{"id":836,"date":"2007-09-27T21:01:55","date_gmt":"2007-09-27T19:01:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2007\/09\/27\/taucha-und-die-deutsche-post-willkommen-in-der-provinz\/"},"modified":"2021-01-06T09:55:48","modified_gmt":"2021-01-06T08:55:48","slug":"taucha-und-die-deutsche-post-willkommen-in-der-provinz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/taucha-und-die-deutsche-post-willkommen-in-der-provinz\/","title":{"rendered":"Taucha und die Deutsche Post: Willkommen in der&nbsp;Provinz!"},"content":{"rendered":"<p>Ich mag Taucha. Wirklich. Eine sympathische Kleinstadt mit sympathischen Einwohnern und kurzen Wegen. Aber manchmal, da flucht man &#252;ber diese Stadt und benutzt b&#246;se W&#246;rter. &#8222;Kaff&#8220; oder &#8222;Provinz&#8220; zum Beispiel. Heute war wieder so ein Tag. Problem: Briefe zur Post bringen. Ja, das ist ein Problem. Unser Postamt hei&#223;t n&#228;mlich nur noch so, ohne die Funktion einer Post zu erf&#252;llen. Weil es das st&#228;ndig expandierende Weltunternehmen wohl f&#252;r besser h&#228;lt, Gewerbetreibende und Privatleute nicht zu ihren Kunden z&#228;hlen zu wollen. Und weil unser toller B&#252;rgermeister nicht den Arsch in der Hose hatte, die Schlie&#223;ung der Post zu verhinden. Was er sicherlich h&#228;tte tun k&#246;nnen, auch wenn die Post ein Privatunternehmen ist. Das Gute allerdings: Am Geb&#228;ude h&#228;ngt noch ein Briefmarkenautomat, gleich daneben ist ein Briefkasten. Nur m&#252;sste dieser Automat auch mein Geld wollen. Wollte er nicht, egal, was man reinsteckte. So wie das Geld im gelben Roboter verschwand, spuckte dieser es wieder aus. &#8222;Geh halt woanders hin&#8220;, h&#246;rte ich ihn dabei sagen. Zumindest hab ich das so verstanden.<\/p>\n<p>Also weitergefahren zum Quelle-Shop. Dieser darf seit vergangenem Jahr auch Postagentur spielen. Dort drin stehen zwei meist miesgelaunte Damen, die in gelangweilter Routine, ohne diese Routine wirklich zu besitzen, Pakete und Briefe annehmen. Nur heute nicht. Denn Donnerstagnachmittags ist dieser Quelle-Annahmeladen einfach mal zu. Weil&#8217;s eben so ist. Und Taucha ja eh ein Kaff ist. Oder wie soll man das werten? Nat&#252;rlich wei&#223; ich, dass dort jeden Donnerstag Nachmittag geschlossen ist. Aber ich weigere mich strikt, mich vor meinem Gang zur so genannten Post vom korrekten Tag und der korrekten Zeit zu &#252;berzeugen und dar&#252;ber nachzudenken, ob man wohl gewillt ist, mein Geld anzunehmen. Also stand ich heute zum zweiten Mal vor dem Eisengitter, das man wohl dort angebracht hat, im Glauben, man k&#246;nnte aus dem Quelle-Ramsch was wertvolles klauen wollen.<\/p>\n<p>Was blieb? Die n&#228;chste Postagentur im Portitz-Treff. Dort ist man nett und hat t&#228;glich bis 19 Uhr ge&#246;ffnet. Erste Wahl ab sofort &#8211; und ich werde mich trotzdem mal bei der privaten Konkurrenz umschauen. <\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Ftaucha-und-die-deutsche-post-willkommen-in-der-provinz%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich mag Taucha. Wirklich. Eine sympathische Kleinstadt mit sympathischen Einwohnern und kurzen Wegen. Aber manchmal, da flucht man &#252;ber diese Stadt und benutzt b&#246;se W&#246;rter. &#8222;Kaff&#8220; oder &#8222;Provinz&#8220; zum Beispiel. Heute war wieder so ein Tag. Problem: Briefe zur Post bringen. Ja, das ist ein Problem. 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