{"id":1111,"date":"2008-04-21T11:54:27","date_gmt":"2008-04-21T09:54:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/?p=1111"},"modified":"2010-06-21T15:15:11","modified_gmt":"2010-06-21T13:15:11","slug":"eine-art-das-leben-zu-geniessen-oldtimerfreunde-unter-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/eine-art-das-leben-zu-geniessen-oldtimerfreunde-unter-sich\/","title":{"rendered":"Eine Art, das Leben zu genie&#223;en: Oldtimerfreunde unter&nbsp;sich"},"content":{"rendered":"<p>Taucha. Oldtimer werden nicht gekauft, sie werden vor allem \u201egefunden\u201c. In Scheunen, verfallenen Garagen oder sogar im Wald. Diese Antworten h&#246;rte, wer gestern beim Oldtimer- und Teilemarkt bei M&#246;bel H&#246;ffner in Taucha mit den Besitzern alter Karossen ins Gespr&#228;ch kam.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBesitzer wie J&#246;rg Weller, der mit seinem metall-blauen Chevrolet Apache, Baujahr 1959, anreiste. \u201eDen habe ich tats&#228;chlich in Einzelteilen aus einer Scheune rausgeholt und St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck zusammengebaut\u201c, sagte der Inhaber einer Werbeagentur. Stolze 250 PS stark ist der Motor des Pick-Ups, der rund 200 Stundenkilometer schafft. \u201eAber so schnell wird er nur selten gefahren, das muss ja nicht sein. So ein Schmuckst&#252;ck bewegt man ja vor allem, um gesehen zu werden\u201c, lachte er. Etwas Besonderes ist sein Apache wegen des vielen Chroms. \u201eDavon wurden nicht viele gebaut, bei den meisten wurden Sto&#223;f&#228;nger und andere Teile einfach nur lackiert\u201c, wei&#223; Weller. Etwa 10000 Kilometer legt er j&#228;hrlich mit dem \u201eChevi\u201c zur&#252;ck, f&#228;hrt zu Oldtimertreffen und Bastlern.<\/p>\n<p>Ebenfalls ein Scheunenfund war die Citroen DS, die Steffen Schulze pr&#228;sentierte. Das gelbe Gef&#228;hrt anno 1968 war damals seiner Zeit voraus. \u201eSie hat Servolenkung, eine hydropneumatische Federung und sogar mitlenkende Scheinwerfer\u201c, informierte der Redakteur und &#220;bersetzer. Als erstes Auto &#252;berhaupt hatte es eine stromlinienf&#246;rmige Karosserie. Ber&#252;hmt wurde die DS, die auch als \u201eG&#246;ttin\u201c bezeichnet wird, durch zahlreiche Filme, etwa \u201eFant\u00f4mas\u201c mit Louis de Fun\u00e8s.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/dg_4und20\/2430716424\/\" title=\"Oldtimer- und Teilemarkt Taucha von Daniel Gro&#223;e bei Flickr\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm4.static.flickr.com\/3063\/2430716424_3de483fd20_m.jpg\" width=\"240\" height=\"160\" alt=\"Oldtimer- und Teilemarkt Taucha\" align=\"left\" style=\"margin:0 10px 10px 0\" \/><\/a>Richtig alt ist der Adler Trumpf Junior von Udo Gaida. \u201eBaujahr: 1936\u201c steht in den Papieren des roten Cabriolets, dessen Motor nur 25 PS leistet. Sichtbar ist dieses Alter aber nicht. \u201eIn den 60er Jahren wurde der Wagen schon einmal restauriert, ich habe ihn aber nochmal grundlegend aufgewertet\u201c, so der KFZ-Meister im Ruhestand. \u201eJetzt gerade habe ich noch eine Hupe gekauft, f&#252;r einen anderen Oldtimer, den ich derzeit restauriere\u201c, freute sich der 64-J&#228;hrige. Mit seiner Frau Monika f&#228;hrt Udo Gaida oft zu Freunden nach Zinnowitz oder Niedersachsen. \u201eIn aller Ruhe \u2013 das ist unsere Art, das Leben zu genie&#223;en\u201c, l&#228;chelte er. An Oldtimertreffen mag Gaida vor allem den \u201eGeist von fr&#252;her\u201c, wie er sagte. \u201eHier wird sich noch gegenseitig geholfen, kommt man &#252;ber die Autos ganz leicht ins Gespr&#228;ch miteinander. Im normalen Leben vermisst man solche Offenheit meist\u201c, meinte er.<\/p>\n<p>Etwa 150 historische Fahrzeuge, Autos wie auch Motorr&#228;der, konnten die mehreren hundert Besucher vor dem M&#246;belhaus und in einer anschlie&#223;enden Ausfahrt gen St&#246;rmthal bestaunen. Veranstalter Roland Wei&#223; war angesichts des Andranges zufrieden: \u201eIch finde das unheimlich spannend, wie viele Leute sich f&#252;r die alten Autos interessieren\u201c, sagte er. Mindestens vier solche Treffen will Wei&#223; in diesem Jahr noch ausrichten, unter anderem im Horch-Museum Zwickau. <\/p>\n<p><em>Erschien am 21. April 2008 in der Leipziger Volkszeitung.<\/em><br \/>\n<strong>Extra f&#252;r meine Blogleser:<\/strong> <a href=\"http:\/\/flickr.com\/photos\/dg_4und20\/tags\/oldtimermarkt\/\">Fotos vom Oldtimer- und Teilemarkt Taucha<\/a>.<\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Feine-art-das-leben-zu-geniessen-oldtimerfreunde-unter-sich%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taucha. Oldtimer werden nicht gekauft, sie werden vor allem \u201egefunden\u201c. In Scheunen, verfallenen Garagen oder sogar im Wald. 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