{"id":488,"date":"2007-02-28T08:43:18","date_gmt":"2007-02-28T07:43:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2007\/02\/28\/hundehaufen-veraergern-tauchaer\/"},"modified":"2007-02-28T08:44:19","modified_gmt":"2007-02-28T07:44:19","slug":"hundehaufen-veraergern-tauchaer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/hundehaufen-veraergern-tauchaer\/","title":{"rendered":"Hundehaufen ver&#228;rgern&nbsp;Tauchaer"},"content":{"rendered":"\n<!-- google_ad_section_start -->\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/hundehaufen_2.jpg\" alt=\"hundehaufen_2.jpg\" \/><em>Eine echte &#8222;Schei&#223;-Geschichte&#8220; hatte ich heute in der LVZ, aber auch das muss mal sein. Bittesch&#246;n:<\/em><\/p>\n<p>Wenn Katja Steinke das Haus verl&#228;sst, schaut sie seit einigen Wochen immer nach unten. Das allerdings ist keine unfreundliche Geste den Nachbarn gegen&#252;ber \u2013 die 31-J&#228;hrige tut dies zum Selbstschutz: um Hundehaufen auszuweichen. So wie ihr geht es derzeit vielen Anwohnern der Goethestra&#223;e in Taucha, die sich massiv &#252;ber die tierischen \u201eTretminen\u201c beschweren. Haus- und Stadtverwaltung sind die Probleme bekannt. Ihnen Herr zu werden, scheint dagegen schwer.<br \/>\n\u201eDie Wiesen vor dem Haus und der Fu&#223;weg sind regelrecht zugepflastert mit den Haufen\u201c, sagt Steinke aufgebracht. Die zweifache Mutter w&#252;rde an sch&#246;nen Tagen gern mit ihrem zehn Monate alten Sohn laufen &#252;ben. \u201eWo ginge das besser als auf der Wiese vor der T&#252;r. Da kann man allerdings seit Wochen nicht mehr treten, weil alles voller Hundekot liegt.\u201c Dabei sei bekannt, dass an der Gabelung Thomas-Mann-\/Friedrich-Ebert-Stra&#223;e eine wild bewachsene Fl&#228;che existiere, die ausschlie&#223;lich als Hundewiese diene. Die &#220;belt&#228;ter vermutet sie daher nicht in der Goethestra&#223;e: \u201eDie kommen von woanders her.\u201c<br \/>\n <br \/>\nThomas Brade vom gleichnamigen Hausmeisterservice, der f&#252;r das Objekt zust&#228;ndig ist, geht mit dieser Meinung mit: \u201eIch glaube, die kommen aus Richtung Wohnanlage Gra&#223;dorfer W&#228;ldchen, genaues wei&#223; ich aber nicht.\u201c Und weil die Hundehalter noch nie erwischt worden sind, bleibt Brade nichts anderes &#252;brig, als die Haufen zu beseitigen. \u201eIch bin doch sonst der Dumme, am Ende hei&#223;t es, ich habe meine Arbeit nicht korrekt gemacht\u201c, sagt er. Dass dadurch Arbeitsmaterialien in Mitleidenschaft gezogen werden, muss er in Kauf nehmen. \u201eRasenm&#228;her, Rechen, Schaufeln \u2013 das ist kein sch&#246;ner Geruch, wenn man das im Auto transportieren muss\u201c, sagt der Hausmeister, der in Leipzig und Taucha knapp 300 H&#228;user betreut. Nirgends sei es aber so schlimm wie in der Goethestra&#223;e.<br \/>\nAuch Roland Sturm von der Hausverwaltung Sachsengrund GmbH, die f&#252;r die H&#228;user samt Gr&#252;nfl&#228;chen verantwortlich ist, sind die Zust&#228;nde in der Goethestra&#223;e bekannt. \u201eJa, wir haben dort ein massives Problem und bereits in der Vergangenheit mit Aush&#228;ngen versucht, an die Vernunft der Leute zu appellieren. Wir hatten erwartet, dass man von zivilisierten Menschen verlangen kann, die Exkremente ihrer Hunde zu beseitigen. Leider ohne Erfolg\u201c, bedauert er. Die Haufen seien nicht nur ein hygienisches Problem, sondern vor allem auch sch&#228;dlich f&#252;r das Image der Hausverwaltung. \u201eWir hatten bereits Mietinteressenten, die verst&#228;ndlicherweise die Nase r&#252;mpften &#252;ber den Kot.\u201c<\/p>\n<p>Dabei m&#252;sste jedem Hundebesitzer bekannt sein, was die Polizeiverordnung \u2013 einsehbar f&#252;r jeden &#252;ber das Internet \u2013 &#252;ber die Entsorgung von gro&#223;en und kleinen Haufen besagt: In Paragraph 6, Absatz 1 hei&#223;t es sinngem&#228;&#223;: Fl&#228;chen, die regelm&#228;&#223;ig von Menschen genutzt werden, d&#252;rfen nicht durch Tiere verunreinigt werden. Und Absatz 3 besagt, dass Verunreinigungen unverz&#252;glich zu beseitigen sind. Und \u201eunverz&#252;glich\u201c hei&#223;t \u201esofort\u201c, wie Albrecht Walther, Leiter des Ordnungsamtes Taucha erkl&#228;rt. \u201eIn Taucha gibt es zwar keine Pflicht zum Mitf&#252;hren von T&#252;ten. Daf&#252;r muss der Hundekot mit geeigneten Mitteln entfernt werden.\u201c<\/p>\n<p>Angesichts dieser schwammigen Auslegung fragt sich Sandra Czyzniewski, ob es nicht einfacher w&#228;re, an Problemstellen Automaten mit Entsorgungst&#252;ten oder Papier aufzustellen. \u201eIch habe mal in Flensburg gewohnt, dort ist das gang und g&#228;be. Das w&#252;rde ich auch nutzen\u201c, sagt die Halterin eines kleinen Mischlings. Diese L&#246;sung kommt f&#252;r Walther aber nicht in Frage. \u201eIch vermute, diese K&#228;sten w&#252;rden durch Vandalismus mehr besch&#228;digt, als dass sie genutzt werden k&#246;nnten. Der Bauhof hat bereits genug Einbu&#223;en durch kaputte B&#228;nke und M&#252;lleimer.\u201c<\/p>\n<p>Vielmehr setzt das Ordnungsamt auf Mithilfe der Anwohner. In der Vergangenheit h&#228;tten die Beamten bereits mehrere Hundehalter mit 25 Euro Verwarnungsgeld belegen k&#246;nnen, ausgel&#246;st durch Anzeigen von B&#252;rgern. \u201eDiese Anzeigen m&#252;ssen schriftlich mit Tatzeit und Name des Verursachers bei uns eingehen\u201c, so Walther. Doch genau da steckt das Problem. \u201eWir wissen doch oftmals gar nicht, wer seinen Hund auf die Wiese machen l&#228;sst\u201c, sagt Czyzniewski, die laut eigenem Bekunden die kleinen Haufen ihres Tieres immer beseitigt. Unterst&#252;tzung bekommt sie von Katja Steinke. \u201eHier kommen Leute mit Rottweilern und anderen Rassen her, die wir gar nicht kennen. Diese Leute namentlich zu benennen, f&#228;llt da nat&#252;rlich schwer.\u201c<\/p>\n<p>Hausmeister Brade w&#252;nscht sich mehr Unterst&#252;tzung durch das Ordnungsamt. \u201eDas Problem wird sein, dass die Beamten vor 8 Uhr ihr B&#252;ro nicht verlassen. Da sind die Hundehalter l&#228;ngst die erste Runde gelaufen\u201c, vermutet er. Dem widerspricht Albrecht Walther allerdings. \u201eWir haben versetzten Dienst, der an manchen Tagen bereits um 6 Uhr beginnt. Allerdings k&#246;nnen unsere beiden Vollzugsbediensteten nicht &#252;berall sein\u201c, sagt er, k&#252;ndigt aber gleichzeitig an, sich um Hilfe durch die S&#228;chsische Sicherheitswacht zu bem&#252;hen. Bis es soweit ist, bleibt Steinke und ihren Nachbarn wohl nur eines &#252;brig: Detektivarbeit. \u201eDann m&#252;ssen wir eben hinter den Haltern herlaufen und nachsehen, wo die wohnen.\u201c<\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fhundehaufen-veraergern-tauchaer%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>\n<!-- google_ad_section_end -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine echte &#8222;Schei&#223;-Geschichte&#8220; hatte ich heute in der LVZ, aber auch das muss mal sein. Bittesch&#246;n: Wenn Katja Steinke das Haus verl&#228;sst, schaut sie seit einigen Wochen immer nach unten. 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