{"id":1094,"date":"2008-03-26T14:47:40","date_gmt":"2008-03-26T13:47:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2008\/03\/26\/mittelschueler-erhielten-berufswahlpass\/"},"modified":"2008-03-26T14:47:40","modified_gmt":"2008-03-26T13:47:40","slug":"mittelschueler-erhielten-berufswahlpass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/mittelschueler-erhielten-berufswahlpass\/","title":{"rendered":"Mittelsch&#252;ler erhielten&nbsp;Berufswahlpass"},"content":{"rendered":"<p>Taucha. Realsch&#252;ler der siebten Klasse haben alles M&#246;gliche im Kopf. Ein konkreter Berufswunsch geh&#246;rt nur in seltenen F&#228;llen dazu. Ein Umstand, dem die Mittelschule Taucha seit Jahren mit einer gezielten Berufsvorbereitung entgegenwirkt. \u201eHaben wir zuerst nur punktuell angesetzt, entwickelten wir im Laufe der Zeit ein ganzes Konzept, wie Sch&#252;ler bereits ab der siebten Klasse langsam an die Berufswahl herangef&#252;hrt werden k&#246;nnen\u201c, erz&#228;hlt Christine Simon, stellvertretende Schulleiterin. Bereits im dritten Jahr wird dieses Konzept durch den Berufswahlpass erg&#228;nzt, den die Sch&#252;ler vor den Ferien erhielten.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nHerausgegeben wird der Pass, der vielmehr ein ganzer Ordner als nur ein Pass ist, von der S&#228;chsischen Arbeitsstelle f&#252;r Schule und Jugendhilfe. In ihm k&#246;nnen die Sch&#252;ler sp&#228;ter \u201edas Leben aufbl&#228;ttern\u201c, wie es Christine Simon formuliert. Derzeit ist er noch fast leer \u2013 bis auf die Hinweis- und Erl&#228;uterungsbl&#228;tter. Ulrike Denkinger, Sozialarbeiterin an der Mittelschule erkl&#228;rte vor der 7b den Aufbau: \u201eDer Pass besteht aus vier Teilen: Angebote zur Berufsorientierung, Wege zur Berufswahl, Dokumentationsteil und Lebensordner.\u201c Gef&#252;llt wird der Hefter unter anderem mit einem pers&#246;nlichen Profil, Zertifikaten &#252;ber schulische und au&#223;erschulische Leistungen und Unterrichtsmaterialien aus verschiedenen F&#228;chern. Der Lebensordner ist dann echte Lebenshilfe in den ersten Berufsjahren. Er zeigt Zust&#228;ndigkeiten von &#196;mtern, gibt Tipps im Umgang mit Geld oder ber&#228;t zur ersten eigenen Wohnung.<br \/>\n\u201eIn den ersten zwei Jahren geht es vor allem darum, f&#252;r sich zu kl&#228;ren, wer man ist und wohin man will. Die Sch&#252;ler sollen sich mit den eigenen Interessenbesch&#228;ftigen, Vorlieben und Abneigungen, also ihre St&#228;rken und Schw&#228;chen herausfinden\u201c, so Denkinger. Ab der Klasse 9 soll der Berufswahlpass gezielt bei der Orientierung nach einem Ausbildungsberuf helfen. \u201eImmerhin gibt es &#252;ber 340 davon, da will es vorher genau &#252;berlegt sein, was einem Spa&#223; macht und was nicht\u201c, merkt Denkinger an.<\/p>\n<p>Einige Sch&#252;ler wissen bereits jetzt, wohin ihre berufliche Laufbahn f&#252;hren soll. \u201eKrankenschwester, weil ich anderen Menschen helfen will\u201c, sagt beispielsweise Mariam Jaabous. Und Julia Zinke w&#252;rde am Liebsten als Kinderg&#228;rtnerin arbeiten. Andere sind noch unentschlossen. \u201eWas mit Tieren vielleicht\u201c, so eine andere Sch&#252;lerin. Bei den Jungs der Klasse herrschte Ratlosigkeit. \u201eHier kann der Pass helfen, denn wer sich selbst kennt, wird schnell merken, wof&#252;r er begeisterungsf&#228;hig ist\u201c, meint die Sozialarbeiterin. Aber auch die Eltern sind gefragt. \u201eDie m&#252;ssen ihre Kinder einsch&#228;tzen und regelm&#228;&#223;ig kontrollieren, was ihre Sch&#252;tzlinge eingeheftet und angefertigt haben\u201c, erg&#228;nzt Christine Simon. Nachweise &#252;ber Praktika oder andere au&#223;erschulische Aktivit&#228;ten bez&#252;glich der Berufsvorbereitung geh&#246;ren unbedingt mit hinein. Auf die sorgf&#228;ltige F&#252;hrung des Ordners kommt es an, wei&#223; Denkinger: \u201eImmer mehr Ausbildungsbetriebe kennen den Pass und fragen danach.\u201c<\/p>\n<p><em>Erschien am 26. M&#228;rz 2008 in der Leipziger Volkszeitung.<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fmittelschueler-erhielten-berufswahlpass%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taucha. Realsch&#252;ler der siebten Klasse haben alles M&#246;gliche im Kopf. Ein konkreter Berufswunsch geh&#246;rt nur in seltenen F&#228;llen dazu. 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