
Taucha. Der kleine Osterhase hat ein Problem: Weil er zum Fest der bunten Eier immer der Letzte ist, der selbige noch bemalt, wird er von seinen Kollegen mit den langen Löffeln ständig gehänselt. Um diesem Ungemach künftig aus dem Weg zu gehen, beginnt Meister Lampe nun schon eher – und stolpert mit seinen Ostervorbereitungen mitten ins Weihnachtsfest, von dem er überhaupt keine Ahnung hat. Und erlebt dabei so manche Überraschung.
Diese Geschichte bekamen die Schüler der Regenbogengrundschule am letzten Schultag des noch laufenden Jahres erzählt. Die Teilnehmer der Singe-AG um Lehrerin Gabi Bölsche führten die Abenteuer des „Weihnachtshasen“ als Musical auf.
So erlebten die Schüler und Lehrer in zwei Vorstellungen den Hasen, gespielt und gesungen von Viertklässlerin Swenja Heider. „Nächstes Jahr bin ich Erster“, schwor er sich, als er eine Woche vor Weihnachten mit dem Bemalen der Eier begann. Ein Holzfäller, Kinder und Frauen erzählten dem unwissenden Osterhasen vom Fest der Liebe und Geschenke, das Besinnlichkeit bringen sollte. Doch so richtig ruhig wurde es nicht. Stattdessen stritten die Menschen und hatten Stress. Und wieder wusste der Hase nicht, was Weihnachten ist. Doch am Ende wurde alles gut und alle sangen gemeinsam das Lied „Dann ruht die Welt“, das von „viel Zeit für deine Träume, ganz viel Zeit für Spiel und Spaß“ erzählte.
Ein tosender Applaus der Schüler war den 21 Nachwuchsschauspielern anschließend sicher. Auch Bärbel Küster, Erzieherin vom Hort „Tauchsches Spielhaus“, der in der Schule untergebracht ist, war begeistert. „Ich bin extra früher gekommen, weil ich das unbedingt erleben wollte. Ein schönes, modernes Märchen“, sagte sie. Nur sieben gemeinsame Proben hatten die kleinen Musical-Stars. „Mit dem Ergebnis bin ich aber äußerst zufrieden“, lobte auch Gabi Bölsche, die ihre Schützlinge danach in die Weihnachtsferien entließ.
Erschien am 28. Dezember 2007 in der Leipziger Volkszeitung.