckt. Man nimmt ihr die unbeschwerte, leicht durchgeknallte Art sofort ab und hat während des Filmes eigentlich nur ein Lächeln auf dem Gesicht. Bis zu dem Ereignis, das alles verändern sollte.
Wer kann, unbedingt bei Premiere sehen oder aufzeichnen (lassen) oder auf DVD besorgen.
“Schließ die Augen, dann siehst Du noch viel mehr” – ein Satz, den sich Erwachsene in der heutigen, eher sachlichen Zeit wieder mehr zu Herzen nehmen sollten.
20. 10. 2008 10:05
Als ich noch in der Schule war, hatte ich dort einen ganz speziellen “Freund”. Dirk hieß er und ich konnte ihn nicht leiden. Was auf Gegenseitigkeit beruhte. Den Grund dafür kennen wir beide wohl nicht. Jedenfalls kam es auf der Hofpause oder nach der Schule öfter vor, dass wir uns rauften – bis hin zum Nasenbluten. Pro Woche gab es zwei, drei Einträge ins Hausaufgabenheft für jeden von uns. Was ein Spaß für uns und unsere Eltern.
Am Sonnabend hatten wir Klassentreffen. Und was soll ich sagen – der Typ von damals ist ein angenehmer Zeitgenosse geworden.
Wir haben uns prächtig unterhalten, mit den anderen aus der Klasse natürlich auch. War ein wirklich sehr lustiger Abend mit vielen Erinnerungen. Und natürlich saß ich neben meiner “Sandkastenfreundin” Katrin. Die, wie alle anderen Mädels aus der Klasse, eine sehr hübsche Frau geworden ist. Schön war es, zu sehen, dass aus jedem etwas geworden ist. Viele haben Kinder, sogar schon ein Haus und stehen beruflich mitten im Leben.
Übrigens war ich sehr positiv überrascht, wie relativ schnell die Planung und Organisation ging. Im Januar habe ich mit zwei Schulkameraden aktiv begonnen, die ersten Kontakte zu knüpfen. Im Februar gingen wir durch unseren alten Stadtteil Mockau, bereits wenige Wochen später hatten wir schon recht viele Mitschüler gefunden. Kommuniziert haben wir (auch) über eine Google-Mailingliste. Ein kleines Blog zum Treffen gibt’s auch. Gesiegt haben am Ende aber doch die gute alte SMS und der direkte Anruf. Was aber auch okay ist, muss ja nicht alles zwonullig ablaufen.
06. 08. 2008 23:59
Danke für diesen Abend, danke für die Songs, danke für die Gänsehaut. (Katie Melua war heute mit ihrer großartigen Band in der Leipziger Arena.)
Und jetzt für Euch alle:
17. 07. 2008 20:54
Die Website des MDR ist abermals down. Jetzt sind es laut Seitentitel Wartungsarbeiten. Natürlich. Auf der Website ist derzeit zu lesen:
MDR.DE – Dokument kann nicht übertragen werden
Liebe Nutzerin, lieber Nutzer von MDR.DE,
leider kann die angeforderte Seite derzeit nicht übermittelt werden.Das kann verschiedene Ursachen haben:
* Unser Angebot ist im Moment durch eine hohe Zahl von Zugriffen überlastet.
* Aufgrund technischer Probleme können momentan keine Seiten übermittelt werden.Haben Sie bitte Verständnis und versuchen Sie es in einigen Minuten erneut.
Ihr MDR.DE-Team
Diesmal ist auch die Website des Radiosenders JUMP betroffen. Liebe öffentlich-rechtlichen Kollegen: Es wird lächerlich, sehr sogar. Bitte nehmt endlich einen großen Batzen des Geldes, das ihr monatlich für’s Nichtstun bekommt, und beauftragt Leute, die sich mit Servertechnik auskennen. Oder tut ihr dies vielleicht sogar in diesem Moment? So ein Funke Resthoffnung besteht ja noch…
Update 21.20 Uhr Okay, scheint nur mal wieder ein Schluckauf gewesen zu sein. Erst kam mdr.de wieder, dann auch jumpradio.de.