{"id":880,"date":"2007-10-18T10:10:01","date_gmt":"2007-10-18T08:10:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2007\/10\/18\/wohngebiet-bleibt-ohne-spielplatz\/"},"modified":"2007-10-18T18:02:08","modified_gmt":"2007-10-18T16:02:08","slug":"wohngebiet-bleibt-ohne-spielplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/wohngebiet-bleibt-ohne-spielplatz\/","title":{"rendered":"Wohngebiet bleibt ohne&nbsp;Spielplatz"},"content":{"rendered":"\n<!-- google_ad_section_start -->\n<p>Taucha. In dem sanierten Wohngebiet zwischen der Goethe- und der Friedrich-Ebert-Stra&#223;e in Taucha wird es definitiv keinen Spielplatz geben. Das sagt Steffen Kurze, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Sachsengrund Hausverwaltung GmbH, auf LVZ-Anfrage. Grund sei die komplizierte Zusammensetzung der Eigent&#252;mergemeinschaften. Bei den Mietern herrscht ob dieser Nachricht geteilte Meinung.<\/p>\n<p>Im Sommer hatten verschiedene Anwohner ihren Unmut dar&#252;ber ge&#228;u&#223;ert, dass ein im Zuge von Sanierungsarbeiten entferntes Kletterger&#252;st bislang nicht ersetzt wurde (die LVZ berichtete). Vor allem Familien mit Kindern bedauerten den Wegfall der einzigen Spielm&#246;glichkeit des Innenhofes. Diese wird auch weiterhin fehlen. \u201eMan br&#228;uchte f&#252;r die Errichtung eines Spielplatzes einen allstimmigen Beschluss der Eigent&#252;mer\u201c, erkl&#228;rt Steffen Kurze. Dies gestalte sich aber kompliziert, weil es keine Fl&#228;che gebe, die allen Eigent&#252;mern geh&#246;rt. \u201eWir haben dort verschiedene Eigent&#252;mergemeinschaften, die dem Vorhaben alle zustimmen m&#252;ssten. Das ist utopisch, da wir teilweise schon Probleme haben, die Beschlussf&#228;higkeit bei Versammlungen zu erreichen\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Tats&#228;chlich scheinen sich nur wenige Besitzer um ihre Objekte zu k&#252;mmern. Laut Aussage eines Eigent&#252;mers, der anonym bleiben will, w&#252;rden die Objekte von der Megaron-Tochter Wohnpark Taucha GmbH unter der Ma&#223;gabe verkauft, sich nie wieder darum sorgen zu m&#252;ssen. \u201eEs sind vor allem Kapitalanleger, denen die Wohnungen geh&#246;ren. Die haben in vielen F&#228;llen diese Objekte noch nie gesehen\u201c, so der Informant. So sei es auch nicht verwunderlich, dass W&#252;nsche und Sorgen der Mieter die Eigent&#252;mer gar nicht erreichen. \u201eDie Verwaltung arbeitet mit wenig Aufwand, sonst rechnet es sich nicht\u201c, vermutet er.<\/p>\n<p>Steffen Kurze von Sachsengrund gibt aber auch zu bedenken, dass nicht nur Eigent&#252;mer, sondern auch Mieter befragt werden m&#252;ssten, ob diese einen Spielplatz vor dem Haus bef&#252;rworten. \u201eIch bin mir sicher, dass dies viele nicht wollen.\u201c Die Meinung der Mieter ist geteilt \u2013 sie offen auszusprechen f&#228;llt ihnen aber gleicherma&#223;en schwer. Alle Befragten wollten ihre Namen nicht nennen, aus Angst vor Konsequenzen. Eine &#228;ltere Dame beispielsweise ist froh &#252;ber die Entscheidung der Hausverwaltung. \u201eIn dem Hof spielt sich so viel ab. Im Sommer sitzen die M&#252;tter mit ihren Kindern auf Decken, bringen Badewannen f&#252;r die Kleinsten mit. Auf dem Trockenplatz wird Fu&#223;ball gespielt und auf den B&#228;nken sitzen Erwachsene und unterhalten sich laut. Mein Mann und ich konnten darum den Balkon im Sommer kaum nutzen\u201c, sagt sie. Beschwerden bei anderen Mietern h&#228;tten nichts gebracht. \u201eDa wurden wir gleich als kinderfeindlich abgestempelt, obwohl das nicht stimmt.\u201c Ein anderes Ehepaar versteht die Aufregung nicht. \u201eWir hatten doch alle Kinder. Schade, dass das manche so schnell vergessen.\u201c Und eine ehemalige Mieterin, die lange Zeit in der Goethestra&#223;e lebte, als dort noch ein Kletterger&#252;st stand, sagt: \u201eIch habe mich nie daran gest&#246;rt, dass dort Kinder spielen. Die sind doch unsere Zukunft.\u201c<\/p>\n<p>Neben der nicht durchf&#252;hrbaren Beschlussf&#228;higkeit f&#252;hrt Kurze ein weiteres Problem an. \u201eSolch ein Spielplatz verursacht Betriebskosten, vor allem durch T&#220;V und Instandhaltung. Diese Kosten m&#252;ssten auf die Mieter umgelegt werden. Um dies gerecht zu gestalten, m&#252;sste der Grund und Boden allen Eigent&#252;mern geh&#246;ren, was aber nicht durchf&#252;hrbar ist.\u201c<\/p>\n<p>So bleibt den Familien mit Kindern nichts anderes &#252;brig, als mit der Entscheidung zu leben. Um weiteren Beschwerden zuk&#252;nftiger Mieter aus dem Weg zu gehen hat die Sachsengrund Hausverwaltung ein Rundschreiben an alle Makler verschickt. Inhalt: Eventuelle Aussagen &#252;ber einen Spielplatz sind zu streichen.<\/p>\n<p><em>Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 18.10.2007.<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fwohngebiet-bleibt-ohne-spielplatz%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>\n<!-- google_ad_section_end -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taucha. In dem sanierten Wohngebiet zwischen der Goethe- und der Friedrich-Ebert-Stra&#223;e in Taucha wird es definitiv keinen Spielplatz geben. Das sagt Steffen Kurze, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Sachsengrund Hausverwaltung GmbH, auf LVZ-Anfrage. 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