{"id":916,"date":"2007-11-01T20:42:32","date_gmt":"2007-11-01T19:42:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2007\/11\/01\/ein-neuer-wald-fuer-taucha\/"},"modified":"2007-11-01T20:42:34","modified_gmt":"2007-11-01T19:42:34","slug":"ein-neuer-wald-fuer-taucha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/ein-neuer-wald-fuer-taucha\/","title":{"rendered":"Ein neuer Wald f&#252;r&nbsp;Taucha"},"content":{"rendered":"<p>Taucha. Taucha ist daf&#252;r bekannt, besonders gr&#252;n zu sein, immerhin ist die Stadt Teil des Gr&#252;nen Rings Leipzig. Wenn es allerdings um den Wald geht, steht die ehemalige &#246;kologische Modellstadt nicht besonders gut da. Nur acht bis neun Prozent der Fl&#228;che ist als Wald ausgewiesen \u2013 der Durchschnitt in Sachsen liegt bei 26 Prozent und soll schrittweise auf 30 Prozent erh&#246;ht werden. Viel zu tun also f&#252;r die Kommune.<\/p>\n<p>Einen Anfang machte jetzt die Klasse 6a des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Auf Einladung der Stiftung \u201eWald f&#252;r Sachsen\u201c und der Stadtverwaltung Taucha pflanzten die Sch&#252;ler 300 Ulmen und Walnussb&#228;ume. Die Aktion war Auftakt zur Schaffung eines neuen Waldes an der B87, dem Flugplatz gegen&#252;ber. \u201eIch freue mich besonders, dass sich Sch&#252;ler zu dieser Pflanzaktion gefunden haben. Denn bekanntlich w&#228;chst ein Wald langsam. Diese Pflanzen werden euch und euren Kindern also sp&#228;ter Freude bereiten\u201c, sagte B&#252;rgermeister Holger Schirmbeck, bevor die Spaten verteilt wurden.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nMit viel Eifer und Sachverstand gingen die Sch&#252;ler nach der kurzen Rede ans Werk. \u201eDu musst tiefer graben, sonst werden die Wurzeln verletzt\u201c, ermahnte ein M&#228;dchen einen Mitsch&#252;ler. Innerhalb einer halben Stunde waren die 300 B&#228;ume, die weniger dick als ein Finger waren, auf dem Acker gepflanzt. Tim Heinrich fand&#8217;s schade: \u201eWas, schon alle weg? Ich h&#228;tte gern noch mehr gesetzt\u201c, so der Elfj&#228;hrige, der es \u201ekrass\u201c fand, dass sp&#228;ter 25000 B&#228;ume hier Platz finden sollen.<\/p>\n<p>Die Fl&#228;che von 5,7 Hektar stellte das Gut Engelsdorf zur Verf&#252;gung. Der Agrarbetrieb war bis vor kurzem P&#228;chter des Feldes, baute zuletzt hier Hafer an. Weil der sandige Boden der Endmor&#228;nenlandschaft aber nicht ertragreich genug war, gab das Unternehmen die Fl&#228;che ab. \u201eNat&#252;rlich ist Wald eine Konkurrenz f&#252;r die Landwirtschaft, so ganz freiwillig geben wir den Boden also nicht her. Aber der Zusammenarbeit mit der Stiftung ,Wald f&#252;r Sachsen\u2018 haben wir trotzdem zugestimmt. Bei einer Gesamtfl&#228;che von 2500 Hektar fallen die knapp sechs Hektar nicht ins Gewicht\u201c, so Friedrich Weber vom Gut Engelsdorf. Nach der Anfrage der Stiftung ging es dann recht schnell. Die Stiftung stellte die Mittel f&#252;r den Kauf der Fl&#228;che zur Verf&#252;gung und das Landwirtschaftsamt Mockrehna genehmigte die Pflanzung. Zehn Jahre lang k&#252;mmern sich nun die K&#228;ufer um den Wald, danach geht er in die Obhut der Stadt Taucha &#252;ber.<\/p>\n<p>Die m&#228;&#223;ige Qualit&#228;t des Bodens, die bislang nur mittlere Ertr&#228;ge an Hafer, Kartoffeln und Co. hervorbrachte, reicht f&#252;r Laubb&#228;ume allemal, wie Gerhard T&#252;mmler, Projektleiter der Stiftung \u201eWald f&#252;r Sachsen\u201c wusste. \u201eHier ist viel Sand vorhanden, der Boden recht weich. F&#252;r den Wald gerade richtig\u201c, sagte er. Nicht zuletzt w&#252;rden aber gerade die B&#228;ume sp&#228;ter selbst daf&#252;r sorgen, dass sich die Bodenqualit&#228;t bessert. Der Rest der 25000 Pflanzen wird in den n&#228;chsten Wochen von Fachfirmen eingebracht. \u201eWir werden eine gr&#252;ne Insel aus Eiche, Spitzahorn, Winterlinde und Hainbuche, sowie Fr&#252;chte tragende Str&#228;ucher pflanzen. Das wird ein perfekter Schutz f&#252;r das angrenzende Biotop und die landwirtschaftlich genutzten Fl&#228;chen\u201c, freute sich T&#252;mmler.<\/p>\n<p>Ein wachsames Auge auf den neuen Wald wird zuk&#252;nftig Harald K&#246;pping haben. Er ist zust&#228;ndiger F&#246;rster beim Staatsbetrieb Sachsenforst. \u201eIch freue mich immer wieder, wenn mehr Wald entsteht. Insofern ist das heute ein Termin, wie er nicht sch&#246;ner h&#228;tte sein k&#246;nnen.<\/p>\n<p><em>Erschien am 01.11.2007 in der Leipziger Volkszeitung.<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fein-neuer-wald-fuer-taucha%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Taucha. Taucha ist daf&#252;r bekannt, besonders gr&#252;n zu sein, immerhin ist die Stadt Teil des Gr&#252;nen Rings Leipzig. Wenn es allerdings um den Wald geht, steht die ehemalige &#246;kologische Modellstadt nicht besonders gut da. 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