Grönemeyer, bitte melde Dich!

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist beleidigt. Er hatte Herbert Grönemeyer in der „Bild am Sonntag“ eingeladen, in die CDU einzutreten und ihm gute Chancen auf einen Sitz im Bundestag versprochen. Und was macht der Musiker? Meldet sich einfach nicht. Gestern war Wulff bei „Was erlauben Strunz“ in N24 zu Gast. Und das verbreitet der Sender heute als Zusammenfassung:

„Er hat sich nicht gemeldet und wahrscheinlich ist die größte Drohung für einen Protestierer in Heiligendamm oder anderswo, dass man ihm sagt: Geh doch in die Politik!“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Montag in der N24-Sendung „Was erlauben Strunz“. So könnte der Musiker sehen, wie vielschichtig und kompliziert Politik sei. „Aber die pauschale Beschimpfung aller, die in der Politik sind, und dass man mit denen eh nicht reden müsse, das spielt doch wirklich den
Radikalen, den Extremisten, in die Hände“, meinte Wulff.

Grönemeyer als Zuspieler für Extremisten? Hossa, Herr Wulff, welcher Gaul hat Sie denn geritten? Zudem glaube ich nicht, dass Grönemeyer „pauschal beschimpft“. Und sicher gibt es gute Gründe dafür, dass er sich nicht zu einer Mitgliedschaft in der CDU „einladen“ lässt. Liegt vielleicht weniger an der Politik der Partei selbst, sondern an seinen Mitgliedern. Mal drüber nachdenken, Herr Wulff. Diese Anschuldigung ist echt das Letzte.

Vielleicht – und das wäre nahe liegend – liest er einfach nur keine „Bild am Sonntag“.

Hier nochmal das, worum es Grönemeyer wirklich geht.


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