{"id":1939,"date":"2009-11-12T22:59:39","date_gmt":"2009-11-12T21:59:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/?p=1939"},"modified":"2026-05-18T07:52:36","modified_gmt":"2026-05-18T05:52:36","slug":"twitter-krise-co-und-was-fuer-die-pr-daraus-resultiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/twitter-krise-co-und-was-fuer-die-pr-daraus-resultiert\/","title":{"rendered":"Twitter, Krise &#038; Co. und was f&#252;r die PR daraus&nbsp;resultiert"},"content":{"rendered":"<p>Heute Abend fand in Leipzig die erste PR-Konferenz der <a href=\"http:\/\/www.hugingroup.com\/\">Hugin Group<\/a> statt. Unter dem etwas sperrigen Namen &#8222;Twitter, Krise &#038; Co. Public Relations 2009. Der Beginn einer neuen &#196;ra?&#8220; wurde &#252;ber Twitter und die m&#246;glicherweise daraus resultierende Ver&#228;nderung der PR von Unternehmen diskutiert. Ich f&#252;hre sonst nicht gern Protokoll, aber ich finde die Ansichten der Personen des Podiums recht interessant und will sie gern mit Euch teilen.<\/p>\n<p>Eingeladen waren Silvana K&#252;rschner, Strategy Director Games Convention Global, Alexander Witt, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der pioneer pr aus Leipzig, Andreas Milles, Brand Evangelist bei spreadshirt, Dr. Stephan Dahl von der <a href=\"http:\/\/www.mdx.ac.uk\/\">University Middlesex London<\/a>, Klaus Feldgen, Online-Redakteur beim <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Webs\/Breg\/DE\/Bundesregierung\/Bundespresseamt\/bundespresseamt.html\">Presse- und Informationsamt der Bundesregierung<\/a> und Bernhard Kellner, Pressechef bei der Langenscheidt Verlagsgruppe.<\/p>\n<p>Dass Twitter, Blogs und Co. kein Teufelszeug sind, sondern vor allem Chancen bietet, wissen wir alle, die wir praktisch im Netz und mit all diesem Kram t&#228;glich leben. F&#252;r alle anderen veranschaulichte Stephan Dahl die M&#246;glichkeiten in seinem lebhaften Kurzvortrag. So verglich er das Web 1.0 mit dem Web &#8222;two point o&#8220;, wie der in London lebende geb&#252;rtige Deutsche sagte. &#8222;Wer heute etwas im Web sucht, bekommt vor allem zuerst die Social-Media-Plattformen als Ergebnisse pr&#228;sentiert&#8220;, meinte er und bewies es mit einer Suchanfrage nach seinem Namen, die neben dem Twitter- auch das Facebook-Profil und die Wikipedia-Seite zeigte. Gerade f&#252;r Unternehmen b&#246;ten sich aus diesem Fakt heraus viele Chancen.<\/p>\n<p>Bernhard Keller von Langenscheidt brachte ein plastisches Praxisbeispiel mit. Mit dem Projekt <a href=\"http:\/\/www.jugendwort.de\">jugendwort.de<\/a> sei in der Vergangenheit experimentiert worden, was mit ein bisschen Twitter, Youtube-Vernetzung und Unterst&#252;tzung von myspace m&#246;glich ist. Laut Kellner h&#228;tte sich die Akzeptanz der Website durch den Einsatz der zweinulligen Angebote deutlich gesteigert. Es wurden mehr Vorschl&#228;ge eingereicht und die Abverk&#228;ufe des Buches h&#228;tten sich auch gesteigert. <\/p>\n<p>Klaus Feldgen vom Bundespresseamt &#8211; der Mann vom Amt, wie er sich selbst mehfach nannte &#8211; &#252;berzeugte durch einen Humor, den sich mancher Stand-Up-Comedian abschauen sollte. Nicht oder nur halb ausgesprochene Pointen und ein verschmitztes L&#228;cheln lie&#223;en fast vergessen, dass Feldgen immerhin direkt f&#252;r die Bundeskanzlerin arbeitet. &#8222;Angela Merkel als Bundeskanzlerin twittert nicht&#8220;, stellte er von Anfang an klar.<br \/>\nInsgesamt hielten sich die &#8222;interaktiven Features&#8220; der Online-Kommunikation des Bundespresseamtes sehr in Grenzen. Anfangs waren es moderierte Foren. &#8222;Immer dann, wenn es etwas zu diskutieren gab. Das war meist zeitlich und auf ein Thema begrenzt&#8220;, so Feldgen. Ein Beispiel war der Amoklauf von Erfurt. Au&#223;erdem gab es 2003 ein mobiles TV-Studio, das W&#252;nsche und Visionen der B&#252;rger f&#252;r ein Leben in 2010 einfing. Seit 2006 gibt es mit <a href=\"http:\/\/www.direktzurkanzlerin.de\/\">direktzurkanzlerin.de<\/a> eine Website, die zumindest ein wenig Nutzerbeteiligung bietet. Jede Woche k&#246;nnen die Nutzer &#252;ber drei Fragen an die Kanzlerin abstimmen, die dann direkt zu Merkel finden und von ihr beantwortet werden.<br \/>\nF&#252;r das Bundespresseamt steht in Sachen Web 2.0 eines fest: Keine Interaktivit&#228;t ohne Moderation, keine Einladung zur Partizipation ohne strategische Zielsetzung und interaktive Features nur mit Planung der personellen Ressourcen. Denn eines sei klar: Aktivit&#228;ten im Social Web kosten nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit. F&#252;r seine Sechs-Mann-Abteilung sei das derzeit nicht umsetzbar.<\/p>\n<p>Silvana K&#252;rschner von der Leipziger Messe schilderte in ihrem kurzen Vortrag, mit welchen Ma&#223;nahmen eine Messe wie die Games Convention und ihre Nachfolgeveranstaltung Games Convention Online im Web 2.0 unterwegs ist. Ma&#223;nahmen, an denen ich nicht ganz unschuldig bin. Seit 2006 hat die Games Convention ein Blog, das ich mit <a href=\"http:\/\/www.gigold.de\">Thomas Gigold<\/a> verantworte. 2008 kam zum Blog ein Twitter-Account hinzu, der sich thematisch am Blog orientiert. Mittlerweile betreibt die Leipziger Messe mit unserer Hilfe weitere Blogs und wird von uns in Sachen Social Media beraten. &#8222;Wir wollten in den Dialog mit der Zielgruppe treten. Das geht mit einem Blog am Besten. Und die externen Partner sichern uns eine schnelle Reaktion auf Anfragen&#8220;, sagte Silvana K&#252;rschner. Letztlich sei die Etablierung von Blogs und die Ansprache via Twitter aber auch ein Kostenfaktor. Die Generierung von 20.000 Klicks auf eine Website innerhalb eines Monats w&#252;rde mittels Google-Adwords- oder Display-Kampagnen um einiges teurer als die Beauftragung eines Dienstleisters. Allerdings warnte sie vor Kommentaren: &#8222;Nur rund f&#252;nf Prozent der User sagen wirklich, was sie denken und wollen. Seien Sie also nicht so euphorisch&#8220;, meinte sie.<\/p>\n<p>Alexander Witt von pioneer pr stellte &#228;hnlich wie Stephan Dahl fest, dass sich f&#252;r Unternehmen im Social-Media-Bereich viele Potenziale bieten. Zuh&#246;ren, was die Zielgruppe will, sei allerdings ganz wichtig. &#8222;Die Grenzen verschwimmen. Kommunizierten PR-Abteilungen fr&#252;her nur mit Journalisten, wird nun zunehmend mit den Kunden direkt gesprochen. F&#252;r viele Firmen ist das erstmal ein Schock&#8220;, sagte er. Trotzdem sollten sich Unternehmen trauen, etwa Twitter einzusetzen. &#8222;Es dauert gewisse Zeit, bis sich Erfolge einstellen. Das wird kein Sprint, sondern eher ein Marathon. Und es macht Arbeit, unterst&#252;tzt aber die Kommunikation&#8220;, so Witt.<\/p>\n<p>Andreas Milles, der vor allem in Leipzig durch seine Arbeit f&#252;r spreadshirt und sein h&#228;ufiges Auftauchen auf diversen Events, Konferenzen, Barcamps etc. kein Unbekannter ist, plauderte gewohnt locker und mit H&#228;nden in den Hosentaschen &#252;ber das richtige Zuh&#246;ren und zeigte anhand von <a href=\"http:\/\/www.netvibes.com\">Netvibes<\/a>, wie einfach Monitoring und Konkurrenzbeobachtung <a href=\"http:\/\/bit.ly\/CSMnetvibestab\">dank des Web 2.0 heutzutage ist<\/a>. <\/p>\n<p>Bei der anschlie&#223;enden Diskussionsrunde wurde vor allem eines klar: Insgesamt war sich das Podium einig: Ein klares Bekenntnis zu Social Media. Allerdings immer unter der Ma&#223;gabe, dann erst recht darauf zu h&#246;ren, was die Zielgruppe will.<\/p>\n<p>Insgesamt eine sch&#246;ne Veranstaltung mit gut ausgesuchten Referenten und guten Gespr&#228;chen danach.<\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Ftwitter-krise-co-und-was-fuer-die-pr-daraus-resultiert%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Abend fand in Leipzig die erste PR-Konferenz der Hugin Group statt. Unter dem etwas sperrigen Namen &#8222;Twitter, Krise &#038; Co. Public Relations 2009. Der Beginn einer neuen &#196;ra?&#8220; wurde &#252;ber Twitter und die m&#246;glicherweise daraus resultierende Ver&#228;nderung der PR von Unternehmen diskutiert. Ich f&#252;hre sonst nicht gern Protokoll, aber ich finde die Ansichten der&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/twitter-krise-co-und-was-fuer-die-pr-daraus-resultiert\/\"><span class=\"glyphicon glyphicon-arrow-right\"><\/span>&nbsp;Weiterlesen<\/a><\/p>","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,7,4],"tags":[],"class_list":["post-1939","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-mediales","category-werbliches","category-wirtschaftliches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1939","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1939"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1939\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6188,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1939\/revisions\/6188"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1939"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1939"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1939"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}