von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
30. 05. 2010 20:57
Mölkauer Verein schult Kinder / Spenden für neues Gelände gesucht
Um Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen, lernen Schüler beim Hundesportverein Leipzig-Mölkau den richtigen Umgang mit Hunden. Und erfüllen damit zugleich einen Teil ihres offiziellen Lehrplans.
“Schaut euch mal den Hund hier an. Will der spielen?”, fragt Dagmar Apitz, während sie auf eine Zeichnung eines Schäferhundes zeigt. “Nein, der hat die Ohren nach vorn gelegt und fletscht die Zähne, der ist wütend”, ruft ein Junge und wird für seine richtige Erklärung gelobt. Rund 50 Schüler der Klassen 2a und 2b der Theodor-Körner-Schule aus Paunsdorf sind an diesem Vormittag zu Gast beim Hundesportverein Leipzig-Mölkau. Der Verein ist, wie viele andere Ortsgruppen in ganz Deutschland, dem Verein für Deutsche Schäferhunde angeschlossen und bildet nicht nur seine Vierbeiner aus, sondern schult auch Kinder im Umgang mit den Fellträgern.
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03. 01. 2009 16:28
Für viele Familien gehört er vor allem in der kalten Jahreszeit dazu, der Spaziergang an einen der Tauchaer Teiche oder die Parthe. Im Gepäck ist dabei meist ein Beutel geschnittenen Brotes für Enten und andere Wasservögel. Angesichts der eisigen Temperaturen der vergangenen Tage warnt die Anglervereinigung Parthenaue vor dieser Fütterung. „Gerade an Wochenenden kann man beobachten, dass viele Menschen ganze Säcke voller Brot ins Wasser oder an den Rand kippen. Damit tun sie aber weder den Vögeln noch den Fischen einen Gefallen“, sagt Vorsitzender Hans-Jürgen Boeckler. Durch die übermäßige Fütterung würde das Wasser sauer. Zudem bildeten sich Algen, Bakterien und schließlich Krankheitserreger, die nicht nur für Tiere, sondern auch Menschen schädlich seien. Gemeinsam mit dem Anglerverband Sachsen appelliert Boeckler darum an die Vernunft: „Die Tiere finden in jeder Jahreszeit genügend Futter in der Natur. Das Beste ist, das Füttern komplett zu unterlassen und sich stattdessen einfach so an den Enten zu erfreuen“, erläutert er. Die meisten Fische bräuchten über den Winter ohnehin nichts zu fressen, sie erstarren bei kalten Temperaturen und fahren ihren Kreislauf herunter. Werde es wärmer, gingen sie wie gewohnt auf Nahrungssuche.
Die Wasserqualität der Tauchaer Teiche sei derzeit sehr gut, sagt Boeckler. „Das zeigt sich auch daran, dass wir immer öfter den Eisvogel bei uns sehen, der sehr wählerisch ist und nur an wirklich saubere Gewässer kommt. Es wäre schade, wenn dies durch unvernünftige Spaziergänger zunichte gemacht würde.“ Eine Maßnahme, um Aufklärung bei der Bevölkerung zu erreichen, sieht er in Informationstafeln an den Schöppenteichen. „Vielleicht gehen wir das ja mal mit der Regionalgruppe des Naturschutzbundes an“, überlegt er.
Erschien am 3. Januar 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
16. 09. 2008 17:13
Jenny Elvers-Elbertzhagen ist bei Dreharbeiten im Leipziger Zoo von einem Marabu gebissen worden.
Sie wurde dabei an der Hand verletzt. Marabus gehören zur Familie der Störche und sind Aasfresser.
Aus der Radio-Leipzig-Redaktion, wo ich derzeit aushelfe.
17. 01. 2008 12:15
Taucha. Mauz und Rasputin liegen scheu in ihren Käfigen. Eng an zwei Kissen gekuschelt. Stumm und verängstigt. Kein Wunder, die Umgebung im Tauchaer Tierheim ist neu für sie, bis vor kurzem wohnten sie noch bei einer jungen Familie. Bis zum Dienstag. Da klingelte es plötzlich an der Tür der Tierrettung. „Das ist ungewöhnlich, die meisten Leute kommen direkt rein“, so Klaus-Dieter Jacob, Mitarbeiter und Vereinsmitglied. Der Tierschützer schaute nach und entdeckte vor der Tür eine graue Transportkiste. Inhalt: zwei schwarz-weiße Hauskatzen. „Und ich hab zwei Leute wegrennen sehen, es war aber zu spät, um ihnen zu folgen“, sagt er.
Auf der Kiste lag ein Brief, der die Umstände des „Klingelputzens“ und der Abgabe der Tiere erklärt. Geschrieben offenbar von einer Frau, die erklärt, sie habe ein Baby bekommen, das allergisch auf Katzenhaare reagiere. Dazu stehen die Namen der Stubentiger, ihre Vorlieben und Fressgewohnheiten. „Und auch, dass die Katzen seit zwei Monaten Flöhe haben, was wir sofort bemerkten. Ich frage mich, warum da nicht schon eher etwas unternommen wurde“, ist Jacob erbost.
Auch die Art und Weise, wie die Tiere abgegeben wurden, regt ihn auf. „Natürlich ist die Abgabe bei uns mit Kosten verbunden, aber mit uns kann man doch über alles reden. In diesem Fall hier hätten die Besitzer pro Katze etwa 80 Euro zahlen müssen. Jetzt sitzen wir auf den Kosten für Flohbehandlung und Futter“, erklärt er. Aus diesem und auch aus tierschutzrechtlichen Gründen erwägt die Mobile Tierhilfe nun eine Anzeige gegen Unbekannt. Gegenstand: Aussetzen von Wirbeltieren. Da lasse der Verein auch nicht gelten, dass Mauz und Rasputin in einer Box direkt vor dem Tierheim abgegeben wurden. „Wenn sich das rumspricht, haben wir jede Woche so einen Fall, das geht einfach nicht“, meint Klaus-Dieter Jacob.
Mit den beiden Katzen erreicht das Tierheim wieder seine Kapazitätsgrenze. Deshalb sollen sie so schnell wie möglich vermittelt werden. Laut dem handschriftlichen Brief, der den Tieren beilag, handelt es sich um zwei dreieinhalb Jahre alte Geschwister-Weibchen, die nicht sterilisiert sind. Beide kämen laut Vorbesitzer mit Kindern und auch Hunden klar, sollten aber nur gemeinsam vermittelt werden. Interessenten melden sich telefonisch bei der Tierhilfe Taucha unter 03429848112 oder direkt in der Matthias-Erzberger-Straße 7.
Erschien am 17. Januar 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
14. 01. 2008 09:46
Taucha. Bunt, schön und interessant – so lässt sich die Veranstaltung umschreiben, die am Wochenende in der Tauchaer Mehrzweckhalle stattfand. Zwei Thüringer Vereine hatten zur „Reptilia-Orchidea“ geladen und präsentierten in mehr als 60 Terrarien Riesenschlangen, Schildkröten und Echsen, sowie Vogelspinnen und verschiedene Gattungen bunter Orchideen.
Die Schau bot Gelegenheit, sich über Reptilien und Orchideen zu informieren und diese zu begutachten. Beim bloßen Ansehen wollten es einige aber nicht belassen. Wie Heidrun Kardos aus Delitzsch: Die 30-Jährige hat Angst vor Spinnen. „Zu Hause kann ich die nicht leiden, mache sie auch nicht weg, ekele mich davor. Darum bin ich gekommen, um mir hier die Scheu nehmen zu lassen“, sagte sie. Genau das Richtige für Gerd Horlbeck. (more…)
01. 12. 2007 08:09
Taucha. „Na hallo meine Hübschen!“, begrüßt Antje Schmidt zwei schneeweiße Hunde in der Tauchaer Tierauffangstation. Die beiden Vierbeiner erwidern dies sofort mit aufgeregtem Bellen und heftigem Schwanzwedeln. Tierpfleger Klaus-Dieter Jacob öffnet den Zwinger und sofort stürmen die Tiere raus, springen an der Frau hoch, um dann quer durch den Eingangsbereich des Tierheims zu laufen und sich zu raufen.
Die pure Lebensfreude der Samojeden – so der Name der Rasse – ist leicht erklärbar: „Tizia und Pepe sind quasi dem Tod von der Schippe gesprungen, sie waren auf einer Tötungsstation in Spanien“, sagt Antje Schmidt. Die 43-Jährige ist Mitglied der Organisation „Samojede in Not“, die regelmäßig Hunde aus Spanien und anderen Ländern vor dem sicheren Tod bewahrt. „Die Tiere lebten ursprünglich auf der Straße oder wurden von ihren Besitzern ausgesetzt. Danach kommen sie meist in die Stationen. Holt sie dort keiner innerhalb von 21 Tagen ab, werden die Hunde oft bestialisch getötet, da es um den Tierschutz in Spanien schlecht bestellt ist“, so die Tierschützerin.
Im Falle von Pepe verhielt es sich anders – er war über drei Monate in der Station, weil seine ehemalige Besitzerin ihn nicht eher frei gab. Nach langem Kampf der Organisation konnte Pepe dann aber schließlich mit Samojede-Mischlings-Dame Tizia nach Deutschland geflogen werden. Dass die beiden Hunde ausgerechnet nach Taucha kamen, hat Antje Schmidt einer Freundin zu verdanken. „Die kannte Steffen Greiser, den Chef der Mobilen Tierhilfe“, teilt sie mit. Seit rund einer Woche sind die „Sammys“ nun in der Vermittlungsstation in der Matthias-Erzberger-Straße.
10. 10. 2007 16:53
Ja, in ein Blog gehört Cat-Content. Darum wollte ich nur mal eben mitteilen, dass ich vor wenigen Minuten einen Tiger gestreichelt habe. Durch das Gitter. Nicht lange, aber ich hab ihn angefasst. Eigentlich war es eine “sie”. Shadow hieß sie. Sehr stolzes Tier. Neugierig, verspielt und dennoch wachsam, wie Katzen eben sind.
Wayne das interessiert? Mir doch egal. *g* – Die ganze Geschichte dann am Freitag.
19. 12. 2006 10:08
Taucha. „Na komm, Moritz, komm raus!“ Mit ruhiger Stimme lockt Bernd Hoffmann von der Naturschutzstation des Zweckverbandes Parthenaue den großen Wasserbüffel aus dem Gehege am Schmiedehöfchen. Hoffmanns Plan: der Rest der Herde, vier Färsen (Kühe) und drei Kälber, soll dem Bullen ins Winterquartier in Dewitz folgen. In sicherer Entferung: ein gutes Dutzend Schaulustiger, das am Sonntagvormittag das Schauspiel verfolgt, das sich zwei Mal im Jahr abspielt. Dieses Mal kommt es allerdings anders als geplant. (more…)