Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Werbliches’ Category

Pressemitteilung aus dem Google Translator

Soeben erreichte mich eine Pressemitteilung (ich nehme jedenfalls an, dass das eine sein soll), die offenbar durch den Google Translator gejagt wurde. Der ist zwar in der Vergangenheit deutlich besser geworden – aber dennoch selten wirklich treffsicher. Wie eben jene Mitteilung, bei der am Ende nur eines bleibt: Ein Schmerz im Bauch vor Lachen und ein großes WTF über dem Kopf. Ein Auszug.

GXE Will Im Jahr 2011 Gewinnen

DENTON, DE — Mar 30, 2011 / (http://www.myprgenie.com) — Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren haben Tausende von neuen Kräften ins Internet Spiel Handel Markt eintrat. Deshalb wird es konkurrenzfähiger im Jahr 2011. Um einen guten Erfolg in dieser Konkurrenz zu erhalten, zieht IGXE eine unanfechtbare Lichtpause.

[...]

IGXE ist eine hervoragende Website, die den besten Service an den Kunden bietet. WOW Gold findet immer ein Hauptposition im Vertrieb. Um diese Konkurrenz zu gewinnen, setzt IGXE mehr Aufmerksamkeit auf eine Reihe von neuen Produkten wie RIFT Gold, RuneScape Gold, Runes of Magic Gold, EVE ISK usw. RIFT ist ein neu erschienenes Spiel, das sich fängt bei der Registrierung Trend in World of Warcraft. “Nur mit diversifizierte Produkte und Erfüllung der Anforderungen der Kunden können wir eine bessere Fortschritte in diesem Jahr machen,” sagt Herr Kevin, der CEO von IGXE. Ab März wurde eine neue Abteilung von IGXE gesetzt. Die Abteilung ist verantwortlich für die Auswahl der besten Produkte für den Vertrieb. Welche ist die heißeste umsatzstärkste Produkt? Welche sind die belie btesten Spiele unter den Spielern? Diese Art von Informationen werden durch diese neue Abteilung gesammelt und verwendet, um sicherzustellen, am IGXE das Best in diesem Markt zu halten.

Gleichzeitig machen die andere Abteilungen auch Vorbereitung für die Herausforderungen. Die Kunden-Service-Abteilung machte eine Berufsausbildung, damit können die Arbeiter mehr über die Produkte wissen. [...]

Die alle Angaben zeigen, dass IGXE hat schon vorbereitet für diesen Wettbewerb. Und es glaubt, dass mit der Bemühungen der aller Teammitgliedern wird IGXE im Jahr 2011 gewinnen.

Falsch. All diese Angaben zeigen, dass sich IGXE, wer auch immer das ist, lächerlich macht und offenbar dringend einen Übersetzer und/oder deutschen PR-Verantwortlichen braucht. Mal anrufen dort. Aber vorher bereite ich mich vor.

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  • Radio lebt neu auf. Zumindest ein bisschen.

    Immer kurz vor der Radio-Mediaanalyse werden die wichtigsten Eckdaten zur Radionutzung veröffentlicht. Vor der anstehenden ma 2011 Radio I hat heute die ag.ma selbige Zahlen veröffentlicht.

    Demnach stieg die Tagesreichweite (Montag bis Freitag) von 78,9 auf 79,3 Prozent (im Vergleich zur ma 2010 Radio II). 312.000 zusätzliche Hörer täglich würde das bedeuten, so die ag.ma. Vergleicht man direkt mit dem Vorjahreszeitraum, würde das sogar 500.000 Hörer bedeuten. Nanu? Wo waren die denn die ganze Zeit?

    Die durchschnittliche Hördauer von 199 Minuten sei geringfügig angestiegen, die tägliche Verweildauer, also die Hördauer der Hörer, mit 251 Minuten konstant geblieben

    Erstaunliches konnte die ag.ma auch vermelden. Nach vielen Jahren hören wieder mehr junge Menschen Radio: Bei den 10- bis 29-Jährigen stieg die Tagesreichweite binnen Jahresfrist noch deutlicher an – um 1,1 Prozentpunkte auf 71,6 Prozent. Wahrscheinlich wurden diesmal einfach mehr junge Menschen befragt.

    Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, sagt dazu:
    „Radio konnte im letzten Jahr eine halbe Million neue Hörer dazu gewinnen: Die Programmverantwortlichen haben ebenso konsequent wie unaufgeregt die digitalen Möglichkeiten für unser Medium genutzt – sei es via Radio-App unterwegs auf dem Handy bzw. Notebook oder auch über die interaktiven Fanpages bei Facebook und Co.

    Ja, das mag sein. Radiomacher setzen zunehmend auf Facebook. Besser oder erträglicher macht dies das Programm aber nicht. Und ob durch den Einsatz von Facebook tatsächlich mehr Hörer vom Computer ans Radio oder den Stream finden, darf auch bezweifelt werden. Vielmehr glaube ich, dass der leichte Zuwachs, den man nun verzeichnen kann, auf normale Schwankungen und Abweichungen bei der Umfrage zurückzuführen ist.

    Und apropos Abweichungen: Die ma 2011 Radio I erscheint am 9. März erstmals getrennt ausgewiesen für Werk- und Wochenendtage. “Das bringt deutliche Veränderungen bei der Ausweisung der Radioreichweiten mit sich”, so die Radiozentrale. Veränderungen, die den Sendern in die Hände spielen dürften – so haben sie noch mehr Möglichkeiten, die Zahlen für sich auszulegen.

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  • Bitte auch diese Chronik beachten.

    Interessante Neuigkeiten offenbaren sich: DMV Deutscher Medien Verlag Limited (Anbieter von gelbes-branchenbuch.info) und TM Marketing Service Limited (Anbieter von mein-branchenverzeichnis.info) nutzen seit ein paar Tagen die gleiche Bankverbindung. Beide “Projekte” stehen sich also, wie von mir schon vermutet, offenbar doch sehr nahe und haben womöglich auch den gleichen “Betreiber”. (Update vom 24.2. am Ende des Textes beachten!)

    Ein Unternehmer aus Hamburg schickte mir heute eine Mail mit einem gescannten Schreiben der DMV Deutscher Medien Verlag Limited. Nachdem seit dem Versand der “letzten Mahnung” durch die DMV nun einen Monat nichts mehr passierte, ist das Unternehmen, das noch immer über keinen neuen Director verfügt, offenbar wieder aufgewacht. Unternehmer, die die Rechnung anfechten, bekommen nun wieder Rechtfertigungen und abenteuerliche Begründungen seitens der DMV, dass die Rechnung ja doch zu zahlen sei. Abermals wird eine Kostenreduzierung auf eine Aufwandspauschale von 200 Euro angeboten. Man habe ja schließlich schon Aufwände gehabt und könne nicht einfach den Vertrag stornieren. Natürlich nicht.
    Der Hamburger Unternehmer wird gebeten, den ausstehenden Betrag auf ein Konto einzuzahlen. Wörtlich heißt es:

    Da sich unsere Kontodaten kurzfristig geändert haben, überweisen Sie den noch ausstehenden Betrag bitte auf folgendes Konto:

    Kontoinhaber: Medien Verlag
    Kontonummer: 661521500
    BLZ: 70040041 (Commerzbank)
    Verwendungszweck: Rechnungsnummer.

    Die angegebene Kontonummer ist auch die, auf die Zahlungen von “Kunden” der TM Marketing Service Limited (mein-branchenverzeichnis.info) gehen sollen (vergleiche diesen Eintrag. Sprich: Beide Dienste nutzen ein und dieselbe Kontonummer.

    Florian Wilk ausgestiegen?

    Warum die DMV nicht mehr die Wirecard-Bank nutzt, darüber lässt sich nur mutmaßen. Inhaber der bislang genutzten Kontonummer bei der Wirecard-Bank war der bereits zu Anfang von mir als Drahtzieher identifzierte Florian Wilk aus Greifswald. Dies hat mir ein Polizeibeamter kürzlich mitgeteilt. Vielleicht haben die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft(en) ja mittlerweile Früchte getragen. Oder Wilk hat mittlerweile doch die Hosen voll und das “Projekt” an andere übergeben. Wir erinnern uns kurz: Wilk war derjenige, der mir anwaltlich verbieten lassen wollte, dass ich behaupte, er hätte mit gelbes-branchenbuch.info oder der DMV Deutscher Medien Verlag Limited etwas zu tun. Okay, das mit der Limited mag sogar stimmen. Denn die Limited, die er anmeldete, heißt MV Deutscher Medien Verlag Limited, also ohne D am Anfang. (Download der Limited-Anmeldung).
    Wo sich Wilk grad aufhält, ist freilich nicht bekannt. Immerhin ist der Mann Werbeberater für Hotels, der kommt also ziemlich rum. Das Maritim-Hotel Stuttgart beispielsweise kann sich noch an einen Aufenthalt Ende November erinnern. Aber das würde jetzt zu weit führen, gell, Florian?

    Anzeige und Anfechtungserklärung

    Um die wahren Hintermänner, bzw. die Leute zu identifizieren, die derzeit ihren Kopf hinhalten müssen, genügt eigentlich nur eine Anzeige bei der nächsten Staatsanwaltschaft. Dort sollte man eine Anzeige wegen Verdacht auf Betrug oder versuchten Betruges einreichen und gleich die Kontonummer mit angeben, bzw. sowieso alle Schriftstücke einreichen, die man zum Vorgang hat. Natürlich nimmt auch jede Polizeidienststelle eine Anzeige auf, die Staatsanwaltschaft ist aber sicher, das weiss ich mittlerweile aus Gesprächen mit betroffenen Unternehmen, schlagkräftiger. Die kümmern sich meist auch gleich um den Kontakt zum Finanzamt und fordern die Bank auf, den Kontoinhaber zu benennen. Dürfte interessant sein, zu erfahren, welche Parallelen sich da zwischen beiden Unternehmen auftun.

    Im Übrigen scheint die von der TM Marketing Service Limited angegebene Umsatzsteuer-Identnummer nicht existent zu sein. Eine Abfrage auf der Website der Europäischen Kommission Steuern und Zollunion bringt für die Nummer DE272635523 kein valides Ergebnis. Auch die Ust-Id-Nr. der DMV Deutscher Medien Verlag Limited ist mittlerweile nicht mehr existent.

    Wichtig ist laut Aussage eines Anwaltes, mit dem ich gestern noch telefonierte und mailte, dass Unternehmen, die eine solche Rechnung von DMV oder TM Marketing Service erhalten haben, unbedingt eine Anfechtungserklärung wegen arglistiger Täuschung und eine gleichzeitige Kündigung absenden. Bei arglistiger Täuschung gilt eine Jahresfrist nach Kenntniserlangung. Wer also innerhalb des Jahres nicht wderspricht bzw. unter Annahme der arglistigen Täuschung den Vertrag anfechtet, kann sich bei einem eventuellen Gerichtsverfahren nicht mehr wirksam wehren. Darum würde ich folgenden Weg gehen:

    • 1. Anzeige bei der Staatsanwaltschaft oder Polizei einreichen
    • Anfechtungserklärung und Kündigung an die auf der Rechnung angegebene Faxnummer senden


    Und ganz wichtig: Ruhig bleiben. Diese Zockerbanden sind in der Regel darauf aus, schnell viel Geld zu machen und kein Geld auszugeben. Nach Abgabe der Kündigung und Anfechtungserklärung würde ich die Nerven bwahren, Mahnungen und sonstige Drohungen ignorieren. Sollten die Typen doch auf die wahnwitzige Idee kommen, einen Anwalt in die Spur zu jagen, ein Inkassounternehmen zu beauftragen oder gar einen gerichtlichen Mahnbescheid zu erwirken, müssen Sie natürlich etwas tun. Ich würde mir in diesem unwahrscheinlichen Fall anwaltliche Hilfe holen. Aber wie gesagt: Ich vermute eher, dass dieser Fall nicht eintritt. Und wenn doch, gibt es auch dann wieder diverse Hebel, die man ansetzen kann.

    Update, 18.2.2011 Mittlerweile bekommt der DMV Deutscher Medien Verlag sogar Post an die Anschrift Brandteichstraße 20 in Greifswald. Also dort, wo Florian Wilk mit seinem Unternehmen Neue Mediengesellschaft mbH sitzt oder ansässig war. Im vorliegenden Fall war es die IHK-Zeitschrift, die aber nicht zugestellt werden konnte und stattdessen im Briefkasten eines Verlages landete. Da stellt sich doch die Frage: Wie kommt die IHK auf die Idee, die DMV Limited würde in der Brandteichstraße 20 sitzen?

    Update, 21.2.2011 Es wird immer verrückter. Die IHK Neubrandenburg teilt mir soeben auf meine Anfrage hin mit:

    “Firmen erhalten, nachdem die Gewerbeanmeldung in der IHK vorliegt, ein Begrüßungsschreiben durch die IHK mit einer Reihe von Informationen zum Leistungsspektrum der IHK. In diesem Zusammenhang wird auch abgefragt, ob der Unternehmer die Unternehmerin die IHK-Zeitung erhalten möchte oder nicht. Erhält die IHK keinen abschlägigen Bescheid vom Unternehmen, dann wird die Kammerzeitung “automatisch” an die Firma versandt. Erst wenn die Firma es wünscht, keine Kammerzeitung mehr zu erhalten bzw. wenn der IHK eine Gewerbeabmeldung vorliegt, wird der Versand der Kammerzeitung eingestellt. Der Versand der Kammerzeitung im Februar hat sich mit der Gewerbeabmeldung überschnitten. Nach unserem jetzigen Kenntnisstand ist die Ltd. in Greifswald Mitte Februar abgemeldet worden (genau am 16. Februar). Die Firma war von Florian Wilk am 8.Dezember 2010 mit Sitz in der Greifswalder Brandteichstraße 20 per Gewerbeanmeldung in der IHK registriert worden. Unternehmensinhalt lt. Gewerbeanmeldung waren “Direktmarketing, Planung und Durchführung”. Der von Ihnen genannte Unternehmer betreibt nach unserem Kenntnisstand noch zwei weitere Unternehmen.”

    Soweit Eckhard Behr, PR-Berater der IHK. Ich muss schon sagen, dass mich das dann doch sehr überrascht. Wilk, der mir (erfolglos) per anwaltlicher Unterlassungserklärung verbieten lassen wollte, dass ich ihn und die DMV Deutscher Medien Verlag Limited in irgendeinen Zusammenhang bringe, hat die Chuzpe, nur zwei Monate später eben jenes Unternehmen als Gewerbe in Deutschland anzumelden.

    Halten wir also fest: Das Gewerbe DMV Deutscher Medien Verlag Limited existiert in Deutschland seit 16.2.2011 nicht mehr. Und auch in Großbritannien wirds wohl langsam eng. Companies House, quasi das Handelsregister, hat auch auf eine zweite Anfrage hin keine Antwort von der DMV bekommen, ob sie nicht langsam mal einen neuen Director benennen will. Die Ausschöpfung aller Fristen und rechtlichen Schritte dauere seine Zeit, teilt mir Companies House mit. Spätestens im Juni könnte die DMV zwangsweise abgemeldet werden.

    Allein schon wegen dieser Ungereimtheiten, laufender staatsanwaltschaftlicher und polizeilicher Ermittlungen, steuerrechtlicher Probleme und so weiter, würde ich als betroffener Unternehmer eine Rechnung des DMV natürlich nicht bezahlen. Ein Rechtsstreit ist hier ziemlich unwahrscheinlich. Bei der TM Marketing Service Limited liegt der Fall wohl ähnlich.

    Update, 23.02.2011 Die TM Marketing Service Limited reagiert nun auch auf Anfechtungsschreiben. An einen Unternehmer schreibt eine “Katja Fischer” etwa:

    Der Grundeintrag mit ihrer Adresse ist kostenfrei. Die optionalen Kontaktdaten kosten 497,- EUR für ein Jahr. Diese Informationen finden Sie auch auf dem Auftragsformular. Ihre Reaktion auf unsere Rechnung können wir nicht nachvollziehen. Es entsteht eher der Eindruck, dass der Auftrag bei Ihnen nicht gelesen wurde. Da Sie auf Ihrem Auftrag den Bereich für die Kontaktdaten ausgefüllt haben, wurde von uns die erweiterte Eintragung vorgenommen.
    Einen Hinweis, dass die von Ihnen angegebenen Kontaktdaten nur für uns zur Information dienen sollten, war leider nicht vorhanden.
    Sorgen Sie bitte – falls noch nicht geschehen – für den zeitnahen Ausgleich unserer Rechnung.

    Hier wird also versucht, alle Schuld auf den Unternehmer abzuwälzen. Interessant, dass im Briefkopf nun gar nicht mehr das Schlagwort “Gelbes Branchenbuch” auftaucht, das noch auf dem Auftragsfax und auf der Rechnung prangte. Nun heißt es nur “Mein-Branchenverzeichnis.info” und darunter steht “Über 5 Millionen Einträge.” Damit sind wohl die negativen Blog- und Foreneinträge über diese Abzocker gemeint…

    Den “Kundenservice”, wie “Katja Fischer” schreibt, würde man montags bis freitags zwischen 8 und 16.30 Uhr erreichen. Angegeben sind abermals die 0180-Nummern (Fax und Telefon), die auch auf der Rechnung zu finden waren.
    Süffisant wird sich am Ende des Schreibens, das als Ortsmarke “London” enthält, für die “angenehme Kommunikation mit Ihnen” bedankt.

    Update, 24.02.2011 Die TM Marketing Service Limited (mein-branchenverzeichnis.info) verschickt seit heute per Fax Mahnungen. Auf diesen ist eine neue Kontonummer angegeben. Nun muss die Deutsche Bank herhalten. Als Kontonummer wird die 242459600 angegeben. Bankleitzahl ist die 50070024 (Deutsche Bank Frankfurt/Main). Die Bank freut sich bestimmt über Hinweise zur Geschäftspraktik ihres neuen Kunden.

    Update, 04.03.2011 Witziges Detail am Rande: Offenbar streiten sich nun schon die Abzocker untereinander. Das auch hier bereits thematisierte “Gelbe Branchenbuch” der MCP Holding aus Belize, erreichbar unter gelbesbranchenbuch.com und gelbesbranchenbuch.info, hat sich wohl bei der WIPO, einer Art Mediationscenter für Domainnamen, beschwert und Ansprüche auf die Domain gelbes-branchbuch.info gestellt. Es würde Verwechslungsgefahr bestehen. Auch sei nicht bekannt, ob der Domaininhaber von gelbes-branchenbuch.info, dieser ominöse Linh Wang, eine natürliche oder juristische Person sei. Eine Antwort auf die Beschwerde gab es natürlich auch nicht. Am 4. Februar wurde die Beschwerde allerdings trotzdem abgewiesen.
    Update, 07.03.2011Auf domain-recht.de wird der Vorgang nochmal erklärt und genauer eingeordnet.

    Update, 07.03.2011 Unterdessen geht Florian Wilk wieder in die Öffentlichkeit. Auf fair-news.de veröffentlichte er eine Pressemitteilung, bezugnehmend auf sein Unternehmen Media Treuhand GmbH.


    Da mich immer wieder Betroffene fragen, ob sie mir etwas für meine Recherchen spenden können: Ich habe eine Amazon-Wunschliste. Von dieser darf man mir gern etwas bestellen. Vielen Dank!

    Alle Artikel zum Thema:

    02.12.2010: Abzock-Versuch von mein-branchenverzeichnis.info
    15.2.2011: Rechnung von mein-branchenverzeichnis.info
    17.2.2011: gelbes-branchenbuch.info und mein-branchenverzeichnis.info nutzen gleiche Kontonummer
    19.4.2011: Chronik der Ereignisse


    Nun gibt es auch wieder Neues von mein-branchenverzeichnis.info. Die TM Marketing Service Ltd. verschickt jetzt auch Rechnungen für den nutzlosen und überteuerten Eintrag auf ihrer nur schlecht und sehr langsam funktionierenden Website. Der Eintrag wurde im Dezember 2010 per Spam-Fax an Unternehmer akquiriert. In dem verlinkten Beitrag steht auch eine Handlungsempfehlung, wie nun meiner Meinung nach zu verfahren ist: Erstatten Sie bei Erhalt einer Rechnung Anzeige wegen Verdacht auf Betrug. Bezahlen Sie nicht.

    Die Rechnung (497 Euro zzgl. MwSt. = 591,43 Euro) kommt in einer ähnlichen Aufmachung daher wie bei gelbes-branchenbuch.info. Sogar der verwendete Zahlschein scheint der gleiche zu sein. Wie auch bei den Rechnungen des DMV Deutscher Medien Verlag Limited findet sich an dem Zahlschein links die aufgedruckte Nummer “732.01.1 01.2010″. Hierbei handelt es sich offenbar um Überweisungsvordrucke, wie sie von verschiedenen Verlagen, etwa dem Sydow-Verlag oder dem Dieckmann-Verlag anboten werden.

    Als Absender der Rechnung, die per Post eintrifft, zeichnet die TM Marketing Service Limited in London mit Director Jonathan Scott verantwortlich. Per Telefon oder Fax könne man sich an den “Kundendienst” wenden. Die Telefonnummer lautet 01805 662060, die Faxnummer 01805 662065. Beide Nummern werden laut Bundesnetzagentur im Netz der First Communication GmbH, Lyoner Straße 15, 60528 Frankfurt am Main, geschalten (wie bei gelbes-branchenbuch.info). Eine Anfrage nach dem Zuteilungsnehmer der Nummern ist an First Communication raus.

    Auch eine Umsatzsteuer-Identnummer findet sich wieder auf den Rechnungen. Sie lautet DE 272635523. Hier dürfte der Fall genauso wie bei gelbes-branchenbuch.info vom DMV liegen: Da die TM Marketing Service Ltd. über keine deutsche Niederlassung verfügt, darf sie aus London gar keine Mehrwersteuer für deutsche Unternehmer erheben. Das habe ich in diesem Beitrag erläutert (ab “Update vom 22. Dezember 2010″).

    Interessant ist diesmal auch der Poststempel des Briefumschlages. “Briefzentrum 17″ ist auf ihm zu lesen. Das Briefzentrum 17 befindet sich in Neubrandenburg. Bei gelbes-branchenbuch.info wurde das Briefzentrum 04 in Leipzig benutzt. Auffällig ist auch hier wieder die räumliche Nähe. Sollten hier altbekannte Kräfte wirken?

    Die Bankverbindung ist diesmal ein Konto (661521500) bei der Commerzbank. Die Bankleitzahl 70040041 gehört zur Commerzbank im Großraum München. Die Bank dürfte sich über entsprechende Hinweise freuen.

    Update 16.2.2011 Auch in Österreich hat mein-branchenverzeichnis.info seine Werbefaxe ausgesendet. Auch dort sind Unternehmer auf den Nepp hereingefallen und erhalten nun Rechnungen.
    Offenbar ist es auch bereits einigen Unternehmern gelungen, über die angegebene Rufnummer Mitarbeiter der TM Marketing Service Ltd. zu erreichen. In einem mir bekannten Fall wurde die Herabsetzung des Rechnungsbetrages auf 400 Euro angeboten. Auch dies ist wieder eine Parallele zum “Vorgänger” gelbes-branchenbuch.info. Auch hier wurde eine “Kulanzregelung” getroffen. Meiner Meinung nach ist dies ein weiterer Hinweis darauf, dass hier nur versucht wird, relativ schnell zu viel Geld zu kommen. Hier geht es nicht um einen ordentlichen Geschäftsablauf, noch viel weniger um ein funktionierendes Branchenverzeichnis. Hier wird abgegrast, was abzugrasen geht.


    Da mich immer wieder Betroffene fragen, ob sie mir etwas für meine Recherchen spenden können: Ich habe eine Amazon-Wunschliste. Von dieser darf man mir gern etwas bestellen. Vielen Dank!

    gelbesbranchenbuch.com (GBB Mailings) nervt abermals

    Nur eine kurze Meldung: Nachdem es nun offenbar still geworden ist um das kleine Imperium namens gelbes-branchenbuch.info aus Greifswald, mailen die Freunde von gelbesbranchenbuch.com schon wieder. Ein Update dazu steht hier am Anfang des Textes. Alles, was man wissen muss, steht im gesamten Text.

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  • Zwei Blogger zwischen Leipzig und Dortmund

    (Reklame) Leipzig und Dortmund werden bis April meinen und den Rhythmus von Thomas bestimmen. Wie in den Vorjahren auch bloggen wir für die Motorrad Messe Leipzig (Februar) und die Motorräder Dortmund (März). Das Blog gibts hier, die Facebook-Seite hier. Eine Pressemitteilung dazu gibt’s hier (PDF).

    zweiradmessen.jpg

    Und weil einmal Dortmund nicht genug ist, sind wir Mitte März und Mitte April gleich noch mal dort. Für die Westfalenhallen Dortmund bloggen wir von der CREATIVA und der INTERMODELLBAU. Begleitet werden beide Messen auch bei Facebook. Die Blogs starten bald, die Facebook-Seite für die CREATIVA ist bereits gestartet.

    (Reklame off)

    Kino Taucha mit neuer Website

    Das Kino in Taucha hat eine neue Website. Mit einer aufgefrischten Optik, der Programmierung unter Webstandards und der Anbindung an Facebook und Twitter entstand eine moderne Website, die noch an den Vorgänger erinnert, aber eine logische Weiterentwicklung darstellt. Die Website basiert auf WordPress, das verwendete Original-Template heißt Designpile.

    kinotaucha_vh.jpg

    Vielen Dank an den Kunden Daniel Grahl für das Vertrauen und die tolle, konstruktive Zusammenarbeit.

    Link: Kino Taucha

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  • Symantec versendet “Phishing-Mails”

    Natürlich tut Symantec das nicht. Blöderweise aber die beauftragte PR-Agentur Lewis-PR. Weil die HTML-Mail merkwürdige Links zu einer Public Relations Software enthält, identifiziert Thunderbird die Pressemitteilung, die eigentlich Gutes verbreiten will, als böse Phishing-Mail.


    Warum Thunderbird hier üble Machenschaften vermutet, wird deutlich, wenn man sich die Mail ansieht. Da wird ein Download einer Broschüre, die sich hier befindet: http://www.symantec.com/de/de/about/news/resources/press_kits/detail.jsp?pkid=smb_check_up mit dieser Adresse verlinkt: http://image.medianetworkmanager.de/lr.aspx?r=35564a16948949f127911695.
    Das ist etwas, das moderne Mailprogramme gar nicht leiden können. Sehr oft werden auf diese Weise gefälschte Mails verschickt, um Bankdaten zu stehlen, weil vorgegeben wird, man öffne paypal.com, während man stattdessen aber auf einer russischen Hackerseite seine Daten eingibt. Entsprechend warnt Thunderbird auch beim Klick auf eine solche Verlinkung mit:

    “Thunderbird hält diese Nachricht für verdächtig!

    Es könnte sein, dass die Nachricht zu einer betrügerischen Webseite führt, die eine andere Webseite optisch imitiert. Eventuell möchte man Ihnen sensible Daten stehlen (z.B. PIN, TAN, Benutzernamen, Passwörter, etc.).

    Der Nutzen für Lewis PR dürfte klar sein: Das Tool Medianetworkmanager zeichnet sicher Klicks auf. Am Ende kann genau analysiert werden, welcher Empfänger auf welchen Link geklickt und wie oft die Pressemitteilung geöffnet hat. Das erleichtert das Reporting für den Kunden ungemein. Der Irrsinn zieht sich selbst bis in die Verlinkung der E-Mail-Adresse, worauf sich nach dem Klick darauf erst einmal der Browser öffnet, um mitzuteilen, dass das “Objekt” verschoben wurde und direkt im Anschluss dann doch das Fenster für eine neue E-Mail öffnet.

    Die Vorgehensweise mag für Lewis PR einen praktischen Nutzen haben. Im schlimmsten Fall allerdings landen die PR-Mails direkt im Spam der Empfänger oder werden aus Angst gar nicht erst gelesen. Gerade für eine PR-Agentur, die für einen Anbieter von Sicherheitslösungen arbeitet, ein eher unglücklicher, wenn nicht gar peinlicher Zustand.

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  • Filed under: Mediales, Werbliches
  • Wie Arsch auf Eimer

    Manchmal passen Aufmacher und Anzeige einfach zusammen wie Arsch auf Eimer. Kleiner Tipp nur am Rande: Bei zu viel Fettaufnahme passt der Arsch dann nirgends mehr hin.

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  • Filed under: Lokales, Werbliches
  • Das deutsche Radio hat es schwer. Zum Dudelfunk und Begleitmedium degradiert, versuchen vor allem private aber zunehmend auch öffentlich-rechtliche Stationen den Balanceakt zwischen Formatierung und Anspruch. Was nicht oft gelingt.

    Und dennoch gibt es inmitten von Superhits und geheimnisvollen Geräuschen hörens- und auszeichnungswerte Beiträge. Sagt auch die Gattungsinitiative Radiozentrale, die sich seit 2005 die Aufgabe gestellt hat, das Medium wieder ins rechte Licht zu rücken. Nach Botschaften wie „Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.“ und „Radio verkauft“ sollen nun mit dem 1. Deutschen Radiopreis herausragende Leistungen gewürdigt werden. „Zum ersten Mal arbeiten öffentlich-rechtliche und private Sender für solch einen Preis zusammen. Er ist ein Paradebeispiel im dualen Zusammenspiel, um die Leistungs- und Innovationsfähigkeit unter Beweis zu stellen“, sagt Radiozentrale-Geschäftsführer Lutz Kuckuck. Die Preisverleihung solle dazu beitragen, „dem Radio in Deutschland den Platz einzuräumen, der ihm zukommt“, so Kuckuck weiter. Und der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust konstatiert: „Das Radio hat längst einen eigenen Preis verdient. Es ist vielseitig und immer wieder überraschend.“

    Das Urteil darüber, welche Beiträge auszeichnungswürdig sind, obliegt dem Adolf-Grimme-Institut. Eine Jury vergibt Preise in elf Kategorien wie beste Morgensendung, Reportage, Recherche, Moderation, Interview, Comedy und auch Sounddesign und Höreraktionen. Laut Statut werden Einreichungen prämiert, die zwischen Juni 2009 und Mai 2010 gesendet wurden und die Stärken und Möglichkeiten des Mediums hervorheben. Um Unabhängigkeit zu gewährleisten, sind keine Vertreter von ARD- und privaten Hörfunksendern in der Jury. Auch der Freistaat will absahnen. Uwe Kammann, Direktor des Grimme-Institutes sagt: „Ohne zuviel zu verraten: Bei den Einreichungen war der sächsische Radioraum stark vertreten.“ Und so bestätigen denn auch Hitradio RTL, die Sächsischen Lokalradios und Radio PSR, sich beteiligt zu haben. Ob es für einen der ersten, undotierten, Plätze des Deutschen Radiopreises reichte, wird sich am 17. September in Hamburg zeigen. Die glanzvolle Gala mit Gästen wie Phil Collins, Lena, Adel Tawil oder Hans-Dietrich Genscher wird auf diversen Radiostationen live übertragen und im NDR-Fernsehen als Aufzeichnung gesendet.

    Erschien am 11. September 2010 in der Leipziger Volkszeitung.

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