{"id":69,"date":"2005-12-03T18:06:06","date_gmt":"2005-12-03T16:06:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2005\/12\/06\/blick-aufs-antike-rom\/"},"modified":"2019-07-18T11:20:26","modified_gmt":"2019-07-18T09:20:26","slug":"blick-aufs-antike-rom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/blick-aufs-antike-rom\/","title":{"rendered":"Blick aufs antike&nbsp;Rom"},"content":{"rendered":"<p>Leipzig. V&#246;gel zwitschern. Hufeisen klappern &#252;ber Kopfsteinpflaster. Menschen unterhalten sich. Eine Kappelle spielt auf. So oder so &#228;hnlich muss es gewesen sein, damals im Rom des Jahres 312. Eine Momentaufnahme der antiken italienischen Stadt zeigt seit einer Woche das weltgr&#246;&#223;te Panorama, das in Leipzig zu sehen ist. Untermalt wird \u201eRom CCCXII\u201c von einem atmosph&#228;rischen Soundtrack.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nEs ist beeindruckend. Und ja, man bekommt G&#228;nsehaut. Was Yadegar Asisi da ins Leipziger Panometer gehangen hat, ist unvergleichlich. In einer noch nie da gewesenen Detailtreue zeigt der Architekt und Maler, wie Rom am 21. Oktober 312 ausgesehen haben k&#246;nnte. An diesem Tag siegte Kaiser Konstantin, der Gro&#223;e &#252;ber Maxentius in der Schlacht bei der Milvischen Br&#252;cke. \u201eEin bedeutsames Datum\u201c, so Asisi, \u201ehat es doch die Weltgeschichte beeinflusst und die bauliche Entwicklung des r&#246;mischen Stadtk&#246;rpers gepr&#228;gt.\u201c<\/p>\n<p>Auf einer L&#228;nge von 106 Metern und einer H&#246;he von 34 Metern er&#246;ffnet sich dem Betrachter ein atemberaubender Rundumblick. Das Kolosseum, imposante Stadtbauten, S&#228;ulen und Statuen. Zwischendrin Soldaten, Bauern und Geistliche. 1300 verschiedene Ebenen im Bildbearbeitungsprogramm, 3500 Quadratmeter Bildfl&#228;che, 4290 Arbeitsstunden. Will man das komplette Panoramabild in jeder Einzelheit betrachten, braucht es sicher ebenso lange.<br \/>\n\u201eKneifen Sie mal die Augen zusammen, dann wirkt es noch plastischer\u201c, r&#228;t Yadegar Asisi den anwesenden Journalisten und f&#252;hrt die Mimik direkt vor. \u201eSehen Sie es?\u201c <\/p>\n<p>Asisi ist kein Spinner. Im Jahre 1993 entdeckte der in Wien geborene Iraner die magische Raumwirkung von Panoramen. Aber schon zuvor zeigte er, wozu Malerei f&#228;hig ist. 1986 lie&#223; er durch eine Illusion die Berliner Mauer verschwinden. Wer von 50 Metern Entfernung auf die bemalte Mauer schaute, hatte den Eindruck, sie w&#228;re verschwunden. Asisi war seiner Zeit \u2013 ohne es zu ahnen \u2013 weit voraus. So auch 2003, als er ein Panorama vom Mount Everest im Leipziger Gasometer anbrachte. Das Riesenrundbild vom Tal des Schweigens besuchten in anderthalb Jahren knapp 500 000 Menschen. Jetzt lie&#223; er sich den Namen Panometer sch&#252;tzen. Ein Panorama im Gasometer. Nur ein Baustein f&#252;r Asisis pers&#246;nlichen Traum. \u201eIch m&#246;chte das Panorama ins 21. Jahrhundert bringen.\u201c In Leipzig ist es bereits angekommen, zu Bestaunen f&#252;r die ganze Welt. Noch bis Ende 2006.<\/p>\n<p>Weitere Informationen dazu unter: www.panometer.de<\/p>\n<p><em>Erschienen am 3. Dezember 2005 im Blitzpunkt Mittweida, Chemnitz und Erzgebirge.<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fblick-aufs-antike-rom%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leipzig. V&#246;gel zwitschern. Hufeisen klappern &#252;ber Kopfsteinpflaster. Menschen unterhalten sich. Eine Kappelle spielt auf. 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