{"id":2281,"date":"2010-06-29T14:25:30","date_gmt":"2010-06-29T12:25:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/?p=2281"},"modified":"2010-06-29T14:25:30","modified_gmt":"2010-06-29T12:25:30","slug":"zurueck-in-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/zurueck-in-die-zukunft\/","title":{"rendered":"Zur&#252;ck in die&nbsp;Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ostprodukte sind im Jahr 20 nach der Wende angesagter denn je. Ob Konsumg&#252;ter oder Industriewaren &#8211; es wird wieder &#8222;Ost&#8220; gekauft. Doch es gen&#252;gt nicht, nur auf die Herkunft zu setzen.<\/strong><\/p>\n<p>Im Fr&#252;hjahr 2005 verhalf ausgerechnet eine TV-Castingshow einem Ostprodukt zum Erfolg in Gesamtdeutschland. Unter dem Namen Nu Pagadi feierte damals die Gewinnerband des Pro-Sieben-Formats \u201ePopstars\u201c erste Erfolge. Den gleichen Namen tr&#228;gt ein Produkt aus dem s&#228;chsischen Radebeul. \u201ePl&#246;tzlich war unsere Fr&#252;hst&#252;ckscreme Nu Pagadi sprichw&#246;rtlich in aller Munde\u201c, erinnert sich Karl-Heinz Hartmann, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der heutigen S&#228;chsischen und Dresdner Back- und S&#252;&#223;waren. Nach 14 erfolgreichen Jahren in den neuen Bundesl&#228;ndern wagte der Manager mit seinen Nudossi-Produkten die Ausweitung des Verkaufsgebietes auf verschiedene L&#228;nder im Altbundesgebiet.<br \/>\nDie Popband existierte nur ein Jahr. Nudossi dagegen wird \u2013 nach zwischenzeitlich &#252;berstandenem Insolvenzverfahren \u2013 noch immer verkauft, auch im Westteil der Republik. Im Jahr 2009 stieg der Umsatz des Unternehmens um zehn Prozent. Was nicht allein dem \u201eOstbonus\u201c zu verdanken sei, wie Hartmann meint: \u201eVor allem die jungen Menschen interessiert es nicht, ob wir eine ehemalige DDR-Marke sind. Die wollen Qualit&#228;t und genau dar&#252;ber profilieren wir uns\u201c, sagt er. Ein Konzept, das aufzugehen scheint: Ein Test der Zeitschrift &#214;ko-Test bescheinigte Nudossi qualitativ hochwertige Inhaltsstoffe und zeichnete die Nuss-Nougat-Creme mit einem \u201esehr gut\u201c aus. Das Konkurrenzprodukt Nutella bekam dagegen nur den Stempel \u201egut\u201c.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nRund 700 Marken gab es zu DDR-Zeiten, nur jede F&#252;nfte hat &#252;berlebt. Und diese erleben gerade ein Revival. Doch bislang kauft vor allem die Generation 50 Plus die Produkte, die bereits vor der Wende bekannt waren. Volker M&#252;ller, Abteilungsleiter Markt- und Mediaforschung des Instituts f&#252;r Marktforschung Leipzig, r&#228;t Herstellern typischer Ostprodukte daher, nicht l&#228;nger nur an ihrer ostgepr&#228;gten Markengeschichte festzuhalten. \u201eZielf&#252;hrender ist es, eine eigene Markenwelt aufzubauen, um alle Altersgruppen anzusprechen\u201c, empfiehlt er. Ein Ende des Ost-Revivals sei absehbar. \u201eDas wird auf lange Sicht gesehen nicht ausbleiben. Ewig k&#246;nnen die Unternehmen nicht vordergr&#252;ndig nur von ihrer regionalen Herkunft zehren\u201c, prognostiziert M&#252;ller: \u201eDas funktioniert h&#246;chstens noch bei Lebensmittelprodukten, bei denen Aspekte wie Regionalit&#228;t, Frische oder biologische Erzeugung st&#228;rker zum Tragen kommen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Den Handel &#252;berzeugen<\/strong><br \/>\nEin Unternehmen, das mit Erfolg bewusst auf seine Tradition setzt, ist Halloren, Deutschlands &#228;lteste Schokoladenfabrik. Eine Tradition, die Konkurrenten aus den alten Bundesl&#228;ndern nach der Wende nicht einzusch&#228;tzen wussten, berichtet Marketingleiter Tino M&#252;ller: \u201eWir wurden von der Treuhand verwaltet, das Unternehmen verschiedenen Produzenten zum Kauf angeboten, etwa Dr. Oetker und Jacobs. Gl&#252;cklicherweise verkannten diese den Wert unserer Marke und hatten gar kein Interesse, uns zu kaufen.\u201c<br \/>\nStattdessen kam ein Investor aus Hannover und investierte in den Schokoladenstandort Halle\/Saale. \u201eDieser griff auf unsere Geschichte und unseren Namen zur&#252;ck und belebte Halloren wieder neu\u201c, erz&#228;hlt der Marketingleiter. Leichter hatte es das 1804 gegr&#252;ndete Unternehmen dadurch aber nicht. \u201eWir wurden vom Handel anfangs nicht gelistet. Die Mitarbeiter verkauften unsere Waren vom LKW, um den eigenen Arbeitsplatz zu sichern\u201c, schildert M&#252;ller die schwierige Zeit nach der Wende. Die R&#252;ckbesinnung setzte erst drei Jahre sp&#228;ter ein. Kunden erinnerten sich an die einstige B&#252;ckware. &#220;berzeugungsarbeit kostet auch der Markteintritt in die alten Bundesl&#228;nder. \u201eEs war schwer, den Westen davon zu &#252;berzeugen, Regalpl&#228;tze f&#252;r ein Ostprodukt zu r&#228;umen\u201c, blickt M&#252;ller zur&#252;ck: \u201eErst nach Verkostungen und anstrengenden Verhandlungen konnten wir uns beweisen.\u201c<br \/>\nHalloren entwickelte neue Produkte und profitierte von \u201emediengemachten Ostalgiewellen\u201c, wie es Tino M&#252;ller ausdr&#252;ckt. \u201eAllein darauf zu vertrauen w&#228;re nat&#252;rlich zu wenig, daher betreiben wir aktiv Marktforschung\u201c, sagt er. Heute setzt Halloren unter dem Vorstandsvorsitz von Klaus Lell\u00e9 auf Genuss und Exklusivit&#228;t. F&#252;r das laufende Jahr hat sich der Unternehmenschef ehrgeizige Ziele gesetzt: Der Umsatz soll um gut acht Prozent auf 57 Millionen Euro gesteigert werden. Die regionale Herkunft spielt bei der Kundenansprache kaum noch eine Rolle. \u201eWir bewegen uns absichtlich in einem hochwertigen Bereich. Es geht nicht um Menge, sondern feinste Qualit&#228;t. Das ist es, was der Handel honoriert, und das war auch unsere einzige Chance, in den alten Bundesl&#228;ndern Fu&#223; zu fassen\u201c, sagt M&#252;ller. <\/p>\n<p><strong>Mit Vertrauen punkten<\/strong><br \/>\nOder anders ausgedr&#252;ckt: Vertrauen schafft N&#228;he. Nach einer Studie der Empirischen Gesellschaftsforschung Hamburg ist es vor allem dieser Faktor, mit dem Marken im Osten punkten (siehe Grafik Seite 40). Ihre Ost-Marke kennen Verbraucher seit Jahren \u2013 mit ihrer \u201eguten alten DDR-Marke\u201c identifizieren sie sich. Diese N&#228;he zum Konsumenten mussten sich die Hersteller nach der Wende allerdings wieder neu erarbeiten. So k&#228;mpfte auch die Marke Fit anfangs ums &#220;berleben. Das Unternehmen aus dem s&#228;chsischen Zittau, das mit seinem gleichnamigen Sp&#252;lmittel quasi den Standard in der K&#252;che der ostdeutschen Hausfrau definierte, fand anfangs nicht in die neuen Handelsketten. Wie bei Halloren stellten sich die Mitarbeiter mit Lastwagen vor die M&#228;rkte und fanden treue Kunden, die auf ihr Fit nicht verzichten wollten. \u201eWir hatten Erfolg, wurden wieder gelistet, der Grundstein war gelegt\u201c, blickt Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Wolfgang Gro&#223; zur&#252;ck.<br \/>\nHeute profitiert Fit zum einen von der Bekanntheit und markanten Produkteigenschaften wie der seit jeher unverwechselbare Form der Sp&#252;lflasche. Zum anderen hat das Unternehmen kr&#228;ftig investiert. Seit der Privatisierung sind nach Angaben des Gesch&#228;ftsf&#252;hrers &#252;ber 82 Millionen Euro, auch f&#252;r moderne Produktionsanlagen, ausgegeben worden. Das Portfolio wurde erweitert. \u201eWir erf&#252;llen die Marke immer wieder mit Leben\u201c, so Gro&#223;: \u201eAus diesem Grund ist Fit mittlerweile nicht nur ein Synonym f&#252;r ein Handsp&#252;lmittel. Unter der Dachmarke gibt es l&#228;ngst auch Produkte f&#252;r die Sp&#252;lmaschine und eine Vielzahl von Haushaltsreinigern.\u201c<\/p>\n<p><strong>Erfolgsfaktor Innovation <\/strong><br \/>\nDiese sogenannten Line- und Brand-Extensions wie auch deutliche Produktverbesserungen sind wesentlich f&#252;r den Markenerfolg. Innovative ostdeutsche Unternehmen konnten in den vergangenen Jahren oft deutliche Steigerungen an Umsatz, Marktanteilen und Verbreitungsregionen verzeichnen. Unternehmen, die jedoch &#252;berwiegend auf Kontinuit&#228;t setzten, verharrten hingegen auf dem niedrigen Niveau der Nachwendezeit, ergab die Studie der Empirischen Gesellschaftsforschung Hamburg. F&#252;r jeden dritten ostdeutschen Markenmanager ist Innovation ein entscheidender Erfolgsfaktor.<\/p>\n<p>Doch w&#228;hrend die DDR-Marken im Osten ein Comeback feiern, tun sich viele im Westen immer noch schwer. Rotk&#228;ppchen-Produkte werden nach der Verbraucher-Analyse 2009 von jedem Zweiten in den neuen Bundesl&#228;ndern getrunken, aber nur von jedem Zehnten in den neuen Bundesl&#228;ndern. Florena Handcreme nutzt jeder vierte Ostdeutsche, aber nur 5,8 Prozent der Westdeutschen. &#196;hnlich klafft die Relation bei Traditionsmarken wie Spee, Radeberger oder Vita-Cola auseinander. \u201eDie Verbraucher im Altbundesgebiet sind ihren Marken sehr treu. Das macht es f&#252;r uns schwierig, unsere Produkte dort zu platzieren\u201c, erkl&#228;rt Marketingmanagerin Verena Pauls vom Schokoladenwerk Berggold im th&#252;ringischen P&#246;&#223;neck. Die Markenbekanntheit von Berggold liege im Osten bei rund 70 Prozent, im Westen deutlich geringer. In den alten Bundesl&#228;ndern sei Herkunft kein aussagekr&#228;ftiges Merkmal und Ostalgie daher keine zugkr&#228;ftige Strategie, sagt Pauls. <\/p>\n<p>Was z&#228;hlt, ist Qualit&#228;t. \u201eFirmen gehen oft mit ihrer Herkunft hofieren. Das ist h&#246;chstens f&#252;r Kunden wichtig, die regionale Produkte bevorzugen\u201c, meint Peter Baum, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Aromatique Spirituosenfabrik im Th&#252;ringischen Neudietendorf: \u201eNat&#252;rlich sind die Th&#252;ringer f&#252;r ihre kulinarischen Spezialit&#228;ten bekannt. Davon profitieren auch wir. Aber wenn die Qualit&#228;t nicht stimmt, n&#252;tzt mir die Herkunft wenig.\u201c<\/p>\n<p><strong>Kein Ostbonus<\/strong><br \/>\nDas gilt f&#252;r Konsumg&#252;ter ebenso wie in der Industrie, national wie international. \u201eKaufentscheidend sind Qualit&#228;t, Preis und Zuverl&#228;ssigkeit\u201c, ist Holger Lieberwirth, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Schwermaschinenbauer Takraf aus Leipzig &#252;berzeugt: \u201eBesondere Standortvorteile aus der Lage im Osten Deutschlands lassen sich f&#252;r unser Unternehmen aufgrund des weltweiten Gesch&#228;ftes nicht ableiten. Unsere Mitarbeiter in Leipzig und Lauchhammer kommen aus allen Teilen Deutschlands, aber auch aus Russland, Kasachstan oder Chile. Und f&#252;r einen Kunden in Indien oder Kanada ist es 20 Jahre nach der Wende v&#246;llig irrelevant, aus welcher Region unsere Ingenieure stammen.\u201c <\/p>\n<p>Karl Schwald, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer beim Spezialschmierstoffhersteller Elaskon Sachsen, pflichtet ihm bei: \u201eF&#252;r weltweiten Erfolg ist die regionale Herkunft unwichtig. Ob das Produkt seine Wurzeln im Sozialismus hat, spielt keine Rolle. International z&#228;hlt nur ,Made in Germany\u2019.\u201c Dennoch sei der Standort f&#252;r die Basisarbeit wichtig gewesen. \u201eElaskon hatte im Osten einen guten Namen, den konnten wir nutzen, um neue Marktsegmente zu erschlie&#223;en, vor allem im Bereich der Formen- und Trennmittel\u201c, erkl&#228;rt Schwald. Massiv ausgebaut wurde das Segment der Seilschmierstoffe. \u201eHier haben wir richtig Dampf gemacht und liefern heute in 54 L&#228;nder der Erde\u201c, berichtet Schwald: \u201eDaf&#252;r war nur wichtig, dass wir aus Deutschland stammen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Der Heimat verbunden<\/strong><br \/>\nWenn auch die ostdeutsche Herkunft im Westen und dem Rest der Welt nicht absatzentscheidend ist, die regionale Verbundenheit der Mitarbeiter tr&#228;gt ma&#223;geblich zum Erfolg bei. Dies beweist die Geschichte von Piko Spielwaren im s&#252;dlichen Th&#252;ringen. \u201eSonneberg ist von jeher eine Spielzeughochburg und die Einwohner sind ein treues Volk. Entsprechend stehen die Mitarbeiter zum Unternehmen, einfach weil sie auf eine langj&#228;hrige Erfahrung zur&#252;ckblicken k&#246;nnen\u201c, sagt Ren\u00e9 F. Wilfer, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Modellbahnherstellers. Im Jahr 1992 kaufte er das Werk von der Treuhand. \u201eIch habe das Potenzial gesehen und es gab eine realistische Chance, die Tradition unter modernen Gesichtspunkten fortzuf&#252;hren\u201c, so Wilfer.<br \/>\nHeute z&#228;hlt Piko in seinem Segment in Ostdeutschland zu den Marktf&#252;hrern. Deutschlandweit sieht der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer seine Marke an dritter Stelle. Den langfristigen Erfolg begr&#252;ndet Wilfer mit konsequenter F&#252;hrung. \u201eIn schwierigen Zeiten schnallen wir den G&#252;rtel enger, aber eben bereits vor der Pleite\u201c, sagt er mit Blick auf die Insolvenz des West-Konkurrenten M&#228;rklin, der bis Mitte 2007 auch in Sonneberg produzierte. \u201eDie sind nach der Wende hergekommen, haben furchtbar Tamtam gemacht, gro&#223;spurig auf die kleine Firma Piko geschaut und wollten von den vergleichsweise niedrigen L&#246;hnen am Standort profitieren\u201c, erinnert er sich. <\/p>\n<p>Von der regionalen Verbundenheit der Mitarbeiter profitiert auch Merkel Jagd- &#038; Sportwaffen aus Suhl. \u201eDie Region ist seit jeher stark verbunden mit unserem Handwerk, hier gibt es die B&#252;chsenmacher- und Graveurschule, die genau die speziell ausgebildeten Experten hervorbringt, die wir ben&#246;tigen\u201c, sagt Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Olaf Sauer. Auch Gerhard K&#246;hler, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer von Orwo Net bezeichnet seinen Standort in Sachsen-Anhalt als \u201ewesentlich f&#252;r den Erfolg. Das 1909 gegr&#252;ndete Unternehmen betreibt in Wolfen heute eines der f&#252;hrenden Fotogro&#223;labore Deutschlands. \u201eZahlreiche Mitarbeiter leben und arbeiten seit vielen Jahren hier und sind mit der Region fest verwurzelt\u201c, so K&#246;hler. Die Beibehaltung des Names Orwo war dabei nach dem politischen Umbruch schon \u201eaus psychologischen Gr&#252;nden wichtig\u201c, bekr&#228;ftigt K&#246;hler: \u201eDen Namen kannten die Leute seit Jahrzehnten, wir wollten ihn daher unbedingt beibehalten.\u201c Was sich komplett &#228;nderte war das Produktportfolio. Mit seinen Vertriebsmarken Orwo direkt und Pixelnet ist das Unternehmen nach turbulenten Jahren seit Oktober 2003 wieder auf Erfolgskurs. Im November 2009 &#252;bernahmen die Wolfener die Rechte der durch die Arcandor-Insolvenz ins Straucheln geratenen Traditionsmarke Foto-Quelle und sorgten damit f&#252;r Aufsehen. <\/p>\n<p>Die &#220;bernahme von westdeutschen Marken beweist die wirtschaftliche St&#228;rke und das Selbstbewusstsein, mit der ostdeutsche Unternehmen der Konkurrenz Paroli bieten. Fit war im Jahr 2000 das erste ostdeutsche Unternehmen, das diesen Schritt ging: Rei, Rei in der Tube und Sanso fanden ins Portfolio der Sachsen. Im vergangenen Jahr wurde dieser Kurs mit der &#220;bernahme der Marken Kuschelweich und Sunil im Gro&#223;gebinde fortgesetzt. Einen &#228;hnlichen Expansionskurs verfolgt Halloren. Die Confiserie Dreher aus Bad Reichenhall wurde 2001 als 100-prozentige Tochter ins Unternehmen integriert, es folgte die Confiserie Chocolaterie Weibler aus dem nieders&#228;chsischen Cremlingen und die Delitzscher Schokoladenfabrik mit ihren modernen Produktionsanlagen. Seit 2008 ist Halloren Lizenznehmer von M&#246;venpick und stellt im Auftrag das gesamte Tr&#252;ffelsortiment des Schweizer Unternehmens her.<br \/>\nDas Revival der ostdeutschen Produkte und Unternehmen birgt noch viel Potenzial. Ostalgie ist jedoch keine tragf&#228;hige Zukunftsstrategie. \u201eOstmarken, die nur auf Nostalgie setzen, gehen gemeinsam mit ihrer alten Klientel in die Rente\u201c, mahnt Jan Pechmann, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Berliner Strategieagentur Diffferent (siehe Interview Seite 43). &#220;berzeugungskraft h&#228;tten vor allem die ostdeutschen Werte. Pechmann: \u201eOstdeutsche Tugenden wie Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft, Familienorientierung machen nicht nur die ostdeutschen Konsumenten stolz, sondern besitzen auch eine hohe Relevanz und Zukunftsf&#228;higkeit bei westdeutschen Konsumenten.\u201c Nur wer es schaffe, seine Marken emotional aufzuladen, gewinnt.<br \/>\nAllein auf die Vergangenheit zu vertrauen, ist kurzsichtig. Denn jeder Retrotrend klingt irgendwann aus. Und sp&#228;testens dann ist frisches Denken und Innovation gefragt. Denn selbst die st&#228;rkste Verbundenheit fordert immer wieder aufs Neue den Vertrauensbeweis. Was langfristig z&#228;hlt, sind Qualit&#228;t und Produktrelevanz \u2013 in Ost und West.<\/p>\n<p><em>Erschienen in WERTE, Kundenmagazin der Sachsen Bank, Ausgabe Juni 2010 unter Mitarbeit von <a href=\"http:\/\/www.karenarnold.de\">Karen Arnold<\/a>.<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fzurueck-in-die-zukunft%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ostprodukte sind im Jahr 20 nach der Wende angesagter denn je. Ob Konsumg&#252;ter oder Industriewaren &#8211; es wird wieder &#8222;Ost&#8220; gekauft. Doch es gen&#252;gt nicht, nur auf die Herkunft zu setzen. 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