{"id":977,"date":"2007-12-19T21:10:22","date_gmt":"2007-12-19T20:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/2007\/12\/19\/taucha-beschliesst-steuererhoehungen\/"},"modified":"2007-12-19T21:18:43","modified_gmt":"2007-12-19T20:18:43","slug":"taucha-beschliesst-steuererhoehungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.danielgrosse.com\/blog\/taucha-beschliesst-steuererhoehungen\/","title":{"rendered":"Taucha beschlie&#223;t&nbsp;Steuererh&#246;hungen"},"content":{"rendered":"<p><em>Einige der wenigen wirklich brisanten Themen w&#228;hrend meiner Vertretung f&#252;r den Redaktionsleiter der Tauchaer LVZ poste ich hier. Hier als Nachtrag die beschlossenen Steuererh&#246;hungen. Erschien am 15. Dezember 2007 in der Leipziger Volkszeitung.<\/em><\/p>\n<p>Taucha. Zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr kam der Stadtrat am Donnerstag zusammen. Traditionell klingelte B&#252;rgermeister Holger Schirmbeck (SPD) mit einem gl&#228;sernen Gl&#246;ckchen und spendierte den 21 anwesenden Stadtr&#228;ten Kaffee und Stolle. Ein gem&#252;tliches Kr&#228;nzchen war diese Sitzung aber nicht, mit dem Haushaltsplan 2008 stand ein brisantes Werk zur Abstimmung.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBrisant darum, weil Uneinigkeit dar&#252;ber herrschte und noch immer herrscht, wie sich die Erh&#246;hung des Gewerbesteuersatzes auf Unternehmer und m&#246;gliche Investoren auswirkt. Wie berichtet sah der Haushaltsentwurf eine Erh&#246;hung von 370 auf 395 Prozent vor, um die Neuverschuldung gering zu halten und den Haushalt zu konsolidieren. F&#252;r CDU-Mitglied Ralph Nietzschmann eine unn&#246;tige Handlung. \u201eWir brauchen doch nur unsere Ausgaben um 170000 Euro zu reduzieren, h&#228;tten so diese Anhebung gar nicht n&#246;tig\u201c, so der B&#252;rgermeister-Kandidat. Auch sein Fraktionschef Klaus-Dieter M&#252;nch war dieser Meinung und sprach sich eher f&#252;r eine deutliche Senkung aus, was \u201enur zum Wohle unserer Stadt\u201c w&#228;re. Christof Heinzerling (SPD) argumentierte dagegen und urteilte als Steuerexperte der Partei, dass die Gewerbesteuer nicht auschlaggebendes Kriterium f&#252;r die Ansiedlung eines Unternehmens sei. \u201eEine Gemeinde, die an der Autobahn liegt, ein geordnetes Schul- und Kultursystem hat, ist deutlich attraktiver als ein Ort mit 310 Prozent.\u201c <\/p>\n<p>Ulrich Gr&#252;neisen (CDU) brachte konkrete Vorschl&#228;ge zur Senkung der Kosten: \u201eDie L&#246;sung hei&#223;t Energiesparen. Durch unn&#246;tige Stra&#223;enbeleuchtungen blasen wir Geld in die Luft. Zudem sollte die Stadt sparsamer sein, was Rechtsanw&#228;lte und Sachverst&#228;ndige angeht. Die werden f&#252;r nicht nachvollziehbare Dinge besch&#228;ftigt.\u201c Sein Fraktionskollege Frank K&#252;as dagegen sieht die Anhebung der Gewerbesteuer ein, h&#228;tte sich aber \u201eeine einvernehmliche L&#246;sung auf einen niedrigeren Satz gew&#252;nscht.\u201c Thomas Kind von der Linkspartei sah keine andere M&#246;glichkeit. \u201eUm die Finanzsicherheit der Stadt sicherzustellen, sollten wir heute diesen Weg gehen.\u201c Die Gr&#252;nen meldeten sich nicht zu Wort.<\/p>\n<p>B&#252;rgermeister Schirmbeck war sich durchaus bewusst, dass \u201eeine Erh&#246;hung problematisch ist und dass es Steuerzahler geben wird, die nun eine Mehrbelastung hinnehmen m&#252;ssen. Im Vergleich mit anderen Kommunen liegen wir aber im vertretbaren Rahmen.\u201c Dieter-J&#252;rgen Garn (CDU) bedauerte, dass nur neun Personen Einsicht in den Haushaltsentwurf genommen h&#228;tten. Dieses Interesse von \u201enur einem Promille der Bev&#246;lkerung\u201c fand er \u201ebedenklich\u201c und stellte darum die komplette Diskussion in Frage: \u201eWir machen uns hier Gedanken &#252;ber die Auswirkungen f&#252;r jeden Einzelnen, obwohl das Interesse bei den Betroffenen daf&#252;r gar nicht vorhanden ist.\u201c Am Ende stimmten 13 Stadtr&#228;te f&#252;r und f&#252;nf gegen die Haushaltssatzung, drei Politiker enthielten sich. Beschlossen wurde damit auch die Erh&#246;hung der Grundsteuer B, also der Steuer f&#252;r bebaute Fl&#228;chen. Diese steigt von 370 auf 390 Prozent. Damit liege Taucha auf einem Niveau mit Eilenburg und Schkeuditz. Delitzsch und Oschatz beispielsweise haben 450 und 420 Prozent angesetzt. <\/p>\n<p>Konkret bedeute dies laut Stadtk&#228;mmerer Michael K&#246;nig (CDU) Mehrbelastungen f&#252;r Grundst&#252;ckseigner in H&#246;he von 4,1 Prozent pro Jahr. F&#252;r 2008 plant Taucha rund 74000 Euro Mehreinnahmen durch diese Anhebung. Noch mehr sp&#252;lt die Erh&#246;hung der Gewerbesteuer ins Stadts&#228;ckel: Auf 3,38 Millionen Euro sch&#228;tzt K&#246;nig die Einnahmen, 172000 Euro mehr als 2007. Trotzdem sei f&#252;r die Stadtverwaltung Sparen angesagt. Oder wie Thomas Krey&#223;ig (SPD) es ausdr&#252;ckte: \u201eDies dient nur der Konsolidierung des Haushaltes. Damit hier niemand auf die Idee kommt, wir w&#252;rden davon Ausfl&#252;ge finanzieren.\u201c<\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.danielgrosse.com%2Fblog%2Ftaucha-beschliesst-steuererhoehungen%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einige der wenigen wirklich brisanten Themen w&#228;hrend meiner Vertretung f&#252;r den Redaktionsleiter der Tauchaer LVZ poste ich hier. Hier als Nachtrag die beschlossenen Steuererh&#246;hungen. Erschien am 15. Dezember 2007 in der Leipziger Volkszeitung. Taucha. Zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr kam der Stadtrat am Donnerstag zusammen. 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