{"id":1133,"date":"2008-05-22T08:14:40","date_gmt":"2008-05-22T06:14:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/?p=1133"},"modified":"2021-07-05T10:52:37","modified_gmt":"2021-07-05T08:52:37","slug":"ein-gefuehl-fuer-die-praxis-bekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/ein-gefuehl-fuer-die-praxis-bekommen\/","title":{"rendered":"&#8222;Ein Gef&#252;hl f&#252;r die Praxis&nbsp;bekommen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Taucha. Radiomoderator wollen nur die Wenigsten werden. Trotzdem war das Musikzimmer des Tauchaer Gymnasium gestern Mittag bis auf den letzten Platz besetzt. Denn diese Referentin steht eher selten vor einer Schulklasse: Friederike \u201eFreddy\u201c Lippold, Morgensirene von Energy Sachsen, sprach beim Traumberufetag &#252;ber den Beruf des Radiomoderators, der streng genommen gar keiner ist, weil er nicht explizit erlernt werden kann. <\/p>\n<p>So h&#246;rten die Gymnasiasten der Klassen 9 bis 12 dann, dass ihr Idol eher &#252;ber Umwege zum Radio kam. \u201eIch habe mich f&#252;r das Journalistik-Studium eingeschrieben, machte mehrere Promotionjobs und kam so auch zu einem Praktikantenjob bei Energy. Dort blieb ich zwei Jahre. Unbezahlt. Was aber egal war, weil es Spa&#223; machte\u201c, erz&#228;hlte die 29-J&#228;hrige. Als dann der Programmchef fragte, ob sie sich vorstellen k&#246;nne, am Mikro zu stehen, &#228;nderte sich einiges. \u201eIch wurde zur Marke ausgebaut, musste die Belegung der gef&#252;hlt tausend Kn&#246;pfe am Mischpult beherrschen und stand pl&#246;tzlich in der &#214;ffentlichkeit. Ich kleines M&#228;dchen aus Bad D&#252;ben\u201c, schmunzelte sie. Heute wei&#223; sie, dass sie als Moderatorin eines Jugendsenders nicht ewig ihre Br&#246;tchen verdienen kann. \u201eDarum habe ich mich vor drei Jahren entschieden, ein berufsbegleitendes Studium an der <a href=\"http:\/\/www.werbeakademie.de\">Werbeakademie<\/a> zu absolvieren, bin nun Kommunikationswirt und damit eine diplomierte Tratschtante beim Radio. Das ist ja schonmal was.\u201c<br \/>\n<!--more--><br \/>\nGanz so leicht, wie es sich w&#228;hrend ihrer Sendung anh&#246;re, verdiene sich beim Rundfunk aber kein Geld. \u201eEs ist hart, vor allem als Morgenmoderatorin. Ich frage mich t&#228;glich um 4.30 Uhr, warum ich das &#252;berhaupt mache. Aber es gibt ja auch die sch&#246;nen Seiten. Dass man mit Leuten zusammenkommt, die man sonst nie treffen w&#252;rde\u201c, erz&#228;hlt sie. Beispielsweise mit ihren Stars: Depeche Mode. \u201eDie waren beim Pressetermin in Berlin so betrunken, dass man sich kaum unterhalten konnte. Trotzdem lie&#223; ich nicht locker, bis ich ein Foto mit mir und S&#228;nger Dave Gahan hatte. Das sieht allerdings so schlimm aus, dass ich damit nicht mal angeben kann\u201c, bedauerte sie.<br \/>\nBereits zum achten Mal veranstaltete das Gymnasium Taucha den Traumberufetag. \u201eEs ist in erster Linie eine Berufs- und Studienorientierung\u201c, erkl&#228;rt Christian Krusemark, an der Schule mitverantwortlich f&#252;r die Berufsberatung. Im Vorfeld gab es eine Bedarfsanalyse, welche Studieng&#228;nge und Berufe die Sch&#252;ler interessieren. Vorgestellt wurden diese von Eltern, ehemaligen Sch&#252;lern, Vertretern der Wirtschaft und Hochschulen. Grundtenor dabei war, einen Tag im jeweiligen Beruf zu beschreiben. \u201eWichtig ist uns, dass wir Leute aus der Praxis da haben, die erz&#228;hlen k&#246;nnen, wie es wirklich aussieht. Denn oftmals ist die Praxis doch etwas anders, als Hochglanzbrosch&#252;ren glauben machen wollen\u201c, so Krusemark. Rund 60 Vortr&#228;ge und Seminare wurden angeboten. Auch LVZ-Redakteur Olaf Barth sprach vor den Sch&#252;lern und stellte den Beruf des Journalisten vor.<br \/>\nNeben dem theoretischen und eher passiven Teil gab es auch einen praktischen, in dem Bewerbertrainings f&#252;r erfolgreiche Vorstellungsgespr&#228;che durchgef&#252;hrt wurden. Auch die Spezifik eines Assessment-Centers wurde erkl&#228;rt. Ebenso gab es Informationen zum Studieren im Ausland, Zivildienst oder Stipendien in den USA.<\/p>\n<p>M&#246;glich wurde der Orientierungstag durch Sponsoren und das Engagement der Lehrerschaft. Christian Krusemark: \u201eHolger Kie&#223;ling, unser Fachleiter Naturwissenschaften, hat sogar ein Computerprogramm geschrieben, um alle Vortr&#228;ge zeitlich exakt planen zu k&#246;nnen.\u201c<\/p>\n<p><em>Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 22. Mai 2008. <\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fein-gefuehl-fuer-die-praxis-bekommen%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taucha. Radiomoderator wollen nur die Wenigsten werden. Trotzdem war das Musikzimmer des Tauchaer Gymnasium gestern Mittag bis auf den letzten Platz besetzt. 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