Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Sentimentales’ Category

Post aus Tralien

Ritman aka Martin hat es wahrgemacht. Er hat mir eine Karte geschickt. Aus Tralien. :-) Nein, im Ernst: Martin ist derzeit im Land meiner Träume – und ich beneide ihn sehr. Danke für die Karte, auch wenn nicht viel draufstand. Allein die gestrichelt eingezeichnete Route, die er dort unten absolviert, reicht mir, um mir vorzustellen, wie schön es dort ist. Und es gibt ja noch seine Blogeinträge, in denen er uns zeigt, was er dort erlebt. Und Zeit zum Nachdenken hat Martin offenbar auch.

Ritman Australien

Viel Spaß noch, Martin! Und leg mal eine Australien-Kategorie an oder verrat mir die Tags, damit man ordentlich auf Deine Einträge verlinken kann. :-)

Energy Sachsen: 15 Jahre auf und ab

Nachfolgender Text erschien am 21. Juni 2008 in der Leipziger Volkszeitung. 15 Jahre nach der Gründung von Energy Sachsen. Glückwunsch in die Marktgalerie und ein freundliches “Hallo” an die Ex-Kollegen und Noch-Mitarbeiter.

Heute vor 15 Jahren startete Energy Sachsen sein Programm in Leipzig, Dresden und Chemnitz. Punkt 12 Uhr sprach am 21. Juni 1993 Moderator Bert Braito als erster zu den Hörern. Danach erklang „Somebody to love“ von Queen. Ein Programm, das „Wirbel machen wird“, versprach Programmchef Adam Hahne. Drei Monate später wechselte er zu delta Radio in Kiel und Wortchef Arno Köster rückte nach. Dieser erinnert sich gut an die Anfänge: „Es war abenteuerlich. Eine Woche vor Sendestart wussten wir nicht, womit wir senden werden. Dann kam gebrauchte Technik vom Lizenzgeber NRJ aus Frankreich, die in Windeseile installiert wurde. Parallel bauten wir alle Tische auf und schlossen Computer an.“ Auch Diana Holtorff, die heute bei R.SA sendet, war eine der ersten. Ihre Zeit beim Sender beschreibt sie als „puren Patriotismus. Es war ein großes Abenteuer, ein bisschen wie Zeltlager und nichts zum reich werden.“

Köster setzte auf Personalities, bewies mit Spezialsendungen wie „Nur Deutsch“ und „Kommunikation und Krach“ die eigene Musikkompetenz. Die Leipziger DJs Raik E und Milk schufen die Techno-Sendung „Stunde Null“, Olaf Schliebe machte sich als O-Punkt S-Punkt mit der Chartshow „High Energy“ einen Namen und zahlreiche Fans. Die Partysendung „ExtraBrait-O“ mit Bert Braito wurde etabliert und sendete in direkter Konkurrenz zu „Maxi-Mal“ auf den Sächsischen Lokalradios (Radio Leipzig, Dresden usw.) Letztere Show existiert noch heute. Seinerzeit gründete sich auch das Comedyduo Stefan Barth und Tilo Liebsch, das perfekt harmonierte. Später auch bei MDR life. Barth ist heute Radioberater und Comedyautor. Rückblickend sagt er: „Wir waren damals alle sehr kreativ. Ich glaube, das lag auch am geringen Budget.“ Doch trotz aller Kreativität und dem Silvestercountdown von 1995 auf 1996 mit nie dagewesener Hörerbeteiligung – in Quoten schlug sich das nicht nieder. Weder zur Mediaanalyse (MA) 1995 noch ein Jahr später konnten Zahlen nachgewiesen werden. In der Konsequenz musste Arno Köster gehen. Mit Nachfolger Markus Käkenmeister konnten sich nur wenige anfreunden. „Er war Verwalter statt Gestalter“, so Jan Schlegel, der 1996 mit Kollege Oliver Döhring in der Morningshow den „Kleinen Nils“ entwickelte. Heute läuft das Format bundesweit im Radio.

Die Nacht vom 1. zum 2. Januar 1997 war rabenschwarz: Der Sender in der Leipziger Nonnenstraße brannte. Nach einer Übergangszeit, in der aus Dresden gefunkt wurde, begann am 17. Februar in den ehemaligen Buntgarnwerken eine neue Ära mit moderner Digitaltechnik. Das Jahr 2000 läutete den „großen Wechsel“ ein, eine Aktion, die endgültig für mehr Quote sorgen sollte. Friederike Lippold alias Freddy ging auf Sendung – entdeckt vom damaligen Programmchef Markus Heinker. Am Freitag, den 13. Juli 2001 gab Frank Wilkat als neuer Mann auf diesem Posten einen beeindruckenden Einstand: Er entließ neun Mitarbeiter. Am Montag darauf fingen zwölf neue Praktikanten an. „Das Radio verliert an Emotionalität“, kommentierte damals der gekündigte Moderator Alex Huth die Entscheidung Wilkats. 2002 wurde Anja Schulze die erste weibliche Programmverantwortliche, 2004 hatte Energy sieben Prozent mehr Hörer. Zwei Jahre später musste sie trotzdem gehen.

Ende 2006 zog der Sender ins Medienzentrum zur PSR-Mediengruppe. Seit April dieses Jahres ist Thomas Wetzel Programmchef. Dieser will wieder auf Personalities setzen, die Marke Freddy ausbauen und Energy zum Kultstatus verhelfen. Ein Ziel, das bei derzeitig 57000 Hörern in der Stunde schwer werden dürfte.

Update: Arno Köster ergänzt in seinem Blog:
Anmerkung: Richtig ist, dass es 1995 und 1996 keine MA-Zahlen gab. Dies war jedoch der Tatsache geschuldet, dass die Analyse für das Bundesland Sachsen durchgeführt wurde. Energy hatte damals nur Stationen in Leipzig, Dresden und Chemnitz, wodurch schon die für die Ausweisung nötige “Fallzahl” nicht erreicht wurde. Von daher wurde erstmals 1994 und dann auch 1995 – in Kooperation mit der SLP – eine eigene Umfrage durchgeführt – damals unter der Bezeichnung “EMA Ost”. Darin wurde Energy Sachsen in den drei großen sächsischen Städten als Marktführer bei den 14 -29jährigen ausgewiesen. Insofern darf spekuliert werden, dass der Sender Mitte der 90er mehr Hörer hatte als heute …(ak)

Fragt man Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), und Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse, nach dem Konzept und Inhalt der neuen Spielemesse, erntet man nur leere Phrasen. Um dann ernüchtert festzustellen, dass das Konzept der GAMESCom, so der wenig kreative Name der neuen Messe, einzig und allein darauf zu fußen scheint, dass die Veranstaltung künftig in Köln stattfindet. Das mag polemisch klingen, doch große Veränderungen gegenüber der Games Convention sind in Köln nicht zu erwarten.

Zwar wolle man sich stärker nach Südeuropa öffnen – dazu soll mehr Fachpublikum angesprochen werden. Trotzdem soll es auch Angebote für Familien und natürlich den üblichen Publikumsbereich mit Spielstationen und den bekannten Ständen geben. Zur weiteren Konzeption schwiegen heute beide Parteien. Auch die Vertragslaufzeit sei geheim und gehe niemanden etwas an. Einzig, dass der BIU konzeptionell am Tisch sitze, war Kuhrt zu entlocken. Also wie in Leipzig.

Eine ausgeschriebene Langfassung für den Namen GAMESCom gebe es auch nicht. Auf eine entsprechende Frage reagierte Kölnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt ausweichend. Man habe die Marke bereits 2004 registriert und sich intensiv seit Jahren mit der Branche beschäftigt. Heißt wahrscheinlich: Gemeinsam mit dem BIU überlegt, wie man die Messe aus dem Osten in den Westen verlagern kann. Weiterentwickeln nennt das der BIU. Branchenriese Electronic Arts, meine Damen und Herren, habe mit der Verlagerung der Messe natürlich überhaupt nichts zu tun. Auch sei kein Geld geflossen. Hatte nur ich das Gefühl, oder wurde es Wolters bei dieser Frage plötzlich etwas heiß? Zumindest färbte sich sein Kopf.

Als europäische Leitmesse wolle der BIU die GAMESCom ausrichten. Auf die Frage einiger Journalisten, ob nicht die GC bereits diesen Anspruch hatte, antwortete Wolters: “Wir haben die GC 2002 als regionale Messe aufgebaut. Dass die Leipziger Messe neuerdings von einer europäischen Messe sprach, haben wir immer kritisch gesehen.”

Innerhalb der zwölf Mitgliedsunternehmen des BIU herrsche Einigkeit darüber, dass ein Wechsel des Standortes unvermeidlich war. Nicht alle sprachen sich für Köln aus, aber die Mehrheit, so Wolters.

Den endgültigen Schlag in die Magengrube bekam Leipzig von Kölnmesse-Chef Kuhrt. “Wir haben heute den Oscar verliehen bekommen”, sagte er in Bezug auf die Verleihung der Academy Awards. Worauf es sich Andreas Dunte, Wirtschaftsredakteur der LVZ, nicht nehmen ließ zu sagen: “Aha, dann hat Leipzig wohl heute die Goldene Himbeere bekommen?”

In diesem Jahr findet die GC – Games Convention vom 21. bis 24. August statt. Was darüberhinaus passiert, wird die Zeit zeigen. Am Rande der Pressekonferenz heute in Leipzig hörte man, es werde natürlich überlegt, wie ein neues Konzept aussehen könnte.

Endgültiges Aus für die GC in Leipzig?

Es wurde viel spekuliert, viel diskutiert in den vergangenen Tagen über die Zukunft der GC. Worauf alle gewartet haben, war eine Stellungnahme des Branchenverbandes BIU. Selbiger wird am Montag sprechen. In Berlin, auf einer Pressekonferenz. Überschrieben ist diese mit: “Zukunft der deutschen Branchenmesse für interaktive Unterhaltungssoftware”.

Man kann nun rätseln über die Gründe, warum dort nicht steht “Zukunft der GC”. Oder man lässt es einfach und beantwortet sich die Frage selbst. Um sich dann seinem Schmerz hinzugeben.

Wir werden aller Wahrscheinlichkeit nach vor Ort sein. (“Wir” meint in dem Falle Thomas und mich, um für Heldenstadt.de zu berichten, wo dieser Eintrag auch erschien.)

Liebeserklärungen an das Tauchsche Bad

taucha-bad.jpgTaucha. Der bislang schneelose Winter mit seinen zahlreichen sonnigen Abschnitten lässt viele Parthestädter bereits an den Sommer denken. Der sich in Taucha bekanntlich bestens im Parthebad verbringen lässt, das am 30. Juli vergangenen Jahres nach einer umfangreichen Sanierung wieder eröffnet wurde. Seit Ende 2007 erinnern ein Buch und eine DVD an die Anfänge des einst größten und schönsten Familienbades in der Nähe Leipzigs.

So jedenfalls wurde das damalige Flussbad im Jahr 1927 genannt, das auf seiner 32000 Meter großen Fläche an Sommertagen mehr als 10000 Gäste anlockte. Vor allem aus Leipzig kamen diese, wie auf der DVD „Tauchaer Badgeschichte(n)“ zu erfahren ist. Sprecher Olaf Baden, dessen ruhige und einprägsame Stimme vor allem aus zahlreichen Fernsehreportagen bekannt ist, erzählt die Geschichte des Bades von seiner Eröffnung im Jahr 1881 bis zur Dornröschenzeit und der Neueröffnung. Autor Heinz Richter hat zahlreiche Details recherchiert und sie mit Kameramann Joachim Chüo wirkungsvoll in Szene gesetzt. Auch Tobias Künzel, Sänger der Popband „Die Prinzen“ kommt als Tauchaer Prominenter zu Wort, der unter anderem beteuert, „niemals ins Becken gepinkelt“ zu haben. Historische Filmaufnahmen aus der Glanzzeit in den 30er Jahren und ein Bonusfilm vom Umbau komplettieren die DVD, die eine informative und emotionale Liebeserklärung an das Parthebad ist.
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Erinnerungen…

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  • Britney, go home!

    Supersüß und supergut, die Kleine!

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  • Filed under: Musikalisches, Sentimentales
  • Die 25 traurigsten Songs aller Zeiten

    Na, liebe Kollegen vom Radio – das wär doch mal was: eine Sendung mit den 25 traurigsten Songs aller Zeiten. Wo ihr die Liste herbekommt? Och, ganz einfach. spinner.com hat sich die Arbeit gemacht, und mal wirklich sad Songs zusammengetragen. Von Bruce Springsteen über die Bee Gees bis zu Frank Sinatra ist alles dabei. Gewonnen hat laut der spinner-Redaktion der hier. Kenn ich nicht.

    Mein all-time-favourite, wenn es um traurige Songs geht ist Mainstream. Aber trotzdem gut.

    [youtube]tHw2-4_1AwM[/youtube]

    Die Träne ist legendär. Da kam die Trennung von ihrem Freund wenige Tage vor Videodreh wohl “gerade recht”.

    Wir hatten Lust auf Radio

    Zu meinen zweifelhaften Vorlieben beziehungsweise Hobbys gehört es, nahezu jeden Hörschnipsel von deutschen Radiostationen zu sammeln. Also Jingles, Eigenwerbung, Melodien und dergleichen. Mittlerweile hat sich ein recht großes Archiv angesammelt, das durch die Mithilfe netter Radiomenschen und durch das Durchforsten von radioforen.de auch ordentlich anwächst. Und manchmal, ja manchmal hör ich die Samples sogar durch. Zufällig eher, denn im Winamp, das prinzipiell auf Shuffle steht, werden diese Schnipsel mit in die Playliste gewürfelt.

    Was ich dann zu hören bekomme, lässt mich teils schmunzeln. Wie soeben ein Sketch von Energy Berlin: “Haste schon gehört, der Wickert hört jetzt bei den Tagesthemen auf.” – “Ja, und was macht er dann?” – “Er moderiert ein Gartenmagazin” – “Und wie heißt das?” – “Na, Chrysanthemen!”. Jeder lacht über andere Dinge, schon klar.

    Aber nicht alles ist nur witzig, sondern auch schön und weckt Erinnerungen. Wie der Stationsong von NDR2. “Wir haben Lust auf Radio” hieß der und war von der Gruppe Leinemann. Im Song wurden auf wirklich geschickte und unterhaltsame Weise die verschiedenen Shows, die über den Tag liefen, verarbeitet. Erinnerungen weckt der Song darum, weil wir damals, mutmaßlich 1989, im Urlaub NDR2 hörten. In Kelbra, im Bungalow meiner Tante. Vor der Wende. Dieser Song ging mir von da an nicht mehr aus dem Sinn und ich begann, NDR2 zu lieben. Ein ähnliches Erlebnis war es dann, nach der Wende MDR Life zu hören. Das war der erste Sender, der auch bei uns ein Radioprogramm produzierte, das einfach Spaß machte und bei dem man merkte, die Leute dort haben auch Spaß dabei. Der Werdegang ist bekannt. Life heißt jetzt Jump. Hüpf, hüpf, hurra.
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