Radio PSR: Kein Geld für eigene Promotion? Radiosender knöpft Millionen-Gewinner 20.000 Euro ab

„Herzlichen Glückwunsch zu ihrer Million! Dann bekomme ich bitte hier noch eine Unterschrift und 20.000 Euro!“

Bitte was? Ja, so ähnlich dürfte es abgehen, wenn man bei Radio PSR das oft gespielte, oft kopierte und selten erfolgreiche Geldscheinspiel spielt und es tatsächlich schafft, den richtigen 5-Euro-Schein mit der richtigen zwölfstelligen Seriennummer vorzulegen. Denn mit Teilnahme an dem Gewinnspiel willigt man auch in die Teilnahmebedingungen ein. Teilnahmebedingungen, die PSR offenbar während des laufenden Spiels ändern kann. Heute wurden flugs einige Absätze dieser Bedingungen ergänzt. Und das, wo doch die aktuelle Millionen-Aktion schon gestern startete. Genau genommen sogar schon am Freitag, als gegen 15 Uhr „völlig überraschend“ der Programmchef Geschäftsführer ins Studio gelaufen kam und versicherte, die bisherigen 500.000 Euro jetzt verdoppeln und unbedingt das Geld ausspielen zu wollen. Man hat’s offenbar. Doch dazu später.
Zurück zu den Teilnahmebedingungen. In diesen steht folgender unglaublicher Absatz:

Er [der Gewinner, Anm. von mir] stellt RADIO PSR sich persönlich und einen Teilbetrag von 20.000,00 EUR des ausgelobten Gewinns für umfassende Audio-, Video-, Foto-, Bild-, Text- und ggf. Bühnenpromotions zu dem Gewinnspiel zur Verfügung und geht eine entsprechende Verpflichtung hierzu in schriftlicher Form ein. (Mit dem zur Verfügung zu stellenden Teilbetrag erwirbt der Gewinner im Beisein von RADIO PSR und ggf. weiteren Medienpartnern Waren oder Dienstleistungen im Wert von 20.000 EUR, die im Anschluss im Besitz des Gewinners verbleiben.)

Das finde ich… mutig. Der Gewinner gewinnt also gar keine Million, sondern nur 980.000 Euro. 20.000 Öre muss er, wenn er das Geld behalten will, an PSR abgeben, um mit diesem Geld seine eigene „Herzlichen-Glückwunsch-Du-bist-ein-Gewinner-Party“ zu bezahlen. Und muss sich auch noch verpflichten, sich komplett nackig auszuziehen und in allen erdenklichen Medien ablichten, interviewen und bespucken zu lassen. Na herrlich. Die „Waren“, die hier nicht näher beschrieben werden und die Dienstleistungen*), also die Party, darf der Gewinner dann auch Behalten. „Danke, PSR, danke für die tollen Zeitungsartikel, den Besuch bei Vera am Mittag zum Thema ‚Ich bin ein PSR-Hörer, bitte sperren Sie mich ein‘ und danke für die Party, auf der ihr unzählige Male verkündet habt, wie geil ihr seid.“

Die Erklärung der Waren und Dienstleistungen stand bis heute Nachmittag übrigens noch nicht dort. Stattdessen war ein schlecht verschachtelter Satz mit einigen Tippfehlern zu lesen, der in etwa gleiches aussagte. Das mit den Waren und Dienstleistungen hat sich wohl noch schnell einer einfallen lassen, damit es wenigstens etwas aussagekräftiger klingt.

Also hat man’s in der Leipziger Marktgalerie wohl doch nicht so dicke? Einem Sender, der nach Auszahlung eines Millionengewinns darauf angewiesen ist, dem glücklichen, nichts ahnenden Hörer gleich zwei Prozent wieder wegzunehmen, kann’s nicht so rosig gehen, oder irre ich da? Das würde aber vielleicht erklären, warum am Wochenende die Nachrichten des (SÄCHSISCHEN) Marktführers zentral aus Kiel kommen. Aber gut, lassen wir das…

Vielleicht hat PSR auch nur Angst, das nötige Kleingeld für das Milliönchen nicht rechtzeitig reinzubekommen. Die Masche dahinter lässt allerdings erahnen, dass sie es schaffen werden. Die ist nämlich ähnlich der Methodik, die auch 9Live und andere Call-In-Sender bzw. Shows anwenden. Es gehört nämlich eine gehörige Portion Glück dazu, wenn man – oh Wunder – nicht die zwölfstellige Seriennummer auf seinem Schein hat, sondern nur die letzten drei Ziffern übereinstimmen.

Dazu muss man nämlich erstmal durchkommen. Das System dazu scheint dem von 9Live wirklich zu gleichen – ein Weiterleitungsversuch findet nämlich nur bei „durchschnittlich jedem zehnten Anrufer“ statt (vgl. Teilnahmebedingungen, Absatz 5: Spielmechanik). Wenn man dann der „durchschnittlich zehnte“ Anrufer ist, erfolgt eine weitere Auswahl statt. Ist beim PSR Hörerservice nämlich grad besetzt, weil Lieschen Müller fragen will, wie der Titel hieß, der grad lief, landet man im Nirvana und ist um 50 Cent ärmer.
Wenn der PSR-Hörerservice aber gerade nichts zu tun hat, hebt er vielleicht sogar ab und notiert Name, Telefonnummer und Seriennummer des vermeintlichen Gewinnerscheins. Dann legt der Hörerservice den Anrufer auf eine Telefonanlage, die maximal vier (!!) Benutzer zulässt. Merke: von 10 ausgewählten Hörern, die nach womöglich unzähligen Versuchen endlich durchgestellt wurden, werden also bereits hier sechs ausgesiebt.
Landet der Hörer dann tatsächlich in der Warteschleife, in der noch drei andere auf Geld hoffen, entscheidet der Moderator nach Zufallsprinzip und ohne zu wissen, wer in welcher Schleife hängt, wer die Moneten bekommt. Das sind, wenn ich richtig zähle, vier Vorauswahlen, bevor man an das Geld kommt. Für drei richtige Ziffern gibt es 10000 Euro, für zwei noch 1000 und für eine immerhin 100 Euro.

Schnell verdientes Geld ist das dann allerdings nicht. In den Teilnahmebedingungen fehlt übrigens noch ein Satz: „Achten Sie auf ihr Telefonverhalten“.

Sehr lustig auch der Hinweis, dass das Spiel bis 28. Februar liefe. Wie kann der Sender denn wissen, wann das Spiel endet? Weil er den Schein erst Mitte Februar aus dem Safe holt und dann erst ins Volk wirft, in der Hoffnung, es interessiert sich bis 28.2. jemand für das Gewinnspiel? Rein spekulativ natürlich. Auch schön, dass PSR jederzeit berichtigt ist, das Spiel ohne Angaben von Gründen abzubrechen oder zu verlängern. Glücklicherweise zieht diesmal die Versprechermasche nicht.

Gute Nacht, Formatradio!

*) Update:Na gucke: die LVZ hat heute was dazu im Blatt (nicht von mir). Da heißt es, der Gewinner würde im Beisein von PSR Waren erwerben, die er behalten darf. Also MUSS er von seiner Million Waren erwerben? Wenn er das nun gar nicht will? Das klingt ein wenig wie Kaffeefahrt und macht die Sache auch nicht besser…

47 Gedanken zu „Radio PSR: Kein Geld für eigene Promotion? Radiosender knöpft Millionen-Gewinner 20.000 Euro ab

  1. Sehr schöne Darstellung der Gewinnpyramide. Ich möchte den Faden weiterspinnen. Wann und wie werden denn die Scheine in Umlauf gebracht? Ich kenne nicht die Umlaufgeschwindigkeiten von Geldscheinen, also wie oft wechselt ein Geldschein von einer Person zu einer anderen. Aber wie unwarhscheinlich es ist so einen Schein zu ergattern kann man sich selbst ohne Mathe-Kenntnisse ausmalen. Es soll auch vorkommen, das Geldscheine nicht nur in Sachsen im Umlauf sind.
    Weiterhin nett: nur Besitzer eines Personalausweises können gewinnen. Da wollen wir mal hoffen das kein Ausländer dabei ist, die kennen nämlich teilweise keine Personalausweise. Richtig lustig ist die Gewinnübergabe unter notarieller Aufsicht. Die ist nun wirklich nicht erforderlich.

  2. Laut PSR wurden die Scheine ja bereits in Umlauf gebracht. Nachprüfen kann das freilich keiner.

    Was die Sache mit den Ausländern angeht, da kenn ich mich nicht gut genug aus. Haben Ausländer, die hier leben und Antrag auf Asyl stellen, keinen Ausweis? Irgendwie müssen die sich ja ausweisen können. Ich denke, dass PSR in dem Falle sicher Gnade gelten lässt…

  3. Niemand, wirklich niemand, zwingt auch nur einen Menschen – egal ob im Besitz eines Personalausweises oder nicht – an diesem Glück$$piel, teil zu nehmen. Die Million ist durchaus garantiert – das Glück den gerade angesagten Schein zu kriegen, durch alle Warteschleifen zu kommen etc. ist nicht nicht zu versprechen!

  4. Leider hast Du offensichtlich nicht kapiert, worum es bei den fraglichen 20000 Euro geht. RADIO PSR will den glücklichen Gewinner dabei begleiten, wie er die ersten 20000 Tacken von seinem Millionengewinn ausgibt. Der Sender braucht dies für seine Eigenpromotion und das ist ein ganz normaler Vorgang. Das ist doch nun wirklich kein Verbrechen, wenn man eine Million Euro verklingelt und hinterher wissen will, was der Gewinner mit dem Geld anfängt…Meine Empfehlung an Daniel, den Journalisten der großen Worte: Man sollte nicht „Skandal“ schreien, bevor man begriffen hat, worum es geht.

  5. Nun, auch der Journalist der Medienseite der LVZ hat dann nach Deiner Auslegung nichts kapiert. Und nichtmal Eure Pressestelle, wenn Du denn wirklich der scheinbare Reporter bist, konnte vernünftige Antworten geben. Und ja, es ist merkwürdig, wenn der Sender in seine Teilnahmebedingungen schreibt, er wolle dabei sein, wenn der Gewinner die ersten 20.000 Euro ausgibt. Er schreibt damit dem Gewinner vor, dass er das Geld ausgeben muss.

    Von Verbrechen oder Skandal stand hier nichts. Ich habe nur protokolliert.

    Scheinreporter, Scheingewinner, Scheinsender.

    Sorry – ich bin ein Radiojunkie und mag das Medium sehr. Wahrscheinlich rege ich mich deshalb über den Schwachsinn so auf, der neuerdings von einst innovativen Sendern verzapft wird.

  6. Um den Faden weiter zu spinnen: Ich bezweifle, dass die Scheine tatsächlich „in Umlauf“ gebracht wurden – und dieses Gewinnspiel eine – auf Wahrscheinlichkeit aufgebaute – versichterte Gewinnspielmethodik ist, die PSR lediglich die Versicherungssumme kostet.

  7. Nun, das kann und will ich nicht behaupten. Beweisen wird man’s eh nicht können. Es ist nur einfach erschreckend, das Radio heutzutage nicht mehr für die Hörer gemacht wird. Diese Gewinnspiele sind doch nur schein(da war es wieder)heilige Versuche, dem Hörer glaubhaft zu machen, der Sender richte sich an ihn. In Wahrheit wird auf 50-Cent-Hotlines so getan, als habe man grad kein Glück gehabt. Und der – leider nicht sonderlich kluge – Hörer ruft fleißig an.

  8. Ich finde das diese Aktion in keinster Weise Hörer bewegt Radio PSR zu hören, erstens ist man nach einem Tag sowieso genervt von der Aktion und zweitens gibt es noch genügend „Intelligente“ Leute die wissen das man nicht wirklich was gewinnen kann und es nur Abzocke ist. Und die, die es nicht merken, wissen es spätestens bei der nächsten Telefonrechnung.

    PSR sollte doch wissen das es in der Vergangenheit nix gebracht hat die Hörer zu „bestechen“.

  9. @Katja: das sehe ich anders – und viele (erfolgreiche – wenn nicht zwingend „kreative“) Gewinnspiele haben vielen Sendern schon enorm Quote gebracht.

    Inwiefern Hörer sich – auch am Telefon – verdummen lassen – mag ich nicht bewerten. 9Live funktioniert ja auch prima…

  10. Also erst einmal, ich habe schon lange nichtmehr so einen schönen blogeintrag von einem „NormaLen“ Menschen gelesen. Es beinhaltet alle wichtigen Aspekte, & es wurde super dargesteLLt wie die GewinnspieLpyramide aufgebaut ist.
    Ein sehr großes LOB!

  11. Danke für die Blumen – so „normal“ bin ich als medieninteressierter Journalist und Radiojunkie aber vielleicht gar nicht. 🙂

  12. Pingback: Nur mein Standpunkt » Wie Radio PSR fast eine Million verspielt
  13. … also, zum Gewinnspiel sage ich nur, wer macht denn da seit einer Weile mit?
    (Bild Dir eine Meinung) – sagt das nicht schon genug? Mir schon!

  14. Bin heute auf diesen interessanten Blog gestoßen, weil ich auch ziemlich von diesem Spiel genervt bin und langsam glaube, dass da etwas nicht in Ordnung ist. Ich meine, es werden 12 Ziffern am Tag veröffentlicht und dies einen Monat lang (oder länger schon?). Es ist also nicht ein einziger Schein, der im Umlauf ist, sondern 12 am Tag. Mich würde es interesieren, ob diese Nummern auf existenten Scheinen basieren.

    Zudem machen sehr viele Leute mit, denn man kommt nicht einmal in die Warteschleife rein. Und niemand schafft es, diesen Schein zu haben?

    Und die, die zum großen Teil durchkommen, und das mitunter beim ersten Versuch, gewinnen gerade mal 100,-!?

    Meine bisherigen Erfahrung mit diesem Spiel und wie ich von Tag zu Tag aggressiver wurde, ist hier in meinem Blog zu lesen (mit einem Augenzwinkern): http://wl.src.greatnet.de/blogg.php?id=4176-1

  15. Wenn man das so liest würde ich sagen: sofort aufhören, dort anzurufen! Und nochmal von vorn beginnen, nachzudenken. Da sind einige ganz grobe Denkfehler dabei…

  16. … sehr interressante Beiträge.
    Zwei Bemerkungen von mir:
    1. Radio PSR den ganzen Tag hören? Mir kann keiner erzählen, dass das angenehm ist. Ich habs ausprobiert als ich 4 Tage krank war. Nach 3-4 Stunden geht einem der Sender dermaßen auf den S…, dass man nur noch ausschalten kann.
    2. Wieviel von den 50ct Gebühren kassiert eigentlich Radio PSR? Wenn das Spiel lange genug läuft haben die die Gewinnsumme rein.

    Ich kann nur sagen, Finger weg. Das ich Bauernfängerei.

  17. Hallo erst mal…:-)
    zur oben genannten Radio PSR Kritik (980 000 für 5 Euro) möchte ich auch mal die averse Seite beleuchten.
    Leute !!! Ihr werdet 1. nicht gezwungen bei Radio PSR anzuklingeln und 2.sollte jeder Telefonbesitzer selbst erwägen können, ob es ihm das Wert ist, oder nicht anzurufen.
    Was wären auch 20 000 Euro die ich PSR überlassen muss,wenn ich dafür aber noch 980 000 von der Million bekäme?
    Obendrein hat man mit 500 000 Euro Gewinnsumme angefangen und hat sogar verdoppelt. Was sind da 20 000 Euro ?
    Wenn ich bei PSR gewinnen würde, ich gäbe PSR gern die 20 ooo Euro und obendrauf würde ich ne schöne Party mit Steffen Lukas und den Morgenmädels schmeißen zusammen mit Christoph Schneider,Böttcher und Fischer,Katja,Peggy,Matthias und allen anderen.Danach könnte ich vom Rest des Geldes, endlich mein Kinderprojekt „Kindern in Not“ finanzieren und dafür gäbe ich gern den letzten Heller her.
    Mit freunlichen Grüßen
    Euer Liedermacher Thomas Uhlig 😉

  18. „Steffen Lukas und die Morgenmädels“ – herrlich. Wieder ein Beweis, dass alle Dudelfunker in Sachsen gleich klingen und keiner mehr weiß, welche Sch.. er da eigentlich hört. Bitte mehr solcher lebendigen Beispiele, ich kringel mich gerade… 😀

  19. Auch wenn man GROSSE sich nennt…muß nicht bedeuten Groß zu sein 😎

  20. Ich nenne mich nicht so, ich heiße so. Hieße ich nicht so, hieße dieses Blog auch nicht Große. Das dazu. 🙂

    Und mein Kommentar war nicht persönlich gemeint. Es bestätigt nur, was ich dauern erlebe. Da werde ich nach Jahren gefragt, wo denn Jasmin und Alex sind. Oder ob die BöFis immernoch bei Antenne (!) Sachsen sind. Radio Leipzig heißt Sender Leipzig, R.SA ist oldie.fm, beim MDR gibts noch nen Life und bei Jump moderiert Jan Hahn. Sorry, da passte Dein Kommentar einfach göttlich dazu.

    Nix für ungut – hör weiter, was Du willst. Tun wir ja auch. Und um Grundsatzdiskussionen wie „es muss da keiner anrufen“ ging es hier nie…

  21. Eigentlich geht es doch nur darum, dass du Daniel, hören möchtest, was du eben für richtig hälst.Aber was ist richtig???
    Bitte unterstelle dem Hörer doch nicht wie oben ZITAT: „der leider nicht sonderlich kluge Hörer!“ sein Mündigkeit im Bezug auf sein Hörverhalten.
    Das kommt sehr arrogant daher!!! 🙁
    Und wenn Du als freier Journalist deine Hausaufgaben gemacht hast, dann solltest Du mal kucken,wie bei deinem Lieblingsradio der Chef heisst! 😆 Könnte leicht möglich sein,es ist der selbe wie bei PSR 😆
    Radio ist doch eine große Familie!
    Selbst sogenanntes freies Radio ist Geschmacksache…jeder soll hören was er will und mitmachen wo er will.
    Wir sind doch alt genug!
    Gruß Thomas

  22. Selbst sogenanntes freies Radio ist Geschmacksache…jeder soll hören was er will und mitmachen wo er will.

    Nichts anderes sprach ich.

    Mein Lieblingsradio heißt Radio Stad Den Haag. Wie da der Chef heißt, weiß ich nicht, tut mir leid. Das interessierte mich aber noch nie. Ich höre auch gern JAM FM. Und dort ist einer grad PD, mit dem ich bei Energy mal Praktikant war. Ja, Radio ist eine große Familie.

    Und nein, ich will nicht hören, was ich für richtig halte. Wenn ich das wollte, gäbe es keine Kommentarfunktion.

    Und übrigens: ich mag Thomas und Uwe sehr. Das wissen die aber auch.

    Und jetzt bin ich alt genug, diese unsägliche Diskussion zu beenden. Am Ende verstehen wir uns ja doch, vermute ich.

  23. Ich mag Uwe und Thomas auch sehr und habe mit ihnen live im Radio wie auch auf der Bühne gestanden.
    Die öffentlich-rechtlichen Sender hätten mir niemals eine solche Chance als Musiker gegeben.
    Bei Böttcher und Fischer war das alles kein Problem!
    Nun wissen wir beide, dass Radio eben auch SHOW ist. Deswegen denke ich so „Wer das eine will, muss das andere mögen!“
    Was die Hörer und deren Verhalten betrifft: so denke ich, “ Man muss seine Hörer, wie auch ich mein Publikum, einfach schätzen!“ und nicht unterschätzen.
    Natürlich haben wir alle verschiedene Vorlieben und gewisses Niveau, was Radio und Unterhaltung betrifft.
    Auch ich will so fair sein um Dir einige Sender
    zu nennen,welche ich außer R.SA höre.
    Vom „Inselradio“ auf Mallorca hin zur „Megawelle“ (wegen der Oldies)auf Teneriffa,zu “ KCRW “ in Santa Monica bis hin zu „Antenne Kärnten“ und auch Figaro von MDR.
    Ich brauche auch so meine gewisse Radio-Musik Mischung und ich sage gnadenlos meine Meinung, wenn mein bevorzugter Sender R.SA,dass ein und selbige Thema dudelt und ich den Maffay sein „Sonne in der Nacht“ zum 5.mal am Tag höre…
    PSR lobt 1 Million Gewinn aus und es wird nicht mehr lange dauern, da ist dieser Spuk vorbei.
    Einer wird gewinnen!
    Es ist alles nur eine SHOW, eine Radioshow.
    Übrigens: ich bin auch dabei 😆
    Wünsche alles Gute
    Thomas

  24. 1 PSR Million ist raus ! Gerade eben ist im Radio PSR gelaufen,dass die MILLON scheinbar gefunden ist. 980 000 für eine Frau in Bad Lausick welche obendrein auch noch Rollstuhlfahrer ist und sich jetzt eine Rollstuhlgerechte Wohnung leisten kann.So schnell geht das!
    Mit Privatradio und Telefonaktionen muss ja Geld erbracht werden, woher sollte sonst 1 Million ausgeschüttet werden.
    Bei 50 cent pro Anruf ist bestimmt noch eine weitere Million reingespielt worden.
    Und nun wird die nächste Aktion nicht lange auf sich warten lassen.Welcher Sender wird jetzt nicht sofort mit ähnlichen Schema nachziehen?
    Auf jeden Fall wird es jetzt wieder 5 Euro Schein ohne Probleme in den Supermarktkassen
    geben
    😆 Thomas

  25. Der Spuk ist vorbei. Endlich. Ich denke, die Moderatoren, die einen Monat lang, 12 Stunden täglich, lang Zahlen ansagen mussten, sind auch heilfroh.

    Zu dem Kommentarabtausch von Thomas vs Daniel fällt mir zwar einiges ein, was ich mir aber verkneife, sonst würde ich womöglich gerügt („..Und um Grundsatzdiskussionen wie “es muss da keiner anrufen” ging es hier nie…“) – es würde nicht zu dem Thema passen. Gibt es hier vielleicht auf der Seite ein Thema in der Art von „Auf einen sensiblen Ton achten, nicht nur auf korrekte Ausdrucksweise“?

    Und: Ich habe auch mitgespielt, obwohl ich Matthias K. in allen Punkten rechtgebe. Euphorisch, aggressiv, genervt, immer lustloser – Erfahrungswerte. Mag man mich für beschränkt halten – interessant war das Ganze trotzdem- aus psychologischer Sicht.

  26. Das war doch kein Kommentarabtausch. 🙂 Ich bin mir sicher, im realen Leben hätten wir das sofort geklärt – freundlich natürlich. Beim Schreiben geht eben die Tonalität etwas verloren. 🙂

    Ja, es ist vorbei. Muss mal aktualisieren da oben im Artikel. Hatte erstmal mit den Jubelmeldungen zu tun bei radionews.de. 🙂

  27. Die Scheiße geht schon wieder los…
    Warscheinlich sind die Gewinne vom Jahresanfang ausgegeben und man braucht in Hause PSR wieder Geld.
    Ich hätte mehr Vertrauen zu dem 5€-Game wenn die PSR-Truppe mit einem Kamera-Team(versteckte Kamera) und Notar(ein unbestochener) die Scheine irgendwo heimlich ausgibt. Das wäre eine Möglichkeit die Sache glaubhafter zu machen.
    MfG meine Meinung

  28. es soll aber vorkommen, das man Glück hat, so wie ich. Ich habe bei diesem Spiel gewonnen.
    Ich finde es Klasse.

  29. Das bestreitet auch niemand, das hab ich hier noch nie gesagt. Wieviel, wenn man fragen darf? Und wie oft hast Du es versucht, sprich, wieviel Geld hast Du vertelefoniert?

  30. Einmal habe ich angerufen, zwei Zahlen waren richtig. Mag sein das es Glück war. Denn Sender finde ich drotzdem Klasse, nicht nur weil ich gewonnen habe.

  31. Na dann herzlichen Glückwunsch, das war dann wirklich sehr großes Glück. Und ich sage ja auch nicht, dass der Sender an sich schlecht wäre – irgendwie muss ja zu erklären sein, dass die seit Jahren Marktführer sind. Freilich tragen solche Gewinnspiele auch dazu bei. Diejenigen, denen die Nummernspiele auf den Wecker fallen, sind halt zu wenig, als dass es den MA-Zahlen schaden könnte…

  32. He Daniel ich würde mich über sowas garnicht aufregen Glücksspiel ist Glücksspiel und ich habe noch von keinem gehört,er wurde dazu gezwungen!?!
    Schlimmer ist doch das (Glücks)SPIEL welches die Politiker mit uns treiben und die sind auf unsere Stimmen angewiesen. :mrgreen:

  33. Hallo Daniel,
    hab mir gerade alles mal so reingezogen, was hier so über meinen „Lieblingssender“ abgelassen wird. Herrlich, sag ich nur… 😆
    „Lieblingssender“ —> weil…einfach nur völlig nervtötend…Gewinnspiele, die scheinbar 9Live ausrangiert hat, Musik, die nur noch massenkompatibel sein will und die Moderatoren…nun ja jedem das seine…kein Wunder, das bei mir fast nur noch Sachen laufen,die ich wirklich hören will…mach weiter somit deinem kritischen Blick über den Tellerrand

  34. Danke, Michaela. Leider ist PSR aber nicht das einzige schlechte Beispiel im deutschen Radio. Das zieht sich so durch das ganze Land.

  35. Guten Tag!
    Ich bin bei Recherchen auf diesem Blog gelandet und möchte ein großes Lob aussprechen: Der Gewinnspielartikel sowie die Kommentare lesen sich gut, sind aus den jeweiligen Sichtweisen nachvollziehbar und produzieren so eine sehr lebendige Seite.
    Noch eine Anmerkung zum 5-Euro-Gewinnspiel: Bei den meisten Sendern läuft eine solche Aktion, um bei den in diesem Zeitraum zu ermittelnden Mediadaten die Hörerzahlen positiv zu beeinflussen. Dies schlägt sich dann in höheren Werbeminutenpreisen wieder und ist die eigentliche Erklärung, weshalb Radiostationen plötzlich ihre Hörer zum Millionär machen wollen. Ob es allerdings auf die Wild-West-Manier wie am Beispiel Radio PSR erfolgen muss, sei dahingestellt…
    Liebe Grüße aus Jena!

  36. Ich denke, ein kritischer Blick auf die deutsche Radiolandschaft ist in keinster Weise schädlich. In sämtlichen Medienformaten in Deutschland ist eine Senkung des qualitativen Niveaus zu beobachten. So ergeht es nicht nur dem Radio, sondern auch dem Fernsehen und den Printmedien. Umso mehr ist der Konsument gefragt, auf diese Entwicklung zu reagieren. Es sei aber auch gesagt, dass der doch sehr plaktive und unzureichend beleuchtete Artikel des Herrn Große über das Verhalten von PSR, jenseits der Intention des Artikels, nicht unbedingt meines persönlichen Geschmack entspricht, mit dieser Thematik umzugehen.
    Vom Klangbild erinnert mich das dann doch eher an Durchschnittsblogging und nicht an freien, investigativen Journalismus.
    Dennoch sei gesagt, dass auch ich seit Jahren das Radiowesen versuche zu umgehen. Informationen aller Art ergattere ich mir auf anderem Wege und die wirklich gute Musik befindet sich eh im CD-Schrank eines jeden. Zumal man dort Lieder von geringerem akustischen Wert mühelos überspringen kann und (bis jetzt) in der Wiedergabeliste noch keine Werbung für 50 Cent-Anrufe zu verzeichnen war.
    LG, Franz

  37. Lieber Franz,

    das, was hier auf dem Blog passiert, magst Du als Durchschnittblogging interpretieren. Das steht jedem frei. „Unzureichend beleuchtet“ finde ich dann doch allerdings etwas übertrieben, wenn vorher diverse Leser die Darstellung der „Gewinn“pyramide loben.

    Aber ich sehe Deine prinzipielle Haltung, Radio zu umgehen. Und genau das unterscheidet uns. Ich tue dies nicht, sondern prangere den Verfall dieses wunderschönen Mediums an. Du bist leider schon ein Stück weiter, hast Radio quasi bereits begraben. Genau das zu verhindern ist mein Ziel.

  38. Hi Ihr da draußen, falls Ihr es noch nicht gemerkt habt:
    Gewinnspiele sind in und eigentlich müßten wir, wenn wir all dies Glauben wollten ja nur zu unserem Glück auf der Welt sein…Ich (54) komme viel in ganz Deutschland rum und höre sehr viel Radio und bin der meinung, das Radio ist zur Unterhaltung da und nicht zur abzocke:
    Wählen Sie 0180 ff. oder 0137ff. ! Wer´s macht bitte, sein Problem, es gibt auch Sender die die Spielen weder einen Supermix noch die besten Hits. Die spielen einfach eine richtig gute Mucke, die Jung und alt hören kann, man muß nur suchen…

  39. Und sie tun es schon wieder. Diesmal sind es aber nur 250.000 Euro. Aber die werden nicht nur von PSR sondern auch zeitgleich mit den gleichen Scheinnummern, aber unterschiedlichen Hotlines in 2 weiteren Bundesländern unters Volk gebracht. Da potenziert sich die Nicht-Chance ungemein… Viel Glück!

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