{"id":433,"date":"2007-02-20T10:52:54","date_gmt":"2007-02-20T09:52:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2007\/02\/20\/domainklau-zweifel-am-bisherigen-providerwechselverfahren\/"},"modified":"2019-07-18T11:20:45","modified_gmt":"2019-07-18T09:20:45","slug":"domainklau-zweifel-am-bisherigen-providerwechselverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/domainklau-zweifel-am-bisherigen-providerwechselverfahren\/","title":{"rendered":"Domainklau: Zweifel am bisherigen&nbsp;Providerwechselverfahren"},"content":{"rendered":"<p>Sogar Google hat es schon erwischt \u2013 f&#252;r wenige Stunden verlor die Plattform seine Internetdomain. &#220;ber Nacht war die Adresse in H&#228;nden eines Fremden. Zwei wichtige Schutzmechanismen, die den Umzug von deutschen Domains regeln, versagten. Aber auch weniger prominente Webadressen k&#246;nnen entf&#252;hrt werden.<\/p>\n<p>Rund 10,7 Millionen Domains mit der Endung \u201e.de\u201c sind derzeit registriert, meldet Denic, eine Genossenschaft, die f&#252;r die Verwaltung der Adressen verantwortlich ist. Etwa 4000 Domains kommen t&#228;glich dazu. Niedrige Preise f&#252;r die Registrierung und der n&#246;tige Speicherplatz im Netz sind der Grund daf&#252;r, dass neben Firmen und Institutionen auch vermehrt Privatleute ihre eigene Adresse registrieren. Auf diese stellen sie Urlaubsbilder und Videos, ihre Bewerbungsunterlagen oder andere private Dinge. Dass \u201eHerr Lehmann von nebenan\u201c seine Domain aber auch ganz leicht wieder loswerden kann, zeigt das Google-Beispiel, f&#252;r das offenbar ein Spa&#223;vogel verantwortlich ist, der die Grenzen der deutschen Domainverwaltung testen wollte.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n\u201eEin Kunde fragte bei uns im System die Domain google.de an und best&#228;tigte sich zweimal als Eigent&#252;mer\u201c, erkl&#228;rt Stefan Maicher, Sprecher des Providers Goneo, das Vorgehen. Auf diese Anfrage hin habe Goneo die Domain bei der Denic zum so genannten KK (Umzug) angemeldet. Der erste Fehler, denn eine Pr&#252;fung, ob der Antragsteller auch der wirkliche Inhaber war, erfolgte nicht. Die Denic schlie&#223;lich meldete dem bisherigen Provider der Domain google.de den Umzugswunsch. Doch dieser reagierte auf zwei Anfragen nicht. Der zweite Fehler, denn das Providerwechselverfahren der Denic besagt, dass zwei nicht beantwortete Anfragen innerhalb von f&#252;nf Tagen einer Akzeptierung gleichkommen. Die Folge: google.de wanderte in den Besitz des Goneo-Kunden. Auch wenn der Schaden innerhalb weniger Stunden bemerkt und behoben wurde, macht das Beispiel deutlich, welche L&#252;cken das Providerwechselverfahren hat. Kritiker bem&#228;ngeln seit langem das Procedere. <\/p>\n<p>Klaus Herzig, Sprecher der Denic schlie&#223;t nach dem prominenten Opfer &#196;nderungen am Vorgehen des Domainumzuges nicht aus. Die derzeitige F&#252;nf-Tage-Regel solle verhindern, dass ein Provider einem wechselwilligen Kunden den Umzug durch lange Wartezeiten vermiesen kann. \u201eSch&#252;tzen kann man sich gegen den Domainklau nur, indem man sich mit seinem Provider in Verbindung setzt und fragt, wie er reagiert, wenn ein Wechselauftrag f&#252;r seine Domain eingeht\u201c, so der Sprecher.<\/p>\n<p><em>Erschien am 20.02.2007 (endlich mal) in der Leipziger Volkszeitung, Ratgeber Multimedia.<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fdomainklau-zweifel-am-bisherigen-providerwechselverfahren%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sogar Google hat es schon erwischt \u2013 f&#252;r wenige Stunden verlor die Plattform seine Internetdomain. &#220;ber Nacht war die Adresse in H&#228;nden eines Fremden. 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