{"id":3741,"date":"2011-04-05T10:10:19","date_gmt":"2011-04-05T08:10:19","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.lvz-online.de\/grossesnetz\/?p=639"},"modified":"2018-03-31T12:28:32","modified_gmt":"2018-03-31T10:28:32","slug":"webmontag-leipzigs-facebook-seite-zwischen-tourismus-und-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/webmontag-leipzigs-facebook-seite-zwischen-tourismus-und-politik\/","title":{"rendered":"Webmontag: Leipzigs Facebook-Seite zwischen Tourismus und&nbsp;Politik"},"content":{"rendered":"<p>Was haben die Stadtverwaltung und die Leipzig Tourismus und Marketing (LTM) GmbH mit ihrer Facebook-Seite vor und wie kann die Kreativwirtschaft bei dem Entwicklungsprozess helfen? So in etwa l&#228;sst sich der Kernpunkt und Grund des gestrigen Zusammentreffens beim Webmontag in der Kleinen Tr&#228;umerei zusammenfassen. Ausl&#246;ser war die &#220;bernahme der ehemaligen privat gef&#252;hrten Facebookseite <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/leipzigcity\">leipzigcity<\/a> durch die LTM. Selbige l&#246;ste ein wenig Verwirrung bei Stadtr&#228;ten und Kreativen aus, es wurde bef&#252;rchtet, die Seite k&#246;nne sich zum Marketinginstrument der Tourismusf&#246;rderung entwickeln.<!--more--><\/p>\n<p>Man muss, soviel schon vorab, dem Verein <a href=\"http:\/\/www.kreatives-leipzig.de\">Kreatives Leipzig<\/a> dankbar sein und vor ihm den Hut ziehen, dass er es in kurzer Zeit geschafft hat, alle Beteiligten zusammen zu bringen. Und man muss der LTM dankbar sein, sich den Bedenken der Kreativwirtschaft gestellt zu haben. Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Volker Bremer, dessen Assistentin und \u201eNew Media Managerin\u201c Jamina Jahnel waren ebenso anwesend wie der stellvertretende Stadtsprecher Volker Rasch sowie die Onlineredakteure Therese Jonas und Bolko Kosel. Nicht am gleichen Tisch, aber immerhin in Sichtweite sa&#223;en Oliver Dorausch, Fraktionsgesch&#228;ftsf&#252;hrer der FDP, Andreas Nowak, Vorsitzender der CDU Leipzig-Nordost sowie CDU-Stadtrat Ansbert Maciejewski. Sp&#228;ter kam auch noch J&#252;rgen Kasek, Sprecher der Leipziger B&#252;ndnisgr&#252;nen dazu.<\/p>\n<p><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<p>Volker Bremer legte zu Beginn noch einmal aus seiner Sicht dar, warum die LTM geeignet sei, die Facebook-Seite zu f&#252;hren. \u201eWir haben mit der Seite unserer Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/NAEHERdran.Leipzig\">N&#228;her dran<\/a> bereits 1000 Fans erreicht und glauben, dass ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitern einfach mehr St&#228;rke besitzt als eine Privatperson. Wir sind recht zeitig in die Verhandlungen mit dem privaten Ersteller der Seite getreten und haben ihn schlussendlich davon &#252;berzeugen k&#246;nnen. Das ist immer noch besser, als wenn ein privatwirtschaftliches Unternehmen wie Unister zugeschlagen h&#228;tte\u201c, meinte er. Seine Assistentin und jetzige Beauftragte f&#252;r Social Media der LTM, Jamina Jahnel, sei \u201esehr geeignet\u201c, diesen Posten auch zu &#252;bernehmen. <\/p>\n<p>Bremer stellte auch noch einmal klar, dass der FDP-Antrag, eine Facebook-Seite f&#252;r Leipzig einzurichten, unabh&#228;ngig von den Bem&#252;hungen der LTM passierte. Vielmehr liefen die Bem&#252;hungen der LTM bereits, als der Antrag eingereicht wurde. Dieser Fakt offenbarte, was an diesem Abend nur allzu deutlich wurde: Es mangelt im Rathaus und zwischen der LTM und den Stadtr&#228;ten an Kommunikation. So warf Dorausch der LTM vor, nicht mit den Stadtr&#228;ten zu sprechen, Bremer seinerseits erwiderte, bereits mehrfach zu Gespr&#228;chen eingeladen zu haben und \u201e&#252;berraschenderweise nur die Linke in Fraktionsst&#228;rke am Tisch gehabt zu haben\u201c. Insofern hier wieder ein Punkt f&#252;r den Verein Kreatives Leipzig, dass endlich mal miteinander gesprochen wurde &#8211; was selbstverst&#228;ndlich sein sollte. Auch Bremer bezeichnete es sp&#228;ter als \u201eGewinn, dass wir uns hier mal kennenlernen.\u201c Eigentlich eine peinliche Angelegenheit. <\/p>\n<p>Nach mehreren Minuten politischen Schlagabtauschs ging Thomas Wagner vom Verein dazwischen und brachte die Diskussion souver&#228;n zur&#252;ck auf die Sachebene. So blieb die Frage nach dem inhaltlichen Konzept f&#252;r die Leipziger Facebook-Seite nicht unbeantwortet. Jamina Jahnel legte dar, dass die Seite als Teil des Gesamtangebotes an Kommunikation der Stadt Leipzig zu verstehen sei. Zielgruppen seien die so genannten Leipzig-Fans. \u201eDas sind Touristen, also Individualreisende und Gesch&#228;ftsreisende, aber auch potentielle G&#228;ste, sowie Ex-Leipziger, B&#252;rger der Stadt, Partner der LTM und die Medien\u201c, sagte sie und zerstreute zugleich Bedenken, eine rein tourismuslastige Seite zu gestalten. Dieser Eindruck offenbarte sich allerdings in den ersten Tagen der &#220;bernahme durch die LTM. Da wurden Brosch&#252;ren online gestellt, der LTM-Youtube-Kanal eingebunden und gestern ohne n&#228;here Erkl&#228;rung zahlreiche Pressefotos der LTM online gestellt.<br \/>\nSo fragte dann auch Thomas Wagner, wie die inhaltliche Umgestaltung der Seite zu erkl&#228;ren sei. Immerhin w&#228;re der Hauptteil der bisherigen Fans der Seite doch Leipziger. LTM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Volker Bremer hielt das f&#252;r nicht belegbar und meinte eher, dass die Nicht-Leipziger &#252;berwiegen w&#252;rden. Eine optimale Vorbereitung auf diesen Termin w&#228;re ein Blick in die Facebook-Statistiken und ein Auszug derer gewesen, was aber offenbar nicht passierte. <\/p>\n<p>Inhaltlich w&#252;rde sich die LTM sehr stark mit der Stadt Leipzig absprechen, die eigene Arbeit auf der Facebook-Seite unter Beachtung journalistischer Qualit&#228;tskriterien verstehen, so Jamina Jahnel. Alle Facetten Leipzigs sollen auf der Seite angesprochen und gezeigt werden, ausdr&#252;cklich sei Dialog erw&#252;nscht und w&#252;rde gef&#246;rdert. Zudem sei man, so Jahnel, im Prozess und m&#252;sse \u201enat&#252;rlich erst einmal sehen, wohin es geht. Der User gibt die Richtung vor, er entscheidet &#252;ber das Konzept.\u201c Und Volker Bremer f&#252;gte an, durch die Zusammenarbeit von Online-Redakteuren der Stadtverwaltung, der LTM und den Mitarbeitern der Ressorts in Rathaus h&#228;tte sich die bisherige Leistung verzigfacht. <\/p>\n<p>Am Ende blieb, was bislang bereits bekannt war: Die Stadtverwaltung konzentriert sich aus Geld- und Personalknappheit auf den anstehenden Relaunch von leipzig.de und legt im vierten Quartal ein eigenes Nutzungskonzept f&#252;r die Social Media-Kan&#228;le der Stadt vor. So lange betreut die LTM in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung die Facebook-Seite nach dem eigenen Konzept. Jamina Jahnel unterstrich nochmals, dass man offen sei f&#252;r Anfragen und den Prozess zusammen gestalten k&#246;nne. Die direkte Gespr&#228;chsm&#246;glichkeit im Anschluss nutzten allerdings nur wenige der Anwesenden.<\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fwebmontag-leipzigs-facebook-seite-zwischen-tourismus-und-politik%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was haben die Stadtverwaltung und die Leipzig Tourismus und Marketing (LTM) GmbH mit ihrer Facebook-Seite vor und wie kann die Kreativwirtschaft bei dem Entwicklungsprozess helfen? So in etwa l&#228;sst sich der Kernpunkt und Grund des gestrigen Zusammentreffens beim Webmontag in der Kleinen Tr&#228;umerei zusammenfassen. 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