{"id":2302,"date":"2010-07-14T08:09:59","date_gmt":"2010-07-14T06:09:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/?p=2302"},"modified":"2010-07-14T08:16:29","modified_gmt":"2010-07-14T06:16:29","slug":"starke-schwankungen-und-harte-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/starke-schwankungen-und-harte-arbeit\/","title":{"rendered":"Starke Schwankungen und harte&nbsp;Arbeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nachbetrachtungen zur s&#228;chsischen MA 2010 Radio II<\/strong><\/p>\n<p>Zweimal im Jahr gibt es f&#252;r Radiomacher &#8222;Zeugnisse&#8220;. Konkreter: Zahlen, anhand derer nachgewiesen werden soll, wie hart man gearbeitet habe, um dem H&#246;rer ein gutes Programm zu bieten. Die Mediaanalyse im Juli gilt dabei als preisbildend, weil anhand dieser Zahlen die Werbepreise festgelegt werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/energysachsen.jpg\" alt=\"Logo: Energy Sachsen\" title=\"Logo: Energy Sachsen\" border=\"0\" width=\"117\" height=\"163\" style=\"float:left;\" \/>Insofern d&#252;rfte vor allem Energy Sachsen freuen, was die <a href=\"http:\/\/www.agma-mmc.net\/\">Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse<\/a> (AG.MA) diesmal errechnet hat: Der Sender <a href=\"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2010\/07\/13\/ma-2010-radio-ii-gewinne-und-verluste-in-sachsen\/\">gewann demnach 25.000 H&#246;rer in der Durchschnittsstunde dazu<\/a> und liegt nun bei 56.000 H&#246;rern, nachdem man zur MA 2010 Radio I nur 31.000 H&#246;rer vorweisen konnte. Das entspricht einem Plus von 81,6 Prozent (alle Zahlen bezogen auf Sachsen, Gesamtzielgruppe). Bezogen auf den gesamtdeutschen Markt liegt die Steigerung gar bei 87,7 Prozent. Schaut man sich die Zielgruppe 14-49 Jahre an, gewinnt das kleine Energy 97 Prozent hinzu, bei den 14-19-J&#228;hrigen sind es knapp 102 Prozent und bei den 20-29-J&#228;hrigen 115 Prozent. <\/p>\n<p>Bei derart gro&#223;en Zugewinnen liegt die Frage nahe, wie diese zustande kommen. Geburtenknick pass\u00e9? Bei der AG.MA erkl&#228;rt man das so: &#8222;Bei so kleinen Sendern in kleinen Bundesl&#228;ndern sind die Schwankungen normal und im Bereich der Schwankungsbreiten durchaus zul&#228;ssig. Das ist normale Statistik. Bei der vergangenen MA hatte Energy Sachsen stark verloren, nun gewinnen sie eben wieder. Das l&#228;sst sich nicht n&#228;her erkl&#228;ren und wir enthalten uns einer Stellungnahme, warum die Zahlen nun besser ausgefallen sind&#8220;, so ein Sprecher der AG.MA. <\/p>\n<p>Bei Energy Sachsen sieht man die Sache erwartungsgem&#228;&#223; klarer. Nico Nickel, Sprecher des Medienzentrums Leipzig am Markt, in dem Energy zusammen mit Radio PSR und R.SA sitzt, sagt: &#8222;Die neue Mannschaft, die <a href=\"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2009\/08\/19\/energy-sachsen-startet-neu\/\">im August 2009 mit Programmchefin Carola Jung<\/a> aufgestellt wurde, bekommt nun ihr erstes Zeugnis. Diese MA betrachtet ja den Herbst und das Fr&#252;hjahr und zeigt, dass Energy ein junges Radio macht. Die klare Ausrichtung auf &#8222;Hit Music only&#8220; wird von der Zielgruppe goutiert. Die H&#246;rer bekommen nun wieder das, was ihnen Trailer und Programm versprechen&#8220;, sagt er. Diese Kontinuit&#228;t herrsche nun ein Jahr vor und w&#252;rde sich auszahlen. Einen Anstieg der H&#246;rerzahlen habe man bei Energy bereits vorausgesehen. &#8222;Das hatten wir bereits mit der im Blick und konnten erahnen, dass es wieder besser wird. &#220;berraschend ist nat&#252;rlich die H&#246;he des Anstieges, die nun aber die Vermarktung wieder etwas leichter macht&#8220;, so Nickel.<\/p>\n<p>Bei aller Freude zeigen die Zahlen und die starken Zuw&#228;chse von rund 100 Prozent aber vor allem eines auf: Die Fehler in der Methodik der Mediaanalyse. Wie sollen Sender und vor allem Werbetreibende vern&#252;nftig langfristig planen, wenn einem die M&#228;rz-MA katastrophale Ergebnisse und die Juli-MA passend zum Wetter eitel Sonnenschein beschert? Vor allem Jugend- und kleine Sender klagen seit Jahren &#252;ber die Methodik. Zur Erhebung der Einschaltquoten werden von den beauftragten Callcentern nur Festnetzanschl&#252;sse angerufen. In Zeiten g&#252;nstiger Prepaid-Angebote und einer Zielgruppe, die so mobil wie nie ist, gleicht die Abfrage f&#252;r Jugendwellen einem Kampf Davids gegen Goliath. W&#228;hrend die eigenen Eltern und Gro&#223;eltern am Festnetz befragt werden, welchen Sender sie h&#246;ren, geht die MA an den meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen schlichtweg vorbei. <\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fstarke-schwankungen-und-harte-arbeit%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachbetrachtungen zur s&#228;chsischen MA 2010 Radio II Zweimal im Jahr gibt es f&#252;r Radiomacher &#8222;Zeugnisse&#8220;. 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