{"id":144,"date":"2006-07-22T07:50:39","date_gmt":"2006-07-22T06:50:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2006\/07\/22\/zeugnisse-in-sachsen-so-waren-die-leipziger-promis-und-personlichkeiten-in-der-schule\/"},"modified":"2013-01-28T16:15:04","modified_gmt":"2013-01-28T15:15:04","slug":"zeugnisse-in-sachsen-so-waren-die-leipziger-promis-und-personlichkeiten-in-der-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/zeugnisse-in-sachsen-so-waren-die-leipziger-promis-und-personlichkeiten-in-der-schule\/","title":{"rendered":"Zeugnisse in Sachsen: So waren die Leipziger Promis und Pers&#246;nlichkeiten in der&nbsp;Schule"},"content":{"rendered":"<p>Prima, heute war&#8217;s dann soweit. Heute durfte mein stark gek&#252;rzter und verst&#252;mpterter Artikel zu den Zeugnissen, die gestern ausgeteilt wurden, neben einem Artikel &#252;ber Holzkreuze f&#252;r Drogentote und einer Unfallmeldung stehen. Danke, LVZ! Ich ver&#246;ffentliche hier den Ursprungstext, damit sich der Leser ein Bild davon machen kann, wie der Artikel eigentlich aussah. Und ja, ich bin sauer. Das &#228;ndert nun aber auch nichts mehr.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Schwarzer Freitag oder Grund zum Jubeln: heute gibt\u2019s Zeugnisse<\/strong><br \/>\nBekannte Leipziger erz&#228;hlen aus ihrer Schulzeit<\/p>\n<p>Heute wird es f&#252;r die rund 40 000 Sch&#252;ler an den 190 &#246;ffentlichen und freien Schulen in Leipzig wieder ernst: Die Zeugnisausgabe steht an. F&#252;r viele ist es ein fr&#246;hlicher Tag und ein gelungener Start in die Sommerferien. Andere w&#252;rden aus Angst vor den \u201eGiftbl&#228;ttern\u201c wohl lieber zu Hause bleiben. Wer wirklich ernste Probleme mit seinen Zensuren hat und nicht wei&#223;, wie er diese seinen Eltern erkl&#228;ren soll, f&#252;r den hat das S&#228;chsische Kultusministerium wieder eine Hotline geschalten. Von 10 bis 15 Uhr stehen die Berater am heutigen Freitag unter 0180 2000242 (6 Cent pro Anruf) zur Verf&#252;gung.<\/p>\n<p>Miserabel oder spitze, Problemkind oder Mustersch&#252;ler? Wir haben die Zeugnisausgabe zum Anlass genommen und uns bei Leipziger Promis und Pers&#246;nlichkeiten umgeh&#246;rt, wie sie die Schulzeit in Erinnerung haben.<\/p>\n<p>Insgesamt 21 Jahre Schulzeit hat <strong>Berthold Sprengel<\/strong>, kommissarischer Direktor des Regionalschulamtes, hinter sich. Der \u201eHerr\u201c &#252;ber 380 Schulen im Regierungsbezirk Leipzig mit etwa 11 000 Lehrern ging zw&#246;lf Jahre zur Schule, absolvierte des Abitur, paukte vier weitere Jahre zum Lehrerexamen und hing daran ein f&#252;nfj&#228;hriges Fernstudium in einer ingenieurtechnischen Fachrichtung dran. \u201eUnd was soll ich sagen \u2013 ich m&#246;chte keinen Tag dieser Zeit vergessen\u201c, so Sprengel. Deutsch, Sport, Mathe und Physik waren seine Lieblingsf&#228;cher. \u201eWeniger interessant fand ich die Biologie. Trotzdem reichte es nur Note zwei. Im ersten Berufsjahr wurde ich sogar mal Vertretungslehrer in diesem Fach.\u201c &#220;berhaupt kein Verst&#228;ndnis hatte Berthold Sprengel f&#252;r die Staatsb&#252;rgerkunde.<\/p>\n<p>Impressario und Classic-Open-Chef <strong>Peter Degner<\/strong> wusste bereits in der Schule, was er werden will: \u201eK&#252;nstler. Darum war ich in Deutsch und Musik immer gut, stand mit den Naturwissenschaften aber auf Kriegsfu&#223;\u201c, sagt er. Was schlie&#223;lich in der sechsten Klasse in einer Blamage endete: \u201eIch musste die sechste wegen einer f&#252;nf in Mathe wiederholen. Klar war das peinlich, heute stehe ich dazu. Und schlie&#223;lich ist ja trotzdem was aus mir geworden, oder?\u201c<\/p>\n<p><strong>Tobias K&#252;nzel<\/strong>, S&#228;nger der \u201ePrinzen\u201c konnte in der Schule das Wichtige vom N&#246;tigen unterscheiden, wie er sagt. \u201eDas hat mir vieles erleichtert und das kann man den Kids von heute auch nur w&#252;nschen.\u201c In den F&#228;chern, die ihm Spa&#223; machten, war er dann auch top: \u201eEnglisch oder Deutsch waren gut. Physik eigentlich nur wegen dem coolen Lehrer, da gab es immer viel Spa&#223;\u201c, erinnert er sich. Auch sonst ging Tobias gern zur Schule. \u201eAls das dann sp&#228;ter mit den M&#228;dels losging sowieso\u201c, grinst er. Stress am Zeugnistag gab es bei K&#252;nzels daheim nur, wenn er eine schlechte Zensur in Betragen hatte \u2013 \u201ealso ziemlich oft!\u201c<\/p>\n<p>&#220;berhaupt keinen Kopf machen musste sich <strong>Friederike Lippold<\/strong>. Die \u201eFreddy\u201c von Radio Energy Sachsen hatte laut eigenen Aussagen bis zur siebten Klasse nur Einsen. \u201eJa, ich war eine Streberin\u201c, gibt sie kleinlaut zu. Nach der Zeugnisausgabe fuhr die ganze Familie von Bad D&#252;ben nach Wellaune in den \u201eKohlhasenkrug\u201c zum Essen. \u201eDas war immer die Belohnung f&#252;r mich und meine j&#252;ngere Schwester Henriette\u201c, so Freddy. Das Abitur bestand sie mit 1,6. \u201eDie Note wurde durch eine f&#252;nf in Mathe versaut. Und das, obwohl ich ein Jahr vor dem Abi noch Nachhilfe bekommen hab\u201c, &#228;rgert sich Friederike heute noch. Derzeit macht sie eine nebenberufliche Ausbildung zur Kommunikationswirtin, im Herbst stehen wieder Zeugnisse an. \u201eDas wird diesmal wohl nicht so gut ausfallen wie zu Abiturzeiten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Michael Schimansky<\/strong>, Leiter des Amtes f&#252;r Wirtschaftsf&#246;rderung war nach eigenem Bekunden \u201enie der Beste, aber meistens recht gut. Schule war f&#252;r mich nie eine Belastung. Das lag aber wohl auch daran, dass wir eine tolle Truppe an der damaligen Helmholtz-EOS in der Wei&#223;enfelser Stra&#223;e waren.\u201c Mathe und Englisch mochte er bis zum Schluss. \u201eRussisch habe ich nur ertragen, weil ich meinen Lehrer Herrn Brauner sehr sch&#228;tzte\u201c, wei&#223; Schimansky noch heute.<\/p>\n<p>\u201eIm Sport war ich eine Kanone\u201c, erinnert sich <strong>Nikolaus Job<\/strong>, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Belantis Vergn&#252;gungspark an seine Schulzeit. In der Oberstufe gefiel es ihm am Besten. \u201eWir hatten dort eine prima Teestube zum Rumh&#228;ngen\u201c, schmunzelt er. Neben Sport z&#228;hlte er Englisch, Deutsch und Kunst zu seinen Favoriten, gehasst hat er Religion und Physik. \u201eWirkliche Angst vor den Zeugnissen hatte ich nie, denn danach gab\u2019s ja Ferien\u201c, sagt Job, der sich auch heute noch zutrauen w&#252;rde, die Schulbank zu dr&#252;cken.<\/p>\n<p>Ein \u201ekleiner Schlauer\u201c war nach eigenen Angaben <strong>Axel Metz<\/strong> von Radio Leipzig. Besonders Sprachen hatten des dem heutigen Moderator angetan: \u201eEnglisch und Russisch konnte ich super, hatte immer eine Eins. \u201eWas ich gar nicht verstanden hab, war Chemie. F&#252;r die Abschlusspr&#252;fung hatte ich extrem hart gelernt \u2013 allerdings nur f&#252;r ein Themengebiet. Das Pokerspiel ging auf, genau dieses Thema kam dran und ich bekam eine Zwei\u201c, erz&#228;hlt Metz.<\/p>\n<p><strong>Hans-Peter Wohlfahrt<\/strong>, Agenturchef und Organisator der Balloon Fiesta mochte vor allem Sport und Geschichte. \u201eMusik und Deutsch habe ich gehasst. Nicht wegen der F&#228;cher selbst, sondern weil die Lehrer komisch waren. Au&#223;erdem konnte ich nicht singen, das will ich auch heute keinem zumuten\u201c, lacht er. Die Kopfnoten waren eher durchwachsen. \u201eIn Flei&#223; gab\u2019s meist \u00b4ne Zwei, in Betragen und Ordnung eher eine Drei und Vier. Die waren auch der Grund, warum ich manchmal das Zeugnis meinem strengen Vater lieber nicht gezeigt h&#228;tte.\u201c Derzeit lernt Wohlfahrt wieder. \u201eIch will Spanisch lernen, habe mir gerade eine CD f&#252;rs Auto geholt.\u201c<\/p>\n<p>Zoo-Direktor <strong>J&#246;rg Junhold<\/strong> interessierte sich schon immer f&#252;r die Naturwissenschaften. \u201eBio, Physik und Chemie haben mir viel Spa&#223; gemacht. Das spricht ja auch f&#252;r meine Wahl, sp&#228;ter Veterin&#228;rmedizin zu studieren.\u201c &#220;berhaupt schien er ein Musterknabe zu sein. \u201eSo richtige Hass-F&#228;cher gab es nicht. Und Angst vor den Zeugnissen kannte ich auch nicht. Ich war ein guter Sch&#252;ler.\u201c<\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fzeugnisse-in-sachsen-so-waren-die-leipziger-promis-und-personlichkeiten-in-der-schule%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prima, heute war&#8217;s dann soweit. Heute durfte mein stark gek&#252;rzter und verst&#252;mpterter Artikel zu den Zeugnissen, die gestern ausgeteilt wurden, neben einem Artikel &#252;ber Holzkreuze f&#252;r Drogentote und einer Unfallmeldung stehen. Danke, LVZ! Ich ver&#246;ffentliche hier den Ursprungstext, damit sich der Leser ein Bild davon machen kann, wie der Artikel eigentlich aussah. 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