{"id":2472,"date":"2010-11-02T09:43:58","date_gmt":"2010-11-02T08:43:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/?p=2472"},"modified":"2018-03-31T12:22:32","modified_gmt":"2018-03-31T10:22:32","slug":"eine-schlafende-wird-wachgekuesst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/eine-schlafende-wird-wachgekuesst\/","title":{"rendered":"Eine Schlafende wird&nbsp;wachgek&#252;sst"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/stadtviertel_1.jpg\" alt=\"\" title=\"Neues Stadtviertel Leipzig\" width=\"399\" height=\"160\" class=\"alignleft size-full wp-image-2473\" srcset=\"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/stadtviertel_1.jpg 399w, https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/stadtviertel_1-300x120.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px\" \/><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<p><em>Im aktuellen Kundenmagazin der <a href=\"http:\/\/www.cg-gruppe.de\">CG-Gruppe<\/a> erschien mein nachfolgender Text zum k&#252;nftigen Stadtviertel in Leipzig. Au&#223;erdem: Ein Text zur Diebstahlsicherung von Wohnungen und H&#228;usern. Das CG-Magazin gibt es hier zum Download (PDF). Vielen Dank f&#252;r die Beauftragung an die R.SI Markenkommunikation.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mitten in der Leipziger Innenstadt liegt ein 11 Hektar gro&#223;es Areal brach. Verwildert, mit eingefallenen H&#252;tten und allerhand Unrat sieht es wenig einladend aus. Doch schon bald k&#246;nnte die Gegend wach gek&#252;sst werden. Um zu zeigen, welch Sch&#246;nheit in ihr steckt.<\/strong><\/p>\n<p>Gras wuchert &#252;ber den einstigen Stadtstrand. Der Wind pfeift durch alte Lagerhallen. Halb ge&#246;ffnete T&#252;ren geben den Blick frei auf Pappkartons und Schuttberge. Kaum zu glauben, dass sich das Areal mitten im Stadtzentrum Leipzigs befindet. In Sichtweite von Hauptbahnhof, Uni-Riese und Wintergartenhochhaus liegt eine riesige Fl&#228;che brach. Was vergessen scheint, wird demn&#228;chst wiederbelebt. Denn geht es nach der Aurelis, entsteht zwischen Hauptbahnhof und Berliner Stra&#223;e schon bald ein neues Stadtviertel. <!--more--><\/p>\n<p>Die Gesellschaft verwaltet als ehemalige Tochter der Deutschen Bahn solche brach liegenden Fl&#228;chen. \u201eWir haben die Aufgabe, das Gel&#228;nde zu entwickeln\u201c, sagt Sprecher Raik Packeiser und legt Wert darauf, dass das Unternehmen von Hochtief und dem Finanzinvestor Redwood Grove kein Projektentwickler sei. \u201eWir stellen die Baureife her, schaffen also Voraussetzungen, dass Investoren auf dem Gel&#228;nde t&#228;tig werden k&#246;nnen\u201c, so Packeiser. Das Areal liege in exponierter Lage mitten in der Stadt, weshalb eine Entwicklung m&#246;glich und n&#246;tig sei. \u201eSo etwas l&#228;sst man nicht einfach brach liegen\u201c, sagt der Sprecher. In Absprache mit der Stadt Leipzig w&#252;rden M&#246;glichkeiten gesucht, eine Mischnutzung aus Einzelhandel, Gewerbe und \u201eeventuell auch Wohnen\u201c herzustellen, wie es Packeiser vorsichtig formuliert. Die N&#228;he zur Bahnstrecke sei beim Wohnungsbau kein Problem. \u201eDas ist eine Frage der Bauausf&#252;hrung. Au&#223;erdem ist das ja auch ein Zeichen von Innenstadtn&#228;he und ausgebauter Infrastruktur\u201c, meint er. Zu n&#228;heren Details h&#228;lt er sich noch bedeckt:\u201eEs gilt, diverse Absprachen zu treffen, das wird auch noch eine Weile dauern. Wir gehen aber davon aus, dass wir an der Stelle eine hohe Attraktivit&#228;t und Anziehungskraft herstellen k&#246;nnen.\u201c<\/p>\n<p>Erreicht werden soll das vor allem durch so genannte Quartierpl&#228;tze und die Integration naturnaher Fl&#228;chen am Fluss Parthe in das Gesamtbild. Bereits im Oktober 2008 hatten die Aurelis und die Stadt Leipzig einen st&#228;dtebaulichen Gutachter-Wettbewerb ausgelobt, um Ideen f&#252;r die Entwicklung des Gel&#228;ndes zu sammeln. Gewonnen hatte damals das Architektur- und Planungsb&#252;ro ASTOC  aus K&#246;ln. In Zusammenarbeit mit dem Leipziger Landschaftsarchitekturb&#252;ro bgmr entstand ein Entwurf, der durch verschiedene Aspekte &#252;berzeugte. \u201eEs ging uns in erster Linie um die Ausrichtung der Bebauung zum Freiraum der Parthe und die Ansicht von der Bahnseite, wo eine  signifikante Silhouette entstehen sollte\u201c, beschreibt Oliver Hall, B&#252;ropartner bei ASTOC das Procedere. \u201eWir schlugen Bebauungsb&#228;nder parallel zur Bahn und eine feingliedrige Erschlie&#223;ung im Stimmgabelprinzip vor. Wichtigstes Element sind die Quartierpl&#228;tze, um hier Aufenthaltsqualit&#228;t zu schaffen und die Durchwegung  vom Bahnhof zur Parthe attraktiv zu gestalten\u201c, erl&#228;utert Hall. Die Schwierigkeit lag seiner Meinung nach in der Gr&#246;&#223;e des zu entwickelnden Gel&#228;ndes. \u201eH&#228;ufig wird versucht solche Areale in einem Zug zu entwickeln. . Bei &#252;ber 100.000 Quadratmetern ist es aber klar, dass man funktionierende Abschnitte schaffen muss, die nicht als Rudiment erlebt werden\u201c, sagt er. Darum sei &#252;berlegt worden, wie der vorhandene Raum mit einer Gesamtstruktur versehen wird, aber dennoch St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck bebaut werden kann. \u201eUnser Ansatz ist , dass Erschlie&#223;ung und Freiraum mit den Entwicklungsstufen w&#228;chst, beginnend mit den Bl&#246;cken  direkt am Bahnhof und einem der Quartierspl&#228;tze.  Der aufwendige n&#246;rdliche Anschluss mit Br&#252;cke &#252;ber die Parthe wird erst gebaut, wenn klar ist, dass sich das Gebiet f&#252;llt\u201c, so der Architekt und Stadtplaner.<\/p>\n<p>Da das Gebiet durch seine unmittelbare Lage in der Innenstadt Leipzigs qualitativ hochwertig sei, habe ASTOC von Beginn an auch den Vorteil des Wohnens in der City unterstrichen. \u201eDas war eine optionale M&#246;glichkeit. In der Vertiefung der Gespr&#228;che hat sich best&#228;tigt, dass dies durchaus sinnvoll ist. Wir haben dazu eine Form des Planungsrechtes mit der Stadtverwaltung diskutiert, die dies offen h&#228;lt\u201c, berichtet Hall. Entstanden sei ein koordinierender Bebauungsplan, der gewisse Bandbreiten festlege, in denen &#196;nderungen m&#246;glich sind. \u201eDamit wurde ein flexibles System erreicht, das in der Struktur aber ein starkes Ger&#252;st darstellt, mit drei Bebauungsb&#228;ndern entlang der Bahnstrecke . Der erste unmittelbar an der Bahn ist eher f&#252;r die gewerbliche Nutzung geplant und soll einen L&#228;rmpuffer schaffen. F&#252;r den Mittelstreifen sind  als &#220;bergang zum Wohnen Dienstleistungsfunktionen und am Bahnhofsausgang ein Hotel vorgesehen. <\/p>\n<p>Besonders attraktiv und interessant wird das entstehende neue Stadtviertel durch die Einbeziehung der Parthe, die an dieser Stelle jahrzehntelang kaum zug&#228;nglich war. Das Konzept daf&#252;r wurde vom Leipziger  Landschaftsarchitekturb&#252;ro bgmr erarbeitet. Die terrassenartige und einem Park &#228;hnliche Gestaltung von den Geb&#228;uden zur Parthe hin biete zum einen Versickerungsfl&#228;chen f&#252;r Oberfl&#228;chenwasser, deren Begrenzungen auch als Sitzstufen genutzt werden k&#246;nnen. \u201eSo entsteht entlang der Parthe ein neuer Gr&#252;nraum, der etwa einen Hektar gro&#223; sein und als Park nutzbar wird\u201c, sagt Carlo Becker, Gesellschafter der bgmr. Das B&#252;ro erarbeitet regelm&#228;&#223;ig Konzepte zur besseren Erlebbarkeit der Parthe. \u201eHier bietet sich eine gute M&#246;glichkeit, den Fluss in den urbanen Stadtraum zu integrieren, auch wenn die Parthe nicht im eigenen, sondern einem gebauten Flussbett flie&#223;t\u201c, so Becker. Seinen Informationen zufolge hat dieses Konzept bei der Stadt Leipzig und der aurelis einen breiten Konsenz gefunden. \u201eWas die zeitliche Schiene angeht, h&#228;ngt von der baulichen Nachfrage und Investorensuche ab. Fakt ist bislang: Wenn gebaut wird, wird auch der geplante Freiraum und die Integration der Parthe realisiert\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Besonders erfreut dar&#252;ber ist Andreas Gumbrecht, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Zweckverbandes Parthenaue. \u201eDie Zug&#228;nglichmachung der Parthe bedeutet eine Aufwertung des Innenstadtbereiches und des Wohnumfeldes\u201c, sagt er. Und er geht noch weiter: \u201eIch glaube, f&#252;r den gesamten Nordosten der Stadt ist dies interessant. Die kleine gr&#252;ne Fl&#228;che im urbanen Umfeld bietet einen R&#252;ckzugsort. Nat&#252;rlich bleibt die dichte Besiedlung, aber durch die Neugestaltung des Areals wandert die gr&#252;ne Achse immer weiter nach Leipzig\u201c, sagt Gumbrecht, der hofft, dass nun noch mehr geschieht. \u201eVielleicht sind wir schon in f&#252;nf Jahren ein wenig weiter, die Parthe vom Bahngel&#228;nde bis zur Pfaffendorfer Stra&#223;e wieder erlebbar zu machen\u201c, erkl&#228;rt er. Ziel sei es, &#228;hnlich dem Karl-Heine-Kanal \u201eWasser und Natur in die Stadt zu holen\u201c, wie er es ausdr&#252;ckt. <\/p>\n<p>Im Herbst sollen die Pl&#228;ne der &#214;ffentlichkeit vorgestellt werden. \u201eDerzeit erstellen wir einen Bebauungsplan in Absprache mit dem Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau\u201c, informiert B&#228;rbel Winter vom Stadtplanungsamt. Nach der &#196;mterbeteiligung soll die B&#252;rgerbeteiligung folgen. \u201eWir wollen fr&#252;hzeitig informieren und erwarten eigentlich nur positive R&#252;ckmeldungen. Immerhin verschwindet eine Brachfl&#228;che, die Parthe wird wieder zug&#228;nglich gemacht, es entstehen Gr&#252;nfl&#228;chen\u201c, z&#228;hlt Winter auf.<\/p>\n<p>Bis es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. So lange darf das sch&#246;ne Dornr&#246;schen weiter schlafen und davon tr&#228;umen, wach gek&#252;sst zu werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/stadtviertel_2.jpg\" alt=\"\" title=\"Hier entsteht das neue Stadtviertel\" width=\"400\" height=\"267\" class=\"alignleft size-full wp-image-2474\" srcset=\"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/stadtviertel_2.jpg 400w, https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/stadtviertel_2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Feine-schlafende-wird-wachgekuesst%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im aktuellen Kundenmagazin der CG-Gruppe erschien mein nachfolgender Text zum k&#252;nftigen Stadtviertel in Leipzig. 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