{"id":3702,"date":"2010-08-11T11:03:26","date_gmt":"2010-08-11T09:03:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.lvz-online.de\/grossesnetz\/?p=357"},"modified":"2026-05-18T07:54:07","modified_gmt":"2026-05-18T05:54:07","slug":"per-klick-zum-shirt-der-selbstversuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/per-klick-zum-shirt-der-selbstversuch\/","title":{"rendered":"Per Klick zum Shirt &#8211; der&nbsp;Selbstversuch"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin eine grafische Null. Zeichnen konnte ich nie. Und mein Verst&#228;ndnis von Farben, Formen und dem Zusammenspiel beider ist auch nicht wirklich ausgepr&#228;gt. Sich bei so wenig vorhandener Kreativit&#228;t ein eigenes T-Shirt zu gestalten, grenzt schon ein wenig an Wahnwitz. Und trotzdem habe ich es getan. <!--more--><\/p>\n<p>Gestern lud der T-Shirt-Drucker Spreadshirt zu einer Infoveranstaltung ein. Vorgestellt wurde dort der neue T-Shirt-Designer, der bald noch mehr Freiheiten bei der Gestaltung lassen soll. Unter anderem wurde der Druckbereich vergr&#246;&#223;ert, auch sind mehrere Schriftarten und Farben in einer Zeile m&#246;glich. Und genau das war mein Problem gestern, als ich gemeinsam mit vier anderen Interessenten vor einem Monitor sa&#223;.<\/p>\n<p>Die Zeile &#8222;Dein Text, dein Motiv hier&#8220; blinzelte mich von einem ansonsten leeren Shirt an. &#8222;Hier haben sie nun die M&#246;glichkeit, sich selbst durch den Designer zu klicken und sich ihr Shirt zu gestalten&#8220;, ermutigte uns Sprecherin Eike Sievert. Da sa&#223; ich nun. Und begann bei der Farbe des Shirts. Wei&#223;? N&#228;h. Schwarz? Hab ich schon zu viele. Navi? Ja, sieht annehmbar aus, dieser Blauton. Kann man machen.  <\/p>\n<p>Und was schreibt man da nun so drauf? Spontan auf die Schnelle hab ich keinen coolen Spruch parat gehabt. Also mal schauen, was die vorgefertigten Motive so hergeben. Die Kategorie &#8222;Bestseller&#8220; spricht bereits auf Seite 2 eine eindeutige Sprache. Nein, das will ich nun wirklich nicht. Hm, mal &#252;berlegen. Vielleicht was mit Twitter? Genau, ich bin ne coole Twitter-Sau, die alles schon wei&#223;. So machen wir es. Also: Textwerkzeug gew&#228;hlt und geschrieben: &#8222;Wei&#223; ich schon. Ich nutze Twitter.&#8220; Dazu noch eine Sprechblase, das Textfeld draufziehen und fertig. Dachte ich. <\/p>\n<p>Doch so einfach scheint das nicht zu sein. Um dem Qualit&#228;tsanspruch gerecht zu werden, hat sich Spreadshirt strenge Regeln gestellt. So d&#252;rfen maximal drei Ebenen, die sp&#228;ter Folien sind, &#252;bereinander sein. Dummerweise haben wohl die Entwickler in der Beta-Version des neuen Shirt-Designers, den wir testen durften, Text so definiert, dass er automatisch drei Ebenen hat. Sprich: Man kann (derzeit und in Einzelf&#228;llen) Text nicht auf Motive  ziehen. So hat eine Sprechblase, in die man etwas hineinschreiben will, nat&#252;rlich recht wenig Sinn. &#8222;Das wird noch ge&#228;ndert&#8220;, versicherte mir Flashentwickler Frank Alic.<\/p>\n<p>In meinem Fall war der kleine Programmierfehler kein Problem. &#8222;Schieb einfach den Text nach unten, du presst das Shirt dann ja selbst&#8220;, hie&#223; es. Aha. Ich presse das Shirt dann selbst. Nat&#252;rlich. Mach ich ja sonst auch dauernd. Bitte was? Nachdem jeder etwas mehr oder minder Kreatives auf sein virtuelles Shirt geschoben hatte, gings runter in die Produktion. Von dem Testlabor &#252;ber die Qualit&#228;tssicherung bis zum Versand haben wir alle Stationen besucht, teilweise mit den Mitarbeitern gesprochen. Danach wurde uns erkl&#228;rt, wie ein Spreadshirt entsteht. Der Teil &#8222;Du presst dann ja ohnehin selbst&#8220; lief &#252;brigens recht unspektakul&#228;r ab. Die Motive werden auf das Shirt gelegt, danach schiebt man die Presseinheit dar&#252;ber, dr&#252;ckt zwei gr&#252;ne Kn&#246;pfe und schon presst die Maschine mit 2 Bar eine 170 Grad hei&#223;e Platte nach unten. 15 Sekunden dauert das, danach sitzt das Motiv fest und das Shirt ist fertig f&#252;r den Versand. <\/p>\n<p>\nDas Testlabor<\/p>\n<p>\nEntgittern hei&#223;t diese Aufgabe. Hier wird alles entfernt, was nicht aufs Shirt soll. Auf diesem Foto entferne ich &#252;brigens gerade das falsche Teil. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>\nDie Presse an der Presse.<\/p>\n<p>\nFertig!<\/p>\n<p>Am Ende hatte ich ein (etwas zu gro&#223;es), nahezu individuelles Shirt. Das Wort &#8222;Twitter&#8220; &#252;brigens durfte ich nicht verwenden, sagte mir das Programm. Copyright und so. &#8222;Ich twittere&#8220; ging dann allerdings.<\/p>\n<p>Richtig Kreative k&#246;nnen aus dem Designer sicher mehr holen. Wer die neue Version 7, die in den n&#228;chsten Wochen online gehen soll, schon vorher mal testen will, kann sich hier austoben. <\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fper-klick-zum-shirt-der-selbstversuch%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin eine grafische Null. Zeichnen konnte ich nie. Und mein Verst&#228;ndnis von Farben, Formen und dem Zusammenspiel beider ist auch nicht wirklich ausgepr&#228;gt. Sich bei so wenig vorhandener Kreativit&#228;t ein eigenes T-Shirt zu gestalten, grenzt schon ein wenig an Wahnwitz. 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