von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
10.
05.
2006
20:37
(10.05.2006) Anja Schulze wird Energy Sachsen verlassen. Sprecher André Klein bestätigte heute gegenüber Broadcast Magazine entsprechende Gerüchte. Die Programmchefin und Energy trennen sich in beiderseitigem Einvernehmen, wie es heißt. Als Gründe führt der Sender die unterschiedliche Auffassung über die Unternehmensentwicklung und die strategische Positionierung des Senders an. “Unter diesen Umständen herrscht keine Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit”, so Geschäftsführer Volker Schwarzenberg, der nun kommissarisch die Stelle besetzt. Ein neuer Programmchef werde aber gesucht, die Stelle neu ausgeschrieben.
Damit ist Energy Sachsen die vierte Station im Freistaat ohne eigenen Programmdirektor. Erst kürzlich verließ Jürgen Kaul den Sender Hitradio RTL Sachsen, vergangenen Sommer trennte sich Radio PSR von Tim Grunert, der die Wellen R.SA und PSR betreute.
An den Gerüchten, die den möglichen Umzug des Senders betreffen, sei aber nichts dran. Zwar bestätigt André Klein, dass Mitte bis Ende nächsten Jahres eine Klärung bezüglich der Immobilie Nonnenstraße her muss, da der Mietvertrag ausläuft. “Der Umzug in das PSR-Medienzentrum ist eine Option, aber nicht die Einzige”, so der Sprecher. Möglich wäre auch, dass der Mietvertrag einfach verlängert werde.
Am 10.05.2006, exklusiv für Broadcast Magazine Online.
Erschien am 11.05.2006 in ähnlicher Form in der Leipziger Volkszeitung und Sächsischen Zeitung.
4 Kommentare für "Energy Sachsen verliert Programmchefin"
[...] Ich wollte dazu eigentlich nichts schreiben, weil ich mit folgendem Eintrag quasi Kollegen schelte. Ich mach’s aber trotzdem. Denn ich finde es schade, wie Radio Energy Sachsen derzeit Pressearbeit betreibt. Gar nicht nämlich. So sehr gar nicht, dass in der Woche, in der es dort eigentlich zugehen müsste wie in einem Taubenschlag, das Chaos herrschen müsste zwischen Kisten, Kartons, CDs, Kabeln und wasweissichwas, einfach mal null davon an die Presse dringt. Hintergrund: Energy Sachsen sendet seit heute, 18 Uhr aus dem Medienzentrum am Leipziger Markt, wo auch schon PSR und R.SA sitzen. Das ist an sich nichts neues, bekannt war es schon lange, dass das Medienzentrum a) viel zu groß ist für die beiden Sender, Vermarkter und sonstigen Firmen und dass b) Energy sich demnächst was neues suchen muss. Und sicher auch, dass c) Synergien im Radiogeschäft heutzutage genutzt werden wollen und müssen. Gemutmaßt wurde auch bereits seit längerem. Was aber neu ist, ist der Fakt, dass Energy nun schon so schnell umzieht. Eigentlich war der Umzug erst für Anfang des Jahres geplant. Nun mag man meinen, das sei keine große Sache. Allerdings haben sich die Funker aus der Nonnenstraße mit der Geheimhaltung des Umzugs gegenüber der Presse keinen Gefallen getan. Man hätte daraus nämlich wirklich schöne Geschichten bauen können. Über Wochen hinweg. Vom Studiobau bis zum Umschalten von Plagwitz ins Zentrum. Was passierte stattdessen? Der Interims-Sprecher von Radio PSR rief gestern 18 Uhr die Medienvertreter durch, dass heute ab 18 Uhr aus dem neuen Studio gefunkt wird. Zeitgleich ging eine PM über OTS raus. Da fragt man sich: haben die’s nicht nötig oder können die’s nicht besser? Gut, die Frage: “Wer soll’s denn machen?”, liegt allerdings auch auf der Hand. Offenbar ist Energy Sachsen derzeit ohne Sprecher, für PSR spricht Roman Friedrich, der aber auch bei der MIR Eventmanager ist, bei R.SA macht’s der Böttcher mit. Liebe Kollegen! Bitte denkt über einen Funkhaussprecher nach. Einer, der alle drei Programme im Blick hat. Und bitte lasst es einen werden, der sein Fach versteht. Allerdings, wenn Euch zwei Sätze im “Medien kompakt” reichen, macht bitte so weiter. « [...]
[...] Mai: Ich übte mich in Zurückhaltung, was Nachrichten zur Fußball-Weltmeisterschaft anging. Dass das nicht möglich ist, sollte ich noch lernen.10. Mai. Energy Sachsen trennt sich von Programmchefin Anja Schulze. Schade. [...]
[...] Die Nacht vom 1. zum 2. Januar 1997 war rabenschwarz: Der Sender in der Leipziger Nonnenstraße brannte. Nach einer Übergangszeit, in der aus Dresden gefunkt wurde, begann am 17. Februar in den ehemaligen Buntgarnwerken eine neue Ära mit moderner Digitaltechnik. Das Jahr 2000 läutete den „großen Wechsel“ ein, eine Aktion, die endgültig für mehr Quote sorgen sollte. Friederike Lippold alias Freddy ging auf Sendung – entdeckt vom damaligen Programmchef Markus Heinker. Am Freitag, den 13. Juli 2001 gab Frank Wilkat als neuer Mann auf diesem Posten einen beeindruckenden Einstand: Er entließ neun Mitarbeiter. Am Montag darauf fingen zwölf neue Praktikanten an. „Das Radio verliert an Emotionalität“, kommentierte damals der gekündigte Moderator Alex Huth die Entscheidung Wilkats. 2002 wurde Anja Schulze die erste weibliche Programmverantwortliche, 2004 hatte Energy sieben Prozent mehr Hörer. Zwei Jahre später musste sie trotzdem gehen. [...]
[...] Die Nacht vom 1. zum 2. Januar 1997 war rabenschwarz: Der Sender in der Leipziger Nonnenstraße brannte. Nach einer Übergangszeit, in der aus Dresden gefunkt wurde, begann am 17. Februar in den ehemaligen Buntgarnwerken eine neue Ära mit moderner Digitaltechnik. Das Jahr 2000 läutete den „großen Wechsel“ ein, eine Aktion, die endgültig für mehr Quote sorgen sollte. Friederike Lippold alias Freddy ging auf Sendung – entdeckt vom damaligen Programmchef Markus Heinker. Am Freitag, den 13. Juli 2001 gab Frank Wilkat als neuer Mann auf diesem Posten einen beeindruckenden Einstand: Er entließ neun Mitarbeiter. Am Montag darauf fingen zwölf neue Praktikanten an. „Das Radio verliert an Emotionalität“, kommentierte damals der gekündigte Moderator Alex Huth die Entscheidung Wilkats. 2002 wurde Anja Schulze die erste weibliche Programmverantwortliche, 2004 hatte Energy sieben Prozent mehr Hörer. Zwei Jahre später musste sie trotzdem gehen. [...]
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