{"id":3739,"date":"2011-03-24T17:46:18","date_gmt":"2011-03-24T16:46:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.lvz-online.de\/grossesnetz\/?p=631"},"modified":"2020-08-10T09:34:15","modified_gmt":"2020-08-10T07:34:15","slug":"trotz-ablehnung-leipzig-hat-nun-eine-facebook-seite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/trotz-ablehnung-leipzig-hat-nun-eine-facebook-seite\/","title":{"rendered":"Trotz Ablehnung: Leipzig hat nun eine&nbsp;Facebook-Seite"},"content":{"rendered":"<p>Vor 14 Tagen schrieb ich an dieser Stelle &#252;ber den Antrag der FDP-Fraktion im Leipziger Rathaus, welcher die Einrichtung einer kommunalen Facebook-Seite inklusive Ausarbeitung eines Nutzungskonzeptes vorsah. Nachdem sich der Verwaltungsausschuss damit besch&#228;ftigte, war ziemlich schnell klar: Der FDP-Antrag wird abgelehnt, weil der Relaunch von leipzig.de Vorrang h&#228;tte. Doch seit gestern ist pl&#246;tzlich alles anders.<!--more--><br \/>\nGestern n&#228;mlich wurde in der Ratsversammlung dem FDP-Antrag doch stattgegeben. Die Fraktion der Gr&#252;nen hat das so protokolliert: <\/p>\n<blockquote><p>16.35 Uhr \/ Der FDP-Antrag Facebook-Page einrichten &#038; Web 2.0-Nutzungskonzept erstellen wird aufgerufen. Die FDP-Fraktion ist der Auffassung, dass die Stadt Leipzig die M&#246;glichkeit auf Facebook mit einer eigenen Seite pr&#228;sent als Eigenwerbung nutzen sollte.<br \/>\nDie Stadtratsfraktion von B&#252;ndnis 90\/Die Gr&#252;nen fragt sich, warum es eines solchen Antrages &#252;berhaupt bedarf und die Verwaltung nicht von selbst auf diese Idee gekommen ist und l&#228;ngst ihre Arbeit diesbez&#252;glich getan hat. Bereits andere deutsche Gro&#223;st&#228;dte, wie z.B. M&#252;nchen oder Stuttgart, haben eigene Seiten auf Facebook eingerichtet. Votum des Stadtrates: angenommen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Allen Stadtr&#228;ten war damit klar: Leipzig bekommt eine Facebook-Seite. Wie schnell das Ganze dann gehen sollte, &#252;berrascht dann doch. Denn offenbar noch w&#228;hrend der Ratsversammlung wurde die bereits bestehende Facebook-Seite <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/leipzigcity\">leipzigcity<\/a> von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) &#252;bernommen. Einen direkten Zusammenhang mit dem Antrag der FDP schlie&#223;t Jamina Jahnel, Assistentin des Gesch&#228;ftsf&#252;hrers Volker Bremer aber aus. Vielmehr war man bereits seit l&#228;ngerer Zeit mit dem privaten Betreiber im Gespr&#228;ch. Ihm, einem noch nicht n&#228;her genannten &#8222;Filmproduzenten aus Leipzig&#8220;, legte man ein Konzept vor, das ihn &#252;berzeugt h&#228;tte, weshalb er schlie&#223;lich der &#220;bertragung der Seite zugestimmt h&#228;tte.<\/p>\n<p>&#8222;Wir befinden uns gerade in einem Entwicklungsprozess. In den vergangenen zwei Jahren ist Social Media verst&#228;rkt aktuell geworden. Uns war schnell klar, dass auch wir uns da einarbeiten m&#252;ssen&#8220;, so Jahnel. Zum Einstieg habe man darum die Seite &#8222;N&#228;her dran&#8220; f&#252;r das gleichnamige Magazin der LTM gestartet. Danach gab es noch das Debakel um das Privatprofil &#8222;Leipzig Tourismus&#8220;, bei dem die LTM nicht gerade Kompetenz in Sachen Social Media und Facebook-Benutzung bewies. Das Profil ist mittlerweile gel&#246;scht, eine Umgestaltung in eine Seite, wie es Sprecher Andreas Schmidt mir gegen&#252;ber &#228;u&#223;erte, ist nie passiert.<\/p>\n<p>Es w&#228;re nun vielleicht etwas leicht und auch polemisch, Bedenken zu hegen, ob die LTM, geeignet ist, die Facebook-Seite einer Stadt mit derzeit immerhin 27.000 Fans zu betreuen. Jamina Jahnel zumindest ist der Auffassung, dass es klappen kann. &#8222;Ja, es gibt bereits ein Konzept&#8220;, betont sie nochmals und nennt Ausz&#252;ge: &#8222;Wir wollen Leipziger und potentielle Besucher aus der ganzen Welt erreichen, wollen unparteiisch berichten, Impulse f&#252;r Dialog geben und durch Aktionen und schnelle News die Fanzahlen erh&#246;hen&#8220;, sagt sie. Zudem sollen Bilder und Videos das sch&#246;ne Leipzig zeigen, aus sei bereits der Youtube-Kanal der Stadt eingebunden. <\/p>\n<p>Das alles klingt zwar weniger nach Konzept sondern mehr nach Ma&#223;nahmen eines Konzeptes, Fakt sei aber laut Jahnel, dass der Schwerpunkt auf Facebook liege, Youtube weiter genutzt werden und Twitter ausgebaut werden solle. Auch werde gepr&#252;ft, inwieweit Geolocation f&#252;r die Stadt eine Rolle spielen k&#246;nne. <\/p>\n<p>Ganz in Eigenregie solle das nicht von statten gehen. &#8222;Das Konzept wurde vor einiger Zeit von uns entwickelt, wir nehmen gerade mit einer Agentur Kontakt auf, um auszuloten, wie eine Zusammenarbeit aussehen k&#246;nne&#8220;, so Jahnel. Ob das am Ende eine Leipziger Agentur sei, konnte sie noch nicht sagen. Es w&#228;re allerdings besch&#228;mend f&#252;r die LTM, wenn sie hier nicht f&#252;ndig werden w&#252;rde. Die LTM ist gut beraten, vor allem in Leipzig Gespr&#228;che aufzunehmen, wenn sie sich nicht vollends l&#228;cherlich und unglaubw&#252;rdig machen will. Eine Agentur aus einer anderen Stadt zu beauftragen w&#252;rde am Ende s&#228;mtliche derzeitige Bem&#252;hungen der Wirtschaftsf&#246;rderung um eine Vernetzung der Kreativwirtschaft zunichte machen.<\/p>\n<p>Oliver Dorausch, FDP-Fraktionsgesch&#228;ftsf&#252;hrer indes wundert sich &#252;ber ganz andere Dinge: &#8222;Ich verstehe nicht, wie man einerseits im Verwaltungsstandpunkt sagen kann, wir wollen keine Facebook-Seite, sich aber an anderer Stelle bereits darum bem&#252;ht&#8220;, sagt er. Direkt nach dem Beschluss des Stadtrates verk&#252;ndete OBM Burkhard Jung gestern, dass er noch eine &#8222;gute Nachricht&#8220; h&#228;tte. Man habe mit dem Inhaber der privaten Seite gesprochen und sich schon geeinigt. &#8222;Da ist in der Sache wirklich wunderbar und dem bisherigen Inhaber der Seite ist auch zu danken. Was nur verwundert ist die Tatsache, dass der OBM sagt, aufgrund des Relaunches von leipzig.de seien die Kapazit&#228;ten gebunden und mit einem Nutzungskonzept sei erst im 4. Quartal zu rechnen. Auf der anderen Seite arbeitet die LTM aber offenbar bereits mit oder an einem Konzept. Da fragen wir uns schon, warum wir das Konzept erst im 4. Quartal zu Gesicht bekommen sollen.&#8220;<\/p>\n<p>An Leipzigs Kreative gerichtet sagt Oliver Dorausch: &#8222;Ich hoffe, dass Sie sich zu Wort melden und konstruktiv beteiligen.&#8220; Zudem hoffe er, dass &#8222;die Stadt schnell erkennt, dass Facebook vor allem ein Medium zur Kommunikation miteinander ist. Die Stadt w&#228;re gut beraten, auf Fachleute zu h&#246;ren, die hier ihr t&#228;glich Brot im Web 2.0 verdienen&#8220;, so f&#252;hrt er weiter aus. Zudem sollte die Facebook-Seite nicht nur touristisches Angebot sein, sondern auch die Leipziger ansprechen. &#8222;Stadtratsbeschl&#252;sse und andere Neuigkeiten, die Leipziger schnell erreichen m&#252;ssen, k&#246;nnten dort publiziert werden&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p>Letzteres scheint bereits zu klappen. Eine erste Statusmeldung war der Hinweis auf das B&#252;rgerfest WESTPAKET, einem Kreativ-Tr&#246;delmarkt. Sub- statt Hochkultur &#8211; und das von der LTM! D&#252;rfte interessant zu sehen sein, wie lange dies durchgehalten wird.<\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Ftrotz-ablehnung-leipzig-hat-nun-eine-facebook-seite%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 14 Tagen schrieb ich an dieser Stelle &#252;ber den Antrag der FDP-Fraktion im Leipziger Rathaus, welcher die Einrichtung einer kommunalen Facebook-Seite inklusive Ausarbeitung eines Nutzungskonzeptes vorsah. Nachdem sich der Verwaltungsausschuss damit besch&#228;ftigte, war ziemlich schnell klar: Der FDP-Antrag wird abgelehnt, weil der Relaunch von leipzig.de Vorrang h&#228;tte. 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