{"id":83,"date":"2006-01-20T09:03:58","date_gmt":"2006-01-20T08:03:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2006\/01\/20\/spiegel-online-klaut-bei-wikipedia-und-entschuldigt-sich\/"},"modified":"2023-06-22T10:10:59","modified_gmt":"2023-06-22T08:10:59","slug":"spiegel-online-klaut-bei-wikipedia-und-entschuldigt-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/spiegel-online-klaut-bei-wikipedia-und-entschuldigt-sich\/","title":{"rendered":"Spiegel Online klaut bei Wikipedia und entschuldigt&nbsp;sich"},"content":{"rendered":"\n<!-- google_ad_section_start -->\n<p>Mit reichlicher Versp&#228;tung erschien er dann heute doch noch in der Leipziger Volkszeitung (Medienseite), der Artikel zur &#8222;Wikipedia-Spiegelung.&#8220; Hintergr&#252;nde dazu unter anderem beim Medienrauschen. Mittlerweile ist die <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/68519\">einstweilige Verf&#252;gung<\/a> gegen die Wikipedia aber ohnehin spannender, auf die im LVZ-Artikel auch hingewiesen wird.<br \/>\n <br \/>\n<strong>Wikipedia auf Spiegel Online<\/strong><\/p>\n<p>Es ist schon wieder passiert: Spiegel Online hat bereits zum dritten Mal ohne Quellenangabe aus der Online-Enzyklop&#228;die Wikipedia abgeschrieben und damit das Urheberrecht verletzt. In einem Artikel &#252;ber den Weltrekord eines Studenten, der in 11,13 Sekunden Rubiks Zauberw&#252;rfel korrekt drehen kann, wurden zwei Abs&#228;tze komplett oder nur wenig umgeschrieben aus dem frei verf&#252;gbaren und nicht kommerziellen Projekt &#252;bernommen.<\/p>\n<p>Die &#196;hnlichkeit der Textpassagen fielen am Montagabend einem Leser auf, der die deutschen Macher der Wikipedia informierte. \u201eUm 22.15 Uhr schickte ich eine Mail an Spiegel Online. Sp&#228;ter gab es eine automatische R&#252;ckmeldung, dass mein Kontakt nicht erreichbar sei, worauf ich eine erneute Anfrage an einen anderen Redakteur startete\u201c, so <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Benutzer:Mathias_Schindler\">Mathias Schindler<\/a> aus Frankfurt, einer der freiwilligen Mitarbeiter des Webprojektes.<\/p>\n<p>Tats&#228;chlich best&#228;tigt Chefredakteur Mathias M&#252;ller von Blumencron die Kontaktaufnahme seitens der Wikipedia. \u201eLeider haben wir die Nachricht erst am Dienstagmorgen gesehen und konnten entsprechend dann auch erst handeln\u201c, bem&#252;ht er sich um Schadensbegrenzung. \u201eDie quellenlose &#220;bernahme ist unverzeihlich und ich kann mich daf&#252;r nur entschuldigen. Der zust&#228;ndige Mitarbeiter aus dem Sp&#228;tdienst wurde disziplinarisch zur Verantwortung gezogen.\u201c Noch am Dienstag habe die Redaktion beraten, wie solche Vorf&#228;lle in Zukunft vermieden werden k&#246;nnten. Blumencron sehe es als \u201eorigin&#228;re Aufgabe der Redaktion an, \u201eorigin&#228;re Aufgabe der Redaktion an, auch interessante Themen aus fremden Quellen f&#252;r den Leser zu erschlie&#223;en.\u201c Dass dabei der Ursprung der Informationen dazu geh&#246;re, sei selbstverst&#228;ndlich.<\/p>\n<p>Am Dienstagvormittag wurden dann der Quellennachweis und eine Entschuldigung nachgereicht. Aus Sicht der Wikipedia-Macher eine v&#246;llig akzeptable Handlung. Trotzdem wird bei vielen Lesern ein fader Nachgeschmack bleiben und Erinnerungen an die beiden vorangegangenen \u201efeindlichen &#220;bernahmen\u201c aus der Enzyklop&#228;die wachrufen. Bereits im Februar vergangenen Jahres erschien im Ressort Kultur\/Gesellschaft ein Artikel zum V&#246;lkermord in Ruanda, der ebenfalls zu gro&#223;en Teilen inklusive Kommafehlern aus dem freien Lexikon abgeschrieben war. Auch damals entschuldigte sich Spiegel Online bei seinen Lesern. Diese Entschuldigung kann &#252;brigens mittlerweile <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,343465,00.html\">f&#252;r 50 Cent im Online-Archiv<\/a> gekauft werden. <\/p>\n<p>Im August 2004 erschien in der Internetausgabe des Nachrichtenmagazins die Herkunft von Firmennamen \u2013 ebenfalls kopiert aus der Wikipedia. Erst auf Nachfassen seitens Mathias Schindlers wurde die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,313344,00.html\">Quellenangabe nachgereicht<\/a>.<\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fspiegel-online-klaut-bei-wikipedia-und-entschuldigt-sich%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>\n<!-- google_ad_section_end -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit reichlicher Versp&#228;tung erschien er dann heute doch noch in der Leipziger Volkszeitung (Medienseite), der Artikel zur &#8222;Wikipedia-Spiegelung.&#8220; Hintergr&#252;nde dazu unter anderem beim Medienrauschen. 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