{"id":89,"date":"2006-01-30T08:43:41","date_gmt":"2006-01-30T07:43:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2006\/01\/30\/komische-klischees-und-knappe-klamotten\/"},"modified":"2006-01-30T08:46:10","modified_gmt":"2006-01-30T07:46:10","slug":"komische-klischees-und-knappe-klamotten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/komische-klischees-und-knappe-klamotten\/","title":{"rendered":"Komische Klischees und knappe&nbsp;Klamotten"},"content":{"rendered":"<p>Dreimal im Jahr ist Leipzig Treffpunkt f&#252;r Schwule und Lesben. Am Sonnabend stieg die 17. Leipziger Gaynight mit dem \u201eWinter-Spektakel\u201c. 1600 G&#228;ste folgten der Einladung der Agentur Emotion Works ins Kosmos-Haus auf der Gottschedstra&#223;e.<!--more-->Zerschlissene Jeanshosen, enge T-Shirts, wei&#223;e Schals, dicke Ketten und orange Netzhemden. Das Klischee des Homosexuellen bedienten viele, aber nicht alle. Auf drei Ebenen und in einem Karaokeraum wurde getanzt, gefeiert, gekuschelt. Aus Mitteldeutschland, aber auch aus Hof, Coburg, Berlin, Braunschweig oder Hannover w&#228;ren die Partyw&#252;tigen gekommen, sagte Veranstalter Mirko Stock.<br \/>\nAuf die Frage, ob ein extra Abend f&#252;r die schwule Szene zu plakativ wirkt, antwortete der 33-J&#228;hrige: \u201eEine gro&#223;e Stadt wie Leipzig braucht eine Gaynight. Nat&#252;rlich existiert die Szene auch ohne uns. Aber der rege Zuspruch, den wir bekommen, zeigt uns das gro&#223;e Interesse und best&#228;tigt uns.\u201c<\/p>\n<p>W&#228;hrend auf den drei Tanzfl&#228;chen die B&#228;sse h&#228;mmerten, ging es im Blauen Salon etwas ruhiger zu. So sa&#223;en auch drei Chemnitzer entspannt in ihren Sesseln. Marco Finzel, Volker Sachse und Oliver Burkert waren angereist, um sich unter das Partyvolk zu mischen. W&#228;hrend Volker und Oliver als Stammg&#228;ste der Gaynight den Ablauf kannten, war Marco gespannt auf den Abend. \u201eIch will in erster Linie nette Leute treffen, sie kennen lernen und eine gute Zeit verbringen\u201c, sagte er. \u201eDie Veranstaltung hat keinen sexuellen Hintergrund, das w&#228;re zu plump. Aber jeder, der ungebunden ist \u2013 egal ob homo oder hetero \u2013 geht mit einer gewissen Erwartungshaltung in die Disco. Hier ist es genauso\u201c, meinte Volker. Und Oliver erg&#228;nzte: \u201eDer Unterschied hier ist, dass man nicht gro&#223; &#252;berlegen muss, ob einer auf das gleiche Geschlecht steht oder nicht. Hier wei&#223; man es und hier kann man zeigen, dass man so ist, ohne aufpassen zu m&#252;ssen, was man tut oder sagt.\u201c<\/p>\n<p>Trotz oder vielleicht gerade wegen des hohen Anteils an homosexuellen G&#228;sten kamen auch viele Heteros. Wie Marcy Heinrich. Die Friseurin besuchte die Gaynight zusammen mit ihrem Kollegen Chrisi Meineck. Er \u201eauf der Suche nach \u2019was M&#228;nnlichem\u201c, sie ohne Begleitung ihres Freundes und \u201emit dem Ziel, freundliche Menschen zu sehen und richtig gute Musik zu h&#246;ren.\u201c<\/p>\n<p><em>Erschienen in der Leipziger Volkszeitung vom 30.01.2006.<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fkomische-klischees-und-knappe-klamotten%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dreimal im Jahr ist Leipzig Treffpunkt f&#252;r Schwule und Lesben. Am Sonnabend stieg die 17. 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