{"id":1511,"date":"2009-01-23T10:06:45","date_gmt":"2009-01-23T09:06:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/?p=1511"},"modified":"2009-01-23T10:06:45","modified_gmt":"2009-01-23T09:06:45","slug":"schnitzeljagd-auf-franzoesisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/schnitzeljagd-auf-franzoesisch\/","title":{"rendered":"Schnitzeljagd auf&nbsp;Franz&#246;sisch"},"content":{"rendered":"<p>Taucha. Kinder und Jugendliche lernen, so hei&#223;t es oft, im Spiel am schnellsten. Insofern waren die beiden Veranstaltungen am Montag im Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasium ausgezeichneter Lernstoff. Doch zum Spiel kam auch harte Arbeit bei den Aktionen in der Bildungseinrichtung. Das war zum einen das Jolkafest der Russisch-Sch&#252;ler, das bereits zum vierten Mal durchgef&#252;hrt wurde. Und zum anderen kam als Premiere eine Schnitzeljagd der Franz&#246;sisch-Sch&#252;ler hinzu. Quer durch Taucha f&#252;hrte diese, auf dem Weg mussten Fragen beantwortet werden.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAnlass der etwas anderen Franz&#246;sisch-Stunde war der Deutsch-Franz&#246;sische Tag, der seit 22. Januar 2003 in beiden L&#228;ndern gro&#223; gefeiert wird. Im Jahr 1963 wurde an diesem Tag der deutsch-franz&#246;sische Vertrag geschlossen, der als Meilenstein auf dem Weg zum vereinigten Europa gilt. Unter dem Motto \u201eBringt Franz&#246;sisch ins Spiel\u201c wollte auch das Gymnasium diesen besonderen Tag begehen. Die Idee f&#252;r die Schnitzeljagd kam dabei von Albine Bessire. Die 22-J&#228;hrige aus Paris ist derzeit als Fremdsprachenassistentin im Gymnasium t&#228;tig. \u201eDas besondere ist, dass hier Sch&#252;ler f&#252;r Sch&#252;ler arbeiten\u201c, erkl&#228;rte sie. Die Schnitzeljagd wurde von den Zehntkl&#228;sslern f&#252;r die Sechstkl&#228;ssler organisiert. Im Franz&#246;sisch-Unterricht wurden die Strecke ausgearbeitet, die Wegbeschreibungen und die Fragen ausgedacht. Keine Angelegenheit von ein paar Minuten \u2013 immerhin mussten 13 Gruppen mit je f&#252;nf bis sechs Sch&#252;lern eingeplant werden.<\/p>\n<p>So dauerte die Schnitzeljagd auch mehrere Stunden, die Gruppen starteten im Abstand von zehn Minuten, f&#252;r die Strecke durch Taucha ben&#246;tigten die Sch&#252;ler etwa 45 Minuten. In der ersten Gruppe starteten drei M&#228;dchen und zwei Jungen der sechsten Klasse, begleitet von Sarah Armonies aus der Zehnten.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt acht Stationen\u201c, hatte Franz&#246;sisch-Lehrer Mario Matthias vorher erkl&#228;rt. Diese Stationen zu finden war die erste Aufgabe. Keine leichte, wie sich herausstellte, denn die Wegbeschreibung war nat&#252;rlich auf franz&#246;sisch. \u201eVor Zimmer 21 gehen und dann links umdrehen?\u201c, fragten sich Alexandra und Antonia. Auch Friederike, Marcel und Thomas wussten sich keinen Rat. Also musste das W&#246;rterbuch zu Rate gezogen werden. Schnell war klar, dass ihr Weg in die Bibliothek im Keller f&#252;hrte. Hier warteten zwei Sch&#252;lerinnen der zehnten Klasse und stellten den f&#252;nf Franz&#246;sisch-Neulingen, die erst seit diesem Schuljahr die Sprache lernen, eine Frage \u2013 nat&#252;rlich auch wieder nicht auf Deutsch. Die Nachbarl&#228;nder von Deutschland und Frankreich mussten gesucht und auf einen L&#246;sungszettel eingetragen werden. Die zweite Station war an der Bushaltestelle gegen&#252;ber der Mehrzweckhalle. Direkt unter dem Schild \u201eRondell Chadrac-Espaly\u201c wurde die Frage nach den franz&#246;sischen Partnerst&#228;dten Tauchas gestellt. Dass die L&#246;sung so nah liegt, bemerkten die Sch&#252;ler in der Anspannung nicht. Weitere Stationen waren unter anderem das Lebensmittelgesch&#228;ft am Markt, wo franz&#246;sische K&#228;sesorten benannt werden mussten, oder der Friedhof, auf dem es um Napoleon ging.<br \/>\n\u201eMir macht das Spa&#223;, das ist mal was anderes\u201c, sagte Thomas, w&#228;hrend er im W&#246;rterbuch bl&#228;tterte. Und auch Sarah Armonies, die wie ihre Mitsch&#252;ler auf der Schnitzeljagd f&#252;r ihre Gruppe verantwortlich war, konnte der Hatz nur Gutes abgewinnen: \u201eIch finde das gut, die Sch&#252;ler lernen die Stadt kennen, kommen spielerisch mit Franz&#246;sisch in Ber&#252;hrung und uns hilft es nat&#252;rlich auch.\u201c Nach der letzten Au&#223;enstation warteten weitere zw&#246;lf Aufgaben in der Aula auf die Bew&#228;ltigung durch die Sch&#252;ler. Die Sieger des Tages bekamen Medaillen und B&#252;chergutscheine.<\/p>\n<p>&#196;hnlich anstrengend wurde es f&#252;r die Russisch-Sch&#252;ler der sechsten Klasse, die ein Jolkafest, also das russische Weihnachten, feierten. Auch hier waren die Zehntkl&#228;ssler f&#252;r die Gestaltung verantwortlich. \u201eEs gibt Basteleien, M&#228;rchen, aber auch ein spielerisches Quiz\u201c, erkl&#228;rte Russischlehrerin Sabine G&#246;rting. Seit Dezember liefen die Planungen und Vorbereitungen. Am Ende des Jolkafestes wurde es aber noch gem&#252;tlich \u2013 mit Keksen und Tee aus dem standesgem&#228;&#223;en Samowar.<\/p>\n<p><em>Erschien am 22. Januar 2008 in der Leipziger Volkszeitung.<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fschnitzeljagd-auf-franzoesisch%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taucha. Kinder und Jugendliche lernen, so hei&#223;t es oft, im Spiel am schnellsten. Insofern waren die beiden Veranstaltungen am Montag im Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasium ausgezeichneter Lernstoff. Doch zum Spiel kam auch harte Arbeit bei den Aktionen in der Bildungseinrichtung. Das war zum einen das Jolkafest der Russisch-Sch&#252;ler, das bereits zum vierten Mal durchgef&#252;hrt wurde. Und zum&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/schnitzeljagd-auf-franzoesisch\/\"><span class=\"glyphicon glyphicon-arrow-right\"><\/span>&nbsp;Weiterlesen<\/a><\/p>","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15,9,5,8],"tags":[],"class_list":["post-1511","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erlebtes","category-jugendliches","category-kulturelles","category-lokales"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1511","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1511"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1511\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1512,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1511\/revisions\/1512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1511"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1511"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1511"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}