Leipziger Volkszeitung: Norbert Schmid muss gehen

Umstrukturierungen und Kündigungen – Ende November 2011 wurde bekannt, dass der Leipziger Volkszeitung eben dieses bevor steht. Bis 2013 sollen 53 Stellen gestrichen oder nach Altersteilzeitregelungen nicht mehr besetzt werden. 20 bis 30 Redakteursstellen werde dies betreffen, sagte Geschäftsführer Norbert Schmid damals zur taz:

Schmid verteidigt die Entlassungen trotzdem als notwendige Umstrukturierungen im Rahmen einer längerfristigen Effizienzstrategie. Über die Einrichtung der Zentralredaktion und die damit für Leipzig verbundenen Stellenverluste spreche man bereits seit drei Jahren. „Das ist ein ganz normaler Vorgang“, so Schmid.

Heute nun wurde bekannt, dass Norbert Schmid selbst gehen muss, ihm wurde gekündigt, heißt es aus dem Hause LVZ. Laut aktueller Madsack-Pressemitteilung, die natürlich von einem Abgang auf eigenen Wunsch spricht, übernimmt zum Jahresbeginn 2013 Ralf Halfbrodt (49) die Geschäftsführung der LVZ. Zusätzlich zur Geschäftsführung des Göttinger Tageblatts, die er bereits inne hat. Scheint ein ruhiger Job zu sein, so eine Geschäftsführung eines Verlages, dass man gleich zwei leiten kann…

Norbert Schmid kam erst am 1. April 2009 zur Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG. Über die Gründe des Ausscheidens Schmids kann man trefflich spekulieren. Vielleicht hat er nicht schmerzhaft genug gespart.

Ein Gedanke zu „Leipziger Volkszeitung: Norbert Schmid muss gehen

  1. regionalzeitungen überlebe nur, wenn sie authentisch und ehrlich ausführlich über geschichten und aufreger in ihrer region was machen. einfach dpa meldungen abzudrucken und 2-3 kommentare reinpacken bringts einfach nicht. ich brauche weder lvz noch die berliner zeitung, um mich über aktuelles in der welt zu informieren. daher weine ich weder den journalisten im ruhestand, noch deren geschäftsführern nach, die bis heute nicht verstehen WOLLEN, wie die welt um sie herum tickt. tschüssikowsky, herr s.

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