{"id":63,"date":"2005-11-12T09:53:10","date_gmt":"2005-11-12T07:53:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2005\/11\/12\/fragen-statt-botschaften\/"},"modified":"2010-05-18T19:34:50","modified_gmt":"2010-05-18T17:34:50","slug":"fragen-statt-botschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/fragen-statt-botschaften\/","title":{"rendered":"Fragen statt&nbsp;Botschaften"},"content":{"rendered":"<p><img src='http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/laith.gif' alt='Laith al Deen' hspace='6' vspace='6' align='left' \/>Deutschpop. Das klingt unspektakul&#228;r, beschreibt aber genau die Kategorie, in die Laith al Deen seine Musik einordnet. Und Pop ist das, wof&#252;r er lebt. &#8222;So lange es Musik bleibt&#8220;, meint er und zielt damit auf so manchen Versuch plastisch-k&#252;nstlicher Castingteilnehmer. Die deutsche Sprache ist f&#252;r ihn sehr wichtig.<\/p>\n<p>&#8222;Englisch baut Sprachbarrieren auf. In meiner Muttersprache kann ich mich immer noch am besten ausdr&#252;cken&#8220;, so Laith, der halb Iraker, aber in Karlsruhe geboren ist. Die derzeitige Schwemme von deutschsprachigen Bands und deren Erfolg freut ihn. &#8222;Das zeigt doch, dass der Bedarf da ist. Ich hoffe nur, dass das keine vor&#252;bergehende perfekte Welle bleibt&#8220;, sinniert er, der am 19. November das Haus Auensee beschallen wird.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nLaith lebt in Mannheim. &#8222;Ein Journalist fragte mich letztens, ob ich Xavier Naidoo kenne und wie der so drauf sei&#8220;, verzieht er sein Gesicht. Nat&#252;rlich kenne er ihn. Eine Produktion mit ihm oder den S&#246;hnen Mannheims w&#252;rde ihn auch reizen. &#8222;Aber es wirkt, als wenn ich mich neben ihn stellen w&#252;rde. Ich wei&#223; nicht, ob ich das will.&#8220;<\/p>\n<p>Seit 1989 macht der 33-J&#228;hrige Musik. Urspr&#252;nglich wollte er in die soziale Schiene, fing nach dem Abi ein Soziologie-Studium an, hielt aber nur drei Semester durch. Darauf folgte eine Ausbildung zum medizinisch-technischen Radiologie-Assistenten. Menschen zu durchleuchten war aber auch nicht sein Ding. Darum fing er Ende der 80er Jahre mit der Musik an. &#8222;Ich lieh mir von einem Kumpel die Gitarre. Die habe ich noch heute und bin ihm dankbar daf&#252;r, dass er sie noch nicht wieder haben wollte&#8220;, erz&#228;hlt er. Eine Karriere als Popstar wollte er vor allem wegen der Frauen anfangen. &#8222;Das macht doch eigentlich jeder. Wer dir etwas anderes erz&#228;hlt, l&#252;gt dir glatt ins Gesicht&#8220;, behauptet er.<\/p>\n<p>Laith al Deens neues Album &#8222;Die Frage wie&#8220; enth&#228;lt 48 Minuten Songs, in denen er die Geschehnisse der letzten drei bis sechs Jahre verarbeitet. &#8222;Es geht vorrangig um Liebe und N&#228;chstenliebe, aber auch um pers&#246;nliche Geschichten&#8220;, sagt er. So erz&#228;hlt er die Geschichte vom Tod des Vaters eines Produzenten oder erinnert an die Flut in S&#252;dostasien.<\/p>\n<p>F&#252;r Starall&#252;ren m&#252;sste Laith al Deen erst Coaching-Seminare besuchen. Laith, das ist der nette Junge von nebenan, dem man ohne Z&#246;gern sein Haus, sein Auto, seine Yacht leihen w&#252;rde. Der fragt, wo andere Botschaften verk&#252;nden. Der Leute bewundert, die auf dem Wege zu sich selbst sind oder ihre B&#252;rde tragen (wie im Song &#8222;1000 Tage&#8220; des Vorg&#228;ngeralbums).<\/p>\n<p>&#220;brigens: In einer Art, die sogar glaubhaft wirkt, verk&#252;ndet er, auf Leipzig freue er sich schon. Sicher auch der Frauen wegen.<\/p>\n<p><em>Erschienen am 12.November 2005 in der Leipziger Volkszeitung.<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Ffragen-statt-botschaften%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschpop. Das klingt unspektakul&#228;r, beschreibt aber genau die Kategorie, in die Laith al Deen seine Musik einordnet. Und Pop ist das, wof&#252;r er lebt. &#8222;So lange es Musik bleibt&#8220;, meint er und zielt damit auf so manchen Versuch plastisch-k&#252;nstlicher Castingteilnehmer. Die deutsche Sprache ist f&#252;r ihn sehr wichtig. &#8222;Englisch baut Sprachbarrieren auf. In meiner Muttersprache&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/fragen-statt-botschaften\/\"><span class=\"glyphicon glyphicon-arrow-right\"><\/span>&nbsp;Weiterlesen<\/a><\/p>","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,11,2],"tags":[],"class_list":["post-63","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lokales","category-musikalisches","category-persoenliches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}