{"id":295,"date":"2006-12-19T10:08:03","date_gmt":"2006-12-19T09:08:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2006\/12\/19\/buffeljagd-durch-taucha-betsy-bleibt-storrisch\/"},"modified":"2006-12-19T10:08:03","modified_gmt":"2006-12-19T09:08:03","slug":"buffeljagd-durch-taucha-betsy-bleibt-storrisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/buffeljagd-durch-taucha-betsy-bleibt-storrisch\/","title":{"rendered":"B&#252;ffeljagd durch Taucha: Betsy bleibt&nbsp;st&#246;rrisch"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" align=\"left\" alt=\"bueffel.jpg\" id=\"image294\" style=\"margin: 0pt 10px 10px 0pt\" src=\"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/bueffel.jpg\" \/>Taucha. \u201eNa komm, Moritz, komm raus!\u201c Mit ruhiger Stimme lockt Bernd Hoffmann von der Naturschutzstation des Zweckverbandes Parthenaue den gro&#223;en Wasserb&#252;ffel aus dem Gehege am Schmiedeh&#246;fchen. Hoffmanns Plan: der Rest der Herde, vier F&#228;rsen (K&#252;he) und drei K&#228;lber, soll dem Bullen ins Winterquartier in Dewitz folgen. In sicherer Entferung: ein gutes Dutzend Schaulustiger, das am  Sonntagvormittag das Schauspiel verfolgt, das sich zwei Mal im Jahr abspielt. Dieses Mal kommt es allerdings anders als geplant.<!--more--><\/p>\n<p>Moritz trabt langsam von der Wiese, gefolgt von den K&#252;hen. Die K&#228;lber, die erst im Mai geboren wurden, sind verunsichert. Eins geht mit, zwei brechen aus und fl&#252;chten ins Gehege  zur&#252;ck. Der Rest der Herde rennt unterdessen hundert Meter weiter, quer &#252;ber den Parkplatz des Kleingartenvereins Parkruhe, hinunter zu einer anderen Wiese. Dort bleiben die Tiere stehen, grasen friedlich. W&#228;hrenddessen h&#246;rt man die K&#228;lber von der Nachbarwiese rufen. Eine Mischung aus Bl&#246;ken und Muhen. \u201eSie rufen ihre Mutter\u201c, analysiert Holger Weichhan. Ihm geh&#246;ren die Wasserb&#252;ffel, die er seit vier Jahren zur Landschaftspflege und zur Fleischgewinnung h&#228;lt. Im Fr&#252;hjahr treibt er die Herde von seinem kleinen Bauernhof an der Weltewitzer Stra&#223;e zur Weide am Schmiedeh&#246;fchen, um sie im Herbst wieder zur&#252;ck zu holen. \u201eDie gro&#223;en Tiere kennen das Spiel, f&#252;r die K&#228;lber ist das alles neu\u201c, versucht Doreen Langer, Weichhans Freundin, das Durcheinander zu entschuldigen.<\/p>\n<p>Die K&#228;lber bl&#246;ken immer noch. Bruno und Betsy hei&#223;en sie. \u201eDie sind wohl schlecht erzogen\u201c, versucht ein Passant zu scherzen, als Holger Weichhan und seine Helfer vorbeigehen. \u201eWir k&#246;nnen jetzt nur versuchen, die Herde zur&#252;ckzutreiben und hoffen, dass beim zweiten Anlauf alle mitkommen\u201c, lassen sie die Frage unbeantwortet. Was sich leicht anh&#246;rt, scheitert an einer offenen T&#252;r. Bulle Moritz und eine Kuh laufen jetzt im Gartenverein herum. Sie kommen nur wenige Meter. Falk Teschemacher, ein Freund Weichhans, stoppt die Tiere und schickt sie zur&#252;ck. Der zweite Versuch schl&#228;gt trotzdem fehl. Betsy will nicht mit, rennt verst&#246;rt auf die Wiese zur&#252;ck. Und bl&#246;kt. Beim dritten Versuch sieht es kurz so aus, als ob alles glatt geht. Aber Betsy bleibt unberechenbar, rennt durch eine L&#252;cke zwischen zwei Helfern hindurch. Und bl&#246;kt in der Mitte der Wiese weiter.<\/p>\n<p>Holger Weichhan reicht es jetzt. \u201eWir treiben die Herde erstmal ins Quartier, Betsy fangen wir sp&#228;ter mit dem Lasso und fahren sie mit dem H&#228;nger nach Hause.\u201c Das klingt einfach, glauben kann es aber keiner nach der Vorstellung, die das Kalb gerade gab. Querfeldein rennen die B&#252;ffel, die immerhin ein Gewicht von 500 bis 800 Kilogramm erreichen k&#246;nnen. Zwischendurch macht sich Moritz an einer Hecke zu schaffen. &#220;ber die Wurzner Stra&#223;e vorbei am Winneberg f&#252;hrt der Weg, der ohne weitere Zwischenf&#228;lle verl&#228;uft. Bis von vorn ein gr&#252;ner PKW auftaucht. Der Fahrer versucht, r&#252;ckw&#228;rts zu fl&#252;chten. Falk Teschemacher gibt ihm ein Zeichen, dass ihm und seinem Auto nichts passieren w&#252;rde. Als die Herde vorbei ist, entf&#228;hrt ihm ein erleichtertes \u201eIch lebe noch\u201c, w&#228;hrend er die Scheibe sicherheitshalber wieder hochkurbelt.<\/p>\n<p>Den Rest des Weges rennen die kr&#228;ftigen Tiere geradezu. \u201eDie wissen jetzt so langsam, wo sie sind und freuen sich auf ihr Zuhause\u201c, sch&#228;tzt Doreen Langer ein. Und wirklich: als sie aus weiter Ferne den Flachbau erblicken, gibt es f&#252;r sie nur ein Ziel. Die Helfer haben M&#252;he, mitzukommen und den Elektrozaun schnell zu &#246;ffnen. \u201eGeschafft\u201c, hechelt Holger Weichhan zwei Stunden nach Start der Aktion. Ihm und seinen Helfern gelingt es am Sonntag aber nicht mehr, Betsy zu fangen. \u201eWir versuchen das weiter, irgendwann klappt das schon.\u201c<br \/>\n<em>Erschien am 19.12.2006 in der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung (Titel und Taucha-Seite) <\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fbuffeljagd-durch-taucha-betsy-bleibt-storrisch%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taucha. \u201eNa komm, Moritz, komm raus!\u201c Mit ruhiger Stimme lockt Bernd Hoffmann von der Naturschutzstation des Zweckverbandes Parthenaue den gro&#223;en Wasserb&#252;ffel aus dem Gehege am Schmiedeh&#246;fchen. 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