GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Seit Februar nimmt E-Plus keine Neukunden mehr für Laufzeitverträge auf, sondern bietet stattdessen das Produkt BASE an. Dieses heißt neuerdings “Mein BASE”, kommt ohne Monatspaketpreis, dafür aber mit immer noch zu teuren Minutenpreisen daher. 19 Cent pro Minute in alle deutschen Netze und 19 Cent pro SMS sind heutzutage einfach nicht mehr am Markt orientiert. Da retten auch die Flatrates nichts.

Was also tun, scheint sich E-Plus Service zu fragen – und hat offenbar eine Lösung gefunden. Kunden, die etwa ihren bisherigen BASE-Vertrag kündigen, werden einfach in “Mein BASE” gedrückt, ob sie wollen oder nicht. So geschehen jetzt meiner Mutter. Diese hatte ihren Vertrag gekündigt, Ende September sollte die Frist sein. Die Rückholer von E-Plus ließen nicht lange auf sich warten und meldeten sich nun telefonisch. Man habe ein tolles Produkt namens “Mein BASE”, ob sie es sich nicht nochmal überlegen wolle. Nein, antwortete meine Mutter entschieden, mit Verweis auf die teuren Tarife. Auch nach den zubuchbaren Flats ist man noch immer zu teuer, erklärte sie der Anruferin von EPlus Service und lehnte dankend ab.

Nun kam aber der Trick: “Ich entlasse Sie jetzt sofort aus dem Vertrag. Aus Kulanz.” Das klang sicher gut, hatte nur einen Haken: Die E-Plus-Anruferin macht das nicht aus Nächstenliebe. Auf die mehrmalige Nachfrage meiner Mutter, ob sie nun wirklich vorzeitig aus dem Vertrag sei und ab sofort nichts mehr zu zahlen habe, wurde dies bestätigt. Wer wird da wohl ablehnen.

Zwei Tage später dann ein Schreiben von BASE. “Sie haben sich an das unbeschwerte Telefonvergnügen bei BASE gewöhnt und möchten die guten Konditionen nicht aufgeben. Das freut uns sehr…” Danach die Mitteilung, dass der Mobilfunkvertrag “wunschgemäß” kostenfrei in den “Mein BASE” umgestellt wurde. “Ihr E-Plus Service Vetrag wird um weitere 24 Monate verlängert. Ihre Kündigung wird damit gegenstandslos und gilt als aufgehoben.”

So geht das also: Wenn Kunden aufgrund zu hoher Preise und schwachbrüstig ausgebautem Netz davonlaufen, lügt man ihnen am Telefon einfach Dinge vor, lässt Details weg und erklärt daraufhin die Kündigung des Kunden für nichtig. Äußerst feinfühlig.

Meine Mutter hat nun einen Widerruf inklusive Beschwerde über die Mitarbeiterin geschrieben, in der Hoffnung, dass E-Plus wenigstens dieses versteht.

Update: Nach wenigen Stunden meldete sich BASE/E-Plus bei mir und meiner Mutter. Die Angelegenheit wird nun geklärt, die Vertragsverlängerung wurde bereits storniert.

Update 2: Die Vertragsverlängerung ist zwar storniert, allerdings weigert sich BASE, das Versprechen einzuhalten, meine Mutter vorzeitig aus dem Vertrag zu entlassen. Die Fachabteilung hätte geprüft und meint, das ginge nicht. Glaube ich nicht. Wir sind uns sicher, dass da was geht…

Update 3: Nach einigen Wochen gibt es nun eine Klärung: Es wird Gutschriften geben, die dafür sorgen sollten, dass bis zum Jahresende nur noch Nullrechnungen entstehen.

Nachbetrachtungen zur sächsischen MA 2010 Radio II

Zweimal im Jahr gibt es für Radiomacher “Zeugnisse”. Konkreter: Zahlen, anhand derer nachgewiesen werden soll, wie hart man gearbeitet habe, um dem Hörer ein gutes Programm zu bieten. Die Mediaanalyse im Juli gilt dabei als preisbildend, weil anhand dieser Zahlen die Werbepreise festgelegt werden.

Logo: Energy SachsenInsofern dürfte vor allem Energy Sachsen freuen, was die Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse (AG.MA) diesmal errechnet hat: Der Sender gewann demnach 25.000 Hörer in der Durchschnittsstunde dazu und liegt nun bei 56.000 Hörern, nachdem man zur MA 2010 Radio I nur 31.000 Hörer vorweisen konnte. Das entspricht einem Plus von 81,6 Prozent (alle Zahlen bezogen auf Sachsen, Gesamtzielgruppe). Bezogen auf den gesamtdeutschen Markt liegt die Steigerung gar bei 87,7 Prozent. Schaut man sich die Zielgruppe 14-49 Jahre an, gewinnt das kleine Energy 97 Prozent hinzu, bei den 14-19-Jährigen sind es knapp 102 Prozent und bei den 20-29-Jährigen 115 Prozent.

Bei derart großen Zugewinnen liegt die Frage nahe, wie diese zustande kommen. Geburtenknick passé? Bei der AG.MA erklärt man das so: “Bei so kleinen Sendern in kleinen Bundesländern sind die Schwankungen normal und im Bereich der Schwankungsbreiten durchaus zulässig. Das ist normale Statistik. Bei der vergangenen MA hatte Energy Sachsen stark verloren, nun gewinnen sie eben wieder. Das lässt sich nicht näher erklären und wir enthalten uns einer Stellungnahme, warum die Zahlen nun besser ausgefallen sind”, so ein Sprecher der AG.MA.

Bei Energy Sachsen sieht man die Sache erwartungsgemäß klarer. Nico Nickel, Sprecher des Medienzentrums Leipzig am Markt, in dem Energy zusammen mit Radio PSR und R.SA sitzt, sagt: “Die neue Mannschaft, die im August 2009 mit Programmchefin Carola Jung aufgestellt wurde, bekommt nun ihr erstes Zeugnis. Diese MA betrachtet ja den Herbst und das Frühjahr und zeigt, dass Energy ein junges Radio macht. Die klare Ausrichtung auf “Hit Music only” wird von der Zielgruppe goutiert. Die Hörer bekommen nun wieder das, was ihnen Trailer und Programm versprechen”, sagt er. Diese Kontinuität herrsche nun ein Jahr vor und würde sich auszahlen. Einen Anstieg der Hörerzahlen habe man bei Energy bereits vorausgesehen. “Das hatten wir bereits mit der im Blick und konnten erahnen, dass es wieder besser wird. Überraschend ist natürlich die Höhe des Anstieges, die nun aber die Vermarktung wieder etwas leichter macht”, so Nickel.

Bei aller Freude zeigen die Zahlen und die starken Zuwächse von rund 100 Prozent aber vor allem eines auf: Die Fehler in der Methodik der Mediaanalyse. Wie sollen Sender und vor allem Werbetreibende vernünftig langfristig planen, wenn einem die März-MA katastrophale Ergebnisse und die Juli-MA passend zum Wetter eitel Sonnenschein beschert? Vor allem Jugend- und kleine Sender klagen seit Jahren über die Methodik. Zur Erhebung der Einschaltquoten werden von den beauftragten Callcentern nur Festnetzanschlüsse angerufen. In Zeiten günstiger Prepaid-Angebote und einer Zielgruppe, die so mobil wie nie ist, gleicht die Abfrage für Jugendwellen einem Kampf Davids gegen Goliath. Während die eigenen Eltern und Großeltern am Festnetz befragt werden, welchen Sender sie hören, geht die MA an den meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen schlichtweg vorbei.

Nur ganz schnell die Zahlen der aktuellen Mediaanalyse (MA) Radio II in Sachsen, die heute veröffentlicht wurde. Es gab teils hohe Zugewinne, teils aber auch Verluste. Vor allem MDR 1 Radio Sachsen hat verloren, was noch mit Auswirkungen der neuen Grundgesamtheit aus dem vergangenen Jahr zusammenhängen dürfte.

Energy Sachsen: gewinnt 25.000 Hörer (!) und kommt nun auf 56.000 Hörer
HITRADIO RTL SACHSEN: gewinnt 18.000 Hörer und liegt nun bei 86.000 Hörern
MDR 1 RADIO SACHSEN: verliert 44.000 Hörer (!) und hat jetzt 317.000 Hörer
R.SA: verliert 12.000 Hörer und liegt nun bei 119.000 Hörern
Radio PSR: verliert 14.000 Hörer und kommt nun auf 166.000 Hörer
Die Sächsischen Lokalradios gewinnen7.000 Hörer und liegen damit nun bei 125.000 Hörern.
Hörer pro Durchschnittsstunde, 14-49 Jahre, Sachsen.

Weitere Zahlen und Vergleichsmöglichkeiten bei der RMS und reichweiten.de.

Jubeln dürfte heute das Radiozentrum Leipzig mit Radio PSR, R.SA und dem nahezu bereits einverleibten Energy Sachsen. Zwar verlor PSR deutlich, ist aber immernoch sächsischer Marktführer bei den Privaten, R.SA nach wie vor auf Platz 2. Der Zugewinn von Energy Sachsen ist tatsächlich beträchtlich. Glückwunsch an alle Beteiligten.

Jubeln verboten? Weil die AGOF ihre Erhebungen angepasst hat, dürfen ihr angeschlossene Website-Betreiber ihre Zugriffszahlen zwar nennen, aber nicht vergleichen. Das Portal spieletipps.de fühlte sich daraufhin zu einer witzigen Pressemitteilung veranlasst.

Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) erfasst die Reichweiten von Websites und will nach eigener Definition das Internet zum transparenten und planbaren Werbeträger machen. Damit das in Zukunft besser gelingt, wurden für die neuerliche “Markt-Media-Studie” internet facts 2010-I Anpassungen vorgenommen.

Bislang ging man davon aus, dass ein Nutzer das Internet über verschiedene Wege besucht und sich dafür an mehr als einen Ort begibt oder an einem Ort zwei Rechner nutzt. Das machte aus dem Nutzer einen MultiClient-Nutzer, weil er mindestens zwei Zugangswege zum Internet fand. Neu ist nun, dass davon ausgegangen wird, dass Nutzer das Internet “von mehr als einem Ort aus nutzt und beziehungsweise oder mit mehr als einem Browser pro Rechner online geht”. Bis zu vier Clients sind es nun, die pro Nutzer zugrunde gelegt werden. Was zur Folge hat, dass die Anzahl der MultiClient-Nutzer von bislang 37 Prozent auf nun etwa 75 Prozent stieg.
Außerdem wurde (analog etwa zur Radio-MA) die neue Grundgesamtheit zugrunde gelegt. Neben der bislang deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren werden auch bei der AGOF EU-Ausländer und andere deutschsprachige Ausländer in der Grundgesamtheit erfasst und abgebildet.

Aufgrund dieser Änderungen dürfen die neuen Ergebnisse allerdings nicht mit bisherigen verglichen werden – einfach, weil sie nicht vergleichbar sind. Jubeln über Zuwächse ist den Anbietern, trotz wirklicher Zuwächse, also verboten. Weil diese Rechnerei und theoretischen Annahmen niemandem zu vermitteln sind, fühlte sich das Portal spieletipps zu einer witzigen Pressemitteilung berufen, die ich hier ungekürzt veröffentliche.
Weiterlesen »

Ostprodukte sind im Jahr 20 nach der Wende angesagter denn je. Ob Konsumgüter oder Industriewaren – es wird wieder “Ost” gekauft. Doch es genügt nicht, nur auf die Herkunft zu setzen.

Im Frühjahr 2005 verhalf ausgerechnet eine TV-Castingshow einem Ostprodukt zum Erfolg in Gesamtdeutschland. Unter dem Namen Nu Pagadi feierte damals die Gewinnerband des Pro-Sieben-Formats „Popstars“ erste Erfolge. Den gleichen Namen trägt ein Produkt aus dem sächsischen Radebeul. „Plötzlich war unsere Frühstückscreme Nu Pagadi sprichwörtlich in aller Munde“, erinnert sich Karl-Heinz Hartmann, Geschäftsführer der heutigen Sächsischen und Dresdner Back- und Süßwaren. Nach 14 erfolgreichen Jahren in den neuen Bundesländern wagte der Manager mit seinen Nudossi-Produkten die Ausweitung des Verkaufsgebietes auf verschiedene Länder im Altbundesgebiet.
Die Popband existierte nur ein Jahr. Nudossi dagegen wird – nach zwischenzeitlich überstandenem Insolvenzverfahren – noch immer verkauft, auch im Westteil der Republik. Im Jahr 2009 stieg der Umsatz des Unternehmens um zehn Prozent. Was nicht allein dem „Ostbonus“ zu verdanken sei, wie Hartmann meint: „Vor allem die jungen Menschen interessiert es nicht, ob wir eine ehemalige DDR-Marke sind. Die wollen Qualität und genau darüber profilieren wir uns“, sagt er. Ein Konzept, das aufzugehen scheint: Ein Test der Zeitschrift Öko-Test bescheinigte Nudossi qualitativ hochwertige Inhaltsstoffe und zeichnete die Nuss-Nougat-Creme mit einem „sehr gut“ aus. Das Konkurrenzprodukt Nutella bekam dagegen nur den Stempel „gut“.
Weiterlesen »

Ich bin kein großer Karussell-Fan. Ich mag es nicht, wenn sich alles dreht, ich nicht mehr weiß, wohin ich schauen soll und ich nur noch hoffe, dass es schnell vorbei ist. Aber ich mag Achterbahnen. Als kürzlich der 5fach-Looping auf der Kleinmesse war, bin ich mehrfach gefahren. Der Adrenalin-Kick und das Dauergrinsen danach sind nicht zu beschreiben. Überschläge, Drehungen, Ruckeln oder sonstiges machen mir nichts aus.


Anzeige


Heute bot sich wieder die Gelegenheit dafür. Bei Belantis wird seit April eine neue Achterbahn gebaut. Huracan ist der Name der neuen, großen Achterbahn, die ab Sonnabend für jeden zugänglich ist. Der rote Rollercoaster steht gleich am Anfang des Freizeitparks. Er ist die erste Attraktion der achten Themenwelt, die in den nächsten Jahren entsteht. Das “Reich der Sonnentempel” soll das Land Südamerika repräsentieren, zehn bis zwölf Millionen Euro will Belantis in diese Welt investieren. Huracan allein wird mit etwa fünf Millionen Euro zu Buche schlagen, heißt es.

32 Meter hoch, fünf Überschläge, maximal 85 Kilometer pro Stunde. Soweit die Fakten. Jetzt zum Selbsttest, denn ich wollte unbedingt mitfahren. Zuerst allerdings durften sechs mehr oder weniger bebuste Mädels erst den Fotografen und Kameramännern schöne Augen machen und danach die Achterbahn einweihen. Mit gellenden Schreien und fröhlich winkenden Armen.

Danach, endlich, die Gelegenheit, Huracan auszuprobieren. Schön groß sind die Wagen, in die jeweils sechs Personen passen. Das so genannte “Cinema-Seating” sorgt dafür, dass auch die hinteren Passagiere alles sehen – sie sitzen leicht höher als ihre Vordermänner. In den schick angemalten Wagen fühlt man sich gleich wohl. Die Sitze sind weich, der große Haltebügel, den man selbst von oben vor den Körper ziehen muss, fühlt sich ebenfalls gut an und gibt ein Gefühl von Sicherheit. Dann fährt der Wagen aus dem Bahnhof. Eine kleine Rechtskurve und schon steht man kurz vor dem 32 Meter hohen Liftturm.

Beeindruckend und erhaben steht er da. Und wartet darauf, einen mit hinauf zu nehmen. Ganz langsam bewegt sich das Kettenband, plötzlich ein Ruck. Der Wagen wird angezogen und neigt sich in die Senkrechte. Wir liegen und blicken in den Himmel. So in etwa müssen sich Astronauten fühlen. Wissend, dass sie gleich tausende Kilometer von daheim entfernt und der Technik ausgeliefert sind, nicht mehr zurück können. Etwa fünf Sekunden später neigt sich der Wagen wieder in die normale Position. Für einen kurzen Moment genieße ich die Aussicht über Belantis. Doch ich komme nicht dazu – der Wagen stürzt in die Tiefe. Schreie, Panik, Adrenalinausstoß, ein breites Grinsen im Gesicht. 95 Grad beträgt die Neigung, mit der es abwärts geht, steiler als Senkrecht. Danach folgen Überschläge, Rollen, Schrauben. Bevor man es richtig realisiert, ist alles schon wieder vorbei.

“Nochmal, nochmal”, schreit das Adrenalin im Körper. “Muss nicht unbedingt”, sagt der Kopf, der während der Fahrt mehrfach an den Gummi des Haltebügels prallte. Doch nicht ganz so weich. Okay, noch einmal also. Wieder rauf, Aussicht, runter, schreien, überschlagen, drehen, rollen, schrauben. Als der Wagen im Bahnhof ankam, fühlte ich etwas flaues im Magen, bekam für einen Moment Kopfschmerzen und mir wurde plötzlich warm. Nach dem Aussteigen musste ich einige Sekunden das Laufen wieder üben. Aber: Es hat Spaß gemacht und ich bin sicher nicht das letzte Mal gefahren.

Was ich derzeit noch als Problem sehe: Wenn man im Bahnhof ankommt, stehen mindestens zwei Wagen vor einem. Deren Passagiere müssen erst aussteigen und neue zusteigen, bevor man selbst aussteigen kann. Das könnte sich als Staufalle erweisen, gerade wenn großer Andrang herrscht. Was mit Sicherheit passieren wird, wenn am Sonnabend die Attraktion offiziell eröffnet. Um keinen Frust bei den Besuchern aufkommen zu lassen, soll es ein Ticketsystem geben: Das so genannte Fastride-System funktioniert wie das Nummern ziehen beim Amt. Jeder Gast kann täglich einmal kostenfrei einen Zeitpunkt bestimmen, an dem er ohne Anstehen über einen gesonderten Eingang fahren darf. Das System stamme aus den USA, wo es meist mit Zusatzkosten verbunden sei.

Noch mehr Fotos gibt es im Flickr-Account von Belantis.

Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt, nicht vom Bürger. Ginge es nach den Deutschen, hätte Joachim Gauck aber wohl bereits das Rennen gemacht. Dieser Eindruck entsteht zumindest, wenn man sich die Aktivitäten um seine Person im Internet anschaut. So entstehen immer mehr Gruppen und Websites, die mit zum Teil kreativen Mitteln klar Stellung beziehen für den DDR-Bürgerrechtler.
Eine Zusammenfassung der Netz-Aktionen von Gauck-Fans für LVZ-Online.

Am morgigen Donnerstag ist Gauck um 18 Uhr in der Kuppelhalle des LVZ-Gebäudes zu Gast. Ich werde von dort über den Twitter-Account lvzonline berichten. Wer Fragen hat, kann diese mit dem Hashtag #gauckLVZ versehen stellen. Wir leiten diese dann weiter.

Anders als in der Überschrift dargestellt kann ich mir nicht erklären, wieso O2 plant, die Kopplung von Handy und Notebook – neuerdings “Tethering” genannt – zu verbieten. Damit schickt O2, wie René von mobiflip.de es so schön ausdrückt, seinen eigenen Datentarif in die Steinzeit.

Kann denn keiner der Netzbetreiber mehr zuhören und einfach das machen, was der Kunde will? Gerade Mobilfunkanbieter leiden nun wirklich an allem, aber nicht an Geldnot. Was also bitte soll der Mist? Nehmt Euer vieles Geld, investiert es in zuverlässige Technik und freut Euch über zufriedene Kunden. Ist das so schwer?

Und vor allem: Was heißt das nun für FONIC? Wird man dort künftig auch derart geknebelt? Ich hoffe doch sehr auf die Vernunft von O2.

Mölkauer Verein schult Kinder / Spenden für neues Gelände gesucht

Um Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen, lernen Schüler beim Hundesportverein Leipzig-Mölkau den richtigen Umgang mit Hunden. Und erfüllen damit zugleich einen Teil ihres offiziellen Lehrplans.

“Schaut euch mal den Hund hier an. Will der spielen?”, fragt Dagmar Apitz, während sie auf eine Zeichnung eines Schäferhundes zeigt. “Nein, der hat die Ohren nach vorn gelegt und fletscht die Zähne, der ist wütend”, ruft ein Junge und wird für seine richtige Erklärung gelobt. Rund 50 Schüler der Klassen 2a und 2b der Theodor-Körner-Schule aus Paunsdorf sind an diesem Vormittag zu Gast beim Hundesportverein Leipzig-Mölkau. Der Verein ist, wie viele andere Ortsgruppen in ganz Deutschland, dem Verein für Deutsche Schäferhunde angeschlossen und bildet nicht nur seine Vierbeiner aus, sondern schult auch Kinder im Umgang mit den Fellträgern.
Weiterlesen »

Hinweis: Dieser Blogeintrag wurde geändert. Die Attack2net Inc. aus Chicago verbietet mir, die Mails, die ich von ihnen erhalten habe, als Spam zu bezeichnen. Entsprechend wurden einzelne Sätze dieses Eintrages geändert.

Der Schutz Deiner persönlichen Daten ist NewsPush sehr wichtig und somit halten wir uns strikt an die Regeln des Datenschutzes der Vereinigten Staaten von Amerika.

Dieser fast schon ironische Satz steht in den Datenschutz-Bestimmungen der News-Plattform NewsPush. Einer Plattform, die seit Tagen Mails durch die Lande schickt, um auf den Start der ach so tollen Website hinzuweisen, auf der man selbst Pressemitteilungen und andere News einstellen kann. Da gibt’s ja auch kaum welche.

Heute wurde die Strategie geändert. Nachdem man mir in den letzten Tagen eine “Einladung zu Newspush” sandte, bin ich nun plötzlich Mitglied:

HINWEIS: Du erhälst diese Mail als registrierter Benutzer von NewsPush.
Bitte lese diese Mail aufmerksam !
Sie enthält wichtige Nachrichten zur Nutzung von NewsPush !

Das Holperdeutsch setzt sich in der Mail, die mich über die Sensation informiert, dass alle News aus Newspush nun auch bei Google News mitlaufen, weiter fort.

Weiterhin dürfen wir Euch darüber informieren, dass die Probleme mit dem Mailservern nun behoben sein sollten. Sorry, für eventuell entstandene Probleme. Registrierungs-Emails und Systemnachrichten solltet Ihr alle somit nun wieder uneingeschränkt erhalten können. Wer sich von Euch jedoch bereits registriert hat un noch keine Bestätigungsmail bekommen hat, möge bitte unseren Support unter [...] kontaktieren.

Nee, danke, funktioniert alles super. Selbst die, die gar nicht registriert sind, erhalten Registrierungsmails.

Verantwortlich für NewsPush ist die Attack2Net Inc. aus Chigaco, USA. Bis vor wenigen Tagen versuchte das Unternehmen noch, mit einer Wikipedia-Alternative namens WikiBay auf sich aufmerksam zu machen.

Mittel gegen die unverlangt erhaltenen Mails von NewsPush hat man offenbar keine, einen Abmeldelink in der Mail gibt es nicht – zumal man solche Links in zweifelhaften Mails solcher meiner Meinung nach zweifelhaften Unternehmenskonstrukten ohnehin nicht klicken soll. Was bleibt ist der “Mark as Spam”-Button.

Update: Wie oben beschrieben, möchte Attack2Net nicht, dass ihre Mails, die mich unverlangt erreichten, als Spam bezeichnet werden. Nach Rücksprache mit meinem Leipziger Anwalt Markus Heinker habe ich mich entschieden, dieses Wort zu streichen. Ob die unverlangte Zusendung von vier Mails an mich bereits als Spam zu bezeichnen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden und kann aufgrund der kurzen Frist, die mir Attack2Net zur Entfernung des Wortes Spam gestellt hat (bis heute 16 Uhr), nicht abschließend bewertet werden. Die Attack2Net teilte mir per Mail mit: (Originalzitat) “Fakt und nachwerisbar ist: Attack2net Inc. “WILL” auf gar keinen Fall eine “Newsplattform mit Spam pushen!”

Zudem will mir die Attack2Net die Verbreitung meiner Meinung, das Unternehmen sei ein zweifelhaftes Unternehmenskonstrukt, verbieten. Dieser Forderung komme ich nicht nach, da es sich hierbei um freie Meinungsäußerung und eine persönliche Bewertung handelt.

Weiterhin teilt mir die Attack2Net mit, meine Behauptungen wären “nachweislich laut $ 1083 BGB unwahr und damit
strafbar”
. Ich nehme an, mit “$ 1083″ war §1083 des BGB gemeint. Was dieser mit vorliegendem Fall zu tun hat, erschließt sich mir allerdings nicht.

Auch teilt mir die Attack2Net per Mail mit, ich hätte fragliche Mailadresse, an die das Unternehmen mir die unverlangten Mails schickte, bei “top-nachrichten24″ eingetragen. Den Inhalt des Portals hätte Attack2Net gekauft. “Insofern handelt es sich um eine einzige E-Mail zum geschäftlichen Kontakt und die ist ausdrücklich auch nach letzter BGH-Entscheidung bei ihnen in Deutschland zulässig !”, schreibt mir Rodney Hold von Attack2Net. Hierzu erkläre ich: Ich kenne dieses Portal nicht, habe es noch nie für den Versand von Pressemitteilungen genutzt und bin dort auch nicht registriert.

Dass ich nicht nur nur “eine einzige Mail zum geschäftlichen Kontakt” erhalten habe, sondern mehrere, sei einem technischen Fehler geschuldet, den Attack2Net in einer weiteren Mail mit “HAck auf den Mailserver” bzw. “ein Fehler in den MailQUerys” beschrieb.


Empfehlungen




Schuldnerberatung Leipzig
Werbung
Fußpflege Taucha

Kategorien


Archiv


Dauerbrenner

Über

Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
Projekte & Kontakt

Meta


bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis
Bloggeramt.de