{"id":933,"date":"2007-11-15T08:44:59","date_gmt":"2007-11-15T07:44:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2007\/11\/15\/karpfen-rauch-und-mathequiz\/"},"modified":"2007-11-15T08:45:52","modified_gmt":"2007-11-15T07:45:52","slug":"karpfen-rauch-und-mathequiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/karpfen-rauch-und-mathequiz\/","title":{"rendered":"Karpfen, Rauch und&nbsp;Mathequiz"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/uploads\/karpfen.jpg\" alt=\"karpfen.jpg\" border=\"0\" width=\"240\" height=\"132\" align=\"left\" style=\"margin:0 10px 10px 0\" \/>\u201eSo, und jetzt schneiden wir ihn auf\u201c, sagt Hendrik Fleer, greift zu Schere und Messer, um den vor ihm liegenden Karpfen anschlie&#223;end von der Afterflosse bis zum Kiemendeckel aufzuschlitzen. Klingt brutal, ist aber wichtiger Lehrstoff. Die Anatomie der Fische, die der Biologielehrer erkl&#228;rt, ist nur ein Teilbereich der Woche der Naturwissenschaften. Die l&#228;uft noch bis morgen im Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasium und soll, so die Vorstellung von Fachleiter Holger Kie&#223;ling, bei den Sch&#252;lern das Interesse f&#252;r die belebte und unbelebte Natur wecken. Neben Bio stehen auch Kurse und Vortr&#228;ge in den F&#228;chern Chemie, Physik, Mathematik und Informatik auf dem Plan. \u201eDie Teilnahme ist freiwillig, wir empfehlen aber den Sch&#252;lern, mindestens ein Angebot zu besuchen\u201c, so Kie&#223;ling.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>An Auswahl mangelt es nicht. Beispielsweise wird heute ein Mausefallen-Rennen stattfinden. Physiklehrer Veiko Kuhne hatte die Idee, dass die zur&#252;ckschnappende Mechanik der Falle ein Spielzeugauto anst&#246;&#223;t. Neun Teams treten bei dem ungew&#246;hnlichen Rennen gegeneinander an. Weniger rasant, daf&#252;r nicht minder spektakul&#228;r geht es im Chemie-Kurs zu. Hier wird erkl&#228;rt, dass Nitroglycerin auf Ersch&#252;tterungen mit spontaner Explosion reagiert. Und es wird gezeigt, wie Magnesium verbrennt. Maria Gurks aus der 7b darf als eine der ersten die Zange mit dem d&#252;nnen Pl&#228;ttchen &#252;ber den Bunsenbrenner halten. Das St&#252;ck Metall erzeugt sofort glei&#223;end helles Licht, bis es wenige Sekunden sp&#228;ter zu einem kl&#228;glichen Rest zusammenschmilzt.<\/p>\n<p>Auch Kurse und Vorf&#252;hrungen in Geographie und ein Physik-Mathe-Quiz werden in dieser Woche angeboten und zahlreich besucht. Beim Quiz gilt es vor allem, logisch zu denken. Anne Grabs f&#228;llt das nicht schwer, auch wenn sie zuerst etwas ratlos vor einem mit Fl&#252;ssigkeit gef&#252;llten und einem leeren Becher sa&#223;. \u201eIch muss mit einem R&#246;hrchen die Fl&#252;ssigkeit aus dem einen in den anderen Becher bef&#246;rdern, darf die Gef&#228;&#223;e aber nicht ber&#252;hren\u201c, beschreibt die Sechskl&#228;sslerin die Aufgabe. Dann &#252;berlegt sie kurz und nutzt schlie&#223;lich den Unterdruck, der sich im R&#246;hrchen aufbaut, wenn sie einen Finger auf das obere Ende legte. Problem erkannt und gel&#246;st.<br \/>\nDen Mittelpunkt der naturwissenschaftlichen Woche bildet die zweite Stufe der Mathematikolympiade, bei der die hellsten K&#246;pfe des Gymnasiums ermittelt werden. Um die Olympiade herum sind die Kurse verteilt, damit alle Sch&#252;ler die M&#246;glichkeit haben, sich freiwillig weiterzubilden.<\/p>\n<p>Nicht nur die Gymnasiasten nehmen freiwillig teil, auch die Lehrer leisten das Angebot zus&#228;tzlich zum Lehrplan. \u201eDas passiert aber aus eigenem Interesse, schlie&#223;lich will man ja den Sch&#252;lern etwas beibringen und einen guten Klassenschnitt erreichen\u201c, meint Holger Kie&#223;ling. Eine R&#252;ckkopplung mit den Sch&#252;lern gibt es nach der Woche der Naturwissenschaften nicht. \u201eWir sprechen nat&#252;rlich &#252;ber die Angebote, wollen wissen, was wir verbessern k&#246;nnen. Ob nun unsere Kurse letztlich dazu f&#252;hren, dass sich jemand wirklich beruflich auf ein Fachgebiet festlegt, k&#246;nnen wir aber nicht sagen\u201c, informiert der Physiklehrer und hofft: \u201eW&#252;nschenswert w&#228;re es angesichts der gerade wieder aktuellen Diskussion &#252;ber den Fachkr&#228;ftemangel allerdings schon, wenn wir hier etwas dazu beitragen, Nachwuchs zu generieren.\u201c<\/p>\n<p><em>Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 15.11.2007<\/em><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Fkarpfen-rauch-und-mathequiz%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSo, und jetzt schneiden wir ihn auf\u201c, sagt Hendrik Fleer, greift zu Schere und Messer, um den vor ihm liegenden Karpfen anschlie&#223;end von der Afterflosse bis zum Kiemendeckel aufzuschlitzen. 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